Früher habe ich für die Korrektur meines starken Astigmatismus zeitweise beidseitig harte Kontaktlinsen getragen. Das hatte sich dann aber mit den Prismenkorrekturen gegen WF, denen ich jahrelang nachgegangen bin, erledigt. So richtig glücklich war ich aber auch mit den harten Kontaktlinsen nie.
Ich glaube fast, dass es tatsächlich in speziellen Fällen zu Problemen führen kann, wenn einstmals schlechte oder sehr schlechte Augen plötzlich auf nahezu 100% korrigiert werden. Meine Probleme begannen damals mit einem der ersten Flachbildschirme in der Arbeit (Programmierer), die auf einen 17-Zoll Bildschirm eine Auflösung von 1280x960 darstellen konnten. Da konnte ich die Überanstregung meiner Augen fast sofort fühlen. Zum Schluss bin ich damals als Einziger der Firma zu einem großen (unschärferen) Röhrenmonitor zurückgekehrt. ![]()
Später dann habe ich mir einen der ersten 27-Zoll-Flachbildschirme gekauft, die es gab, und als es noch hieß, sowas braucht kein Mensch. Für mich ist es seitdem aber die beste Lösung am PC. Das mal am Rande.
Im Moment trage ich nur noch einseitig rechts eine leichte weiche KL zur Restkorrektur, wenn ich außer Haus bin. Am PC trage ich eine Brille, die den Bildschirm möglichst scharf in den Fokusbereich meiner implantierten Linsen bringt - eine Nahbrille also sozusagen. Bin damit auch recht zufrieden - allerdings spüre ich am PC nach wie vor am stärksten, wenn meine Augen nicht gut "eingstellt" sind. Hier würde ich wohl auch mal testweise ansetzen, hab ich mir überlegt. Ich könnte das linke Glas ein wenig unterkorrigieren und schauen, ob das was bringt.
Viele Grüße!
Kurzer Zwischenstand:
Ich trage seit gut einer Stunde ein leicht schwächer auskorrigiertes Glas auf dem linken Auge (Begleitauge). Mein erster Eindruck ist vielversprechend - das Auge und das ganze Sehen am PC scheint sich sofort zu entspannen - fühlt sich besser an.
Interessant ist auch dieser Artikel zu einer Bachelorarbeit einer schweizer Universität, der im Wesentlichen besagt, dass das Fixationsverhalten von der Augendominanz abzuhängen scheint:
https://www.fhnw.ch/de/studium/technik/optometrie/studierendenprojekte/a...
Das hieße dann ja, dass die Fixation (also Koordination) beider Augen je nach Augendominanz (links oder rechts) unterschiedlich gut funktionieren könnte.
Ich habe irgendwo auch gelesen, dass auch ein Wechsel der Augendominaz "erzwungen" werden kann. Insbesondere soll wohl das Netzhautbild auf einer der beiden Augen "bevorzugt" werden, das auf der Netzhaut größer oder vielleicht auch schärfer ist. WENN nun das an sich nicht dominante Auge besser korrigiert ist als das eigentlich dominante, und es damit dann die Augendominanz an sich reißt, die Fixation aber mit diesem dominanten Auge nicht so gut funktioniert wie mit dem eigentlich dominanten Auge ... na, das wäre doch zumindest mal ein neuer Erklärungsansatz.
Ich bleibe an der Sache!
LG Chris
Hier noch was Interessantes bezüglich der Thematik und ein Erklärungsmodell für die Erfolge der Irlenmethode bei binokularen Störungen...