Hallo, ich habe keine Erfahrungen in der Forumdiskussion, habe mich aber trotzdem hier angemeldet, weil ich so sehr einen Rat brauche wegen meines Enkelsohns. Er hat nach einem langen Leidensdruck (Migräne, Bauchschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen über Monate) seit ca. 1 1/2 Jahren eine Brille mit Prismengläsern, die auch schon einige male angepasst wurden. Anfangs trat eine enorme Besserung ein, doch da die WFs erst ziemlich spät erkannt wurde, kann man ja nicht erwarten, dass nicht wieder Störungen auftreten. Bei ihm bestand und besteht auch noch jetzt eine starke Lichtempfindlichkeit und er fühlte sich nur wohl, wenn er ein Basecap tragen konnte. Deshalb gab es nun in seiner Schule Schwierigkeiten, da eine nicht eingeweihte Erzieherin mit ihm eine lange Diskussion über das Aufbehalten dieser Kopfbedeckung führte und ihm letztendlich androhte, ihm das Basecap wegzunehmen. Der Junge kam völlig aufgelöst nach Hause und hatte seit langer Zeit wieder Kopf- und Bauchschmerzen. Eine Änderung der Prismenstärke führte dann auch dazu, dass er wieder, vor allem wenn er sich hinlegte, Übelkeit mit anschließendem Erbrechen bekam. Nachts schlief er nicht vor 1 Uhr ein und war in der Frühe nicht wachzukriegen, so daß er wieder häufig dem Unterricht fernbleiben mußte (6.30 Uhr kommt der Schulbus). Eines Tages kam er verstört nach Hause und erzählte seiner Mutter, dass ihm seine Lehrerin gesagt hat, er müsse doch nicht "wegen jedem Pups zu Hause bleiben". Das hatte nun wieder die früher vorhandene Unlust auf die Schule ausgelöst und die geschilderten Beschwerden stellten sich auch prompt wieder ein. Während der Ferien war dieser Zustand erheblich gebessert, doch nach Schulbeginn mußte er schon nach dem zweiten Schultag wieder zu Hause bleiben. Jetzt hat er am 9.9. wieder einen Termin bei seiner behandelnden Augenärztin mit erneuter Prismenglasbestimmung. Hoffentlich weiß sie einen Rat.
Hallo Grid,
wie alt ist denn Dein Enkelsohn? Ich meine das in Bezug auf spät erkannte WF. Bei mir wurde sie im zarten Alter von 33 Jahren erkannt....spätes Erkennen heißt nicht unbedingt auch lange und häufige Prismenanpassung. Weißt Du denn, ob der Junge nach innen oder nach außen "schielt". Wo ist die dicke Seite der Prismengläser: innen oder außen in der Brille? Und wieviele Prismen sind drin? Das wären ein paar gute Fakten, wenn Du sie hier posten könntest.
Und es ist eine Augenärztin, die die Prismen anpasst? Wurde denn auch echtes Schielen ausgeschlossen? Es gibt nämlich den Strabismus divergens intermittens, das ist ein zeitweiliges Außenschielen. Diese Schieler haben sehr oft sehr hohe Endprismenwerte und die Krux ist, dass diese Werte je nach Tagesform enorm schwanken können.
Ansonsten scheint m. E. aber auch noch einiges anderes im Argen hinsichtlich der Beziehung zw. Lehrerin und Enkelsohn zu sein. Ein Beweis hierfür ist, dass die Beschwerden in den Ferien besser bzw. nicht vorhanden sind! Hier sollte ein offenes und klärendes Gespräch gesucht werden, um der Lehrerin eine Chance zu geben. Dein Enkel zeigt nämlich alle Symptome einer Schulangst, bzw. einer Angst vor der entsprechenden Lehrerin. Jungs sind da oft sehr sensibel...ich habe auch so einen Sohn, der häufig morgens vor der Schule krank wird...und er ist intermittierender Außenschieler. Die extreme Lichtempfindlichkeit hat auch er.
