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Wer macht was? - Strabologe, Orthoptiker, Optiker, Neurologe

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(@ohne-konto)
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Themenersteller
 
[#3855]

Liebes Forum,

aus aktuellem Anlass (Doppelbilder....Autsch ) versuche ich zu verstehen, welcher Beruf "was macht", und zwar für Menschen mit Strabismus (Schielen, richtig?).

Ein Strabologe - soweit ich verstanden habe, ist ein Augenarzt, der sich auf Schielen spezialisier hat? Was unterscheidet ihn von einem nicht-spezialisierten oder anders spezialisierten Augenarzt? Was untersucht ein Strabologe?

Was macht ein Orthopist (z.B. im Gegensatz/in Ergänzung zum Strabologen)?

Was macht demgegenüber ein Optiker?
(wie fügen sich da MKH, VT oder auch Funktionaloptometrie ins Begriffsbild?).

Und was untersucht ein Neurologe bei Strabismus?

Gespannt,
Cool Masuku
P.S.Danke anRitter Rost für die Korrektur Orthopist (nicht Orthoptiker) muss es heißen. Leider kann ich die Überschrift des Themas nicht ändern...


 
Veröffentlicht : 21.01.2008 20:31
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(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Hallo Masuku,

Ein Augenarzt mit Strabologie hat sich auf das Schielen spezialisiert. Schielen gilt als Krankheit. Schielen kann sehr viele Ursachen haben. Die Verarbeitung des Sehens findet schließlich im Gehirn statt. Es gibt neurologische und andere Erkrankungen, die Schielen auslösen und man das Schielen oft als eines der ersten Symptome wahrnimmt. Oder aber es taucht im Laufe der Erkrankung auf. Deshalb gibt es auch die Neuroopthalmologen - das sind Ärzte, die sich speziell auf neurologische Erkrankungen spezialisiert haben, die sich auf das Sehen auswirken (Nervenentzündungen gibt es auch im Gehirn, sowie Tumore, die auf die Sehbahnen drücken, Unfälle mit Schädelknochenverletzungen, wo dann auch die Sehbahnen betroffen sind etc.)

Ein Optiker hat sich auf die Korrektion von Fehlsichtigkeiten spezialisiert. Hierzu zählen Kurz-, Über-, Alterssichtigkeit sowie auch die Winkelfehlsichtigkeit, die in Fachkreisen auch assoziierte Phorie genannt wird. Fehlsichtigkeiten gelten NICHT als Krankheiten.

Dennoch sollten im besten Fall Opitker und Augenarzt gut zusammenarbeiten, denn der Augenarzt kann die beste Diagnose erstellen, der Optiker aber meist die beste Brille hierfür ausmessen. Denn er hat dafür jahrelang gelernt, u. U. auch noch studiert, während Augenrefraktion im Medizinstudium relativ kurz abgehandelt wird (im Vergleich zur Optikerausbildung und Meisterschule).

Dann gibt es noch die Optometristen, die eine erweiterte Ausbildung mit vielen medizinischen Grundlagen haben und dieses Studium mit einem Diplom abschließen.

So, dies ist jetz nur ganz grob umrissen und gewiss nicht vollständig. Aber vielleicht hilft es Dir ein wenig weiter.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 21.01.2008 20:55
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
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Themenersteller
 

Hallo Kerstin,

vielen Dank für die Erklärungen.

Kerstin Harms schrieb

Schielen gilt als Krankheit. Schielen kann sehr viele Ursachen haben.

Ah ja. Schielen./.Fehlsichtigkeit. Hm.

Was macht denn ein Orthopist? Also, mein Augenarzt (nicht auf Schielen spezialisiert) will mich wegen der Doppelbilder zur Orthoptik an der Uniklinik Leuven schicken. Die untersuchen ihmzufolge den ganzen Tag nichts anderes als Doppelbilder. Was heißt das für mich?

