Zum Inhalt springen
Einloggen
unentdeckter Refrak...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

unentdeckter Refraktions bzw. Höhenfehler?

85 Beiträge
10 Benutzer
0 Reactions
1 Ansichten
(@sunkid)
Beiträge: 31
Eminent Member
Themenersteller
 
[#3389]

Hallo,

ich bin von einer Winkelfehlsichtigkeit betroffen, die 7 Jahre unausgesprochen blieb und trage erst seit 8 Monaten Prismenbrillen, die aber nicht passen. Mein Optiker misst nach MKH das ist schon mal klar, aber ich kann mich nicht an die Brillen gewöhnen. Das soll heißen, dass ich mich noch niemals angenehm gefühlt habe wenn ich die Brillen trage. Immer lese ich hier, erst ist es angenehm, die Augen müssen sich nicht mehr anstrengen und später erst wird es wieder unangenehm wenn eventuell noch Prismen fehlen. Bei mir ist das leider nicht der Fall. Vom Beginn an des Tragens der Prismenbrillen habe ich Schmerzen, die sich auf den ganzen Körper ausbreiten. Am Willen die Prismenbrille zu tragen scheitert es nicht! Ich schätze mich auch nicht als empfindlich ein. Ich glaube eher, dass bei mir ein Refraktions- oder Höhenfehler vorliegt der unentdeckt geblieben ist und das Chaos in meinem Kopf und Körper verursacht.

Als ich vor 7 Jahren meine erste „normale“ Bifokalbrille mit Achsen, Zylinder und der Nähe bekam, spielten sich unerwartete Dinge ab. Mein Optiker sagte mir, dass mein rechtes Auge abweicht. Aber mein linkes Auge welches zur Nase gerichtet war wurde jäh gerade gerichtet. Ab da an konnte ich nicht mehr richtig in der Ferne sehen und in der Nähe gleich gar nicht. Trotz das das Nahteil richtig gearbeitet war störte es mich beim sehen. Ich hatte den Eindruck es stand zwei mm zu hoch. Ein Optiker erwähnte, ich hätte in der Ferne und Nähe unterschiedliche Achsen. Beim Tragen von „normalen“ Brillen passierte es zweimal, dass der Muskel vom linken Auge sich schlagartig in eine andere Richtung begab, mir das Sehstörungen und schlimme Verspannungen in der Wirbelsäule, Hals, Armen, Beinen einbrachte. (So etwas habe ich hier noch von niemanden gehört.) Das linke Auge wurde jäh wieder zur Nase gezogen und das glaubt mir keiner! Seit dem habe ich in der Ferne Doppelbilder. Das rechte Auge wandert jetzt weg. Die Achse und Dioptrien des rechten Auges waren danach stets eine andere (ehemals 20°, jetzt gemessen bis 45°, in die Brille verarbeitet 30°, Dioptrien niedriger, dann wieder höher) und ich sah durch die Brille mit dem rechten Auge immer schlechter.

Dann bekam ich endlich eine Prismenbrille, die helfen sollte, es eben aber auch nicht tat.
Die Bifokalbrille konnte ich nicht tragen. Es wurden zwei Brillen angefertigt, die ich nur mit eisernem Willen auf der Nase ertragen kann. Das ist doch nicht normal! Die Nähe geht jetzt einigermaßen, die Ferne ist grausam. Damals war es genau umgekehrt.

Meine aktuellen Werte sind
Ferne
R -1,00 -0,75 Achse 30° Prisma 5 Basis außen
L -0,50 -0,50 Achse 165° Prisma 5 Basis außen

Die Nahwerte entsprechen der Add. 2 habe hier nur die Plusschreibweise
Nähe
R +0,25 1,00 Achse 120° Prisma 5 Basis außen
L +1,00 0,50 Achse 75° Prisma 5 Basis außen

Meine neuen Werte die vom Augenarzt mit W in Berlin gemessen wurden sind jetzt
Ferne
R -0,50 -1,25 Achse 30° Prisma 7 Basis außen
L -0,25 -0,75 Achse 165° Prisma 7 Basis außen

18 Prismen wurden insgesamt gemessen, bekommen soll ich 14. Das Kreuz war einwandfrei zu sehen. Nur der senkrechte, obere Strich neigte sich ein wenig nach rechts.
Mir wurde von meinem Optiker eine Gleitsichtbrille empfohlen, damit ich in allen Bereichen wieder sehen kann. Aber wenn es schon mit dem Einstärkenglas nicht klappt? Ich bin skeptisch und unsicher ob das die richtige Entscheidung war.