Prinzipiell sollten richtig angepasste und auch richtig in die Brille eingearbeitete Prismen so verträglich sein, dass die Brille gerne getragen wird.
Viele Grüße
Kerstin
Grüß Dich Kerstin, erst einmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Mein Enkel wird im Dezember 11 Jahre, eine Brille bekam er schon als er noch nicht ganz 3 Jahre war. Die wurde ihm verordnet, weil bei ihm des öfteren ein Auge wegrutschte, vor allem wenn er müde wurde.
Über die Anpassung und die Stärke der ihm 2008 verordneten Prismengläser weiß ich nichts. Ich kann Dir nur sagen, dass mit Beginn der Schule diese ganze Problematik, die bei fehlsichtigen Kindern beschrieben wird, auf ihn zutraf.
Eine Verstimmung zwischen ihm und seiner Klassenlehrerin bestand eigentlich nicht, aber diese Äußerung von ihr hat ihn doch sehr gekränkt. Man kann aber auch kaum voraussetzen, dass viele Lehrer ein annähernd ausreichendes Wissen über die WFs bei Schulkindern haben.
Ich könnte jedenfalls einen Roman verfassen, wenn ich alles erwähnen würde, was sich bis zum Erkennen dieses so genannten "versteckten Schielens" alles getan hat.
Ich habe jetzt im Internet den Beitrag "Besser sehen - besser Lernen" von Jan Dominiczak gelesen und bin ausserordentlich beeindruckt, welche enorme Leistung dieser Pädagoge erbracht hat.
Das war es von mir, lG von Grid
Liebe AgnesMaria,
ich habe nicht sehr viel Ahnung über eine Schielstellung, aber aus meiner Sicht ging das Auge eher nach innen, doch das war nicht ständig. Die Optikerin hatte nur der Mutter den Rat gegeben, eine Augenärztin aufzusuchen, die die Messsung nach der MKH-Methode durchführt, was sie dann auch getan hat. Durch die Messung wurde die WFs festgestellt und er bekam seine erste Prismenbrille und auch eine Zuzahlung von der Krankenkasse für die Gläser.
Sein Schulversagen ist keine Folge besonderer Sensibilität, und als begabt möchte ich den Jungen auch nicht einstufen, eher als einen ganz normalen Schulanfänger, jedoch mit außerordentlich vielen Fehltagen wegen der schon mal geschilderten Bescbwerden, die dann automatisch zum späteren Schulversagen führten.
In mehreren Abhandlungen von Ärzten und betroffenen Müttern in SHG befand sich eine Aufzählung, was Kinder mit der WFs nicht können und erst sehr viel später lernen, diese Fragen betrafen ihn zu 80 %.
Für die Eltern ist es jetzt außerordentlich wichtig zu wissen, wie es mit der Heranführung an den erforderlichen Schulstoff in seinem Falle weitergeht. Es ist schon klar, dass das nur mit der Schule zu klären ist.
Mein Anliegen in diesem Forum war eigentlich das, ob es ähnliche ausgeprägte Fälle gibt und ob man von den Betroffenen etwas mehr erfahren kann.
LG Grid
Hallo Grid,
es gibt tausende ähnlich gelagerter Fälle! Es gibt auch eine Selbsthilfegruppe Winkelfehlsichtigkeit - haben Sie vielleicht schon entdeckt....zu wissen, dass man mit dem Problem nicht alleine auf der Welt steht ist eine Sache und auch schon hilfreich. Aber dennoch ist jeder Fall ein Individueller! Es muss zunächst wirklich von echtem Schielen und WF unterschieden werden. Diese Diagnostik ist entscheidend für den weiteren erfolgreichen Korrektionsverslauf mit Prismen! Der Junge muss also auch zur strabologischen Abklärung, falls nicht schon geschehen. Hinter Schulangst und den geschilderten Beschwerden kann sich viel verstecken und ich denke, es sind nicht nur die Augen. Darauf deutet Ihre Erklärung hin, dass der Junge außerhalb der Schulzeit diese Beschwerden nicht hat.
