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meine Schiel-OP nach Prismenaufbau

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(@DennisKrueger)
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Themenersteller
 
[#3366]

Ich bin sehr froh auf dieses Forum gestossen zu sein und hier ein paar Leidensgenossen gefunden habe -)

Zu meiner Krankengeschichte
Nach meinem Studium bekam ich bei nur etwa 8 Stündiger Bildschirmarbeit immer strärker "brennende" Augen, die sehr rot wurden.
Verschiedene Ärzte verschrieben mit Augentropfen, die nichts halfen.
Eine Allergie liegt auch nicht vor.

Nach etwa einem Jahr (Mitte 2006) bemerkte ein Optiker beim Polatest eine Winkelfehlsichtigkeit von 18pr.dioptr.
Ab hier begann in Zusammenarbeit mit der Uni.Augenklinik Magdeburg ein Prismenaufbau.
Begonnen hat erst mein Augenarzt mit 6pd
Die Klinik steigerte dies in 10 Monaten mit Prismenfolien auf 37PD, wobei ich nur 27 tragen konnte. (Stärkere Folien machten Bildschirmarbeit, Autofahren, etc unmöglich.)
Da ich ob der fehlenden 10PD wieder starke Schmerzen hatte drängte ich auf einen OP Termin. Magdeburg konnte mir allerdings erst 4!! Monate später einen Termin anbieten.
In Zusammenarbeit mit Dr. Siggel an Brandenburg bekam ich allerdings kurzfristig im Charite Berlin bei Frau Dr. Schwarz einen Ambulanten OP Termin.
(Bei Bedarf übersende ich gerne den OP-Befund per email)
Der gesamte Fehler wurde am rechten Auge in Ambulanter OP operiert.
Jetzt - 18Tager nach der OP habe ich beim Polatest nach 3PD -> es wurde etwas zu wenig korregiert.

Hier meine erste Frage muss man den Wert nicht an beiden Augen verteilt operieren?

2. Die Ärzten in Berlin meinte die Ursache für meine "aufgebaute" Fehlsichtigkeit könne evtl auch an einem Fehler im Gehirn liegen und nicht an zu langen/kurzen Muskeln. Stimmt das? Sie meinte bei weiterem Prismenaufbau könnten sich die Prismen Werte bis ins unendliche Steigern??? Dies beunruhigt mich SEHR!
In Magdeburg sagte man mir Ursache seien die Muskeln im Auge.

3. Was soll ich bei weiteren Beschwerden tuen?

4. Ich werde in einem Monat nach Nürnberg umziehen. Kann mir hier jemand einen auf diesem Gebiet kompetenten Arzt nennen?

Vielen Dank schon mal,
Dennis Krüger

[Bild nicht mehr verfügbar]


 
Veröffentlicht : 01.04.2007 18:28
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(@DennisKrueger)
Beiträge: 49
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Themenersteller
 

ich habe mich mal im Komplet dunkelen Raum fotografiert. Dann müssten die Augen doch in Ihrer entspanntesten Stellung sein!?
Hier sieht man, dass das nicht operierte Auge deutlich nach innen und unten steht. Muss man das Auge jetzt auch noch operieren?
Vielen Dank!


 
Veröffentlicht : 01.04.2007 19:06
(@malan)
Beiträge: 99
Estimable Member
 

hallo dennis,

ich würde sagen bei einem wert von 37 auf 3 genau operiert ist nicht sooo schlecht. das ist ein wert den man (verbleibende beschwerden vorausgesetzt) völlig unauffällig in einer brille verstecken kann.

erzähl mal etwas mehr, wie fühlt sich das sehen jetzt an? nach 18 tagen sollte man ja schon einen ersten eindruck haben wie der status ist. wenn man auch von ca. 3 monaten ausgehen sollte bis man es genau sagen kann. welche beschwerden hast du konkret noch?