Gibt es tatsächlich Sehfehler, die auch mit MKH nicht beseitigt werden können?
ZB. Das sich durch die veränderte Lage des linken Auges die Werte nicht klar bestimmen lassen? Oder ein Höhenfehler verschleiert worden ist? Wenn ja, was tut man dann? Gute Frage was?
Andere körperliche Schäden, außer Bandscheibenprobleme habe ich nicht.


 
Veröffentlicht : 13.04.2007 14:12
Schlagwörter
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo sunkid,

zunächst dass ein Zusammenhang zw. Wf und HWS - Problemen besteht, wurde hier schon oft beschrieben und bestätigt. Bei mir gehen die Probleme auch bis runter in die LWS. Was hast Du aktuell gegen die Wirbelsäulenproblematik unternommen?

Mit welcher Begründung verschrieb der AA in Berlin nur 14 Prismen, statt 18? Und hast Du die Werte jetzt schon in der Brille? Eine Gleitsichtbrille hat übrigens auch prismatische Wirkung. Dein Problem scheint zu sein, dass Du in der Nähe und Ferne verschiedene Prismenwerte hast. Zunächst sollte die Nähe ausgeglichen werden. Dazu können Dir aber die Fachleute hier im Forum sicherlich mehr sagen.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 13.04.2007 16:18
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo sunkid,

die plötzlichen Verlagerungen der Augenblickrichtungen stört mich. Kann es sein, daß neurologische Vorgänge auch eine Rolle spielen? Ist das geprüft worden? Arbeitet die Schilddrüse normal?


 
Veröffentlicht : 13.04.2007 19:28
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Sunkid,

ich stimme Eberhard bei, möchte aber noch bemerken, dass Du für mich in der Anfangsphase eines Prismenaufbaus steckst. Leider schon im Alter von Mehrstärkengläsern, die eindeutig mehr ins Geld gehen, leider!

Aber keinesfalls sollte man Dir hier abraten, denn die Frage einer Binokularstörung ist in Berlin eindeutig "positiv" geklärt worden. Das steht außer Frage!

Unklar bleibt jetzt der richtige Weg, um möglichst schnell die Befindlichkeitsstörungen zu reduzieren. (mittels Bifokal, Gleitsicht, Teil- oder Vollkorrektion, der jetzt gefundenen Werte) Hier kann Dir echt nur ein sehr erfahrener Kollege Alternativen zum Vorschlag aus Berlin geben, wenn er selbst gemessen hat. Für Berlin spricht eine hohe Routine im Erkennen der Problematik, für eine Alternative Messung spricht ein evtl. deutlich grösseres Zeitfenster in der Messung selbst. Aber letztlich sieht Dein Fall danach aus, dass man erst rückblickend erkennen wird, ob es einen unnützen oder gar falschen Zwischenschritt im Ablauf gab. Ich denke, dass das Vorgehen der jetzigen Verordnung signalisiert, mit klaren aber eher kleineren Schritten den Fehler zu reduzieren. Dabei will man vorallem einen zu grossen Sprung vermeiden, der dem Gesamterfolg evtl. eher einen Rückschlag versetzen könnte, weil die Gläser nicht akzeptiert wurden. (Leider rücken optische Nebenwirkungen als Störfelder bei höheren Werten massiver ins Blickfeld, und eine Gleitsichtbrille wurde bislang wohl auch noch nicht getragen) Diese ist gerade bei Prismen unbedingt vorteilhafter, birgt aber schon ohne Prismen eine Umstellungsphase, gie zu durchlaufen ist. Hier kann man Dir bzw. auch Deinem Berater vor Ort nur eine glückliche Hand wünschen. In jedem Fall dürften aber Deine Gesamtprobleme mit Deinem sehen zusammen hängen.

