Hallo Herr Mosch,
Zitat
"Isovalenz" heißt für uns Sehgleichgewicht wurde mit der Messung (unter den momentanen Begleitumständen bei der Messung, sowie unter der körperlich energetischen Verfassung zum Messzeitpunkt) erreicht.
Wenn dies stimmt, bedeutet es für uns, das eine hiernach gefertigte Brillenkorrektion augenoptisch sehr gut verträglich sein sollte. Nicht mehr und nicht weniger! [...]
Ich habe ja an anderer Stelle schon geschrieben, dass meine Vollkorrektion mit 15 Prismen, mit denen ich während der MKH Isovalenz erreichte, auch nach 10 Tagen Tragezeit noch völlig unverträglich war.
Umgekehrt hatte ich auch mit 5 Prismen schon Isovalenz erreicht und die Korrektion war dennoch nicht ausreichend.
ZitatAus dem Einzelergebniswert des Valenztestes mit "Isovalenz" zu schließen, das die endgültige (!) Vollkorrektion bald oder auch schon jetzt erreicht sei, kann sich als Trugschluß herausstellen. Daraus gar zu schließen, hier mache ich keine Brille(?!), bedeutet schlichtweg der eigenen Messtechnik zu misstrauen und den Klienten alleine im Regen stehen zu lassen. Soll sich doch erst mal ein Anderer dran versuchen, am besten sofort mit dem Skalpell.
Hier liegt ein Missverständnis vor. Von der Vollkorrektion mit Prismenbrille wurde mir aus einem anderen Grunde abgeraten, weil nämlich mein Optiker die Sehqualität bei Gläsern mit 15 Prismen für zu schlecht hielt. Obwohl er sich mit einer anderen Empfehlung eine goldene Nase an mir hätte verdienen können, hielt auch er eine Folie für angemessener, solange die Werte noch im Fluss sind.
Nicht ganz ausschließen möchte ich, dass hinter dieser vermeintlich uneigennützigen Zurückhaltung tatsächlich die Angst steht, keine verträgliche Korrektion ermitteln zu können.
Aber was schadet der Kundschaft mehrwenn ein Optiker sie zuerst zu AAs bzw. zur Uniklinik schickt, mit denen er persönlich gute Erfahrungen gemacht hat - oder wenn er selbst an Fällen herumdoktoriert ohne sich seiner Sache sicher zu sein und dabei auch noch viele Euros in seine Kasse wandern lässt?
Ich ziehe jedenfalls den Hut vor allen Menschen, die sich der Grenzen ihres Könnens bewusst sind und dies auch offen zugeben.
ZitatNachtrag Prismenfolien werden diese "Isovalenz" i.d.R. sofort zerstören! D.h. die gleichwertige Verarbeitungsqualität der beiden visuellen Systeme (Augen als Aufnahmeeinheiten, mit der kompletten Steuerung und Verarbeitung im Cortex) ins Ungleichgewicht setzen.
Da muss ich leider noch einmal widersprechen, denn das stimmt überhaupt nicht mit meinen eigenen Erfahrungen überein selbst mit der 15-Prismen-Folie hatte ich sehr gutes räumliches Sehen, was für mich auf ein gleichgewichtiges beidäugiges Sehen hindeutet. Zudem nehme ich auf der Seite des Folien-Auges die Folie wahr, auf der anderen Seite sehe ich ganz klar. Es scheint also kein Auge unterdrückt zu werden.
Natürlich beeinträchtigt die Folie die Sehschärfe, aber wieso sollte unser Gehirn, das selbst Fixationsdisparationen wegrechnen kann, diesen Schärfeunterschied nicht auch ausgleichen können?
Natürlich muss man auch hier jeden Einzelfall sehen. Wenn vorher schon ein Auge dominant war, wird die Folie die Isovalenz sicher mehr beeinträchtigen als bei mir.
Dennoch halte ich Folien für ein angemessenes Mittel, wenn man ohne große Kosten ausprobieren möchte, ob Prismen im eigenen Fall überhaupt geeignet sind, Abhilfe der Beschwerden zu schaffen. Oft geht es am Anfang ja nur um 4-5 Prismen und die dürften als Folie weder die Sehqualität großartig beeinträchtigen noch besonders auffällig sein.
Nicht zu vergessen es ist nicht zuletzt auch die Aussicht, während des Prismenaufbaus alle paar Wochen neue Gläser erwerben zu müssen, die viele vom ersten Versuch abschreckt.
Ein schönes Wochenende wünscht allen Prismatikern
Anna
PS bin gespannt, bei welchen Temperaturen die Folie anfangen wird zu schmelzen...
Hallo, Anna
die Folie verbeult sich nur!