Grüße,
Cool Masuku


 
Veröffentlicht : 21.01.2008 21:41
(@Ernst-H.-Rupp)
Beiträge: 132
Estimable Member
 

Einen Orthoptiker gibt es nicht. An der Orthoptik-Schule, Uni, oder wo auch immer sitzen die Orthoptisten. Das ist ein medizinischer Hilfs-/Heilberuf und der Augenheilkunde zuzuordnen. Von Winkelfehlsichtigkeit (assoziierte Phorie) wird dort idR nicht geredet und behandelt. Hier geht es meist auch um Strabismus.

Viele Grusse
Ernst


 
Veröffentlicht : 21.01.2008 23:08
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
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Themenersteller
 

Hallo Ritter Rost,
Liebes Forum,

Danke für den Hinweis, ich habe ihn oben nachträglich eingearbeitet (außer in der Überschrift, sorry ging irgendwie nicht -:blush: ).

Leider ist für mich noch nicht deutlich geworden, was es heißt, wenn der Augenarzt mich zur Orthopsie/Orthoptik an die Uniklinik schicken will. Was wird doch untersucht/behandelt?

Herzlichen Dank im Voraus,
Cool Masuku


 
Veröffentlicht : 22.01.2008 02:04
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Masuku,

Orthoptistinnen und die orthoptischen Abteilungen der Kliniken untersuchen auf Strabismus (manifestes Schielen) und allenfalls auf Heterophorie. Das letztere ist zwar eigentlich das Gleiche wie Winkelfehlsichtigkeit. Aber abhängig vom Messverfahren und der dann vorgenommenen Korrektion ist die Unterteilung der eigentlich gleichen Sache in Heterophorie und Winkelfehlsichtigkeit sinnvoll.


 
Veröffentlicht : 23.01.2008 17:28
(@Ernst-H.-Rupp)
Beiträge: 132
Estimable Member
 

Behandelt wird die Heterophorie von den Orthoptisten/innen häufig eben nicht, auch wenn das aus der Sicht von uns auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisierten Optikern sehr sinnvoll wäre. Da geht es eben meistens nur darum, ob Strabismus (also dauerhafte Fehlstellung mit Doppelbildern, oder fehlendem beidäugigen Sehen) vorliegt oder nicht. Eine Heterophorie (die Tendenz der Augen aus der richtigen Stellung abweichen zu wollen, aber "nicht zu dürfen") wird meist nicht behandelt, wenn überhaupt festgestellt.

LG
Ernst


 
Veröffentlicht : 24.01.2008 16:37
(@Dieter)
Beiträge: 0
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Unser Kind trägt seit 1999 eine sehr starke Brille und zumindest seit März 2002 gab es die Diagnose "akkommodativer konvergenter Strabismus" bei den 2 Augenärzten und 2 Hausärzten dieser Zeit, wie wir erst heute wissen. Trotz asthenopischer Beschwerden hielt es keiner der Ärzte für nötig, dieses auch nur zu erwähnen. Stattdessen wurde Ritalin verschrieben und nur durch Zufall wurden wir Juli 2006 auf Winkelfehlsichtigkeit aufmerksam.


 
Veröffentlicht : 24.01.2008 19:09
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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....und dem Optiker konntet Ihr deshalb natürlich nicht sagen, dass Euer Kind Schielen hat.....manchmal ist es echt zum Verzweifeln. Ich kenne solche Fälle zur Genüge, auch in Fallgestaltung anderherum...

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 24.01.2008 21:42
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Es geht aber auch andersrum. Ich habe dem Optiker erzählt, dass ich als Kind Bifokalgläser hatte und er hat mir erklärt, dass diese zur Schielkorrektur benutzt wurden früher. Aber irgendwie muss das wohl nicht rübergekommen sein. Hätte Kerstin und Agnes Maria mich nicth daraufhingewiesen, dann wäre ich trotz besseren Wissens des AO wie eine :wink:elfehlsichtige behandelt worden. Also stetig ins unermessliche steigende Prismen mit anschließender OP...