Was Eberhard meinte ist, dass man auch andere z.B. neurologische Abklärungen getätigt haben sollte, damit (möglichst schon vor Beginn) alternative Ursachen z.B. im hormonellen, oder neurologischen Bereich ausgegrenzt wurden. Übrigens, kann sogar dort eine korrekt ermittelte Prsimenbrille als Sekundärversorgung Entlastung verschaffen.


 
Veröffentlicht : 13.04.2007 20:47
(@sunkid)
Beiträge: 31
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo,

erst mal vielen Dank für die superschnellen Antworten. Ich bin ja so froh, dass ich mal ausgiebig mit Fachleuten über mein Problem sprechen kann.

Also, neurologisch ist bei mir alles abgeklärt, es wurde eine Computertomografie gemacht, alles o.k. Meine Schilddrüse ist entzündet Hashimoto-Thyreoditis.
Meine Ärztin meint aber, dass keine Tabletten erforderlich sind. Nur stetige Kontrolle, damit ich nicht in eine Unterfunktion komme. Eine Szintigraphie wurde auch gemacht. Alles nicht sehr auffällig. Gegen die Rückenprobleme, die im Moment nicht so gravierend sind,
mache ich Rückenschule und tägliche Bewegungen.

Ich könnte mir vorstellen, dass Kerstins Annahme, es handelt sich bei mir um verschiedene Prismenwerte in der Ferne und Nähe, vielleicht stimmt. Aber das hätte man doch am Kreuz erkennen müssen!
Mit dem linken Auge ist so viel passiert, wie ich schon geschrieben habe. Vielleicht ist das eine Art Selbstregulation? Kann es sein, dass durch stetige Veränderungen der Prismenbrille so ein Problem beseitigt werden kann? Oder bleibt das für immer so?
Ich habe eindeutig Probleme beim wechseln der Brillen. Trage ich lange die Fernbrille, bekomme ich Zugschmerzen über die Wangen hinunter zum vorderen Hals. Auch die Speiseröhre und Stimmbänder sind betroffen, zeitweise bin ich heißer. Ich muss das Kinn locker nach unten fallen lassen um ein wenig Entlastung zu haben. Das gleiche Problem hatte ich, als sich vor einem Jahr der Muskel vom linken Auge schlagartig in eine andere Richtung begab. Danach tat mir die linke Wange bis zum Hals hinunter weh. Passiert ist das durch eine manuelle Therapie, Halsgymnastik und Augengymnastig. Der schon damals verklemmte Muskel hat sich gelöst, aber hat eine noch unbequemere Stellung eingenommen.
Wechsle ich auf die Nahbrille habe ich ein wenig Entlastung. Trage ich sie lange, beginnt es wo anders zu schmerzen und wechsle wieder auf die Ferne, die dann ein wenig entlastend ist. Die beiden Brillen mit insgesamt 10 Prismen trage ich schon 6 ½ Monaten und noch immer sind die Muskel in Bewegung. Jeden Tag habe ich andere Empfindungen. Eben so eine Art Hin- und Herschaukeln zwischen Ferne und Nähe. Mein Muskel zappelt bedrohlich im Kopf. Ich weiß nicht ob ihr das verstehen könnt, wie ich es meine.
Das Schlimmste ist, dass ich mich mit den Brillen vom ersten Tag an wie vergewaltigt gefühlt habe und nicht entspannend, so wie ich es hier öfter gelesen habe. Nur die allererste Prismenbrille mit insgesamt 7 Prismen brachte am Anfang Entspannung. Mit dieser konnte ich aber in der Nähe überhaupt nicht sehen. Mein Sehen war rechts und links außen, darum wurde sie schon nach zwei Monaten in meine jetzige Brille geändert. Seit dem sehe ich in der Nähe viel besser. In der Ferne muss ich in einer bestimmten Entfernung den Kopf nach rechts drehen, dann sehe ich Schärfe.
Die neu ausgemessene Brille soll 14 Prismen bekommen, da ich mit diesen Werten am besten gesehen habe. Es wurden aber 18 Prismen gemessen. Der Arzt sagte, ich habe eindeutige Angaben gemacht.
Es leuchtet mir ein, dass bei einer Fehlsichtigkeit eine Gleitsichtbrille mit allen Sehbereichen günstiger ist, wie Paul-Gerhard erwähnt. Das beruhigt mich erstmal. Die neue Brille soll ich nun in einer Woche bekommen. Skeptisch bin ich trotzdem, vielleicht machen sich die fehlenden Prismen in meinem Fall doch sehr bemerkbar.

