Ich brauche Gläser in der Größenordnung von Sphäre + 6 dpt und Cylinder -0,75 dpt bzw. -1,5 dpt und achte daher immer auf möglichst geringe Mittendicken.
Von Zeiss kenne ich das Optimaverfahren und von Rodenstock das MDM-Verfahren.
Bei anderen Glasherstellern habe ich nichts Entsprechendes gefunden. Wissen die Profis hier, ob es auch bei anderen Herstellern ähnliche Verfahren gibt?
Außerdem habe ich noch eine Frage zu optima bzw. MDM:
Bei den optima-Gläsern steht als Durchmesser immer ein Durchmesser aus der "Fünferreihe", also zum Beispiel 50, 55, 60 mm.
Bei Rodenstock-MDM-Gläsern werden Durchmessser in 1mm-Schritten angegeben.
Um das am Beispiel meiner Brillen zu erklären: Ich habe mehrere Exemplare einer Fassung mit einer Scheibenlänge von 43 mm. Bei den optima-Gläsern für diese Fassung wird teilweise 50 mm und teilweise 55 mm als Durchmesser des Ausgangsglases angegeben. Bei Rodenstock liegen die genannten Durchmesser der MDM-Gläser zwischen 46 und 51 mm.
Heißt das, dass Zeiss für den Optimaschliff immer nur Gläser mit Standarddurchmesser nimmt, während Rodenstock für den MDM-Schliff Gläser in 1mm-Abstufungen verwendet?
Hallo,
bei Zeiss werden die Gläser auch in 1mm-Schritten gefertigt, nur die Preislisten geben das nicht her, sie sparen sich die Arbeit, Zwischenschritte einzufügen. Bei Rodenstock gibt es dadurch schon ein Sprengen der Rechnerkapazität bei elektronischen Preislisten, einfach zu lange Ladezeiten, auch bei modernsten schnellen Rechnern. Die Preisliste ist einfach zu voll.
Narürlich gibt es Mittendickenreduktion auch bei anderen Herstellern.
Hallo,
bei Zeiss werden die Gläser auch in 1mm-Schritten gefertigt, nur die Preislisten geben das nicht her, sie sparen sich die Arbeit, Zwischenschritte einzufügen.
Danke für Deine Antwort, Eberhard.
Dass es auch bei Zeiss Gläser in 1mm-Schritten gibt, ist mir schon klar. Es geht hier nur um die Frage, welche Gläser die als Ausgangsgläser für den Optimaschliff nehmen, wenn man bei der Bestellung keinen Glasdurchmesser vorgibt, sondern denen nur die Fassungsdaten und die Korrekturwerte schickt und Gläser mit Optimaschliff bestellt.
Mir ist eben aufgefallen, dass Zeiss für alle meine Optimaschliffe Gläser mit Standarddurchmesser verwendet hat, während Rodenstock Gläser in 1 mm-Schritten verwendet hat.
Narürlich gibt es Mittendickenreduktion auch bei anderen Herstellern.
Danke, Optikusine, das hatte ich schon vermutet, aber bei meinen Recherchen zu technischen Daten der Gläser bzw. Schliffe anderer Hersteller nichts darüber gefunden. Kannst Du sagen, wie man bei anderen Herstellern Gläser mit solchen Schliffen in Auftrag gibt?
Ich kenne nur die Vordrucke, mit denen man solche Gläser bei Rodenstock bzw. Zeiss per Fax oder Mail bestellt, falls man nicht über ein Relaxed-Vision-Center bei Zeiss direkt online bestellt.
Wie läuft das bei anderen Herstellern, zum Beispiel R+H? Ich habe neulich eine Sonnnenbrille in R+H Hellaplast 1,67 machen lassen. Eine Mittendickenreduzierung ist mir von dem Optiker, bei dem ich diese Brille in Auftrag gegeben hatte, nicht vorgeschlagen worden, obwohl das bei der Glasform sehr wahrscheinlich gut möglich gewesen wäre, und ich habe leider vergessen, ihn darauf anzusprechen.
Hallo Mueger,
ob sich eine Mittendickenminimierung (MDM, Optima....) lohnt oder nicht ist immer abhängig von der Achslage; die hast Du aber leider nicht angegeben.