die stellung der augen in ruhe sagt nur bedingt was aus. zumal das gehirn ja bis vor der op immer noch gegensteuern musste weil du 10 prismen zu wenig hattest. diese gewohnheit kann noch einige zeit nachwirken. zudem ist das bild nicht direkt von vorne sondern leicht von rechts aus deiner sicht. aufgenommen. man sieht das an den abständen zwischen augen:wink:eln und nase. dann stehen die augen auch lt. foto nicht so schlecht.

entscheidend ist am ende einfach wie du zurecht kommst und welche beschwerden du hast. ist das erste bild eigentlich direkt nach der op oder die "starke rötung" vorher?

warum es klappt nur ein auge zu operieren habe ich bis heute noch nicht 100% kapiert. aber es ist bei uns üblich und funktioniert ganz offenbar. war auch bei mir so.

das gerücht mit unendlich habe ich auch schon gehört. die angst hat man während des prismenaufbaus sowieso wenn der scheinbar kein ende nimmt. aber wenn es den fall in der praxis gäbe, hätte er hier im forum sicher schon vorgesprochen.

für weitere beschwerden würde ich mir als ersten ansprechpartner in der liste der ivbv einen optiker in deiner nähe suchen. ein gewisses feintuning wird u.u. noch nötig sein. ich bin selbst gerade in der phase.

viele grüße,

michael


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 00:12
(@DennisKrueger)
Beiträge: 49
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Themenersteller
 

Hallo Michael,
danke für Deine Antwort.
Also ich bin mir etwas unsicher, ob ich jetzt "gut" sehen kann.
Manchmal habe ich abwechselnd in dem operiertem und dann komischerweise in dem nicht operiertem Auge so ein angesträngtes, leicht brennendes Gefühl. Ich habe dann, wie vor der OP das Bedürfnis das Auge etwas zu reiben / drücken.
Aber ich konnte gestern ziemlich gut 3 Stunden am PC arbeiten.
3 Monate dauert es also, bis man sagen kann, wie es geworden ist?!
Das Bild mit dem roten Auge ist Gott sei dank ein paar Tage nach der OP gemacht worden!

Morgen muss ich noch mal zum Augenarzt. Er meinte letztes mal, ich solle nach der OP wenn möglich keine Prismen mehr tragen. Sonst könne das ganze Spiel wieder von vorne lostgehen und ich bin bald wieder bei 30 prismen.
DAS macht mir sooo Angst. Hat er wirklich recht?
Hört das ganze denn nie auf, oder kann man einen Punkt erreichen, an dem man Ruhe hat und die Prismen sich nicht mehr verändern?

Darf ich fragen, wie alt Du jetzt bist, und in welchem alter das mit den Prismen so stark zugenommen hat?

Gruß, Dennis


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 08:59
(@DennisKrueger)
Beiträge: 49
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Themenersteller
 

Ich habe gerade auf der Liste der IVBV nachgeschaut. Da sind ja "nur" Optiker. Ich suche glaube eher nach einem Arzt, der selber Schiel OP`s durchführt und sich auf diesem Gebiet auskennt.
Bei einem Optiker fürchte ich immer nur Prismen Gläser verkauft zu bekommen.


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 09:20
(@Lucccy)
Beiträge: 0
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DennisKrueger schrieb

Ich habe gerade auf der Liste der IVBV nachgeschaut. Da sind ja "nur" Optiker. Ich suche glaube eher nach einem Arzt, der selber Schiel OP`s durchführt und sich auf diesem Gebiet auskennt.
Bei einem Optiker fürchte ich immer nur Prismen Gläser verkauft zu bekommen.

Hallo,

wieso, da ist doch Frau Schwarz als Augenärztin aus Berlin aufgeführt?!

Ansonsten könnte Dir diese Seite weiterhelfen http://www.selbsthilfegruppe-:wink:elfehlsichtigkeit.de/links.html

Vielleicht solltest Du auch nochmal den Artikel unter http://optometrieonline.de/content/view/81/116/ lesen. Dort wird z.B auch kurz Stellung zu "Optiker wollen nur Prismen verkaufen" genommen.
Optiker verdienen Ihr Geld übrigens mit zufriedenen Kunden und durch Empfehlungen. Man hat mehr Wahlmöglichkeiten an Optikern als an Ärzten. Wer legt also wohl größeren Wert darauf, dass Du gut versorgt und zufrieden bist? Nur mal so als gedankliche Anregung.

Gruß Lucccy


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 11:01
(@DennisKrueger)
Beiträge: 49
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Themenersteller
 

Hallo Lucccy,
ich hatte gefragt, ob jemand bei Nürnberg einen Arzt kennt. Berlin ist mir da doch ein bisschen weit weg.


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 16:47
(@Lucccy)
Beiträge: 0
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Hallo,

irgendwie blieb bei mir im Kopf nur Magdeburg und Berlin hängen nach Deinem Posting. Sorry.

Gruß Lucccy


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 17:05
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Gibt es da nicht noch in Koblenz eine Adresse? Es gibt in ganz Deutschland nur eine Handvoll von Operateuren, die nach MKH messen und entsprechend operieren, drei davon sind in Berlin.....

Hier sind die Süddeutschen gefragt.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 20:53
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Übrigens, Dennis, bei mir ging es auch mit etwa 30 Jahren mit den Prismen los. Scheint vielleicht wirklich so ein Punkt zu sein, wo man nicht mehr alles wegkompensieren kann. Oder aber man fängt einfach an, besser auf seinen Körper zu horchen. Denn die Beschwerden hatte ich vorher ja auch, aber sie ließen mir anscheinend genug Reserven. Auf einmal ging das nicht mehr. Aber mir geht es mit Prismenbrille einfach besser, insofern muss der Weg der Richtige sein.

Gruß
Kerstin


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 20:59
(@Nicole1)
Beiträge: 474
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Ich weiß nicht, wie die Altersverteilung in der Bevölkerung ist.
Es heisst ja, dass man bei ca. 80% eine WF messen kann, von denen aber nur 10-20% Beschwerden haben.

Darunter sind auch viele Kinder. Gelangweilt

Und dann ist noch die Frage für mich, wann sich eine WF entwickelt War die schon immer da, oder kommt die bei einigen erst im Laufe des Lebens?

Ich merke selbst von den ca. 3 Prismen bei mir nichts auch nicht mit knapp 40 Jahren.
Allerdings merke ich in den letzten Jahren verstärkt, dass ich länger nach einen monokularen Sehtest brauche, um binokular alles scharf zu sehen. Das war früher nicht.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 02.04.2007 21:12
(@malan)
Beiträge: 99
Estimable Member
 

hallo dennis,

ich habe die probleme mit 27 das erste mal wahrgenommen (bin heute 44). details findest du in meinem erfahrungsbericht. um die 30 scheint aber wohl ein kritisches alter zu sein. ich bin über diese zahl in letzter zeit in verschiedenen postings gestolpert.

das mit den 3 monaten habe ich nicht erfunden. ich persönlich konnte bereits nach wenigen tagen sagen, dass die operation im großen und ganzen den wert getroffen hat. da ich nur 18 prismen hatte, hatte ich diesen wert vorher als brille mit folien getragen. da merkt man eigentlich schon, ob das jetzt in etwa der selbe wert oder deutlich daneben ist. die 3 monate beziehen sich eher darauf, dass durch die schwellungen eine hornhautkrümmung entsteht die zu zylindrischen verzerrungen bzw. einschränkungen in der beweglichkeit führen kann. erst wenn die schwellungen soweit abgeheilt sind, macht es sinn eine neue brille anzupassen. bei mir hat sich nach ablauf von 4-6 wochen nichts mehr geändert, aber das dürfte individuell unterschiedlich sein.

nach allem was ich weiß gibt es in aller regel den punkt an dem das ganze zur ruhe kommt. von daher glaube ich persönlich das was der augenarzt sagt - bei allem respekt - nicht. es sei aber nicht verschwiegen, dass jeder operateur seine grenze hat bis zu der er maximal operiert. es wird ja in der regel mindestens eine stelle versetzt an denen die muskeln am auge befestigt sind. dadurch ändert sich die geometrie und wenn man es übertreibt wird die beweglichkeit des auges eingeschränkt. die ärzte korrigieren daher vor der op in der regel ganz bewusst nicht mehr als den maximal operierbaren wert. nach der op besteht immer die chance, dass ein evtl. verbleibender restfehler in der praxis nicht mehr stört. hätte man ihn aber vor der op bereits mit prismen korrigiert, wäre eine gewöhnung erfolgt und die prismenbrille wäre nach der op mehr oder weniger zwingend. man spricht in so einem fall auch von einer einleitungs op weil sie nur ein erster schritt ist.

da bei dir nun aber nur 3 übrig sind, ist davon ja eher nicht auszugehen. auf der anderen seite sind 3 prismen mit sicherheit genug um einem entspannten sehen im weg zu stehen. wenn du nicht 100% zufrieden bist, würde ich nicht zögern und die 3 prismen auskorrigieren. sollte es dann tatsächlich in grossen schritten weiter steigen, kannst du bei 3 ja problemlos noch die bremse ziehen und sie wieder rausnehmen.

in der jetzigen phase des postoperativen feintunings glaube ich übrigens nicht, dass du bei einem optiker schlechter als beim augenarzt aufgehoben bist (abgesehen von der op nachsorge natürlich). die grobe arbeit ist getan und im geduldigen herausmessen von verbleibenden halben und viertelsprismen ist ein optiker der sich auch mal 1-2 stunden exklusiv für eine messung zeit nehmen kann die bessere wahl. schau' die mal die wartezimmer beim optiker und augenarzt an, der arzt muss zeitlich immer kompromisse machen.

hattest du eigentlich innen oder aussenschielen? wie sind eigentlich deine sonstigen brillenwerte?

viele grüße,

michael


 
Veröffentlicht : 03.04.2007 00:14
(@DennisKrueger)
Beiträge: 49
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vielen Dank erst mal für Deine Ausführliche Antwort.
Ausser den Prismen benötigte ich folgende vor der OP

R +0,5 -0,75 80°

L -0,25 -0,75 90°

Die Prismen waren aussen dick und innen dünn. Die Augen standen viel näher an der Nase - wenn das Deine Frage beantwortet.

Mit ende 27 ging es auch bei mir los.
Heute muss ich noch mal zum arzt. Dann werde ich dass, was Du geschrieen hast ansprechen. ("nach allem was ich weiß gibt es in aller regel den punkt an dem das ganze zur ruhe kommt. von daher glaube ich persönlich das was der augenarzt sagt - bei allem respekt - nicht.")
Wenn ich früher beim Optiker war, hat der immer so einen Polatest gemacht. Ist der nicht alle mal ausreichend? Hier mabe ich jetzt schon des öfteren von Messungen über einer Stunde gelesen. Ich habe immer nur gesagt, wann es ein Kreutz ist, und der Optiker wusste die Prismen. Aber da ging es auch nur darum , ob ich 30 oder 32 Prismen brauche. Nicht im Komma Bereich.

Dann werde ich nach dem was Du sagst erst mal eine 20€ Brille bei Fielmann machen lassen und noch 2 Monate abwarten.

Bei allem, was ich jetzt so gehört habe, bekomme ich aber immer mehr Hoffnung, dass doch noch alles gut wird, und es nicht immer so weiter mit den Prismen geht.

Was für Gläser nimmt man eig. am besten für Prismen? Glas, Kunststoff, höher brechend oder nicht, etc? Und zu welchem Preis?

Viele Grüße, Dennis


 
Veröffentlicht : 03.04.2007 09:58
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Hallo Dennis,

der Polatest ist die MKH-Testung. Wie lange der dauert hängt erstens davon ab, wie weit man korrigiert (nur motorisch oder auch sensorisch), denn der Test hat viele Teilbereiche und wie erfahren der Anwender ist. Die Dauer der Austestung sagt also nichts über die Qualität des Tests oder des Testers aus....aber ein Kreuztest allein ist für mich keine vollständige MKH!

Wen Du in der Nähe von Nürnberg brauchst, das ist ein guter Augenoptikermeister, der die MKH beherrscht, denn die postoperative Nachversorgung sollte ja demnächst abgeschlossen sein.

Wenn Deine dicken Seiten der Gläser außen waren, dann hattest Du eine Esophorie, d.h., die Augen haben die Tendenz, nach innen zu gehen.

Was für Gläser Du nimmst, bleibt Dir überlassen. Kunststoffgläser sind leichter, aber ab einer bestimmten Prismenstärke (über 10) werden hochbrechende Gläser oftmals nicht mehr vertragen (ab 1.6er aufwärts). 1.5er sind aber dicker.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 03.04.2007 14:10
(@Ernst-H.-Rupp)
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Hallo Dennis,

ein unendliches weiteres ansteigen des Wertes gibt es definitiv nicht. Allerdings ist es schlicht unmöglich zu sagen, wie weit bei Dir konkret der Wert noch ansteigen kann, da ein Prismenaufbau (noch) nicht abgeschlossen wurde. (Zehn Prismen wurden ja sozusagen "unkorrigiert" operiert. Zudem scheinen Deine Ärzte keine MKH-Fachleiute gewesen zu sein. Da gibt es dann noch ein berufspolitisches Spannungsfeld. Es gibt übrigens immer !!!! die Möglichkeit einen weiteren Prismenaufbau abzubrechen und die Prismen wieder aus der Korrektion zu entfernen (ist aber nicht empfohlen).
Erst durch das "Feintuning" mit der MKH, bei der auch sensorische Ausgleichsanstrengung mit erfasst werden, ist ein optimales Sehen und damit Beschwerdefreiheit möglich.
Zur MKH-Testreihe gehört mindestens das Kreuz, der Zeigertest, Hakentest, Sowie Dreieck-Test (Stereotest/Valenztest).
Einfach mal nach Polatest oder VisuCat im Internet suchen, da sind die Teste abgebildet. Das kann helfen um zu erkennen, ob der Augenoptiker auch wirklich MKH kann.
Und Bei erneutem OP-Bedarf (kann es geben!!) ist der Weg nach Berlin durchaus lohnenswert!
Noch was Das Stellungsproblem ist immer ein Problem der Augenstellung ZUEINANDER. Deshalb reicht die Korrektur an einem Auge, um eine Veränderung zu erreichen. Das ist also korrekt.

Viele Grüsse

Ritter Rost


 
Veröffentlicht : 04.04.2007 03:56
(@DennisKrueger)
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10 Prismen wurden sozusagen unkorrigiert behandelt. Das ist richtig. Mit Folien konnte ich in dieser Stärke einfach nichts mehr sehen. Ich habe übrigens immer beidseitig solche Folien getragen.
Allerdings wurde mir die letzten 2 Tage vor der OP ein Auge zugeklebt und beim Öffnen vor der OP nochmal die Abweichung gemessen. (ohne Polatest - den lehnte die Operateurin ab - mit dem rgument der seihe nicht objektiv)

Ich werde jetzt in Nürnberg zu einem Optiker gehen und mir wieder eine Prismenbrille machen lassen. Es ist so immer noch sehr ansträngend zu sehen und Abends habe ich wieder ganz rote Augen nach 8 Stunden Bildschirmarbeit.

Mein Besuch gestern beim Arzt war übrigens sehr enttäuschend. Er hat nur geschaut, ob es entzündet ist und das wars. Auf ein weiteres Vorgehen in Zukunft wollte er nicht weiter eingehen - erst mal noch einen Monat abwarten - scheiss egal, ob mir jeder Arbeitstag Probleme macht Traurig

Auf meine Frage, warum das eine Auge im dunkeln, wenn es also absolut entspannt "stehen" kann, nach innen - unten geht, wusste sie nichts zu sagen. Ist wohl ziemlich unüblich - ich fand es aber logisch dass mal zu kontrollieren.

Viele Grüße,
Dennis


 
Veröffentlicht : 04.04.2007 08:42
(@DennisKrueger)
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wo kann ich eigentlich nachlesen, was motorisch und sensorisch ist - das sagt mir gar nichts...
Danke, Dennis


 
Veröffentlicht : 04.04.2007 08:44
(@Lucccy)
Beiträge: 0
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Hallo,

ich versuche mal zu erklären

motorische Fusion die Augen werden durch die Muskeln bewegt, um so die Bildeindrücke "übereinander" zu legen

sensorische Fusion die Bildeindrücke der Augen werden "vom Gehirn" übereinander gelegt

Ich hoffe, ich habe den Spagat zwischen verständlich und fachlich richtig geschafft.

Gruß Lucccy


 
Veröffentlicht : 04.04.2007 10:25
(@Ernst-H.-Rupp)
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Kleiner Nachtrag Solch hohe Prismenwerte mit Folien zu korrigieren ist schon fast ein Verbrechen, aber das ist Dir ja auch schon aufgefallen. Mit Prismengläsern wäre der Seheindruck ungleich viel komfortabler gewesen und dadurch auch eher tragbar. Schade auch, dass nicht nach MKH-Vorgabe operiert wurde. Abdecken ist übrigens auch nicht wirklich objektiv ...
Zur Sensorik Das Gehirn interpretiert zwei Seheindrücke als übereinstimmend, obwohl die Augen nicht genau auf den selben Punkt schauen. Dieser restliche Fehler, der also keinerlei muskuläre Anteile haben muss, sorgt dafür, dass das Sehen weiterhin nicht optimal ist und Verarbeitungsdefizite nicht aufgelöst werden. Das Sehen hat dann nicht die Qualität, die es haben könnte. Und daran ändert sich auch nichts, solange eine exacte Korrektur nicht vorgenommen wird.
Ich empehle mal das Studium der Webseite www.:wink:elfehlsichtigkeit.de , die ist von einem Augenarzt.
Und wenn jetzt aus ärztlicher Sicht alles gut ist, nix wie zum Augenoptiker.

Alles Gute
Ritter Rost

P.S. Die Augenstellung im Dunkeln ist echt nicht ausschlaggebend, weil da die "Dunkelruhelage" eine Rolle spielt. Die Augen nehmen eine Ruheposition ein, die bei den meisten Menschen nicht die "korrekte" Fernruhelage ist, meist drehen die Augen nach aussen-oben, aber längst nicht immer.Die Tendenz ist auch abhängig von der Zeit der Abdeckung, bzw Dunkelheit, Wach/Schlafzustand, Konzentration ...
Übrigens ist solange mit einem ABweichen der Augen zu rechnen, wie eine Korrektur nicht zur Gewohnheit geworden ist.


 
Veröffentlicht : 05.04.2007 05:52
(@DennisKrueger)
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Hallo RitterRost -)
Jetzt wo ich das so mit den Prismenfolien lese, bin ich schon etwas verärgert über die Sehschule, die mich die Folien beidseits hat tragen lassen!
Sind diese Orthoptisten in Sehschulen eigentlich immer in der MKH Messmethode ausgebildet? Das ist doch Ihr Spezialgebiet.
Vielen Dank nochmal für die Erklärung zur Sensorik.

Zu den Prismengläsern Wieviel Wochen nach der OP kann ich mit weiteren Prismen beginnen? Ändert sich 4 Wochen nach der OP schon nichts mehr an Hornhautverkrümmung, etc?
Was für Gläser kann sollte ich nehmen? Glas, Kunststoff? Einen möglichst hohen Brechungsindex? Und wann ist ein Preis günstig / wann teuer?
Muss ich überlicherweise (und wie viel) die Prismenmessung beim Optiker bezahlen? Oder legt er die Kosten i.d.R. auf die Gläser um?

Das mit der Augenstellung im Dunkel wusste ich nicht. Aber dann muss mich das ja nicht beunruhigen.

Ich bin auf das Buch Winkelfehlsichtigkeit - Ein Sammelband gestoßen ; sollte ich mir das mal durchlesen oder ist es eher was für Eltern?

Viele Grüße, Dennis


 
Veröffentlicht : 05.04.2007 08:56
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