Viele Grüße
sunkid


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 19:29
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo sunkid,

wurde nur ein CT gemacht oder auch ein MRT? Ein MRT ist aussagefähiger hinsichtlich Weichteilveränderungen, ein CT zeigt mehr die knöchernen Strukturen an. Auf einem MRT sieht man z. B. auch Zysten im Gehirn, Einblutungen usw.

Ein Augenmuskeltraining ist sinnlos. Die Augenmuskeln kann man nicht trainieren. Sie sind von Natur aus überdimensioniert, was ihre Kraft anbelangt...

Hinsichtlich der HWS könntest Du einmal nachprüfen lassen, ob Atlas und Axis senkrecht aufeinander stehen. Dafür gibt es eine spezielle Röntgenmethode Zwei Ebenen nach Gutmann. Das beherrschen nicht alle Röntgenpraxen - also nachfragen. Behandeln sollt dann ein guter Osteopath oder Orthopäde, der sich auf KISS/KID spezialisiert hat.

Man kann Prismen auch in eine Gleitsichtbrille integrieren - hier ist aber ein sehr gutes Händchen und Erfahrung des Optikers angesagt. Aber dann bräuchtest Du eventuell nicht nur die Gewöhnung an Gleitsicht, sonder gleichzeitig auch Prismen. Ich weiß nicht, was Dein sensorisches Sehsystem dazu sagt....

Du warst bei einem der "W"'s in Berlin, schreibst Du. Ich kann seine Argumentaion nachvollziehen. Meinem Sohn wurden dereinst auch nicht alle gemessenen Prismen verordnet, mit der Begründung Die Werte sind so hoch, das würde zu Irritationen und Eingewöhnungsproblemen führen, und das Kind könnte die Brille ablehnen. Mich wundert, dass bei Erwachsenen genauso verfahren wird, denn wir können ja schon vernunftgesteuert denken und uns auch mal ein paar Tage "quälen", bis wir uns an die Brille gewöhnt haben. Nun wirst Du dich recht schnell an die 14 gewöhnen, aber bald dann die 18 brauchen - das kostet zweimal Gläser.....

Ich denke, nach all Deinen Irrungen und Wirrungen solltest du nicht zu viel herumexperimentieren und auch nicht in zu kurzen Abständen MKH-Messungen machen lassen. Das bringt Dein Sehsystem durcheinander. Versuche es mit der 14er Brille und gehe wieder zu Dr. "W" zum Nachmessen. Das sollte in einer Hand bleiben und ich denke, da bist Du in guten Händen. Dein Optiker sollte mit ihm kooperieren und Dir nicht wieder zu etwas anderem raten. Das sorgt doch nur für Verwirrung und ist in meinen Augen keine gute Vertrauensbasis. Mein Optiker hat damals mehrmals nach Berlin telefoniert und sich immer mit dem Arzt abgesprochen, das klappte sehr gut, und seine Refraktionen wurden in Berlin auch bestätigt - also hat er gute Arbeit geleistet. Und ich musste nicht immer über 400 km fahren.

Zu dem Hashimoto kann ich nicht viel sagen, habe hier aber schon öfter gelesen, dass die Schilddrüse auch Auswirkungen auf das Sehen hat. Vielleicht kann jemand anderes dazu mehr berichten.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 21:07
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Kerstin Harms schrieb

Ein Augenmuskeltraining ist sinnlos. Die Augenmuskeln kann man nicht trainieren. Sie sind von Natur aus überdimensioniert, was ihre Kraft anbelangt...

Stimmt, ein Augen MUSKELtraining bringt hier nichts.
Ein Visualtraining ist jedoch etwas anderes. Zwinkert


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 21:14
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Nicole,

sunkid hat aber eindeutig von Augengymnastik gesprochen, und deshalb bin ich darauf eingegangen. Ein versuchtes VT hat er NICHT erwähnt. Und Gymnastik ist etwas für die Muskeln.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 21:17
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Hallo Kerstin,

ich habe hier auch nur deine Aussage dazu bekräftigt und den Unterschied hervorgehoben. Zwinkert

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 21:23
(@sunkid)
Beiträge: 31
Eminent Member
Themenersteller
 

Kerstin Harms schrieb

Ein Augenmuskeltraining ist sinnlos. Die Augenmuskeln kann man nicht trainieren. Sie sind von Natur aus überdimensioniert, was ihre Kraft anbelangt...

Hallo Kerstin,
Ich habe meine Augenmuskeln nicht trainieren wollen. Mein linker Augenmuskel war bis in den vorderen Hals verklemmt und ich hatte starke Schluckbeschwerden. Eine HNO-Ärztin hat mich darauf zum Orthopäden geschickt, da sie der Meinung war es könnte an einem Halswirbel liegen, dort wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, die nichts besonderes ergab. Daraufhin bekam ich zur Linderung der Beschwerden die manuelle Therapie, die den"Stein" ins rollen gebracht hat( siehe oben). Eine neurologische Untersuchung wurde auch gemacht und MRT.
Den Atlaswirbel würde ich mir gern untersuchen lassen, dass habe ich noch nicht in Angriff genommen. Zu welchem Facharzt soll ich als erste Adresse gehen? Mit Osteopatie habe ich es auch schon versucht, als meine Schmerzen vor einem Jahr kaum auszuhalten waren. Sie behandelte aber nur die Verspannungen im Körper und nicht im Kopf, weil die Ursachen vom Augenmuskel kommen und sie darauf keinen Einfluss nehmen konnte. Ist eine anständige Meinung von ihr gewesen, alles andere wäre Vortäuschung falscher Tatsachen gewesen.

Mein AA und Optiker haben sich miteinander verständigt und der Optiker verarbeitet nun genau die Werte vom Arzt. Er hat nur mit einer erneuten Messung( zwei Wochen später) die Werte bestätigt.

Kerstin, Du schreibst man kann sich als Erwachsener mal ein paar Tage quälen, da stimme ich Dir zu, aber ich quäle mich seit Monaten! Das Einzige was wirklich besser geworden ist, sind die Schmerzen im Hinterkopf. Ich kann auch nach so langer Zeit immer noch nicht in allen Bereichen scharf sehen. Darum habe ich wegen der Gleitsichtbrille Bedenken.


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 22:34
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Ja, aber zu einem VT kann man nicht raten, ehe nicht zuerst mittels MKH gemessen und korrigiert wurde. Das bestätigen auch alle seriösen VT-Anwender. Erst wenn nach Vollkorrektion oder auch OP noch sensorische Restfehler verbleiben, kann man versuchen, mit VT Beschwerdefreiheit zu erreichen. Soweit geht zumindest mein Verstehen und wurde mir auch bisher so von fachlicher Seite bestätigt. Im MKH-Anwenderforum wird die Thematik zur Zeit diskutiert, und ich werde diesbezüglich auch eine Synopse erstellen. Aber das dauert noch etwas.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 22:38
(@sunkid)
Beiträge: 31
Eminent Member
Themenersteller
 

mit VT ist Visualtraining gemeint?
Wie muss ich mir das genau vorstellen? Und warum kann es nur nach der Vollkorrektion gemacht werden?

liebe Grüße
sunkid


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 22:56
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo sunkid,

ich versuche es einmal kurz zu erklären, ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Mit MKH wird mit den ersten Messungen der motorische Teil korrigiert (Kreuztest, Zeigertest u.a.), dann kommen in den weiteren Messungen die sensorischen Testteile dran (die Dreiecke über dem Ball z. B.). Die Sensorik ist zuweilen der schwierigere Part, weil hier das Sehverarbeitungsystem als Solches angesprochen wird und auch reagiert - teilweise mit Verzögerung, denn da laufen Prozesse im Gehirn ab (sozusagen Programme, bei einer Wf legt sich das Gehirn sein Programm zurecht, um keine Doppelbilder zu erhalten. Wird man korrigiert, muss auch das Gehirn umlernen). Der motorische Teil ist aber zunächst der Wichtigste. Letztendlich dient er auch dazu, den vollen Schiel:wink:el aufzudecken, nach dem auch, wenn es soweit kommen sollte, operiert wird.