In Deinem "Minuszylinderfall" wäre es bei einer Achse um die 0° hinausgeworfenes Geld, da bringt es nur was, wenn man die Gläser in dem kleinsten Durchmesser fertigen läßt, so klein, daß es unter Beachtung der Zentrierung gerade so "rauskommt", inkl. der Angabe "randscharf". Letzeres natürlich nur bei einer Vollrandbrille.
LG 
Guten Tag mueger,
ich versteh die ganze diskussion nicht richtig. einerseits verfügst du offensichtlich über informationen, die einem endverbraucher nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. andereseits ist es für dich nicht möglich selbst herauszufinden, welches die effektivste lösung ist, deine gläser so dünn wie möglich zu gestalten?
Der dich beliefernde optikerkollege hat aber viele möglichkeiten dir die dünnstmöglichen gläser im voraus zu berechnen, zu vergleichen und eventuell auch in 3d animationvorzuführen.
Warum gibt er dir die auskunft nicht?
Hallo Mueger,
ob sich eine Mittendickenminimierung (MDM, Optima....) lohnt oder nicht ist immer abhängig von der Achslage;.[.....]
Danke, Jack. Ich weiß, dass das das von der Achslage anhängt. Die ist bei meinen Gläsern so, dass es sich meistens lohnt, wenn ich entsprechende Fassungen wähle.
Bei Gläsern von Zeiss und Rodenstock habe ich bisher vor der Bestellung immer eine Anfrage zur möglichen Mittendickenreduzierung machen lassen und mich dann entschieden.
Ich wüsste einfach gern, ob so etwas auch bei R+H möglich ist.
Um auf mein aktuelles Beispile zurückzukommen: Ich wollte mir bei einem Optiker, dessen Hauptlieferant R+H ist, eine Sonnenbrille machen lassen. Da die Fassungen, die ich für diesen Zweck gerne gehat hätte, etwas größer waren als die, die ich sonst trage, ging es mir dabei vor allem um das Gewicht der Gläser. Der Optiker hat die Fassung in ein Gerät gelegt, das die Fassung gescannt und ihre Daten in ein Programm zur Berechnung der Gläserdaten eingegeben hat. Der Optiker hat mir dann gesagt, wieviel die Gläser bei den unterschiedlichen Fassungen wiegen würden.
Da mir in diesem Fall die Gewichtsreduktion am wichtigsten war, habe ich mich für die Fassung entschieden, bei der die Brille am wenigsten wiegen würde.
Bei farblosen Gläsern ist mir aber wegen des Vergrößerungseffekts die Mittendicke mindestens ebenso wichtig wie das Gewicht und ich weiß von meinen anderen Brillen, dass - bei entsprechender Glasform - bei meinen Korrektionsdaten der Optimaschliff von Zeiss und der MDM-Schliff von Rodenstock noch noch eine zusätzliche Mittendickenreduktion bringen können.
Die Frage ist nun: Wie wäre das z. B. bei R+H-Gläsern? Warum hat mir der Optiker, bei dem ich meine Sonnenbrille gekauft hat, nichts über eine mögliche Mittendickenreduzierung gesagt? Es ging bei der Auswahl der Fassung nur um das Gewicht, nicht um eventuelle zusätzliche Mittendickenreduktionsschliffe.
Moin Mueger,
natürlich bietet R&H diese Technik auch an, nennt sich sich bei denen MDR (maximale Dickenreduktion).
LG 
Moin Mueger,
natürlich bietet R&H diese Technik auch an, nennt sich sich bei denen MDR (maximale Dickenreduktion).
LG
Danke, Jack.
...ich versteh die ganze diskussion nicht richtig. einerseits verfügst du offensichtlich über informationen, die einem endverbraucher nur schwer oder gar nicht zugänglich sind.