Sicher hast Du recht, das jeder nur soweit gehen sollte, wie er es verantworten kann. Das ist sehr wichtig! Aber wenn jemand bei über 10-12 Prismen das Muffensausen bekommt, ist er kein(!) MKH-Spezialist, vielleicht kann er es mal werden. Herumdokern tut er generell nicht, da dies keine (!) medizinische Disziplin ist! Hat nicht Kerstinb gerade in einem anderen Beitrag geschrieben, das keine(?!) Uni-Klinik nach MKH mißt und korrigiert. Wenn das wirklich stimmen sollte (mir fehlt hier der Überblick), was soll das ganze medizinische Hick-Hack eigentlich noch? Jedenfalls ist jedem Techniker ganz klar, das eine andere Messanordnung (anders gewählte Parameter) auch andere Ergebnisse zeigen werden. Das sollte Dir bekannt sein. Wenn, dann sollte Dein MKH-Betreuer Dich zu einem versierten Kollegen, oder an einen MKH-Anwender unter Augenfachärzten, verweisen. Punkt.
Das Deine Versorgung nicht verträglich war, bestätigt mir nur, das keine echte (!) Iso-Valenz gefunden wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Dies dürfte auch ein Messproblem bei dem Kollegen sein (war es der Kollege mit dem dunkleren Prüfraum?).
Mit Prismenfolie kann ein SEHGLEICHGEWICHT (Isovalenz) auch bei richtigem Prismenwert niemals auftreten, da die Durchsicht auf der Folienseite immer beeinträchtigt wird. Alles Gute!
Hallo Herr Mosch,
ZitatJedenfalls ist jedem Techniker ganz klar, das eine andere Messanordnung (anders gewählte Parameter) auch andere Ergebnisse zeigen werden. Das sollte Dir bekannt sein.
Genau deshalb hatte ich ja nach der Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Testverfahren gefragt.
ZitatDass Deine Versorgung nicht verträglich war, bestätigt mir nur, das keine echte (!) Iso-Valenz gefunden wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Dies dürfte auch ein Messproblem bei dem Kollegen sein (war es der Kollege mit dem dunkleren Prüfraum?).
Mit Prismenfolie kann ein SEHGLEICHGEWICHT (Isovalenz) auch bei richtigem Prismenwert niemals auftreten, da die Durchsicht auf der Folienseite immer beeinträchtigt wird.
Nun, ich schildere nur, was ich selbst sehe. Immerhin hatte ich auch mit Brille und Folie beim Stereotest Isovalenz erreicht und es gab keine Hemmungen mehr am Kreuztest! Zudem hatte ich ja schon mit 5 bzw. 8 Prismen während der vorherigen MKHs bei Tageslicht Isovalenz erreicht, warum also nicht auch bei 15?
Für die Unverträglichkeit sehe ich viel naheliegendere Ursachen, wie z.B. der zu dunkle Prüfraum oder dass ich während der MKH im Gegensatz zu allen vorherigen sehr unausgeschlafen war.
Ich denke, dass man gerade bei Phänomenen, die individuell nun einmal höchst unterschiedlich sind, nicht nach dem Motto argumentieren sollte, dass nicht sein darf was nicht sein kann. Sonst könnten wir das Forum mit all seinen vermeintlich außergewöhnlichen Fällen gleich schließen.
Schließlich habe ich lange genug selbst geglaubt, dass ich mir die eher diffusen wfs-Beschwerden nur einbilde, weil ich keine Erklärung dafür hatte. Weitergebracht hat mich das nicht.
Viele Grüße,
Anna
Liebe Anna,
Ich wollte Dich nicht ärgern!
Aber von "Isovalenz" zu sprechen, einem Ausdruck aus der MKH-Messtechnik und die Grundkriterien derselben z.B. "tageslichtähnliche Verhältnisse" dieser Messtechnik nicht (!) einhalten, lässt letztlich alles an Interpretationen zu!
Ganz einfach für Dich gesagt, Du hast bis heute nie!!! Isovalenz gehabt, sondern Dir wurde "Isovalenz" vorgegaukelt. Ich meine dies überhaupt nicht angriffig, sondern eher traurig! Da dies wieder einmal offenbart, dass auch Deine angagierte Teilnahme im Forum und darüber hinaus, eigentlich fehlgeleitet wird. Ich hoffe das es noch in Unwissenheit des Kollegen geschieht! Fahrlässig ist es jedenfalls. Du glaubst gar nicht, welche Hemmungen etc. in Erscheinung treten, wenn man es nur(!) heller macht.
Wenn Isovalenz in der Bildverarbeitung durch die Messbrille wirklich besteht, muß sie durch eine Prismenfolie zerstört werden und dies sollte der Valenztest in hellem Umfeld auch deutlich werden lassen.
Ein weiteres Beispiel dafür wäre die bestehende Forderung der MKH, die prismatische Wirkung in der Messbrille möglichst gleichmäßig zu verteilen. Mehr wie 1.0 Prisma Differenz sollten während der Messung nicht gesteckt sein. Betrachte dazu im Vergleich den Fakt bei der Lösung über eine Prismenfolie.