Ein VT greift nach meinem Verstehen in die Sensorik ein. Es kann nützlich sein, wenn mit den sensorischen Korrektionsverfahren der MKH auf Dauer keine Stabilität erreicht werden kann, oder aber, wenn man nach einer bereits erfolgten OP noch einen Restfehler hat, und keine Prismenbrille tragen möchte. Ein VT ist aber sehr kosten- und zeitintensiv (tägliche Übungen!). Die kritische Überlegung geht dahin, dass, wenn man nun mit VT beginnt und dennoch weiterhin Beschwerden hat, nicht mehr so leicht mittels MKH einen Schiel:wink:el aufdecken kann, weil man durch VT gelernt hat, Kompensationsstrategien zu entwickeln. Eine MKH will aber dekompensieren, also den Winkel aufdecken. Insofern schließen sich beide Verfahren, parallel angewandt aus. So weit geht jedenfalls die Diskussion bisher, der ich gespannt lausche. Ich erhoffe, auf dem ivbv Kongress mehr Klarheit zu erlangen. Ich selber bin lediglich gut informierter Laie, also nicht vom Fach. Jedoch haben selber eine recht starke Wf, ebenso meine Tochter. Bei meinem Sohn sind die Werte zurückgeganen, nachdem er 5 Jahre lang Prismenbrille trug. Es stimmt also nicht, wenn Ärzte behaupten, einmal Prismen, dann immer mehr Prismen.

Beide Methoden (MKH und VT) haben Befürworter und Gegner. Es ist eine Art Politkum geworden. Letztendlich muss aber der Betroffene entscheiden, was er machen möchte. In der Schulmedizin hat man ja auch die Wahl, welchen Weg man verfolgen möchte, und was einem hilft. Was dem einen gut tut, muss dem anderen ja nicht auch gleich gut tun.

Ich hatte hier in Deinem Thread das Thema VT bisher bewusst NICHT angesprochen, um Dich nicht noch mehr zu verwirren. Die Berliner "W"'s sind nicht unbedingt Befürworter des VT und ich selber vertrete aufgrund meiner bisherigen Erfahrung mit meiner Selbsthilfegruppe auch die MKH, weil sie, richtig angewandt, bisher die meisten Erfolge erzielte - und ich bin mit vielen Menschen im Gespräch. Konsequent angewandt, sollte die MKH ein VT überflüssig machen. Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Es gibt auch hier im Forum Fachleute, die mit beiden Methoden arbeiten. Aber auch diese bestätigen die Reihenfolge Erst MKH und dann VT, und nicht andersherum.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 14.04.2007 23:23
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Kerstin Harms schrieb

Ja, aber zu einem VT kann man nicht raten, ehe nicht zuerst mittels MKH gemessen und korrigiert wurde. Das bestätigen auch alle seriösen VT-Anwender. Erst wenn nach Vollkorrektion oder auch OP noch sensorische Restfehler verbleiben, kann man versuchen, mit VT Beschwerdefreiheit zu erreichen. Soweit geht zumindest mein Verstehen und wurde mir auch bisher so von fachlicher Seite bestätigt. Im MKH-Anwenderforum wird die Thematik zur Zeit diskutiert

Und solange Eberhard, Paul-Gerhard und Urs das hier im Forum weiterhin so vehement vertreten, wird sich an dieser Meinung auch nichts ändern.

Ich hatte das seinerzeit schon dem Funktionaloptometristen meiner Tochter erzählt und er schüttelte nur den Kopf.
Und solche Leute haben auch keine Lust, hier zu schreiben.

Der FO meiner Tochter kennt genug andere Fachleute, die es genau andersherum machen
Erst VT und wenn dann noch Beschwerden sind, kann mittels Brille mit Prismengläsern der Rest korrigiert werden.

Dies nur zur Info für sunkid.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 15.04.2007 08:00
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
New Member
 

OK, aus der VT-Diskussion halte ich mich raus, aber ich muß hier die Schilddrüsenproblematik aufgreifen.

Ich habe auch Hashimoto und dass das nicht behandelt werden muss, halte ich für einen fatalen Fehler!

Hast Du zufällig die Werte für ft3, ft4 und TSH parat (mit Referenzwerten)?
Ich empfehle dazu auch die Seite www.hashimoto-thyreoiditis.de . Wenn Du dort auf "Diskussion" klickst, kommst Du aufs beste Forum zu dem Thema.

Bevor die SD nicht vernünftig eingestellt ist, brauchst Du für teure Prismen kein Geld ausgeben! Danach macht das allerdings Sinn!

Leider ist es mit Hashi ähnlich wie mit der MKH. Nur sehr wenige kennen sich WIRLICH aus. Sie können es allenfalls diagnostizieren, aber bei der Behandlung hört es auf. Da wird auf irgend einen Standart zurück gegriffen und das war´s.

In dem SD-Forum gibt es einen Link zu einer super Ärzteliste. (Bens Ärzteliste) Frage danach. Und dann suche Dir jemanden, genau wie einen MKH-ler von der IVBV-Liste, der wirklich Ahnung hat. Sonst doktorst Du da noch Ewigkeiten unzufrieden rum.

Du kannst mich per PN auch anschreiben, wenn Du Fragen zum Thema hast. Bitte teile uns doch auch mal Deine PLZ mit. Dann können wir Dir von hier aus sicher helfen.
(Bin von Dienstag bis Sonntag in Berlin, daher bitte nicht wundern, wenn ich in dieser Zeit nicht reagiere!).

Alles Gute und Kopf hoch, der Weg ist richtig!
Kerstin


 
Veröffentlicht : 15.04.2007 09:19
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Ich möchte hier noch einmal eine kritische Denkweise zum Vorschlagerst VT und dann MKH in den Raum stellen.

Es konnte bisher noch keiner erklären, wie man mittels VT erreicht, dass die Augen anstrengungsarm sehen können. Man erlernt durch VT neue Kompensationsstrategien. Das ist anstrengend (daher muss VT auch ständig praktiziert werden). Da ist es doch kontraindiziert, anschließend eventuell noch eine Prismenbrille zu verschreiben, die ja genau das Gegenteil bewirkt Anstrengungsarmes Sehen, weil sie den Augenmuskel in seine ansträngungsärmste Stellung gehen lässt. Ich lasse mir doch auch nicht den Rücken massieren und stemme gleichzeitig Hanteln....

Mich lässt das Gefühl nicht los, das Funktionaloptometristen, die den Weg erst VT dann MKH propagieren, die MKH nicht oder nicht perfekt beherrschen. Diese Messmethode zu erlernen ist nicht einfach, und es braucht sehr viel Erfahrung, um sie gut zu beherrschen. Die Anschaffung eines Polatestes wird auch kein Pappenstiel sein....Durch VT haben sie aber ihre Existenzberechtigung und insofern müssen sie so argumentieren.

Diejenigen, die auch mir bisher glaubhaft die Vorgehensweise und Wirkung der MKH erklären konnten, sich aber dem VT nicht sperren, geben unumwunden den Rat Erst MKH und wer möchte, dann noch VT, wenn es um einen kleinen Restfehler z.B. nach einer OP geht, und man keine Brille mehr tragen möchte. Oder aber bei Menschen, wo die Sensorik derart schwer zu korrigieren ist, dass man mit VT unterstützen kann. Und auch die beiden Augenärzte in Berlin propagieren diesen Weg. Und für meinen gesunden Menschenverstand erscheint er auch logischer.

Die Schilddrüsenproblematik sollte aber unbedingt geklärt werden.
@Kerstin Danke, dass Du Dich hierzu gemeldet hast - ich habe darauf gehofft, weiß ich doch, dass Du davon betroffen bist.

Viele Grüße
Kerstin Harms


 
Veröffentlicht : 15.04.2007 20:30
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
New Member
 

Unbehandelter Hashi wird jeden seriösen MKHler in den Wahnsinn treiben...


