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Mittendickenreduzierung von Plusgläsern bei verschiedenen Glasherstellern

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(@mueger)
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Themenersteller
 

Hallo mueger,

ich habe die Preislisten nicht zu Hause, aber ein 1,74 Kunststoffglas gibt es von Zeiss, Essilor, Seiko und verschiedensten Anbietern. Im jahre 2002 war das 1,67 As das dünnstmögliche Glas, aber die Erde dreht sich weiter...;-)

Hallo Auge 23, weiß, weiß ich,....bin zwar alt, aber trotzdem nicht von gestern. Zwinkert

Die Frage ist eben, in welchen plus-Stärken diese Gläser standardmäßig angeboten werden. Und ob sie im Hinblickauf die optischen Qualitäten empfehlenswert sind, ist noch eine ganz andere Frage.
Zeiss und Rodenstock empfehlen sie für meine Glasstärken jedenfalls nicht.

Wieso bestelle ich das Glas größer als ich es brauche? Zum Nachschleifen? Kann ich nicht nachvollziehen. Bei der heutigen Schleiftechnik brauche ich doch kein "Futter" mehr wie früher in Zeiten von Handeinschliffen! Das ist mir völlig unbegreiflich!

Gruß Auge 23

Das verstehen auch die anderen Optiker, denen ich das erzählt habe, nicht. Die einzig logische Erklärung wäre eben, wie gesagt, dass nicht größere, sondern etwas dickere Gläser gemeint waren, weil die risikoärmer einzubauen sind.

Gruß, Mueger


 
Veröffentlicht : 29.05.2011 17:30
(@mueger)
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Hallo Pfeiffchen,

Danke für den Link, ich werde mich dort mal umsehen.
Gläser mit Index 1,74 würde ich allerdings nur nehmen, wenn ich für eine Brille, die ich in der Öffentlichkeit tragen wollte, unbedingt eine Fassung haben wollte, bei der man Gläser mit mehr als ca. 53 mm Durchmesser braucht. Gläser mit Durchmessern zwischen 45 und 53 mm (auch noch 55 mm) sind auch in Index 1,67 noch akzeptabel, wenn sie schön flach sind.
Ich habe in einer Fernbrille mit Scheibenlänge 47 mm 55er Skylet-Gläser, die an der dünnsten Stelle randscharf und an der dicksten Stelle kaum dicker als die Metallfassung sind. Wenn der Optiker willig ist, geht das schon. Zwinkert

Vor einigen Monaten habe ich mir eine Nahbrille mit asphärischen Kunststoffgläsern von Rodenstock in Brechungsindex 1,67 machen lassen, bei der ein Glas im stärksten Hauptschnitt + 8,25 dpt hat. Die Abbildungsqualität ist einigermaßen o. k. und die Brille ist dank des kleinen Glasdurchmessers und der superleichten Fassung fast federleicht. Dass die Gläser ein paar Zehntel Millimeter dicker sind als sie mit Index 1,74 vielleicht wären, stört mich bei einer Brille, die ich ausschließlich zuhause am PC und am Klavier trage, nicht.

Gruß, Mueger


 
Veröffentlicht : 29.05.2011 17:34
(@mueger)
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Themenersteller
 

Eberhard Luckas schrieb

Hallo,

die stärkere Wölbung zeigt dann aber, dass die Brechkraft nicht gleich sein kann, oder aber es ist ein Glas eines ganz anderen Herstellers genommen worden, der mit anderen Grundkurven arbeitet.

Hallo Eberhard, ich habe Deinen Beitrag erst heute gelesen. Du sprichst da einen Punkt an, mit dem ich mich schon beschäftige, seit ich die neue Sonnenbrille bekommen habe. Es geht um die Frage, ob die Krümmung asphärischer Gläser bei gleichen Korrektionswerten herstellerabhängig unterschiedlich sein kann und versuche mal zu erklären, wie ich das meine.

Dort beschreibt Zeiss den Weg vom sphärischen zum asphärischen Schliff, den ich ja im Laufe der Jahrzehnte selbst mitgemacht habe. Als Kind gabs nur Punktal 1,5, später Clarlet 1.5. Meine erste Brille mit flachen Gläsern hatte Gläser mit persikopischem Schliff. Der Optiker, der mir die empfohlen hatte, hatte mich zwar auf die nicht ganz optimale optische Qualtät in den Randbereichen hingewiesen, aber damit konnte ich damals gut leben.