LG
Kerstin
Hallo Kerstin,
Selbsthilfegruppen sind mir bekannt, mit der Bonn-Köllner SHG hatte ich schon vor 2 Jahren Kontakt, von dort haben wir dann schon sehr viel über die ganze Problematik der betroffenen Kinder erfahren.
Um allen langen Erklärungen vorzubeugen, möchte ich nur eines wissen, was für unseren Fall wichtig scheint, es wird allenthalten von Bauchschmerzen und Übelkeit, aber nie von Erbrechen gesprochen. Bei meinem Enkel haben diese Prozeduren über Monate gedauert, durch die Magensäure hatten seine Zähne eine völlig vergilbte Farbe angenommen, wobei selbstverständlich Zahnpflege nicht zu kurz kam. Die Beschwerden fingen immer an, wenn er in eine liegende Position kam. Er hat manchmal des nachts einige Stunden im Bett gesessen, nur um nicht erbrechen zu müssen.
Abgeklärt wurde das im Kinderkrankenhaus und man sprach dort von einer Migränge mir Aura, die der Kinderpsychologe aber nicht ganz akzeptieren wollte. Er gab dann auch der Mutter eine Überweisung für den Augenarzt mit dem Hinweis auf eine WFs bei ihm, die sich ja dann auch bestätigte.
Dass der Junge die Beschwerden außerhalb der Schule nicht hat, stimmt nicht ganz, es treten schon noch manchesmal die geschilderten Beschwerden auf, aber nicht in der Intensität.
Morgen hat er einen Termin bei seiner behandelnden Augenärztin, dann werden wir mehr wissen, ob die Prismen verändert werden oder wie es weitergeht. Bis dahin hülle ich mich mal in Schweigen.
LG Grid
Hollo AgnesMaria,
sicherlich liest Du ja auch meine Antwort an Kerstin, so dass ich Dir nur kurz mitteilen will, dass wir in Berlin leben. In dieser großen Stadt gibt es nur drei Ärzte, die man in dieser Angelegenheit konsultieren kann, einer davon ist der behandelnde Arzt meines Enkels.
Selbsthilfegruppen gibt es in unserer näheren Umgebung leider nicht, dafür aber Optiker, denen das Leiden dieser Menschen nicht gleichgültig lässt und die auf das Vorhandensein einer WFs orientieren, aber immer mit dem Hinweis, dass durch den Augenarzt die Abklärung erfolgen muß.
LG Grid
Hallo Grid,
Ist die Übelkeit und das Erbrechen gleichzeitig mit Kopfschmerz vergesellschaftet? Ist ein Reflux des Magens ausgeschlossen?
Speiseröhre in Ordnung?
Ich weiß was Kinder und Erwachsene für Probleme bei "WF" haben. Dr. S. kennt sich darin recht gut aus und wird, so hoffe ich für ihren Enkelsohn, die richtige Therapie finden.
Kennen Sie Juvemus? Die Vorsitzende hat selber Kinder die unter "WF" leiden und kann ihnen bestimmt gute Ratschläge erteilen. http://www.juvemus.de/
LG
A.M.
Hallo AgnesMaria,
wenn ich einen Formfehler gemacht habe, bitte ich um Entschuldigung, aber in einem Beitrag dieses Forums habe ich gelesen, dass diese Anrede im Forum üblich ist. Ich war zwar darüber erstaunt, habe es aber akzeptiert.
Danke für den Hinweis in Bezug auf das Erbrechen, in dieser Beziehung ist bisher keine Abklärung erfolgt.
Juvemus kenne ich nicht, habe gestern noch reingeschaut, wenn das heutige Ergebnis vorliegt, könnte man sicher auch einen Kontakt aufnehmen.
Also nochmals besten Dank für die schnelle Antwort.