 
Veröffentlicht : 15.04.2007 20:47
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Liebe Kerstin,

es würde mich brennend interessieren, worin die Zusammenhänge zwischen Hashimoto und Auswirkungen auf das Binokularsehen bestehen. Könntest Du das mal ganz kurz anreißen? Ich denke, es würde sunkid auch interessieren und nicht off-topic sein. Wirken da Hormonschwankungen auf das Binokularsehen, oder wie soll man sich das vorstellen?

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 15.04.2007 20:54
(@sunkid)
Beiträge: 31
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo,

ja, mich interessiert das alles brennend.
Ich hab mir, wenn auch erst kurz, das Hashimoto-Forum angeschaut. Muss mich aber erst noch einlesen. Fällt mir auch schwer mit meiner Guckerei. Als ich nach meinen Schilddrüsenwerte suchte, stellte ich fest, dass die Szintigraphie schon 1 1/2 Jahre zurück liegt. In der Zwischenzeit sind zwar wieder Blutwerte abgenommen, aber die habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Es hieß nur, alles i.O.
Hier meine älteren Werte
TSH 0,23
fT3-RIA 5,45
fT4-RIA 15,80
anti-TPO 812,18
TRAK 0,03
TG-AK 8,25

Zur damaligen Zeit hatte ich ständig Herzklopfen und war immer etwas erregt.
Kein Wunder, denn ich hatte von einem Arzt das falsche Medikament bekommen. 6Jahre nahm ich reines Jod, was in meinem Fall, wie ich jetzt weiß, total falsch war.
Nach dem Absetzen des Medikamentes ging es mir bald besser. Ich nehme an, dass sich meine Werte weiter verbessert haben, denn jetzt geht es mir zu damals sehr gut. Trotzdem muss ich auf jeden Fall meine Werte bald überprüfen lassen.
Kerstin EP, meine Postleitzahl ist 0.
Ich würde mich freuen wieder was von Euch zu hören.

Viele Grüße
sunkid


 
Veröffentlicht : 15.04.2007 21:38
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
New Member
 

Auf keinen Fall Jod!!!!!!!!!!!!!!!!! Au weia...schaffe alles ab, wo Jod drauf steht. Tütensuppen, TUC-Kekse (jetzt auch mit Jodsalz) und frage in Bäckereien danach.
Schmeiß das Jodsalz raus aus dem Haus. Und lass Dir vor allem auch kein Thyranojod (also so ein Kombi.Präparat) andrehen! Wenn Du möchtest, dass der Hals sich schön zuzieht und das Herz noch mehr klopft, dann Jod...absolutes No-Go.

Ich kann mit den Werten nur was anfangen, wenn ich die Referenzwerte dazu habe bei ft3 und ft4. Erfrage das, Du hast ein Recht darauf. Mein Arzt legt mir das aufs Fax. Frag mal nach! Ansonsten lass die nochmal machen. Die "FREIEN T´s", das ist wichtig nicht T3 und T4 (aber das haben sie ja auch richtig gemacht bisher).

Der TSH sieht gut aus, da

@Kerstin Erklären kann ich das eigentlich auch nicht genau. Es sind auf jeden Fall Hormonschwankungen, die sich ja auch sehr stark in dem Fall auf den Kreislauf auswirken. Dieser hat immer Einfluß auf das Sehen. Es ist ein wenig wie mit den Hormonschwankungen während einer Schwangerschaft. Da kannst Du auch keinen vernünftigen Sehtest hinkriegen.

Warum sich das wie auf das Binosehen auswirkt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass alles besser wurde nach L-Thyroxin und auch die Tagesschwankungen insgesamt, die Achsenschwankungen und auch die Nachtblindheit viel besser in den Griff zu kriegen waren.
Genau kann das besser AgnesMaria erklären. Vielleicht fragst Du sie per PN falls noch Kontakt besteht.

Ich schilder hier ja auch nur als Betroffene, nicht als Fachfrau.

@sunkid Ich schicke Dir den Link zur Ärztelist per PN! Einfach oben rechts den Verdutztenden Brief anklicken!!!1

LG
kep


 
Veröffentlicht : 16.04.2007 10:18
Seite 1 / 5
Teilen: