Zum Inhalt springen
Einloggen
Räumliches Sehen, A...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Räumliches Sehen, Abkleben

59 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
0 Ansichten
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria,

ich habe leider im Moment wenig Zeit, aber ich schreibe morgen gerne noch mehr, falls noch Fragen an mich sind.

Ich wollte an dieser Stelle noch kurz einwerfen, dass sich eine Okklusion und die Okklusionsdauer immer nach Visus und Art der FIxation richtet. Wenn einige Deiner Augenärzte/Orthoptistinnen ein Abkleben empfehlen, was haben die denn nun für einen Visus und vor allem, welche Art der Fixation ermittelt? Das ist ein zentraler Punkt.  Bei Vorliegen einer exzentrischen Fixation hat man m.E. wenig Alternativen zur Okklusion. Ob die von Helene angesprochenen Atropinkur ausreichend ist, da bin ich überfragt.

Ist denn überhaupt der Versuch eines Sehtests gestartet worden?

So lange Ihr Euch noch in der Brillengewöhnungsphase befindet, habt Ihr noch ein wenig Luft bis zu einer Entscheidung bzgl. Okklusion. In dieser Zeit wird i.d.R. nicht okkludiert. Dann erfolgt hoffentlich ein erneuter Sehtest und Test des Stereosehens. Bis dahin bleibt erstmal nur Abwarten.

Wie bereits gesagt, lasse Dir die Befunde aushändigen und übe weiter den LEA-Test ohne Dein Kind damit zu "nerven".  Kinder müssen beim LEA-Test nicht unbedingt sprechen, sie können auch auf die entsprechenden Symbole auf einer vor ihnen liegenden kleinen Tafel zeigen. Dort sind die 4 Symbole abgebildet.

Alles Gute weiterhin Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 05.05.2013 20:22
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallozusammen,

zunächst vielen Dank für Eure BEiträge!! Als ich gestern kurz vor 0 die Antwort abschicken wollte, stürzte mein PC ab. Egal, heute gibt es wieder Neues, leider nichts erbauliches.

Seit Mittwoch versuchte ich mehrmals die Orthoptistin zu erreichen. Heute sprach ich sie darauf an, dass doch das Abkleben das binokulare Sehen gefährdet. Sie selbst, schliesse ich aus Ihren Äusserungen,  ging wohl davon aus, dass er dies nicht hat. Ich sagte ihr dann, dass er woanders vage auf die Objekte der Langtafel gedeutet hat. Ich fragte, ob wir weniger abkleben sollen, um das binok. Sehen nicht zu gefährden u. dass ich gehört habe, dass bei einer neuen Brille ersten vier Wochen gar nicht abgeklebt,  sondern abgewartet wird, wie das Auge damit sieht. Sie sagte dann, dass das Auge doch zu lange, 2 Jahre "unterversorgt" gewesen ist und jetzt aufholen muss. Sie sprach im Nebensatz auch von Mikrostrabismus. Ich hatte sie auch mal gefragt, woher sie wüsste, dass er kein räuml. SEhen hat (bin mir meiner Frage nicht mehr ganz sicher, sie war relativ gehetzt..., aber der Anwort von ihr:) Das hat sie gesehen, wie er guckt. Wenn die Sehschärfe gleich wäre, könnte man weniger/ nicht abkleben. Ich antwortet auch dass er ja wenn er jetzt den Langtest erkennt, er ja mal räumliches Sehen gehabt haben muss vor dem Schielen u. dann nicht 2 Jahre unterversorgt war. Dann berichtete ich ihr von Nov., der Zeitpunkt, wo ich das Schielen geahnt habe , aber noch nicht komplett sicher war u es wenig war, dass er auch in der Zeit nachts ca. 1 Woche Schreiattacken hatte u. seitdem unruhig geworden ist, morgens direkt aus dem Bett, statt sonst noch länger kuscheln. Einmal argumentierte sie, dass er vorher ja schon Brille gehabt hat (wg. 4 Wochen Gewöhnungsargument). Dann antwortete ich, ja auf die Hälfte dpt-Zahl u. nur einen Monat lang, dann bekam er die jetzige. Ich habe ihr zum Einstieg in das Gespräch auch gesagt, dass ich finde, dass er jetzt mit der fast 100% -Brille m.e. gut/ richtig schaut, so dass doch das schon hilft, dass das schwächere Auge jetzt guckt u trainiert wird. Dann kam das mit 2 J. "unterversorgt" u. ich mit "Nov.unruhe" u. wenn er binokul. Sehen hat, er ja mit dem Auge geguckt/trainiert hat. Auf die Frage weniger  Abkleben antwortete sie noch dass das nichts bringt u. das binok Sehen nicht gefährdet ist, da wir ja immer wieder aufdecken u ja nicht am Stück abgekelbt wird.