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 15:46
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Marie,

das meine ich ja auch, wenn ich sage es geht aber auch andersherum. Auch ich habe vorher eindeutig gesagt, dass meine Kinder eine Schielbehandlung hatten, und was wurde mir vom Optiker gesagt Das ist kein Schielen, dann würde das Auge immer schief stehen, es ist eine reine Wf.....es gibt gute Ärzte und es gibt gute Optiker (und andersherum, wie in jedem Beruf), man muss halt nur immer die richtigen finden.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 16:02
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Sorry, ja, hatte ich wohl überlesen, du hattest es geschrieben... Errötet


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 17:35
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Macht doch nichts, Du hast es ja auch sehr schön dargestellt am Beispiel einer Bifokalbrille.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 17:45
(@AkkoStrabo)
Beiträge: 171
Estimable Member
 

Nachdem es hier gerade passt, meine ich, dass es an der Zeit ist, meine Erfahrungen aus zwei Jahren Teilnahme an diesem Forum als ratsuchender Laie zu schildern.

Nach meinen Recherchen im Internet halte ich dieses Forum für die beste Informationsquelle zum Thema Winkelfehlsichtigkeit und ggf. Strabismus. Auch wenn mir die Diskussionen im Forum teilweise zu langatmig und unverständlich waren und ich mich (deshalb) zeitweise davon verabschiedet hatte, bin ich doch immer wieder zurückgekehrt. Besonders die Moderatoren Kerstin, Eberhard und Georg leisten organisatorisch, menschlich und fachlich sehr gute Arbeit, wofür ich diesen danken möchte.

Jedermann (ob Laie, tatsächlicher oder selbsternannter Fachmann, Lobbyist usw.) steht es frei, sich in diesem Forum beliebig zu äußern. Die Moderatoren und andere Teilnehmer werden zwar wenn nötig widersprechen aber letztlich muss sich jeder Ratsuchende selbst sein Urteil bilden, wen oder was er für glaubwürdig bzw. kompetent hält. Dabei kommt er nicht umhin, viele viele Beiträge zu lesen, um die Spreu vom Weizen trennen zu lernen.

Richtig schwierig wird es aber erst, den richtigen Optiker bzw. Augenarzt zu finden. Es ist kein Qualitätsmerkmal, in der Liste des IVBV oder hier unter Adressen / Spezialisten / Winkelfehlsichtigkeit oder bei einer Selbsthilfegruppe aufgeführt zu sein. Auch das Attribut Beliebt garantiert nicht in jedem Fall Qualität. Hier kann der Ratsuchende nur mit einer privaten Nachricht (PN) bei einem Teilnehmer seines Vertrauens nachfragen, welchen MKH-Optiker oder Augenarzt dieser im konkreten Fall empfehlen würde.

Erwähnen muss ich hier insbesondere den Grenzbereich zwischen Winkelfehlsichtigkeit und Strabismus, den ein versierter und verantwortungsbewusster MKH-Optiker in jedem Fall sofort an einen kompetenten Augenarzt - von denen es erst recht nur wenige gibt - weitergeben würde. Diese besonderen Fälle werden leider zu häufig nicht erkannt, ignoriert oder sogar bestritten. Und das sind dann tatsächlich die Fälle, in denen der Betroffene in die Operation getrieben wird. Das ist natürlich genau so falsch, wie eine Winkelfehlsichtigkeit trotz asthenopischer Beschwerden nicht mit Prismen zu korrigieren.
P


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 18:03
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Hallo AkkoStrabo (oder AreMeika),

besonders Deinem letzten Absatz kann ich voll zustimmen. Ich möchte aber gerne ein wenig für die OPtiker in die Bresche springen

Schielen ist eine Krankheit - für das Erkennen und Behandeln ist ein Arzt zuständig. Und ich habe es in einem anderen Thread schon beschrieben Nicht jeder erhält vom AA die richtige Diagnose, sei es, weil der AA den z. B. Mikrostrabismus nicht erkannt hat (das ist NICHT einfach!!!!), oder weil der es nicht für nötig hielt, den Patienten diese Diagnose mitzuteilen. Der Patient hat halt ein schlechtes räumliches Sehen, und der AA kommentiert es mit den Worten Das ist nicht so schlimm, das haben manche halt, da braucht man nichts dran zu machen. Der Patient hört das Wort Mikrostrabismus nicht einmal.