Ganz nebenbei, eine Messung ohne "Messbrille", sondern mit einer rotierenden Glasschleuder (so der Ausdruck eines Kollegen) ist auch nicht nach MKH! Gewisse Messungen z.B. gerade am Valenztest sind ohne die Messbrille nicht durchführbar. Auch diese Glasschleudern verteilen die Prismen nie gleichmäßig.
Hallo Herr Mosch,
ZitatOriginal erstellt von Paul-Gerhard Mosch
Ganz einfach für Dich gesagt, Du hast bis heute nie!!! Isovalenz gehabt, sondern Dir wurde "Isovalenz" vorgegaukelt. Ich meine dies überhaupt nicht angriffig, sondern eher traurig! Da dies wieder einmal offenbart, dass auch Deine angagierte Teilnahme im Forum und darüber hinaus, eigentlich fehlgeleitet wird. Ich hoffe das es noch in Unwissenheit des Kollegen geschieht! Fahrlässig ist es jedenfalls. Du glaubst gar nicht, welche Hemmungen etc. in Erscheinung treten, wenn man es nur(!) heller macht.
Da muss ich noch einmal klarstellen, dass ich die ersten MKHs bei schönstem *Tageslicht* gemacht habe und dort auch bei sehr viel niedrigeren Werten bereits Isovalenz erreichte. Das alles immer mit Messbrille. Zudem habe ich mit der 5-Prismen-Brille in der Sehschule einen 3-D-Test (Postkarte und Polafilter) gemacht, bei dem ich die 6. von 8 möglichen Stufen erreichte.
ZitatWenn Isovalenz in der Bildverarbeitung durch die Messbrille wirklich besteht, muß sie durch eine Prismenfolie zerstört werden und dies sollte der Valenztest in hellem Umfeld auch deutlich werden lassen.
Wie erklären Sie sich dann, das ich mit Folie ein sehr gutes räumliches Sehen habe, wie ich es mit KL nie erreichte?
ZitatEin weiteres Beispiel dafür wäre die bestehende Forderung der MKH, die prismatische Wirkung in der Messbrille möglichst gleichmäßig zu verteilen. Mehr wie 1.0 Prisma Differenz sollten während der Messung nicht gesteckt sein. Betrachte dazu im Vergleich den Fakt bei der Lösung über eine Prismenfolie.
Das leuchtet mir ein. Deshalb werde ich nächste Woche bei der AA mit Messbrille und gleich verteilten Prismen mehrere Stunden Probelesen, bevor ich mir endgültig neue Gläser machen lasse.
Dazu noch eine Frage ist es möglich, die Prismen leicht ungleich aufzuteilen, um die unterschiedliche Dicke (2dpt Unterschied rechts-links) der sphärischen Werte beider Augen auszugleichen?
Soviel als letzte Worte zu diesem leidigen Thema, das sich hoffentlich ohnehin bald erledigt haben wird.
Schöne Grüße,
Annaweder verärgert noch ärgern wollend
Hallo, Anna
"Valenz" und "Stereopsis", das sind zwei Paar Schuhe. Ich erläutere Sie kurz
"Praevalenz" = "Sehungleichgewicht" in der Sehverarbeitung beider Kanäle (beide Augen)
"Isovalenz" = "Sehgleichgewicht"
Die Isovalenz ist immer auf den Zeitpunkt der Messung bezogen, und hier natürlich neben der individuellen Sehqualität, von den gegebenen Bedingungen abhängig! Jede Waage wird messen, aber selbst bei einer Präzisionswaage muss auch das Umfeld stimmen.
Die Stereoteste gibt es bei der MKH in verschiedenen Ausführungen für Ferne und Nähe. Das Stereosehen kann am differenzierten Stereotest (fünf- oder sechs-reihig) bis auf 30 Winkelsekunden überprüft werden.
Viele andere Teste haben eine weit grobere Auflösung des Stereosehens, hier müssten Winkelangaben gemacht werden und darüber hinaus gibt es Teste nach Random-Dot, mit Rot-Grün-Trenner, oder eben über Polfilter, auch dies kann die Auflösungsfähigkeit des räumlichen Sehtestes beeinflussen. Je nach Darbietungsmuster sind auch Lerneffekte nachweisbar und nicht unerheblich.
Über den Polatest "E" kann hier mit Zufallsgenerator dieser Lerneffekt minimiert werden (Ich arbeite selber noch mit dem Polatest classic, um nicht missverstanden zu werden). Exakte Daten des Stereosehens haben in meinen Augen mehr wissenschaftliche Aspekte. Erkennbare Verbesserungen des Stereosehens durch Prismenkorrektionen sind auch über den Polatest Classic und das Nah-Polatestgerät belegbar.
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