Hallihallo zusammen,
ich habe lange nichts von mir hören lassen. Das lag daran, dass ich seit einem guten halben jahr zur abwechslung mal genau weiß, wohin es bei mir mit den prismen geht. Außerdem wollte ich dieses thema auch mal ein wenig ruhen lassen und mich nicht ständig damit beschäftigen. 
Deshalb werde ich für die, die es interessiert, vllt erst einmal ganz kurz berichten, wie es mir seitdem ergangen ist mit meiner WF und meinem mikrostrabismus. Vielleicht macht das ja auch anderen wieder ein wenig mehr mut. Denn ich habe gesehen, dass sich hier im forum inzwischen einige mit dem thema mikrostrabismus herumschlagen
Viele von euch kennen meinen fall ja recht gut hier aus dem forum. Nach einer kleinen odysee mit überkorrekturen durch vollständige MKH wurde bei mir am ende endlich ein mikrostrabismus festgestellt. Der hatte die MKH-messergebnisse stets verfälscht und meine prismenwerte in die höhe getrieben (bis zu 30 prismen gemessen).
Die neue anfangsmessung nach diesem befund mit dissoziierten stereotests wurde sehr erfolgreich in velbert durchgeführt. Die werte passten auf anhieb subjektiv bis auf plus-minus-0,25 prismen. Danach verließ ich mich nur noch auf die diagnose durch mein persönliches empfinden.
Ich weiß nicht, ob es an den korrekturversuchen, dem mikrostrabismus oder einfach nur an meinen genen liegt, aber ich kann inzwischen jedes viertel prisma in jede beliebige richtung (exo, eso, höhe) erspüren. Schon ein viertel prisma abweichung führt bei mir zu deutlichen asthenopie-beschwerden. Deshalb lasse ich typischerweise auch jedes viertel prisma nachkorrigieren. So bin ich von einer deutlichen überkorrektur von 3 prismen in der höhe inzwischen auf 0,5 bis 0,75 höhenprisma runter. Diese höhenüberkorrektur dürfte im zusammenhang mit der deutlichen eso-überkorrektur entstanden sein. Während sich die eso-überkorrektur offenbar schnell wieder abgebaut hatte, scheint da die höhe ein wenig träger zu sein.
Ich habe hier in meinem neuen wohnort jülich auch einen optiker gefunden, der mich die prismen selbst ausprobieren und auf eigene diagnose bestellen lässt, nachdem ich ihm meinen fall geschildert habe. Ich bin da in zwischen bekannt wie ein bunter hund. Das ist wohl eher unüblich, dass der kunde selbst die "diagnose" stellt. Jedenfalls ist der optiker immer wieder fasziniert. Aber so entfallen wenigstens die kosten für ständige messungen, die ja eh nichts bringen würden.
Inzwischen bin ich nun bei 6,75 eso und 0,75 höhe angekommen. Die höhe fühlt sich immer noch leicht überkorrigiert an, scheint sich aber jetzt stabilisiert zu haben. Interessanterweise deckt sich dieser höhenwert auch mit den höhenwerten, die regelmäßig bei meinen ersten MKH-messungen gemessen wurden. Ein neues glas mit nur noch 0,5 fühlt sich hingegen als deutlich zu wenig an.
Jetzt habe ich folgende beiden probleme bzw. fragen
1) Der optiker hat keine achtelprismen im testbrillen-sortiment. Hat jemand von euch eine idee, was man da machen kann? Vielleicht könnte ich zb mal bei anderen optikern anrufen und fragen, ob die mir ein achtelprisma ausleihen können. 
2) Aus dem subjetiven vergleich der empfindungen zwischen den 0,5 höhe und den 0,75 höhe habe ich für mich erschlossen, dass ich einen zwischenwert mit tendenz zur 0,75 bräuchte. Also z.b. 0,65. Das ist aber kein achtelschritt, sondern ein "beliebiger" wert dazwischen. Könnte man sowas bei zeiss bestellen? Vermutlich können die doch jeden beliebigen wert an ihrem maschinchen einstellen, oder! 