So, und dann geht er trotzdem zum OPtiker, weil asthenopische Beschwerden dazugekommen sind (AA gehen erst dann an die Heterophorien, wenn die asthenopischen Beschwerden sehr stark ausgeprägt sind bzw. DB entstehen. Ihre Begründung Prismen treiben ins Schielen. Was stimmt, wenn man diese bei Vorliegen von Mikrostrabismus in falscher Dosierung verordnet). Ein gewissenhafter MKH-Optiker fragt nach dem letzten AA-Besuch und dem Befund. Patient sagt dann natürlich es ist alles ok. Und dann macht sich der Optiker natürlich an die KOrrektion der Wf. Von einer Wf kann er schließlich ausgehen, denn der AA hat ja nichts von Schielen gesagt.

Ein Optiker ist primär nicht dafür da, die Diagnose Schielen zu stellen!!!!!! Er hat auch nicht die Gerätschaften, die einem AA zur Verfügung stehen!!!!!

Eine FD II, 5. Unterart und höher gehören in den Bereich der WF (assoziierte Phorien, um es mal international zu gebrauchen). Ob die vorliegt, oder ein Mikrostrabismus, mag zuweilen erst nach mehreren Korrektionsschritten erkannt werden. Die Grenzen von FD II und Mikrostrabismus sind sehr, sehr eng!

Und wenn AÄ schon "Probleme" haben, einen Mikrostrabismus mit ARK zu erkennen, dann gestehe ich das im Prinzip auch den Optikern zu.

Was nun aber versierte MKH-Anwender unter den Optikern anbelangt, so fände ich es wünschenswert, wenn sie zumindest den Cover-Uncovertest sich meisterhaft aneignen könnten, sowie ein paar andere Kurzuntersuchungen aus der augenärztlichen Seite (als Bsp. nenne ich mal den Bagolini-Test, der auch nicht das Non-Plus Ultra ist, aber immerhin). Die Fortbildung zum Optometristen beinhaltet recht viel medizinisches Basiswissen. Vielleicht ist das für Betroffene ein hilfreicher Tipp, wenn sie sich auf die Suche machen. Es ist aber nicht ausschlaggebend.

Und ich habe auch immer noch das Gefühl, dass unter den Wf'lern die Prozentzahl von Mikrostrabismus höher ist, als unter der "normalen" Bevölkerung. Denn ein Mikrostrabismus allein macht in der Regel keine Probleme (außer das subnormale Binokularsehen, aber der Betroffene kennt es ja nicht anders). Deshalb sehen die AÄ darüber wohl auch gerne hinweg. ER macht erst dann Probleme, wenn sich die Wf aufpropft. Und natürlich gehe ich davon aus, dass die MEhrzahl der Wf'ler KEINEN Mikrostrabismus hat.

Aber er muss ausgeschlossen werden, denn sonst werden OP-Fälle "produziert", und das, wo wir doch soooo wenige versierte Operateure in Deutschland haben. Und die sind alle überlaufen und teils kurz vor dem Ruhestand. Wo soll das denn noch hingehen?!?!

Daher immer wieder mein Credo der interdisziplinären Zusammenarbeit. Nur so klappt es zur Zufriedenheit der Patienten und Kunden.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 19:25
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
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Hallo Zusammen,

ich hatte eigentlich schon geschrieben - aber leider ist mir was dazwischen gekommen bevor ich auf senden ging S
Geht mir ständig so in letzter Zeit........
Meine Kollegen Fragen danach - hättest Du das noch gebraucht was ich da vorher weggeklickt habe-----
Aber selbst Schuld.....