LG Grid
Liebe(r) Grid,
Sie schrieben, das schon mit 3 Jahren bei Ihrem Enkelsohn bei Ermüdung ein Auge wegrutschte. Wenn das so war ist das kein verstecktes Schielen sondern ein manifestes Schielen in intermittierender Form. Selbstverständlich kann jede Schielform Probleme im Sehen bereiten. Schielt ihr Enkelkind nach innen oder nach außen? Hat der Optiker auf das bestehende Schielen bei der Prismenversorgung geachtet? Blendungsempfindlichkeit besteht nicht nur bei latenten sondern auch bei manifesten Schielen.
Herr Dominiczak, Herr Dr. Wulff und der Sohn von Prof. Haase haben über Schulversagen in Zusammenhang mit Schielen, sie nennen es Winkelfehlsichtigkeit, geschrieben.
Ihr Enkelsohn ist ja nach ihren Schilderungen sehr sensibel. Das sind Kinder die begabt sind und introvertiert fast alle. Häufig sind sie frustriert, wenn sie ihr Leistungsvermögen wegen eines Handycapes nicht umsetzen können. Dann ist Schule ein Gruselkabinett und es kommt zum B. zu Kopfschmerz, Übelkeit und Bauchschmerzen. Sie wollen zeigen was sie können, aber sie bringen es nicht, weil sie es nicht können. Das hat aber mit Intelligenz nichts zu tun. In dem Fall hilft nur ein klärendes Gespräch mit den Lehrern und mit der Schule.
LG
A.M.
Liebe(r) Grid,
wenn ein Schielen bestand, wenn auch nur zeitweilig, ist es eben keine Winkelfehlsichtigkeit. Aber das sind nur Begrifflichkeiten und nicht wichtig. Ihr Enkelsohn kommt aus dem Berliner Bereich?
Kopfschmerzen, Bauchschmerzen kommen bei ihrem Enkelsohn auf, weil er in der Schule möglicherweise Probleme hat und deswegen reagiert er so. Er braucht Selbstvertrauen und Motivation. Ich weiß ja nicht wo die Schwierigkeiten liegen, ob nun in Deutsch, beim Schreiben oder beim Lesen? Dann sollte man an einen Legasthenietest denken. Oder Rechenschwäche? Das wäre dann ein Dyskalkonietest. Bei diesen Sachen hilft ein Heilpädagoge oder Ergotherapeut oder Legasthenietherapeut weiter. Manchmal helfen vergrößerte Vorlagen um Aufgaben besser erkennen zu können. Es gibt auch Schreibhefte mit Kontast und Vergrößerung zum Schreiben. Manchmal hilft eine Zeitvorgabe, etwa das ihr Enkelsohn mehr Zeit eingeräumt bekommt, weil die visuelle Verarbeitung nicht so richtig klappt. Da hilft ein entsprechendes Attest vom Augenarzt weiter.
Es gibt hier Mütter und Väter deren Kinder auch unter solchen Symptomen (Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen) leiden und eine WF haben. Vielleicht schreiben Sie z.B. Kerstin EP oder Kerstin Harms eine persönliche Nachricht? Ich denke Ihnen wird sicher weitergeholfen werden.
Da ich hier kein Betroffener bin und mich mehr für die Medizinischen Dinge im Forum zuständig fühle, kann ich nur ärztliche Ratschläge geben. Leider.
LG
A.M.
Liebe(r) Grid,
Sie haben keinen Formfehler gemacht. Ich weiß nur nicht ob ich mit der Großmutter oder mit dem Großvater hier Gedanken austausche.
Zu Juvemus: Frau Reif-Wittlich kennt sich mit der Problematik "WF" gut aus. Juvemus hat im November; so glaube ich gelesen zu haben, einen Kongreß. Da spricht u.a. Dr. G. zu assoziierter Phorie, sprich "WF".
Den Magen und die Speiseröhre sollten trotzdem untersucht werden. Manchmal wird zuviel HCL produziert und geht die Speiseröhre hoch und produziert ein Erbrechen. Da ihr Enklesohn selbst im Sitzen schlafen will und nicht im Liegen läßt mich sowas annehmen.