Ihr Lieben, entschuldigt mein Kauderwelsch, wirklich wiedergeben kann ich die Chronologie des Gesprächs nicht, aber die Inhalte sind so (hatte zwei Kinder im Hintergrund) u. die Orthop. war sehr schnell in Ihren Anworten. Ich glaube sie hatte nicht wirklich viel Zeit. Auch von dem Atropintropfen meinte sie das reicht nicht u. einen früheren TErmin als in 7 Wochen hielt sie auch nicht für notwendig.

Also ich habe glaube ich logisch argumentiert, u. auch nichts wirklich neues Hilfreiches erfahren, ausser dass sie wohl von einem Mikrobstrabismus ausgeht. Ich frage mich jetzt woran Sie das gesehen hat (nicht ironisch, evtl. daran " wie " er guckt.

Ich habe gestern mal 2 Std. abgeklebt. Im Moment weiss ich nocht nicht wie ich verfahre. Evtl. ist es ja doch wichtig, dass auf jeden FAll der Visus so schnell wie möglich auf mind. 100% gebracht wird u. man kann das binok. Sehen dann noch bis 6 (?) antrainieren oder eben nicht, wenn es schlecht läuft. Habe gestern in diesem Forum auszugsweise gelesen "Amblyo. macht Leben zur Qual". Vielleicht "pockere" ich ja zu hoch u sollte auf Nr. sicher gehen u den Fokus auf den Erhalt Visus legen??   

Ich danke Euch dafür, dass Ihr Euch mit meinen  Problemen auseinandersetzt.

LG Maria 


 
Veröffentlicht : 06.05.2013 22:14
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Lieber Kugelblitz,

habe mal eine Frage zu einem Zitat aus Dialog mit Naty:

 "Ein Okklusionsbehandlung ist u.a. dann notwendig, wenn das Schielen einseitig auftritt, um den Visus zu steigern oder zu erhalten. Wenn die Binokularfunktionen noch erhalten sind, gibt es auch weitere Möglichkeiten, diese zu stabilisieren und weiter aufzubauen, je nach Befund. "

Welche Möglichkeiten meinst Du? Bestehen sie schon währende der Okkl.therapie oder später?

Vielen DAnk !!

LG Maria


 
Veröffentlicht : 06.05.2013 22:47
(@Hesch)
Beiträge: 430
Reputable Member
 

Hallo Maria,

alle Aussagen von dieser Orthoptistin kannst Du in die Tonne kloppen, Entschuldigung!!!! Ich werde sie Dir jetzt auch nicht auseinandernehmen, wie und warum es alles falsch ist. Vergiss es und geht nicht mehr in diese Praxis. Fertig.

Das Kind ist 2 (!) Jahre alt. Du verlierst keine Zeit, wenn Du mal ein paar Wochen nicht abklebst und die Brillengewöhnung abwartest. Wirklich! Gehe lieber in die andere Praxis mit dem Langtest und spreche sie auf eine Atropinkur an! Vorher Fixation prüfen, Visus testen, Stereosehen, es gibt einige Methoden dazu.

Habe Dir eine PN geschickt. 

Ich antworte Dir für Kugelblitz: diese anderen Methoden heissen Atropinkur oder Bangerterfolie. Das haben wir schon erklärt. Eine Atropinkur kannst Du theoretisch schon jetzt starten, eine Bangerterfolie  verwendet man bei älteren Kindern, um sie richtig anpassen zu können (die Stärke),  müssen verlässliche Visusangaben vorhanden sein, das Kind muss also gut die Sehschärfestests mitmachen.