Jetzt nur die kurze Fassung

@AreMeika danke für das Feedback - und stimme Dir in allen Punkten zu...

@masuku ich hab gesehen du hast einen neuen Thread da werd ich mal gucken.... Zwinkert

@Kerstin, Marie euch kann ich auch beipflichten....

liebe Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 25.01.2008 20:02
(@Dieter)
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Ihr sprecht mir ganz aus dem Herzen!


 
Veröffentlicht : 26.01.2008 11:31
(@AkkoStrabo)
Beiträge: 171
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Kerstin, Du magst juristisch/standespolitisch recht haben aber ...

Manifester Strabismus unterscheidet sich äußerlich von Winkelfehlsichtigkeit doch nur dadurch, dass bei letzterem die Bilder zur Deckung gebracht werden, also von selbst fusioniert werden, bei ersteren jedoch nicht. Da würde mir doch der Begriff autofusionabler Strabismus für WF gut gefallen. Ist es das, was Augenärzte als akkomodativen Strabismus in ihren „Geheimarchiven“ verstecken?

Dann gibt es noch das Sorgenkind Mikrostrabismus, was ziemlich irreführend ist, weil es sich nicht dadurch auszeichnet, dass es mikro ist sondern, dass es im Gehirn verankert ist. Dann gefiele mir der Begriff cerebraler Strabismus besser.

Ach und dann gibt es doch noch die Fälle von falscher Zuordnung der Sehzellen – wie wäre da sensorischer Strabismus? Den Begriff „neurologischer Strabismus“ habe ich verworfen, denn den könnte man beiden Letztgenannten zuordnen.

Was berechtigt uns zur Annahme, diese würden nur in Reinform auftreten? Ja und dann kann ich mir das auch noch intermittierend vorstellen. Wo sind denn da die Grenzen zwischen Krankheit und Fehlsichtigkeit?

AgnesMaria ist jetzt sicher entsetzt über meine Begriffsschöpfungen aber vielleicht kann sie meinen Gedankengang akzeptieren.

Kerstin, es ehrt Dich, dass Du für die Optiker eine Lanze brichst aber von einem MKH-Optiker muss ich verlangen, dass er erkennt, wo seine Grenze liegt und er nicht mit dem Stereovalenztest Prismen auf Teufel komm raus draufpackt, die dann in einer OP enden.

Liebe Augenärzte frohlockt nicht zu früh, von Euch verlange ich, dass Ihr Euch nicht verhaltet wie die berühmten drei Affen Ohren zu, Mund zu und Augen zu und durch! Sonst landen die Betroffenen (Kinder) mit ihrem asthenopischen Beschwerden beim Hausarzt und der verschreibt Ritalin.

Da fällt mir (humoristisch betrachtet) nur noch der Buchbinder Wanninger ein aber den kennen vermutlich nur noch die Älteren oder Bayern?
Juhu


 
Veröffentlicht : 26.01.2008 11:41
(@Dieter)
Beiträge: 0
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Hallo AkkoStrabo,

nicht nur die Augen können Auslöser für vergleichbare Beschwerden sein, da gibt es noch nicht abgebaute frühkindliche Reflexe oder Ernährungsmängel oder die Gesellschaft mit ihrer rein monetär getriebenen Reizüberflutung.
Zwinkert
Gruß,
Dieter


 
Veröffentlicht : 26.01.2008 11:46
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo AkkoStrabo,

ich kann Deine Begriffe sicher verstehen, aber im Deutschen Sprachgebrauch haben wir den Strabismus als Muskelfehler= Krankheit festgesetzt, der nur von Augenärzten behandelt werden darf.

Es ist einfach nicht sinnvoll, den Strabismus in die Augenoptik zu bringen, wir Augenoptiker dürfen keine Krankheiten behandeln.

Der Unterschied zwischen Tropien und Phorien muß bleiben.


 
Veröffentlicht : 26.01.2008 12:29
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