Die Schulprobleme minimiert das zwar nicht, aber vielleicht wenden sich die Eltern mit ihrem Sohn mal an Spezialisten und Therapeuten, sowie ich das in den vorhergehenden Posts schon beschrieb.
LG
A.M.
Liebe Agnes Maria,
erst einmal zur Orientierung, ich bin die Großmutter des Jungen. Zur Erklärung: ich bin in meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis diejenige, die bei auftretenden Problemen angesprochen wird, und ich helfe ihnen gern, so auch im Fall meines Enkelsohnes.
Vielen Dank für den Hinweis auf die Magensäure, das leuchtet mir ein und ich frage mich, hätte im Zuge dieser langjährigen Behandlung des Kindes durch Kinder- und Krankenhausärzte nicht auch einmal daran gedacht werden können, aber darüber jetzt nachzudenken wäre müssig.
Etwas möchte ich noch erklären, dieses ganze Problem hat soviele Aspekte, die sich ob ihrer Vielfalt und Komplizierthheit kaum in einer Forumsdiskussion klären liessen; es ging uns ja in erster Linie darum, eine Erklärung zu erhalten, weshalb eben bei dieser WFs immer über Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen gesprochen aber nie Erbrechen erwähnt wird. Durch den Hinweis auf die Abklärung des Magensäuregehaltes haben wir einen Anhaltspunkt, nochmals besten Dank dafür.
GLG Grid
Hallo Grid,
ggf. würde ich auch Milchzucker- und Fruchtzuckerunverträglichkeit austesten lassen - geht mittlerweile mit einem Atemtest. Besonders Laktoseintoleranz führt auch zu Übekleit und Erbrechen. Und da zudem die Augenproblematik vorliegt, hat der Junge dann mehrere Baustellen und die Symptome kommen schlimmer und geballter daher, als bei anderen Betroffenen.
Ich erzähle einmal kurz von mir: ich galt immer als Sensibelchen, war zwar supergut in der Schule, hatte aber massive Probleme mit den Zahlen, dem Gleichgewicht, dem räumlichen Zeichnen und ständig Bauchweh, Kopfweh und oft Übelkeit. Ich musste fast 40 Jahre alt werden, um die Zusammenhänge zu erkennen....ich habe eine absolute Laktoseunverträglichkeit, ich habe einen Mikrostrabismus (vertikal UND horizontal!), ich hatte eine obendraufgepackte WF (die ist jetzt operiert), ich habe ohne Brille kein räumliches Sehen, daher die Probleme mit den Zahlen und der Orientierung, obwohl ich nicht blöd bin...ich wurde also schon als Kind stigmatisiert und in eine falsche Schublade gesteckt, aus der ich heute erst so langsam raushüpfe... 
Ich möchte Ihnen meine Bewunderung aussprechen und Sie ermuntern, am Ball zu bleiben mit Ihrem Enkelsohn und den anderen Familienmitgliedern! Ich wünschte, ich hätte so einen Rückhalt gehabt als Kind. Und ich habe das Gefühl, Ihr Enkelsohn ist ein ziemlich intelligentes Kind, gefangen in seiner Anderartigkeit, verzweifelt, weil er nicht kann, was er eigentlich doch kann. Diese Jungen sind äußerst sensibel, das kann schon zu Magengeschwüren in Jugendjahren führen (außerdem entstehen Magengeschwüre ja durch Bakterien, wie mittlerweile bewiesen ist - also: abklären lassen). Ich habe zwei Kinder, und eines davon (Sohnemann) kommt in manchen Dingen ziemlich nach der Mutter und beschickt auch seine "Baustellen"...
ich versuche mittlerweile, ihn so anzunehmen, wie er ist, er pubertiert mächtig und Brille will er nicht mehr aufsetzen. Nimmt dafür lieber schlechte Schulleistungen in Kauf.
Drücke Ihnen und Ihrer Familie die Daumen!
LG
Kerstin
Liebe Grid,
was Kerstin Harms erwähnt (Laktoseintoleranz) wäre noch einer Überprüfung wert. Was auch noch möglich wäre: Probleme mit dem Gleichgewicht. Da fällt mir der paroxysmaler Lagerungsschwindel ein. Der tritt meinsten im Liegen ein und davon kann einem übel und schlecht werden. Häufig ist dabei aber auch ein Augenzittern zu erkennen. Es ist nämlich komisch wenn der Bub nicht im Liegen schlafen will. Ist das auch schon abgeklärt worden?
LG
A.M.
ergänzender Hinweis: Mesologie. Da kann man auch die diversen Unverträglichkeiten austesten und sehen, wo der Körper im Ungleichgewicht ist. (eher Richtung Heilpraktiker, aber eine beeindruckende Meßmethode). Über Suchmaschinen läßt sich eine Liste finden von Leuten, die das machen.
Gruß
Synnie-do
Liebe Agnes Maria,
danke für den Hinweis, während eines Kuraufenthaltes wurde die Frage eines Verdachtes auf eine Kombination aus Lactoseintoleranz und Fructosemalaabssorption erwogen. Der Junge erhielt während des Kuraufenthaltes entsprechende Kost, seine Mutter bekam Hinweise zur Ernährung und Lebensmittelauswahl.
Nun aber zum Ergebniss der gestrigen Messung bei der Augenärztin. Sie ist mit der Entwicklung zufrieden und beurteilt auch seinen Zustand im Vergleich zum Beginn der Behandlung als sehr positiv. Er bekommt in 8 Tagen seine neuen Brillengläser: R + 1.0 + 1.5 90 24.0 24.0 180
L + 2.0 + 1.0 90 3.5 90
die Werte der Messung im Mai 2010
R + 1.0 + 1,5 90 16 / 180
L + 2.0 + 1.0 90 2 / 90,
dann wird sich zeigen, ob die Beschwerden langsam verschwinden. Wir hoffen es sehr.
Dank nochmals für das Interesse, denn es tut gut zu wissen, dass man nicht im leeren Raum steht.
Wenn Ergebnisse vorliegen, hoffentlich zufriedenstellende, melde ich mich wieder.
Bis dahin LG von Grid
An Kerstin auch herzliche Grüsse, sie wird ja meinen Kommentar bestimmt lesen.
Liebe Grid,
von 16 Prismendiotrien auf 24 Prismnedioptrien. Das ist wirklich ein großer Satz.
Wird denn die lactosefreie Kost eingehalten?
Hallo Grid,
hat denn die Kostumstellung während der Kur etwas gebracht? Aber wenn da schon der Verdacht einer Laktose- /Fruktoseintoleranz gestellt wurde, warum wurde das anschließend nicht weiter diagnostisch verfolgt? Diese Tests sind in heutiger Zeit wirklich unproblematisch! Ich musste damals noch einen halben Liter hochdosierte Laktoseflüssigkeit trinken und dann wurde mehre Stunden lang im 15-Minuten-Takt Blut abgenommen. Das Blut Abnehmen war für mich nicht schlimm, aber die Folgen der hochdosierten Laktosemischung! Die konnten mich gleich wieder operieren...aber das ist 20 Jahre her, es lebe der Fortschritt!
LG
Kerstin
Liebe AgnesMaria,
ich habe nicht alle Meßergebnisse übermittelt, es waren nur die von der ersten und der letzten Messung, in der Zwischenzeit gab es noch mehrere und zwar
11.6.2009
R + 1.75 + 1.0 90 8 / 180
L + 2.5 + 1.0 100 0.5 90
Prismenfolie R 7 / 180
26.5.2010
R + 1.0 + 1.5 90 16 / 180
L + 2.0 + 1.0 90 2 / 90
die Zahlen zu verstehen, ist für einen Laien schwierig, hoffentlich habe ich jetzt alles richtig gemacht.
LG Grid