Hallo daja,
natürlich kann man aus der Ferne nicht sehr viel zum Verlauf im Sehen Deines Sohnes beitragen.
Aber, ...
1) ich erwarte eigentlich, dass die OP damals die Stellung (wenn auch nur kosmethisch) so jedenfalls verbessert hat.
2) was uns hier stört, ist Deine Aussage, dass das operierte Auge nicht mehr mitgegangen sei. Dies deutet auf ein Manko hin, was vor, durch oder auch erst nach der OP entstanden ist. Dies wurde erst mittels "Visual-Therapie" behoben. Ich habe früher schonmal gesagt, dass dies unbedingt sehr gut war!
3) Jetzt bleibt die Frage des räumlichen Sehens interessant.
a) Das räumliche Sehen über das Einzelauge (Du kannst es ganz einfach für Dich checken, wenn Du ein Auge schließt und Entfernungen beurteilst) hat fast jeder Mensch, so auch Dein Sohn.
b) stereoskopisches Sehen hat er wahrscheinlich nicht und es ist wahrscheinlich für Dein Kind nicht mehr erlernbar. Jedenfalls kann Dir hier Dein Sehberater sicher mehr dazu sagen, wie wir.
c) keinesfalls darf räumliches Sehen durch einen Eingriff am Augenmuskelsystem verschlechtert werden. Bei WF und OP wird es jedenfalls stabilisiert und somit verbessert. (s.o.)
OP beim Schieler
Im Gegensatz zur OP bei WF wird i.a.R. nur eine kosmetische Korrektion erzielt. Auch die Vorbereitung hat oft schon nur diesen Ansatz. Ein Schiel-Operateur hat in seinem Vortrag es als Glücksfall bezeichnet, wenn in einem Prozent der Fälle Binokularsehen mit Stereopsis anspringt.
WF-Operateure kennen bei Schielern höhere Prozentsätze, aber differenzieren hier sehr stark die Frage des Hintergrundes und der Vorbehandlungsweise des Falles selbst. Ich selbst bin überzeugt, dass es schon einen Unterschied macht, ob man in den Massnahmen im Ansatz nur die Kosmetik zum Ziel hat, oder wie im Ansatz von WF-Korrektion, oder auch der Visual-Therapie, Funktion beeinflussen und gestalten (verbessern) will. Das es hierbei individuell Grenzen gibt, die nicht mehr überschritten werden können, ist eine Tatsache.
Nach der Op bewegte sich das Auge nicht mehr. Es wurde sowohl die Höhe als auch die Innenschielstellung ausgeglichen. Das das ganze nur einen kosmetischen Aspekt hat war die Aussage des AA, es verblieb ein kleiner Rest:wink:el.
Was ich abe gern noch wissen möchte ist welche Grenzen man nicht überschreiten darf.
Hallo daja!
Einen Aspekt deiner Aussage verstehe ich nicht Du sagst, nach dieser OP sei vom Schielen nur noch ein kleiner Rest:wink:el vorhanden gewesen, so dass also die Augen fast parallel standen. Andererseits sagst du, dass sich das rechte Auge gar nicht mehr bewegte, was ich dahingehend interpretiere, dass der Schiel:wink:el z.B. beim Blick zur Seite beliebig groß werden konnte. Könntest du dies vielleicht nochmal erläutern?
Mich würde auch interessieren, was die Ärzte zu dieser 'Lähmung' gesagt haben (falls du dies nicht irgendwo bereits geschrieben hast).
Gruß,
Monoxid
Hallo Paul-Gerhard,
auch wenn das jetzt ein wenig abseits des themas ist, eine kurze zwischenfrage and dich
ZitatOriginal erstellt von Paul-Gerhard Mosch
So ist bekannt, dass Dr. med. Uwe Wulff für sich die existierenden Tabellen diesbezüglich lange korrigiert hat. Sein Erfolg gibt ihm Recht.
Da auch bei mir evtl. bald eine schieloperation wegen WF ansteht, wollte ich gerne wissen, ob du mit deiner sehr positiven aussage über Dr. Wulff implizit von anderen operateuren abrätst.
Mir wurde eine frau Dr. med. Susanne Frese in Düsseldorf empfohlen, da die Wartezeit bei Dr. Wulff wohl ca. 1 jahr ist.
Deine meinung dazu würde mich wirklich seeehr interessieren!
thxchris
Das reschte Auge sah star gerade aus , egal ob sich das linke nach innen oder außen bewegte. Und einen Schiel:wink:el vermisst eine Orthoptistin nur wenn das Kind geradeausschaut. Mir selbst ost das lange nicht aufgefallen, und dabei gedacht habe ich mir auch nichts dabei, weil ja alle Fachleute der Überzeugung waren das alles bestens ist. Erklärungsversuche gab es erst als der Optiker mir die Wichtigkeit erklärt hatte. Und seit der Zeit hat der AA nimmt der AA das immer wieder zum Anlass vom Thema abzulenken.