Also Atropinkur! Es gilt hier nicht "Visus vor Binokularsehen"! Nein! Es geht nur Binokularsehen UND Visus. Sonst geht es ganz schnell wieder ins Schielen zurück. DAS habe ich leider in den letzten paar Monaten und Jahren vielfach miterleben müssen.

Ich stelle gleich ein paar Links als Info für die Sehschulenuntersuchungen ein.

LG Helene


 
Veröffentlicht : 06.05.2013 23:39
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria,

hast Du denn nun auch den Befund bekommen?

Je nach Befund kann das Binokularsehen auch während der Okklusionstherapie mit zusätzlicher Prismenfolie weiter aufgebaut werden. Damit wird der Schielwinkel korrigiert, was Fusion und Stereosehen ermöglicht. Allerdings muss es durch die Okklusion bereits zu einer Initialzündung für das amblyope Auge gekommen sein. Sonst wird das nix.

LG Kugelblitz und alles Gute

P.S. Nachdem unser Sohn mit knapp 2,5 Jahren seine erste Brille bekam, hatten wir ebenfalls den Eindruck, dass er die Welt neu entdeckt. Er hatte wirklich Aha-Erlebnisse. Bis zum heutigen Tag möchte er auf seine Brille nicht verzichten. Da sich diese öfters mal beim Optiker befindet, haben wir auch eine Reservebrille.


 
Veröffentlicht : 07.05.2013 11:57
(@Hesch)
Beiträge: 430
Reputable Member
 

@Kugelblitz @Maria

"Je nach Befund kann das Binokularsehen auch während der Okklusionstherapie mit zusätzlicher Prismenfolie weiter aufgebaut werden."

Die Betonung liegt hier wirklich auf "Je nach Befund" und außerdem "nach Alter". Ein Prismenaufbau bei einem 2-jährigen Kind (wie messe ich den Schielwinkel genau? -> ARK-Problematik) ist nur dann sinnvoll, wenn alle anderen Methoden für das Stabilisieren des Binokularsehens und des Visus ausgeschöpft worden sind. Denn bei einem Prismenaufbau muss man immer mit der Notwendigkeit einer OP rechnen.

LG Helene


 
Veröffentlicht : 07.05.2013 12:20
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Liebe Helene,

" Zitat"  und Frage zu: "Also Atropinkur! Es gilt hier nicht "Visus vor Binokularsehen"! Nein! Es geht nur Binokularsehen UND Visus. Sonst geht es ganz schnell wieder ins Schielen zurück. DAS habe ich leider in den letzten paar Monaten und Jahren vielfach miterleben müssen."

Heisst das dass er dann sogar mit Brille schielt, wenn es ins Schielen zurückgeht? Warum?

noch eine Allg. Frage an alle:

mein Sohn ist ja erst gut 2 u. entwickelt ja so langsam die Motorik weiter. Und er ist eh recht vorsichtig u. gründlich, nun denke ich ja dass es uach mit derAugenthematik zusammenhängt.

Gibt es eine Möglichkeit, habt Ihr Erfahrungen, wie man ihn zus. unterstüzten kann? Gibt es eine Art SEhtraining, macht z. B. ERgo etc. Sinn? Welche Erfahrungen habt Ihr bei "Kleinen"? Vielen DAnk"

Maria 


 
Veröffentlicht : 09.05.2013 23:08
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria, 

unser Sohn bekam im Alter von 2 Jahren und 5 Monaten seine erste Brille. Für ihn tat sich –wie bereits gesagt- eine neue Welt mit vielen Aha-Erlebnissen auf. Wir hatten eine zeitlang den Eindruck, dass er seine Welt noch einmal erkundet. 

Wir haben immer gerne in diesem Alter Wimmelbücher mit ihm angeschaut. Generell soll man bei weitsichtigen Schielkindern die Naharbeit fördern. Je nach Alter kommt z.B. Malen, Basteln, Ausschneiden, Kneten, Puzzeln in Frage. Sohnemann hat in diesem Alter gerne geknetet. Auch Spielen mit Bauklötzen fördert die Feinmotorik.

Draußen habe wir ihn einfach machen lassen und unterstützt, wo er Hilfe benötigte, z.B. beim Klettern. Aber er raste damals herum, wie die anderen Jungs seines Alters auch. Uns sind bis heute keinerlei Einschränkungen bzgl. Grob-/Feinmotorik aufgefallen, auch dem Kindergarten oder Kinderarzt nicht. Dies ist sicherlich auch der richtigen, frühzeitigen Therapie zu verdanken, die dafür sorgt, dass er sich altersgemäß entwickeln kann und eventuelle „Defizite“ schnell aufgeholt hat, auch wenn sein räumliches Sehen nicht zu 100% perfekt ist. Aber es ist sicherlich alltagstauglich.

Wir sind früh mit ihm zum Eltern-Kind-Turnen gegangen (mit 2 Jahren). Das macht er auch bis heute gerne, jetzt ohne Eltern Lächelt. Verletzungen/Unfälle hat es bis heute zum Glück nicht gegeben. Die Brille ist schon mal ramponiert…. 

Das Einzige, was wir nun fördern sollen, ist das Malen, was wir auch an den Kindergarten weitergegeben haben. Das macht er auch nur mittelgerne. Allerdings kenne ich auch einige seiner Kumpels, die keine Brillenträger sind, bei denen es genauso ist. Die interessieren sich einfach für andere Dinge. Ergotherapie ist daher bei uns nicht erforderlich, dazu gehören auch noch ein paar andere Faktoren. Kinder wissen meistens selbst sehr gut, was sie "üben" müssen und tun dies dann auch ausgiebig. 

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Tipps geben.

LG Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 10.05.2013 11:25
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Lieber Kugelblitz.,

danke für Deinen Beitrag.

Alles das was Du nanntest, tun wir (ausser Wimmerbücher, da werde ich selber nervös...aber wir nehmen jeden Abend mind. ein Buch zur Hand).

Er hat ja jetzt seit 2 Wochen die Brille von halber Brechkraft auf  volle Brechkraft (- 0,5 dpt). Bei der ersten Brille machte er sichtbare Fortschritte in der Gesamtentwicklung. Bei der 2. Brille habe ich den Eindruck, dass er unsicherer geworden ist. Wobei er sich am 1. u. 2. TAg den "Boden/ Dreck" angeschaut hat, dann das Sprudelwasser im Becher u. einem Mann auffällig lange u. intensiv ins Gesicht. Aber z. B. beim Treppenabsteigen u. teils im Gelände ist er schon sehr vorsichtig u. langsam, langsamer als bei Brille 1 mit 50 % Brechkraftkorrektur.

Aber evtl. ist es auch nur die Eingewöhnungszeit u. in 2-3 Wochen wird er sicherer, hoffe ich.

Obwohl er mit Brille auch etwas (aber viel weniger ) schielt, habe ich die Okklusion jetzt erst einmal eigenmächtig abgebrochen. Ich hoffe ich mache nichts falsch....

Derzeit lese ich mich bis spät in die Nacht durchs Net, soweit möglich und versuche eine gefestigt Meinung zu diesem Thema zu erlangen. Parallel suche ich noch einen guten Augenarzt für Kinder.

Ich bin froh, wenn ich mir endlich meines zu beschreitenden Weges sicher bin/ sein kann. Das ist leider im Moment noch nicht der FAll. Einen Tag denke ich....komm kleb ab....dann denke ich auf 2-3 Wochen kommts jetzt auch nicht an.....bin hin und her....

Noch eine Frage: In welchem Alter habt Ihr die %uale Sehkraft bei Eurem Sohn herausgefunden? Unserer ( 2J/4 M.) ist ja jetzt auch in etwas so alt wie Eurer damals.

Liebe Grüße,

Maria  


 
Veröffentlicht : 10.05.2013 13:27
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria,

unser Sohn war beim ersten Sehtest ohne Brille (LEA-Sehtest) 2 Jahre und 5 Monate. Beim 2. Sehtest mit Brille war er 2 Monate älter. 