Und nun meine Überlegungen: Auch ein Plusglas mit (fast) planer Rückseite (Zeiss bezeichent es als "periskopisches" Glas) ist ein asphärisches Glas. Im Prizip ist jedes Glas zwischen einem perfekt sphärischen und einem periskopischen ein asphärisches Glas. Deshalb könnte es herstellerspezifische Unterschiede bei asphärischen Gläsern geben. Es könnte einerseits asphärische Gläser geben, die in der Wölbung nur wenig von sphärisch geschiffenen abwichen (also näher bei den sphärischen lägen) und es könnte asphärische Gläser geben, die näher bei den periskopischen lägen und dadurch deutlich weniger gewölbt wären. Für Träger starker Plusgläser wäre dieser Unterschied von großer Bedeutung, denn je flacher das Glas (je näher beim "periskopischen" Glas), desto geringer wäre der Abstand zum Auge und entsprechend geringer der Vergrößerungseffekt.

Gruß, Mueger

Nachtrag:

Noch etwas zur neuen Brille mit den phototropen Gläsern:
Ich war ja, wie bereits gesagt; für diese Brille zu einem Optiker gegangen, der die Fassung eingescannt und die Gläser passend zur Fassung gleich online formgerandet bestellt hat, weil ich mir davon maximal dünne, flache und leichte Gläser erhofft hatte.

Er hatte mir vor der Bestellung gesagt, er nutze den Einschleifservice, weil er dadurch das Glasbruchrisiko beim Einschleifen umgehen könne.

Erst nach der Bestellung hat er mir gesagt, er bestelle die Gläser immer etwas GRÖßER als nötig, falls er beim Einsetzen in die Fassung noch etwas nacharbeiten müsse. Das finde ich unlogisch, denn zu große Gläser müsste er auf jeden Fall nacharbeiten, hätte also zusätzlich zu den Kosten für den Einschleifservice noch das Glasbruchrisko beim Kleinerschleifen.
Die einzig logische Erklärung wäre für mich, dass er mit "gößer" bestellen gemeint hat, er bestelle die Gläser dicker als unbedingt nötig, weil es dann leichter wäre, ein wenig nachzuarbeiten, falls es beim Einbauen ingendwo "zwickte".
Falls das so sein sollte, wäre das für mich ein Grund, dort nichts mehr zu kaufen.
Ich habe inzwischen erfahren, es gebe eine DIN für die Mindestranddicke (0,8 mm). Ich gehe davon aus, dass jemand, der einen Einschleifsevice benutzt, auch eine Mindestranddicke vorgeben kann, die ÜBER dieser DIN liegt, um beim Einbauen weniger Risiko einzugehen. Dadurch bekäme man als Kunde Gläser, deren Dicke nicht der DIN entsprächen, sondern dicker wären. Darüber müsste der Kunde meiner Meinung nach aber vor der Bestellung informiert werden.


 
Veröffentlicht : 29.05.2011 18:05
(@mueger)
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Themenersteller
 

Hallo und Guten Morgen, ich habe hierzu eine Frage an die Brillenprofis:

Der dich beliefernde optikerkollege hat aber viele möglichkeiten dir die dünnstmöglichen gläser im voraus zu berechnen, zu vergleichen und eventuell auch in 3d animationvorzuführen.

An meinem Wohnort gibt es zwar in der Innenstadt nahezu Tür an Tür sechs Optikerläden, aber keiner bietet diesen Service an.
Deshalb war ich inzwischen in der Nachbarstadt bei einem Optiker, der ein Relaxed Vision-Center betreibt. Er hat mir für meine beiden o. g. Fassungen Dickenberechnungen gezeigt.

Und nun das Merkwürdige: Ich war vor ca. 4 Wochen zum ersten Mal dort und letzte Woche zum zweiten Mal. Vor vier Wochen hat das Berechnungsprogramm bei den dünnsten Randstellen jeweils 0,8 mm angegegeben, letzte Woche hat es 1,0 mm genannt.

Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Dickenanfreagen, die mein "alter" Optiker per Fax gemacht hat: Früher wurde da sowohl bei Z... als auch bei R... für die dünnsten Randstellen immer 0,8 mm angegeben, in den neuesten Berechnungen liegen die Randdickenminima bei 1,0 mm oder sogar 1,1 mm.

Habt Ihr dafür eine Erklärung? Das Einzige, was mir dazu einfällt, ist die Tatsache, dass die ersten Berechnungen bei dem Optiker mit dem Relaxed Vision-Zentrum noch im Mai gemacht worden sind, die neuen im Juni. Gibt es möglicherweise seit dem 1. Juni 2011 eine neue EU-Richtlinie für Mindestranddicken von Brillengläsern?

Gruß, mueger

Nachtrag:

Beim Googeln nach den Stichworten "Mindestranddicke" und "Brillenglas" habe ich diesen Beitrag aus dem Jahr 2003 gefunden:

http://www.optometrie-online.de/node/1425/rearrange

Ich vermeide auch Glashersteller, die nicht "randscharf" produzieren wollen, weil die DIN es nicht will.

Könnt Ihr mir Näheres zu dieser DIN sagen? Mein "alter" Optiker hat früher häufig auf die Glasbestellungen bei Zeiss "randscharf" geschrieben, und das hat dann auch geklappt. Die Gläser waren dann schon dünn und trotzdem stabil. Da ist weder dem Optiker, nooch mir jemals ein Glas kaputt gegangen.

Hat sich da etwas geändert? Gibt es noch Hersteller, die "randscharf" liefern?


 
Veröffentlicht : 24.06.2011 12:13
(@Paul-Gerhard-Mosch)
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Die Einstellung der dünnsten Stelle ist bei CZ von randscharf (kein Standart), 0,6 mm frühere Standarteinstellung bei rundum gefassten Brillenlinsen, bleibt darüber aber beliebig vom Augenoptiker in der Berechnung frei wählbar (begrenzt nur über die Voreinstellungen im Programm). Eine Einschränkung liegt vor, wenn man statt individueller Einstärkengläser das Standartprogramm bestellt, heute werden viele Brillenlinsen nicht mehr in Deutschland gefertigt und wegen des bruchsicheren Versandes auch dicker kalkuliert. Hier könnte auch ein Grund für die neuerliche Vorgabe 0.8 bzw. 1.0 mm liegen. Individuelle Ein- bzw. Mehrstärkenbrillenlinsen gibt es immer noch ab randscharf berechnet und gefertigt. Geht natürlich nur bei Vollrandfassungen. Dabei gibt es aber sehr wohl gewisse Einschrnkungen in den Flächenkrümmungen der Brillenlinsen bei Kunststoff, in Silikat ist randscharf keinesfalls aus mechanischen Gründen (Ausplatzer) empfehlenswert.


 
Veröffentlicht : 26.06.2011 20:31
(@mueger)
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Vielen Dank für die Antwort, Paul-Gerhard. Es geht um Gleitsichtgläser in Kunststoff mit Brechungsindex 1,67 für eine Vollrandfassung. Bei Zeiss kommen dafür Gradal TOP E oder Eyefit infrage.

Bisher sind alle meine Zeissgläser als optima-Einzelanfertigung in Deutschland gefertigt worden. Ob sich da inzwischen etwas geändert hat, weiß ich nicht.

Der Optiker hatte immer "randscharf" auf das Fax mit den Fassungsmaßen geschrieben. Manchmal auch "Mindestranddicke 0,6 mm". Meinst Du, das ginge eventuell bei Gradal TOP E nicht mehr? Ich hatte bisher meistens Gradal TOP E und war damit sehr zufrieden. Es soll ja leider nur noch kurze Zeit lieferbar sein.

Gruß, mueger

Nachtrag:

Der Optiker mit Relaxed-Vision-Center hatte online-Berechnungen für Gradal TOP E und Eye Fit machen lassen, ohne im Kästchen für Mindestranddicke etwas einzutragen. Da hat das Programm auch für Eye Fit-Gläser als Mindestranddicke 1 mm angegeben (bei Plusgläsern).

Als er 0,8 mm Mindestranddicke eingegeben hatte, ging die errechnete Mindestranddicke nur auf 0,9 mm runter, falls ich mich richtig erinnere. Ich werde morgen noch mal hingehen.


 
Veröffentlicht : 26.06.2011 21:46
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