Aber vielleicht kannst du mir ja erklären, ob dieser Muskel der da gekürzt wird zu lang ist,oder einfach soviel entfernt wird bis beide sich an einem Punkt der Netzhaut treffen!
Hallo Daja,
ob die Muskel gekürzt oder was mit ihnen gemacht wurde ist vollkommen unwichtig.
Der "Erfolg" war ein gelähmtes Auge, das zwar geradeasu sehen konnte, aber nicht mehr nach linksrechts/oben/unten.
Durch die Visualtherapie wurde das aber verbessert. Sehe ich das richtg, daß das rechte Auge jetzt seitengleich mit dem linken Auge schaut?
Gruß
Eberhard
Hallo chris,
was eine WF-OP betrifft, gibt es sehr unterschiedliche Ansätze und auch im Vorgehen unterschiedliche Verfahrensweisen.
Als Augenoptiker kann ich dies registrieren, darf es aber so nicht bewerten. Dr. Wulff besitzt mein Vertrauen, was in 18 Jahren mit vielen persönlichen Kontakten nur gewachsen ist.
Ein paar Beispiele gefällig?
Er operiert Kleinstkinder (bei Bedarf) schon im ersten/zweiten Lebensjahr. Als er das in einem Vortrag vor internationalem Fachpublikum vor vielen Jahren mit ansprach, wurde er von (jungen) Medizinern ausgebuht und als völlig verantwortungslos hingestellt. Es war der letzte Vortrag, den ich von ihm hörte, im Fakt aber blieb er sich treu.
Es ist nicht das erste Mal, dass mir namhafte Arzt-Kollegen versicherten, hier keinen vollen Eingriff mehr ausführen zu können und mich animieren wollten, weitere Korrektionen der WF nun lieber zu unterlassen. Dr. Wulff sagte achselzuckend nur, dann müssen sie eben zu mir kommen, natürlich können sie jeden gefundenen Messwert brillentechnisch voll korrigieren. (u.a. Beispiele mehr)
Fr. Dr. Frese ist mir vom Namen, wie auch als WF-Ansprechpartnerin, noch nicht bekannt geworden. Dazu kann ich nichts sagen.
Eberhard schrieb schonmal weiter oben
"ob die Muskeln gefaltet oder gekürzt, vom Augapfel entfernt und an anderer Stelle wieder angebracht, also egal welche Methode die Auswirkung ist die gleiche. Es hat immer die gleiche Auswirkung auf das zukünftige binokulare Sehen"
Dies stimmt sicher nicht in der Frage von "Vernarbung, Wundheilung, Folge-Eingriff, etc." - Aber diese und andere Punkte hat er bei seiner Antwort auch nicht streifen wollen. Allerdings bleibt für mich im Fall von daja schon die Frage, wie man operiert hat, wenn ein Auge anschließend keine(!) Blickfolge-bewegungen mehr ausüben konnte. Um so dankbarer kann man erstmal über den jetzigen Zustand sein. Wahrscheinlich wurden bei der OP Nerven verletzt, die die A.-Muskel ansprechen bzw. steuern.
Tja, aber das Beispil mit dem kürzeren Bein wird von euch angeführt. Und in dem Zusammenhang ,denke ich iet es sehr wichtig ob dieser Muskel vorher zu lang war, oder ob er später zu kurz ist. Ich will da auch keine Bewertung sondern nur zwei verschiedene Standpunkte geklärt wissen. Denn es gibt Optiker ,die eben behaupten, das es mir diesem zu kurzen Muskel nicht mehr möglich istrichtig!!! binokular zu sehen. Des Weiteren war es keine Lähmung des Auges, denn das wäre eine "Krankheit " gewesen,die sogar der AA bewertet hätte.
Es fehlte aber jedes Verständniss dafür, dass ein Kind zum Lesen zwei Augen braucht die sich bewegen.
Und das ist wohl der Punkt in dem wir uns ,auch wenn ihr die nicht alle über einen Kamm scheren wollt, einer Meinung sind . AA befassen sich weder mit eurer Methode, mit Visualtraining mit Rasterbrillen oder Farbfolien nach Helene Irlen. Sie werden kategorisch abgelehnt.
Nun ist es aber so das sie die "Mächtigsten" im System sind, und hier ,wo Kinder unter ihrem "Mangel" richtig leiden sich so aus ihrer Verantwortung schleichen,und auch keine logische Erklärung und oft nicht einmal Hilfe anbieten.
Und damit das mal klar ist, ich habe ,auch wenn ich MKH nie für uns in Betracht ziehen würde , weil mir die Gefahr zu groß erscheint das der Winkel durch die PB steigt, versucht Ihr wenigstens Hiolfe anzubieten. Etwas das die wenigsten AÄ tun würden.
ZitatOriginal erstellt von daja
Des Weiteren war es keine Lähmung des Auges, denn das wäre eine "Krankheit " gewesen,die sogar der AA bewertet hätte.
Was ist es denn, wenn ein Auge bewegungslos ist????
Das Auge war durch die Op ruhig gestellt.Eine Lähmung ist ja wohl wenn sich etwas dauerhaft nicht bewegt, und das ist ja nun Gott sei Dank nicht mehr so.
Aber was mir immer noch fehlt und das ist keine Beurteilung von etwas, sondern eine fachliche Frage, wenn ihr sie nicht beantworten könnt sagt es einfach.
Aber es macht mich doch stuzig
Ist dieses Stück Muskel, dass entfernt,gekürzt oder gefaltet wird zuviel vorhanden, oder wird nur dafür gesorgt,dass beide Seiten gleich lang sind, also nachher am operierten Auge kürzer sind als am anderen Auge?
Wenn ein Bein zu kurz ist, und da habt ihr wohl recht, mögen Einlagen helfen, aber wenn ich an einem Bein einen Muslel kürzer habe als am anderen führt das wohl mit der Zeit zu falscher Belastung. Dann tun nicht nur die Beine ,vielleicht auch die Hüfte und der Rücken weh.
So schwer ist das doch wirklich nicht.
Das "gelähmte " Auge ist abgehakt, weil wir das ändern konnten, aber ein Stück Muskel gibt uns keiner wieder!!
Hallo Daja,
Du kannst die Augen nicht mit den Beinen vergleichen.
Wenn an einem Augenmuskel zu viel "wegoperiert" wurde, macht sich das mit einer entsprechenden postoperativen Schielstellung bemerkbar. Dann muss irgendwann nachoperiert werden. Sind die Muskeln in idealer Weise operiert, schaut das Auge in Ruhestellung geradeaus, zusammen mit dem anderen Auge steht es dann beim Weitsehen parallel, beim Nahsehen in idealer Konvergenzstellung.
Hallo,
... und sollte ein Muskel zu kurz sein, kann man statt den Gegenmuskel zu kürzen, alternativ sehr wohl auch den zu kurzen Muskel etwas zurücklagern und so ein Gleichgewicht herstellen.
Deshalb ist einmal abgeschnitten, noch lange nicht immer zu kurz. (Dies nur der Vollständigkeit wegen)
Es kommt auf die Balance im Fixieren der beiden Augen an. Hier soll im beidäugigen Zusammenspiel beste Funktionalität vorherrschen. In den weitaus meisten Fällen erreicht man dies schon über Gläser, ganz ohne einen Eingriff am Augenmuskelsystem.
Der Vergleich mit den Beinen ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen,nur, langsam frage ich mich ob ihr nicht wollt ,oder könnt!!
Ist der Muskel der bei einer Op gekürzt wird nun vorher zu lang oder nicht?
Irgendeinen Grund muus es doch geben warum das angeblich Einfluss auf das beidäugige Sehen hat.
es ist doch vollkommen unerheblich, ob z.b. bei Aussenschielen einer der beiden geraden Aussenmuskeln zu kurz ist oder die inneren geraden zu wenig ziehen können. Das Ergebnis ist das Gleiche, nämlich ein Muskelungleichgewicht.
Hallo, daja
irgendwo argumentieren wir immer noch aneinander vorbei, dem will ich gerne abhelfen.
Wenn Du mir eine kurze Info telefonisch hinterläßt, rufe ich Dich gerne zurück und bin sicher, dass wir es aus der Welt bringen können.
RUF 02733-4829
Und warum nicht hier? So schwer ist die Frage doch nicht.Das Ungleichgewicht würde doch nur dann wirklich behoben ,wenn man den Punkt verschieben könnte an dem die bilder sich treffen, und das Auge dann gerade steht. Das bedeutet aber doch nicht wirklich das der Muskel zu lang war.D.h.nur das etwas entfernt wird was bestimmt eine Bedeutung im Körper hat . Man kann ja auch nicht endlos etwas wegnehmen, oder ?
Aber dieses drücken um eine Antwort finde ich schon sehr merkwürdig.
Ich möchte Dir direkt Antwort geben können und gleichzeitig Restunklarheiten im Gespräch ausmerzen. Denn ich habe das Gefühl, wir drehen uns hier im Kreis.
Dies Gefühl haben wohl mittlerweile auch andere Teilnehmer. Mein Angebot steht.
Die Bildlage und die Augenstellung beider Augen korrespondieren direkt miteinander!
Ich sehe das genau so wie Paul - Gerhard.
Alles ist schon mehrmals erklärt worden.
An dieser Stelle sollte ich mich entschuldigen.
Anstatt euch anzurufen habe ich mi´t meiner Optikerin gesprochen.
Für funktionaloptometristen ist es wohl sehr viel schwieriger und risikoreicher mit operierten Kindern zu arbeiten.
Das System Auge ist dann wohl störanfälliger.
Von der Logik her habe ich dennoch Probleme damit zu verstehen, warum ein Muskel auch mehrfach "gekürzt" immer noch den selben Dienst leisten kann, wie ein "normaler"