Hallo Peter, da kann ich Dich beruhigen: Ich bin ganz normaler Endverbraucher, allerdings mit mehr als 50 Jahren Brillenerfahrung. Ich habe Jahrzehnte lang nur Gläser von Zeiss getragen: Anfangs (als Kind) gab es nur Punktal 1.5, was bei meinen Stärken natürlich schrecklich aussah, und so habe ich mich immer nach Neuentwicklungen erkundigt bzw. bin von den Optikern immer gut und ausführlich über Neuentwicklungen informiert worden und habe auch schon vieles ausprobiert. Vor 15 Jahren hat mir dann ein Optiker Gleitsichtgläser von Rodenstock empfohlen und seither kenne ich mich eben auch mit Gläsern von Rodenstock ein wenig aus.
andereseits ist es für dich nicht möglich selbst herauszufinden, welches die effektivste lösung ist, deine gläser so dünn wie möglich zu gestalten?
Als Endverbraucher fehlt mir die dafür benötigte Software.
Der dich beliefernde optikerkollege hat aber viele möglichkeiten dir die dünnstmöglichen gläser im voraus zu berechnen, zu vergleichen und eventuell auch in 3d animationvorzuführen.
Das ist aber alles nicht geschehen. Er hat mir nur jweils das Gwicht der Gläser bei den verschiedenen Fassungen genannt.
Warum gibt er dir die auskunft nicht?
Genau DAS frage ich mich auch!! Es war mein erster Kauf in diesem Geschäft; also quasi ein Testkauf, da ich auch noch dringend neue Gleitsichtgläser brauche. Nach den Erfahrungen mit der Sonnenbrille bin ich nun skeptisch geworden.
Aber nocheinmal:
MDR , OPtima oder alles andere lohnt sich bei Minuszylinder Achse 0° nicht, vielleicht war das der Grund, warum Dein R+H Optiker nichts weiter dazu gesagt hat.
Hallo Mueger,
ob sich eine Mittendickenminimierung (MDM, Optima....) lohnt oder nicht ist immer abhängig von der Achslage; die hast Du aber leider nicht angegeben.
Ich wollte aus Datenschutzgründen nicht mehr Zahlen als unbedingt nötig nennen.
Aber nocheinmal:
MDR , OPtima oder alles andere lohnt sich bei Minuszylinder Achse 0° nicht, vielleicht war das der Grund, warum Dein R+H Optiker nichts weiter dazu gesagt hat.
Danke, Eberhard, und Guten Abend an alle, die mir geantwortet haben. Auf den Zusammenhang zwischen Achslage und Mittendickenreduzierung wollte ich gerade noch mal zu sprechen kommen.
Ich bin ja kein Profi, habe aber inzwischen über diesen Aspekt nochmal nachgedacht und einige Ergebisse früherer Dickenreduzierungsanfragen herausgesucht. Demnach scheint das bei einem meiner Gläser (dem, bei dem die Achse stärker von der Waagerechten abweicht, mehr zu bringen als beim anderen, bei dem der Zylinder nahezu waagrecht (bei 175°) liegt.
Vielleicht hat ja einer von Euch gerade Zeit und Lust mal auszurechnen, was eine MDM bei einer solchen Konstellation und üblichen Zentrierdaten bringen könnte:
Scheibenform: 47 mm breit und 30 mm hoch; oval.
Glas 1: s: +6,0 cyl -0,75, A: 45°; Glas 2: s: +6,5; cyl: -1,5; A: 175°.
Guten Tag mueger,
ich versteh die ganze diskussion nicht richtig. einerseits verfügst du offensichtlich über informationen, die einem endverbraucher nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. andereseits ist es für dich nicht möglich selbst herauszufinden, welches die effektivste lösung ist, deine gläser so dünn wie möglich zu gestalten ?
Ich würde das gerne selbst machen. Gibt es für mich als Endverbraucher eine Möglichkeit, an die nötige Software heranzukommen? Die benötigen Scheibenformen und Zentrierdaten hätte ich.
Nachtrag:
Kann ich davon ausgehen, dass eine MDM bei den oben genannten Werten bei Glas 1mehr bringen müsste als bei Glas 2 bzw. bei Glas 2 (fast) überflüssig wäre, bei Glas 1 aber nicht?
Hi Mueger,
bei Deinen Angaben fehlten die Stegweite und der Augenabstand...ich habe einfach mal 19 mm und 31/31 mm angenommen.
Links bringt die ganze Geschichte schon mal gar nichts, dazu braucht man auch kein Berechnungsprogramm; ich sage nur Minuszylinder A 175°, also fast waagerecht.
Beim rechten Glas spuckt mein Programm ein Ergebnis aus, das im geringsten Zehntelbereich liegt; auch hier lohnt der Aufpreis für MDM, MDR, Optima...usw. absolut nicht.
Optimierter Durchmesser und randscharfe Fertigung....und juuut is.
LG 
PS. Mal eine kleine Frage: bist Du bei der TK krankenversichert? 
Hi Mueger,
bei Deinen Angaben fehlten die Stegweite und der Augenabstand...ich habe einfach mal 19 mm und 31/31 mm angenommen.
Links bringt die ganze Geschichte schon mal gar nichts, dazu braucht man auch kein Berechnungsprogramm; ich sage nur Minuszylinder A 175°, also fast waagerecht.
Hallo Jack, da haben sich unsere Beiträge gerade überschnitten. In diesem Punkt sind wir uns also einig. Siehe den Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag.
Beim rechten Glas spuckt mein Programm ein Ergebnis aus, das im geringsten Zehntelbereich liegt; auch hier lohnt der Aufpreis für MDM, MDR, Optima...usw. absolut nicht.
Optimierter Durchmesser und randscharfe Fertigung....und juuut is.
LG
Aha. Das ist sehr interessant und es deckt sich mit meinen Erfahrungen mit meinen "alten" Brillen. Ich habe mehrere Exemplare einer Fassung mit ovalen Gläsern und etwa den oben genannten Fassungsdaten. Meistens hat man mir Gläser mit 59 oder 60 mm Durchmesser und Mittendickenreduzierung reingemacht; aber einmal hat man mir auch einfach 55er Gläser ohne MDR reingemacht. Das ist meine dünnste und flachste Brille mit dieser Fassung. Die anderen sind trotz MDM dicker. Das deckt sich also mit dem, was Du sagst:
Der kleinstmögliche Durchmesser bringt mehr als MDR, wenn dafür ein zu großer Durchmesser verwendet wird und zu große minimale Randdicke vorgegeben wird.
PS. Mal eine kleine Frage: bist Du bei der TK krankenversichert?
Nö. Warum? Meinst Du das wegen des Berufs...? Dann könntest Du mit Gedanken in Richtung Naturwissenschaftler richtig liegen.
Die Glashersteller brauchen bei einer MDM-Bestellung keine Angabe des Rohglasdurchmessers, der ergibt sich durch die Übersendung der Form und der Fassungs- und Zentrierdaten.
LG 
PS. In Sachen TK ging ich nicht von Deinem Beruf aus.
PS. In Sachen TK ging ich nicht von Deinem Beruf aus.
Worum sollte es dann gehen?
Hi Mueger,
bei Deinen Angaben fehlten die Stegweite und der Augenabstand...ich habe einfach mal 19 mm und 31/31 mm angenommen.
Links bringt die ganze Geschichte schon mal gar nichts, dazu braucht man auch kein Berechnungsprogramm; ich sage nur Minuszylinder A 175°, also fast waagerecht.
Beim rechten Glas spuckt mein Programm ein Ergebnis aus, das im geringsten Zehntelbereich liegt; auch hier lohnt der Aufpreis für MDM, MDR, Optima...usw. absolut nicht.
Optimierter Durchmesser und randscharfe Fertigung....und juuut is.
LG
Welchen Glasdurchmesser schlägt denn Dein Programm vor?
TK-Versicherte wollen im Regelfall immer alles bis ins kleinste techn. Detail wissen... 
Muahahaha, ich bin übrigens schon ewig bei der TK. 
Bei der von mir angenommenen Stegweite und PD einen Rohdurchmesser von 51 mm.
Bei der von mir angenommenen Stegweite und PD einen Rohdurchmesser von 51 mm.
Danke.
Bei der neuen Sonnenbrille steht auf einer der Glastüten Durchmesser 56 mm, auf der anderen 57mm.
Ich hab gerade mal diese Fassung nachgemessen und bin auf eine Scheibenlänge von 50 bis 51 mm gekommen. Kommen die 56/77 mm bei Scheibenlänge 50/51 einigermaßen hin?
Hallo
uns fehlt immer noch Dein exakter Augenabstand und der Abstand der Gläser voneinander, Stegweite.