Zum abschluss noch einmal zum thema mikrostrabismus. Dieses thema wird ja in einigen threads heiß diskutiert
Zunächst einmal Große asthenopie-beschwerden wie kopfschmerzen und spannungsgefühle können WIRKLICH schon ab 0,25 prismen auftreten. Bei mir tun sie das definitiv. Zudem gibt es ja die theorie, dass gerade kleine werte die größten beschwerden machen können. Große beschwerden müssen also wirklich nicht immer mit großen prismenwerten verbunden sein - besonders, wenn es um höhenprismen geht.
Dann kann ich aus erfahrung jedem nur empfehlen, sich einen optiker mit viel geduld und verständnis zu schen, wenn es mit den gemessenen werten nicht klappt. Ich habe in meiner prismen-laufbahn einige optiker kennengelernt, die mir z.b. angeboten haben, mir die testbrille mit prismen auch mal für einen tag mit nach hause zu nehmen. So lässt sich schon im vorfeld ohne kosten überprüfen, ob eine bestimmte vermutete korrektur etwas bringt. Wenn man dann zudem noch ein wenig ahnung von den verschiedenen arten von WF hat (eso, exo, höhe) und mit den verschiedenen prismen selbständig umgehen kann, kann man zuhause sogar ein wenig experimentieren und verschiedene prismen in ruhe ausprobieren.
Das ist aber wirklich nur für die problemfälle sinnvoll, denen bisher mit den messungen nicht weitergeholfen werden konnte und die deutlich subjektiv unterscheiden können, welche korrektur sich richtig und welche sich falsch anfühlt. Denn normalerweise werden die optikter da (teils mit recht) ihre hände über dem kopf zusammenschlagen.
Übrigens gibt es ja auch testbrillenfassungen, die sich per clip vor die normale brille stecken lassen. Damit muss man nicht die gesamte korrektur in der testbrille auf der nase haben. Die meisten testbrillen fühlen sich sehr unangenehm auf der nase an. So lassen sich gezielt änderungen nur im prisma zusätzlich zur bisherigen brille überprüfen.
Übrigens würde es mich mal brennend interessieren, was einen so ein set an testprismen gläsern kosten würde.
Womöglich ist das in einem problemfall kostengünstiger als ständig neue gläser zu bestellen und auszuprobieren. Aber wie gesagt Viele optiker geben die benötigten prismen nebst clip auch schon mal für einen tag oder über das wochenende außer haus.
So, ich hoffe, der post war nicht zu lang. Aber ich will meine erfahrungen natürlich auch weitergeben. Vllt bringt das den einen oder anderen von euch ja auf neue ideen.
Und dann warte ich natürlich gespannt auf die antworten zu meinen beiden fragen - besonders zu der bestellbarkeit von zwischenwerten bei den prismen!
LG
chris
P.s.
Leider kann ich den titel zu diesem thread nicht ändern. Wäre lieb, wenn ein admin kurz die dopplung herausnehmen könnte. Thx! 
Hallo CaptainMu,
Dein Betrag kommt genau zur richtigen Zeit und ich kann nur alles unterstreichen, was Du schreibst.
Da ich gerade auf dem Sprung bin jetzt nur kurz zu Deiner Frage zu Zwischenwerten für Prismen. Steckst Du Höhe und Horizontal immer orthogonal? Wie wäre es Zwischenwerte durch schräges Prisma zu erzeugen und die Stärke vorher per Winkelfunktion auszurechnen? Schick mir mal die Prismenwerte Höhe und Eso, die Du probieren möchtest und ich rechne dann in Ruhe wenn ich dazu komme in ein schräges Prisma (Wert und Basis in Grad) um, das Du dann probieren könntest.
LG
AkkoStrabo
Interessanter ansatz! Auch wenn mich mein optiker für bekoppt halten wird, wenn ich ihm sage, dass ich z.b. 2 prismen schräg vor dem einen auge und 1,5 prismen zum ausgleich der seite auf dem anderen auge ausprobieren möchte. 
Ausrechnen könnte ich das im zweifelsfall noch selbst (dipl-math). Aber trotzdem thx für dein angebot. Werd mir das mal durch den kopf gehen lassen. Wobei ich das gefühl habe, dass mir ein achtelprisma veränderung zur probe schon ne menge sagen würde. Muss nur erst noch ein achtelprisma auftreiben.
Und dann wäre da ja immer noch die frage, ob zeiss überhaupt solche mittelwerte produzieren würde. Denn in meiner brille will ich so "schiefe experimente" eher nicht einbauen. 
Hi CaptainMu,
schön, wieder von dir zu hören!!!! Hast Du mal versucht, per Mail mit Zeiss in Kontakt zu treten? Oder ob Dein Optiker da mal nachfragen könnte? Ich denke schon, dass die das fertigen können, wenn vielleicht auch zu einem etwas höhreren Preis....aber Einzelanfertigung ist ja so ziemlich alles bei denen, wenn es um Prismen geht. Vielleicht kostet es ja auch nicht mehr.
Ob das mit dem Umrechnen klappt? Da seid Ihr besser bewandert als ich, aber da Du Höhe plus Eso hast, ist vielleicht was machbar....
LG
Kerstin
Hallo CaptainMu und alle anderen,
schön wieder von Dir zu hören.
1/8 cm/m (pdpt) lässt sich machen
viele Grüße
Georg
hi chris,
freut mich auch, mal wieder was zu lesen. vor allem der positive tenor des ganzen.
wenn ich meinen optiker richtig verstanden habe, kann man bei zeiss zwischenwerte bestellen. ob jetzt auf achtel oder aufs 1/100 genau, kann ich nicht sagen. er sagte nur immer, er könne das nicht über das system machen sondern müsse jemanden anrufen.
geben tut es die achtel, sind signalrot eingefasst. mein optiker hat mich auch mal gefragt, ob ich lieber einen guten rabatt auf die brille will oder ob er mir lieber einen satz achtelgläser dazu legen soll. da es ziemlich am ende der odysee war, habe ich mich dann aber für den rabatt entschieden. ich kam auch schon mit der excel tabelle der bisherigen werte incl. prognose für die aktuelle messung an...
ich habe derzeit auch 0,375 höhe drin.
bist du nur in der höhe oder auch zur seite hin so treffsicher? die höhe ist für mich glasklar, aber seitwärts tue ich mich immer noch schwer ob ich über haupt in richtung eso oder exo anfangen soll, wollte ich da nochmal dran gehen.
was sind diese dissoziierten tests? klar, nicht assoziiert - aber sind die teil der bekannten, bei der mkh verwendeten oder sind es ganz andere?
viele grüße,
michael
Hallo,
einige Kommentare abe ich schon noch dazu
a) wenn Mikrostrabismus der irreversiblen Form besteht, dann kann MKH die Messungen nur verfälschen, da dies nicht die fachlich richtige Methode ist.
b) Bei Mikrostrabismus mit dem diss. Stereotest zu messen, ist, wie stochern im Dunkeln, denn es wird ja nicht bei bizentraler Fixation, sondern bei zumindest in einem Auge bestehenden nichtzentraler Fixation gemessen. Was macht denn dieser Test dann noch für einen Sinn? Kein Fachmann käme auf die Idee, für das Lösen einer Mutter einen Kreuzschraubendreher zunehmen...(entschuldigung).
c) Gestattet sei die Frage, warum diese Prismenbasteleien helfen? Sind es die diversen dynamischen Veränderungen (wie sie auch von Kontaktlinsenkorrektionen bekannt sind) oder zwingen immer wieder schnell auftretende Hemmungen (geht bei ANK rel. schnell sogar bis zum Mikrostrabismus)
zu neuen Pröbeleien. Denn über eines sollten wir uns klar sein, mit Messen, gar nach MKH oder nach den Haaseschen Vorschlägen zur Korrektion von Anomalem Binokuarsehen hat das gar nichts mehr zu tun.
d) Aber es gilt, wenn es hilft, dann ist ja alles in Ordnung. Und wenn es dann einmal doch in einer Schlucht endet...? Da hilft dann Mathematik aus der Ferne zur Berechnung von Resultierenden vielleicht auch nicht mehr.
Tim
tim10 schrieb
Hallo,
a) wenn Mikrostrabismus der irreversiblen Form besteht, dann kann MKH die Messungen nur verfälschen, da dies nicht die fachlich richtige Methode ist.
Tim
Das ist bei uns "harten" Nüssen immer die spannende Frage - wie schnell wird festgestellt, ob es sich um Mikrostrabismus der irreversiblen Form handelt?! Wieviele Versuche muss man starten, wo geht man hin, usw. usw, usw.
Viele Grüße
Kerstin
malan schrieb
hi chris,
bist du nur in der höhe oder auch zur seite hin so treffsicher? die höhe ist für mich glasklar, aber seitwärts tue ich mich immer noch schwer ob ich über haupt in richtung eso oder exo anfangen soll, wollte ich da nochmal dran gehen.
Ich bin eigentlich auch in der seite so treffsicher - sagen wir mal bis auf 0,25 genau. Allerdings bereitet das nicht so viele probleme und damit etwas diffuser. Bei exo fühle ich eine art druck zur nase hin. Es zieht dann in der "nasenwurzelgegend". (Ich hab ja eso, aber ich kenne das von einer eso-überkorrektur her).
malan schrieb
was sind diese dissoziierten tests? klar, nicht assoziiert - aber sind die teil der bekannten, bei der mkh verwendeten oder sind es ganz andere?
Ich hoffe, ich habe da überhaupt den richtigen begriff gewählt. Ich war mir nicht sicher und hatte keine lust mehr zu suchen. Ich damit stereotests, bei denen die beiden augen zwei vollkommen voneinander unterschiedliche bilder sehen. Bei mir war das einmal ein kreis (das eine auge) und dann ein kreuz (das andere auge). Wenn das kreuz in der mitte des kreises stand, waren die passenden werte erreicht.
MKH wären dann die "assoziierten" tests. Da gibt es in jedem testbild elemente, die du mit BEIDEN augen siehst. Beim kreuztest wäre das zb der rahmen um das quadrat. Die beiden balken des kreuzes sieht dann wieder jedes auge einzeln.
tim10 schrieb
Hallo,
einige Kommentare abe ich schon noch dazu
a) wenn Mikrostrabismus der irreversiblen Form besteht, dann kann MKH die Messungen nur verfälschen, da dies nicht die fachlich richtige Methode ist.
b) Bei Mikrostrabismus mit dem diss. Stereotest zu messen, ist, wie stochern im Dunkeln, denn es wird ja nicht bei bizentraler Fixation, sondern bei zumindest in einem Auge bestehenden nichtzentraler Fixation gemessen. Was macht denn dieser Test dann noch für einen Sinn? Kein Fachmann käme auf die Idee, für das Lösen einer Mutter einen Kreuzschraubendreher zunehmen...(entschuldigung).
c) Gestattet sei die Frage, warum diese Prismenbasteleien helfen? Sind es die diversen dynamischen Veränderungen (wie sie auch von Kontaktlinsenkorrektionen bekannt sind) oder zwingen immer wieder schnell auftretende Hemmungen (geht bei ANK rel. schnell sogar bis zum Mikrostrabismus)
zu neuen Pröbeleien. Denn über eines sollten wir uns klar sein, mit Messen, gar nach MKH oder nach den Haaseschen Vorschlägen zur Korrektion von Anomalem Binokuarsehen hat das gar nichts mehr zu tun.
b) Also wenn wir mit den begrifflichkeiten nicht aneinander vorbeireden - bei mir hat der diss. stereotest gute werte geliefert.
c) Die "prismenbasteleien", wie du sie nennst, sind der einzige weg für mich, ein entspanntes sehen zu erreichen. Ich konnte die prismenwerte, die sich für mich gut anfühlten, von anfang an (vor 3-4 jahren) recht gut einschätzen. Mein damaliger optiker in düsseldorf ist da auch eine weile mitgegangen. Leider hatte sich dann, als die richtigen werte gefunden waren, der WF-anteil vergrößert, so dass das ausprobieren wieder von vorne angefangen hätte. Mein optiker hat das nur als grund dafür gesehen, dass meinen "basteleien" nicht zu trauen wäre. Er hat mich dann bequatscht, mich doch komplett auf die MKH-vollkorrektion einzulassen. Von da an gingen die werte hoch bis zu 30 prismen ESO. Das war der anfang meiner überkorrektur-odysee. 
Letztes jahr, ca. 2.000 EUR und 2 jahre später, wurde dann endlich von einem spezialisten der mikrostrabismus festgestellt - ich denke mal einer von der irreversiblen sorte. Er hat auch klar herausgestellt, dass man bei mir NUR nach subjektivem empfinden korrigieren sollte!!! Ich hatte also von anfang an eigentlich den richtigen weg eingeschlagen. Fachleute haben mir das nur ausgeredet.
Seitdem hat sich die überkorrektion in höhe von 3 prismen kontinuierlich auf jetzt 0.5-0,75 abgebaut und scheint sich dort zu stabilisieren. Da ich schon auf 1/4 höhe sehr empfindlich reagiere, musste ich jeden 0,25-0,5 schritt mit gläsern nachziehen. Ich hatte aber immer wieder phasen von absolut entspanntem sehen zwischendurch, bis der wert sich wieder weiter abbaute.
Ein bisschen mehr respekt vor meinen "prismenbasteleien" bitte also! 
Ich betone aber noch einmal, dass mir bewusst ist, dass sich meine erfahrungen und konsequenzen daraus NICHT auf alle anderen WF-ler übertragen lassen. Der eine oder andere mag sich in meinen beschreibungen aber wiederfinden...
So, ich werde heute zum optiker gehen und mir nach 0,75 und 0,5 nun auch die 0,625 höhe anfertigen lassen. Sind zwar schon wieder 100 EUR, aber ich habe nach 3-4 jahren kopfschmerzen, unsicherheit, depressionen und augenklappe tragen ECHT keinen bock mehr!
Und wenn ich erst mal meine endgültigen stabilen werte erreicht habe, mit denen ich endlich wieder stressfrei sehen kann, schmeiß ich erst mal ne große party! 
CaptainMu spricht mir aus dem Herzen!!!
CaptainMu schrieb
Letztes jahr, ca. 2.000 EUR und 2 jahre später, wurde dann endlich von einem spezialisten der mikrostrabismus festgestellt - ich denke mal einer von der irreversiblen sorte. Er hat auch klar herausgestellt, dass man bei mir NUR nach subjektivem empfinden korrigieren sollte!!! Ich hatte also von anfang an eigentlich den richtigen weg eingeschlagen. Fachleute haben mir das nur ausgeredet.
Genau so war es bei mir, die Fachleute haben auch mir was einreden wollen. Würde ich die Namen nennen, gäbe es riesen Proteste, das hätten diese bestimmt nieeee gemacht!
Ein bisschen mehr respekt vor meinen "prismenbasteleien" bitte also!
Genau!
Ich betone aber noch einmal, dass mir bewusst ist, dass sich meine erfahrungen und konsequenzen daraus NICHT auf alle anderen WF-ler übertragen lassen. Der eine oder andere mag sich in meinen beschreibungen aber wiederfinden...
Da finden sich einige "harte Nüsse", bei denen diese Fachleute versagen, angeblich ca. 3% oder mehr?
Tim10 schrieb
a) wenn Mikrostrabismus der irreversiblen Form besteht, dann kann MKH die Messungen nur verfälschen, da dies nicht die fachlich richtige Methode ist.
Genau das sage ich ja immer!
(geht bei ANK rel. schnell sogar bis zum Mikrostrabismus)
Jetzt stutze ich aber, wenn man das so schreibt hieße dies, Mikrostrabismus wäre eine Folge von ANK als Ursache. Tim10 sollte mal prüfen, ob er auch immer schreibt was er meint.
Da hilft dann Mathematik aus der Ferne zur Berechnung von Resultierenden vielleicht auch nicht mehr.
Mathematik stützt sich auf Fakten und nicht auf (Hypo-) Thesen wie fast alle anderen Wissenschaften - selbst in der Physik (z. B. Licht als "korpuskulare Wellenstrahlung").
Hallo,
Akkostrabo schreibt
Jetzt stutze ich aber, wenn man das so schreibt hieße dies, Mikrostrabismus wäre eine Folge von ANK als Ursache. Tim10 sollte mal prüfen, ob er auch immer schreibt was er meint.
Dazu meint Tim
Aber klar weiß er es Einer der häufigsten Folgen von zu hoch dosierten Schieloperationen bei innenschielenden Kindern ist das Aussenschielen. Wird diesem nicht konsequent begegnet, dann baut sich hier oft rel. schnell ein Exo.Mikrostrabismus auf.
So kann eben bei vormals bestehendem Eso-Mikrostrabismus ein zusätzlicher Exo-Mikrostabismus entstehen. Nur ein Bespiel für die Komplexheit des anomalen Binokularsehens, das mit einfachen physikalischen Mittel kaum beschreibbar ist.
Schon die zuvor einmal geschriebene Behauptung, bei Innenschielen würde der nasale Muskel stärker ziehen, ist leider falsch. Denn wenn das passiert, würde sicher eine ganz andere Bewegung resultieren.
Tim
tim10 schrieb
Schon die zuvor einmal geschriebene Behauptung, bei Innenschielen würde der nasale Muskel stärker ziehen, ist leider falsch. Denn wenn das passiert, würde sicher eine ganz andere Bewegung resultieren.
Tim
Schon wieder so einer, der mir meine empfindungen und erfahrungen ausreden möchte. Lass ich aber nicht!
Wenn meine eso überkorrigert ist (effektiv also eine exo, denk ich mal), spüre ich ganz deutlich ein ziehen bei den augenmuskeln richtung nasengegend. punkt!
Hallo Chrsi,
das kann ich Dir unbedingt bestätigen, auch wenn Tim es nicht glauben möchte. 
Hallo,
nicht verletzt sein, aber es gilt das sogenannte Heringsche Gesetz Und hier ging es nicht um die bestimmt vorhandenen projizierten Mißempfindungen. Aber wenn bei normalem Innenschielen oder bei Prismen-Überkorrektion nur ein Muskel ziehen würde, dann gäbe es nur eine Bewegung des Auges nach hinten (Physik und Geometrie) . Und das wäre ganz leicht durch Veränderung der Lidspaltenweite zu beobachten, die Du sicher bei Dir wohl noch nicht beobachtet hast. Das eigene Gefühl zum Gradmesser von Prismenwirkungen zu machen hat halt so ihre Tücken.
Also, es "zieht" bei Augenbewegungen (außer in Lähmungsfällen) niemals nur ein Muskel, sondern es verändern sich die Muskellängen eigentlich aller 12 Muskeln beiderAugen, so dass es nicht zu einer Bewegung des Augen nach hinten oder aus der Augenhöhle heraus kommt.
Tim
Hallo Tim,
das ,was CaptainMu beschreibt, ist ja nur sein Gefühl, was ihn aber noch nie getäuscht hat, wie ich bestätigen kann. Der Mensch ist nunmal ein Individuum, und so müssen wir uns alle sehen.
Hallo,
"gefühlte Prismen". Gibt es dafür auch schon Korrektionsrichtlinien? Das geht dann doch schon weit ins Gebiet der Placeboforschung hinein. Vermietung des Refraktionsraumes an entsprechende Kunden wird angeboten...?
Ich würde mir wünschen, dass doch mehr Wert gelegt wird - wie es der Titel dieser Webseite auch enthält "Optometrie" - (bei mir war es eher Augenoptik)" - auf fachliche und weniger esotherische Inhalte?
Wenn ein Fachmann hier sogar bestätigt, dass jeder an den Stereotesten gefühlte Prismenschritt richtig gewesen sei - alle Achtung - man lernt nicht aus und ich hätte wohl in meiner Laufbahn einige Kunden anders angehen sollen. Nun ist es zu spät dazu.
Ob nicht noch anzuraten wäre für die Feinstkorrektionschritte auch einmal
einen Random-Dot-Test zu benutzen?
Tim
Hallo Tim,
Du hast etwas missverstanden.
Die Missempfindungen kommen nach einiger Zeit der Korrektion. CaptainMu gibt z.B. an, der Musculus rectus temporalis rechts zieht. Und in der Tat kommt dann bei der Messung ein entsprechendes Ergebnis. Das ist nur gemeint.
Hallo eberhard,
herzlichen dank für deine bestätigung! Du hast es ja größtenteils selbst mit erlebt! 
Hallo tim,
es ist eigentlich nicht so, dass ich "verletzt" bin durch dein anzweifeln. "Latent sauer" träfe es vermutlich besser! 
Sauer, weil ich bemerkt habe, dass fachleute oft dazu neigen, durch eine scheubrille zu schauen, wenn es darum geht, die empfindungen des patienten/kunden etwas ernster zu nehmen. Dabei will ich natürlich niemandem was böses unterstellen. Gerade MKH-optiker habe ich als super engagiert und hilfsbereit erlebt!
Ich kann nicht beurteilen, wie gut andere prismenträger fehlkorrektionen "erfühlen" können, und vermutlich hast du recht, dass dies in vielen fällen auch seine tücken haben dürfte. Alleine schon deshalb, weil ich ja von vielen WF-lern gehört habe, dass die selbst größere prismenabweichungen gar nicht spüren, weil diese sich bei denen eher als qualitätsverlust beim sehen bemerkbar machen. Übrigens fällt mir gerade auf, dass brillenkunden ernst genommen werden, wenn die sagen "Ne, so ist die sehqualität aber schlechter als anders". Warum sollte dann ignoriert werden, wenn ein kunde sagt "Ne, so zieht es aber mehr als mit anderen prismen"?
Hinzu betone ich noch einmal, dass ich einen spezialisten aufgesuche habe, der letztendlich den mikrostrabismus diagnostiziert hat, und der mir ausdrücklich sogar gesagt hat, dass bei mir nach empfindungen korrigiert werden muss, bis es passt! Ich finde, das darf nicht einfach ignoriert werden.
Als mathematiker habe ich natürlich auch das bedürfnis, fachliche sachverhalte zu objektivieren bzw. durch tests oder messergebnisse zun untermauern. Ich habe aber AUCH gelernt, hinweise ernst zu nehmen, wenn ein puzzleteil nicht ins bild passt. Meist ist das dann ein anzeichen dafür, dass man in seiner theorie (hier diagnose) vllt doch etwas übersehen hat.
Und ich weise NOCH einmal darauf hin, dass die MKH in den meisten fällen sicherlich genau die richtigen werte liefert. Es geht mir vorwiegend um die schwierigen fälle, bei denen die MKH alleine offenbar nicht wirklcih weiterhilft. Dazu dürften vermutlich die mikrostrabistiker wie mich zählen.
So, jetzt aber noch mal eine frage zu ursprünglichen thema
Wer kann mir sagen, wo ich preisgünstig ein testglas mit einem achtelprisma herbekomme? Gibt es das nur bei zeiss? Ich habe die zwar schon angemailt, aber noch keine antwort bekommen.Was kostet so ein achtelprisma? Ich habe ja schon gelesen, dass die einem kunden als bonus zum brillenglas kostenlos angeboten worden sind. Dann können die doch eigentlich nicht so teuer sein. 
Hallo Chris,
was für ein Testglas möchtest Du? Ein solches, das in der Messbrille sitzt, oder eine Glas, das zum Test in Deine Brille gebaut wird?
Hi eberhard,
ich meine ein testglas für die messbrille. Mein optiker hier in jülich hat nur viertelprismen als kleineste werte.