LG Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 10.05.2013 13:47
(@Hesch)
Beiträge: 430
Reputable Member
 

Hallo Maria,

Das Schielen kann  auch mit der Brille wiederkommen: wenn das Binokularsehen labil ist und wenn ein Auge dann nicht "mitschaut", verschlechtert sich der Visus, kann hierbei das Sehzentrum des Schielauges abgeschaltet, "supprimiert" werden. Dann kann der Parallelstand in aller Regel auch mit Brille nicht mehr aufrechterhalten werden. So fängt das Schielen ja z.B. aufgrund eines nicht ausgeglichenen Refraktionsfehlers oft bei Kindern an. 

Was das Training der Augen angeht, kann man im Alter von 2 Jahren wunderbar alle von Kugelblitz erwähnten Übungen verwenden. 

Aber bitte kein VT (visuelles Training) bei einem Schielkind und schon gar nicht in diesem Alter! Das ist gefährlich.

Zur Okklusion: warte wenigstens diese 2-3 Wochen bitte ab, dann kannst Du Dich wieder entscheiden. Einfach aus Unsicherheit heraus jetzt Unruhe in das Sehsystem mit gelegentlichem Abkleben reinzubringen würde für den Visus ja sowieso nichts bringen, würde aber  aber die Eingewöhnung an die Brille stören und das Binokularsehen destabilisieren. In diesem Alter kommt es wirklich auf diese ein paar Wochen nicht an. Ich hatte damals eine 2-jährige mit einer Amblyopie gehabt und ich habe gesehen, wie schnell mit einer richtigen Brille auf der Nase und sinnvollerweise abgestimmten Okklusionsmethoden der Visus hochgehen kann um dann auf Dauer stabil zu bleiben.

Keine Angst. Informiere Dich weiterhin und gebe nicht auf. Diese Zweifel hat jede Mami wenn es um ihr Kind geht. Aber sie verringern sich je mehr Du sicheres Fachwissen Dir aneignest.

LG Helene


 
Veröffentlicht : 12.05.2013 21:59
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria,

ich hoffe, Ihr habt ein paar entspannte und angenehme Pfingsttage verbracht.

Hat sich Euer Sohn nun gut an die Brille gewöhnt?

LG Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 22.05.2013 10:26
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo Kugelblitz,

nett dass Du nachfragst! Die Brille trägt er einwandfrei. 

Seit drei Tagen, (nach ca 3,5 Wochen Pause ), habe ich eigenmächtig das Abkleben wieder begonnen. Zusätzlich zu den vorhandenen Informationen durch versch. Augenärzte/ Orthopt. habe ich nun mein Bauchgefühl wirken lassen. Da er auch mit Brille (selten, aber vorhanden) schielt, gehe ich nun davon aus, dass er auf dem rechten Auge schon eine (wie auch immer starke) Sehschwäche hat. Somit denke ich, dass er ohne guten Visus eh kein Binokularsehen haben kann.

Also kleben ich jetzt zur Zeit ca. 20 Std. in der Woche ab, max. 4 Std. pro Tag u. auch mal 1-2 TAge nicht, d. h. die restl. Tage so 2-3 Std. . Frage an Dich / Forum: ob das ok ist?

Beim Treppenhinuntersteigen ist er auch recht vorsichtig u. relativ unsicher, aber wiederum auch nicht furchtbar stark. Ein wenig wundert mich auch, dass er mir insgesamt auf keinen Fall sicherer als vor der neuen Brille vorkommt. Eher merke ich , dass er doch mal stolpert, wenn auch nicht ständig;  man muss auch wissen, dass er grds. eher vorsichtig/ gründlich ist. Ob den die neue Brille bei ihm immer noch die die komplette Wirkung entfacht hat? Oder ob die Brille nicht richtig ist? Jedoch wurde 2 x mittels Tropfen bei unterschiedl. Ärzten die gleichen Werte ermittelt. Das Glas des schlechteren Auges wurde entgegen der Anweisung Arzt statt 6,5 (bei 7 Dpt) auf 6,75 , wohl versehntl., ausgestellt. Habe das beim Optiker nicht reklamiert.  Ob das von Nachtteil ist?

Vielen Dank auch weiterhin für Deine/ Eure  Antworten u herzl. Grüße!!

Maria


 
Veröffentlicht : 23.05.2013 23:15
(@Hesch)
Beiträge: 430
Reputable Member
 

Hallo Maria,

woher weisst Du denn, wie schlecht sein Visus auf dem Schielauge ist? Wenn sein Schielen noch da ist, kann es alles Mögliche bedeuten:

1) Brillengewöhnung noch nicht abgeschlossen

oder

2) die Brille stimmt nicht, z.b. schon bei 0,25 an Plus zuviel in der Brille (auch noch auf dem Schielauge!) nebelt und kann den Visus erheblich "künstlich" runtersetzen, hier hilft nur eine Neubestimmung der Brille bei Therapeuten, denen Du vertraust.

3) oder auch wie Du vermutest, wenn sein Visus deutlich schlechter wäre und ein dauerhafter Restschielwinkel vorhanden wäre.  Dies ist aber eine reine Spekulation in Unkenntnis des genaueren Befundes. Warum willst Du denn keinen Befund anfordern und hier wenigstens auszugsweise posten? Erstdann können wir die Richtung aufzeigen. 

Ansonsten sind Deine Fragen, ob der oder der Akleberhytmus so richtig ist, schlicht nicht zu beantworten. 

Meine Ansichten bzgl. des Aklebens kennst Du schon. Dass er mit Brille unsicher ist, könnte darauf hindeuten, dass irgendwas mit der Brille nicht stimmt. 

Wie wurde getropft? in der Praxis und wie oft hintereinander? oder zu hause über Tage mit Atropin? wie wurde die Rekraktionsbestimmung durchgeführt? Skiaskopie oder Refraktometer?

LG Helene


 
Veröffentlicht : 24.05.2013 08:06
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria,

wie ich schon sagte, die Okklusion und ihre Dauer richtet sich vor allem nach Visus und Art der Fixation bei Schielkindern. Als Laie kann und will ich Dir keine Empfehlungen geben, ob X Stunden Okklusion gut sind oder vielleicht Y Stunden. Sorry, da solltest Du nochmals das Gespräch mit Deiner Orthoptistin suchen bzw. AA.

Bedenke, dass Du das gute Auge abklebst. Folglich muss Dein Sohn mit dem schlechten Auge sehen. Sollte der Visus auf diesem Auge bereits stark abgefallen sein, könnte dies eine Erklärung für Unsicherheiten oder Stolpern sein.

Wann habt Ihr denn den nächsten Termin zur Brillenkontrolle und die weiteren Untersuchungen?

LG und alles Gute Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 24.05.2013 19:47
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Liebe Helene , lieber Kugelblitz,

erstmal vielen Dank für Eure Statments!

ich antworte wg. Zeitmangel mal gesamt: Unser nächster Augena. termin ist Dienstag. , allerdings "laufe" ich im Moment ständig zu versch. Ärzte. Letztendlich sagen alle Orthop. im Grds. "kleben", nur die Zeiten unterscheiden sich - die "binokularfreundlichste" sagt alle 2 Tg. 2 Std. u. die  zwei die ich beovrzugen würde, sagen a) halbe Wachzeit 4x bzw. b) 2-3 Std. tägl., alternat. auch 5 Tg ca. 4 Std u. z.B. Wochenede frei.

Ja, Helene, ich weiss nichts def. über den Visus, ausser dass die meisten sagen, ganz schlecht ist er wohl evtl. nicht. Habe erfahren, dass meine Bruder nur 50 % auf einem Auge sieht ( wurde erst mit 6 entdeckt u. abgeklebt). Der Opa von usnerem Sohn (Seite von meinem Mann) hatte im 5. Schulj. 10 Dpt. Weits.. .

Unser Sohn machte einen Visusbest.test nicht verlässl. mit. Habe ihm wohl die Begriffe ziemlich beigebracht, aber ausdauernd, wie auch beim Buch, ist er nicht komplett. Die Methoden mit Prefering looking hat noch kein Orthop. angewandt. Wer macht so etwas? Wie kriege ich sonst den % Visus raus? Es geht doch eigentl nicht, oder?

War bei einer in geschulten Optikerin mit viel Zusatzqualifikationen u. sie empfahl  mir binonasale Okklusion ausschl. 2 Std. am Tag. Weiss noch zu wenig darüber. Kennt das jemand?

Entschuldigt wenn ich Nachfrage, hinter d iesem Forum "steckt" auch ein Optiker, oder? Helene, bist Du "einfach nur" eine Mutter? Du bist ja wahnsinnig informiert! Sorry, wenn ich so offen nachfrage Zwinkert

L G u. schönes We u danke für Euer Interesse an meinem "Fall"

Maria  


 
Veröffentlicht : 25.05.2013 11:39
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

....noch eine Frage an Helene:

Die gemessene Dpt-zahl des rechten Auges unter Tropfen ist 7,0. Die Brille sollte auf 6,5 ausgestellt werden u. wurde auf 6,75 ausgestellt. D.h. sie ist noch unter seine Dpt-Zahl. Meinst Du denn das könnte auch ein "Vernebeln" auslösen bzw. ungünstig sein?

LG

Maria


 
Veröffentlicht : 25.05.2013 17:51
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

@Helene : getorpft wurde einmal 1x (was über 20 Std. anhielt), mit welchem MIttel weiss ich leider nicht u. einmal 3x a lle 20 min. bei je zwei versch. Ärzten im Abstand von ca. 1 Monat. Der dritte Arzt wollte nicht mehr tropfen, da beide Ärzte das gleiche ermittelt hatten u. da das letzte Tropfen erst 3 Wochen her war. Er sagte zu oft ist nicht gut wg. Nebenwirkungen. Da war ich erstaunt.

Kann man mit Beschreibung der Tropfart  vermuten, was getropft wurde u. ist es tatsächl. schädlich, in kurzem Abstand zu tropfen?  


 
Veröffentlicht : 25.05.2013 17:55
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Maria,

Du hast doch den LEA-Test bereits zu Hause geübt. Was kommen da für Werte heraus?

Der Visustest ist ja nun kein Ausdauertraining. Wenn Dein Sohn erstmal Einzelsymbole für die Ferne erkennt und benennt, wäre dies ja schon mal ein Anfang. Man muss in diesem Alter noch nicht zwingend in Reihe testen, auch wenn dies aussagekräftiger ist. 

Die Orthoptistin muss auch nicht zwingend Visusreihe für Visusreihe durchtesten, sondern kann bei sicherer Angabe auch  eine Zeile überspringen. Dann ermüden Kinder nicht so schnell, zumal ja beide Augen einzeln geprüft werden. Man beginnt mit dem schlechteren Auge.

Es kommt noch nicht einmal so sehr auf die absoluten Werte an und ob diese altersgemäss sind. Wichtig ist herauszufinden, ob der Visus seitengleich ist. Das ist  ein entscheidender Punkt für die Okklusion, neben Schielform, Fixation etc..

Viel Glück für Dienstag, ich drücke Euch die Daumen.

LG Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 25.05.2013 20:38
(@maria2)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo Kugelblitz,

danke für Dein schnelles Antworten!!

Also ich habe den TEst an sich nicht geübt, da weiss ich auch gar nicht genau die Größe bzw. Entfernung. Ich habe ein DINa4 Blatt, wo die 4 Lea  Symbole recht groß drauf sind. Mir kam es darauf an, dass er überhaupt weiss was ein Apfel, Ball , Haus u. Quadrat ist u. beim Augenarzttest  etwas sagen kann. Noch mehr üben wir von mir als Memorykärtchen angelegt einen anderen Test mit z.B. Schere, Brille, Stuhl, Vogel, Schaukelpferd, Tasse, etc. , - diesen Test macht er auch besser u. lieber. Er kannte ja bis vor vier Wochen die Begriffe gar nciht, da er mit dem Sprechen spät ist u. er nun die Begriffe aus den Augentests sozusagen fast als erstes gelernt hat.  

Beim Leatest sagt er öfters den Apfel nicht u.ich glaube das die Symbole sich nicht so unterscheiden, wie z.b. ganz versch. Gegenstände bei anderen Tests, ist er für ihn nicht so interessant. Ich glaube ich muss das Blatt auch mal auseinandernehmen zu Kärtchen u. dann klappt es besser. Übt Ihr denn wie beim Augenarzt u habt Ihr die Originalunterlagen?

Weisst Du, ob man die Möglichkeit hat, sich einen Langtest zu besorgen?

Viele liebe Grüße

Maria 


 
Veröffentlicht : 25.05.2013 21:02
Seite 2 / 3
Teilen: