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Widersprüchliche Diagnosen

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(@AgnesMaria)
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Nach dem Motto "Viele Köche verderben den Brei." Lach...

Nein, nein... das ist hier schon anzuraten.

An Malan....

Es ist gut, wenn eine OP mit Prismenaufbau so geholfen hat, es ist nicht gut, wenn es nicht klappt, und das ist leider in "meiner Praxis" und auf "meiner Station" und in "meinem OP" leider, leider das häufigere....ich kann nichts dafür....

Ich musste schon revidieren, nicht meine eigenen, nein, um Gotteswillen, aber von anderen und das ist weniger schön...

Und wenn dann aus einer dekompensierten Mikroesotropie mit Prismenaufbau und Schiel-OP eine Mikroexo wurde und man nun nicht mehr weiß, wie meine seine alte eingefahrene Korrespondenz wieder aufbauen soll und ständig unter Beschwerden leidet und ich soll das holter di polter wieder hinbekommen...kann ich Wunder vollbringen? Wieder nein.. kann ich nicht.

Es sammelt sich bei mir. Deswegen mahne ich eher zur Vorsicht und dreimal draufschauen lassen oder viermal oder mehr... Lieber einmal zuviel als zuwenig. Eine OP ist eine OP und manchmal eine zuviel. Ich denke an das Narkoserisiko, die möglichen Entzündungen, die Vernarbungen, die Verklebungen die Augenbeweglichkeitseinschränkungen usw.usf.

Ich halte dafür meinen Kopf hin und der Staatsanwalt kann sich an mir abreagieren wenn ich mal einen Fehler mache. Die Augenoptikermeister und -Optometristen trifft es nicht. Das sind medizinische Laien. Die dürfen soviel wie sie können. Ich -a b e r - nicht. Das ist der riesige Unterschied. Das kann keiner wegreden!

Da können von mir aus die doch da reden" Man muss eben zwei oder drei Schiel-OP's erst mal abwarten bis man sagen kann es ist eine Mikrotropie oder FD II/6" Das geht mir glatt am Popo vorbei...Was denken die sich eigentlich? Das ich für Sie das Risiko einer Fehldiagnose und Fehl-OP trage?

Da denken doch einige, sie sind mit mir auf einer Stufe. Ist weit gefehlt, was die Gesetzgebung in Deutschland betrifft Nur die Ärzte sind allein betroffen und allein nur Sie sind verantwortlich. Ich hätte es gern manchmal anders. Ernsthaft.

LG

A.M.

P.S. Keiner kann sich vorstellen wie es ist, gegen einen Kollegen vor einem Gericht auszusagen...der Patient geht an einem vorbei, die gegnerische Partei und man weiß ganz genau wie es ausgehen wird und man ist doch immer der gelackmeierte dabei... egal wie es kommt, nur weil irgendeiner einem A... und O... blindlings vertraute.... Ich habe das erleben dürfen und ich habe wirklich nicht noch einmal große Lust darauf.


 
Veröffentlicht : 04.03.2008 21:23
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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AgnesMaria schrieb

Da können von mir aus die doch da reden" Man muss eben zwei oder drei Schiel-OP's erst mal abwarten bis man sagen kann es ist eine Mikrotropie oder FD II/6" Das geht mir glatt am Popo vorbei...Was denken die sich eigentlich? Das ich für Sie das Risiko einer Fehldiagnose und Fehl-OP trage?

.

Und genau das habe ich auch schon zu hören bekommen Man muss eben bis zu vier OP's machen lassen, dann könne man erst davon reden, dass wirklich Mikrostrabismus vorliegt und es mit der voll sensorischen MKH sein lassen. Und das, wo die Operateure in Deutschland überlaufen sind und fast alle in der nächsten Zeit aufhören....nee, nicht mit mir. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass es einige Wenige gibt, die weit vorher die Diagnose Mikrostrabismus stellen können und Prismen dann vorsichtig dosiert verschreiben, dass man eben NICHT in eine OP rauscht, bei der dann eh nur das wegoperiert wird, was die Prismen zum Entgleisen gebracht haben. Und nach der OP hat man doch eh den Status quo von vorher wieder, also Seine Mikroanomalie (gleicher WInkel!) und sein ARK. Auch das kann man nicht wegzaubern, auch wenn mir schon erzählt wurde, das ginge, z. B. mit VT.... Errötet Es wird einem so viel erzählt, und als hilfesuchender Laie klammert man sich an jeden Strohhalm und macht mit. Ich habe Jahre gebraucht, um mir das Wissen anzueignen, das ich jetzt habe, und bin immer noch Laie. Aber meinen Instinkt und mein Gefühl und meinen eigenen Verstand - darauf vertraue ich immer noch. Und ich glaube nur noch das, was man mir schlüssig erklären kann. Das konnten bisher einige wenige, und denen vertraue ich Zwinkert

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 15:51
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Dann verstehe ich aber nicht ,dass auch Augenärzte nur ihren Messungen vertrauen, selbst wenn die Diagnose Mikrostrabismus lautet. Und ich meine keinen unbekannte Augenarzt.


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 18:03
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Nun, das sind zwei Paar Schuhe Die richtige Diagnose stellen ist die eine Kunst, die richtige Behandlung einleiten ist die zweite Kunst....

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 18:36
(@gollimoppel)
Beiträge: 10
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Themenersteller
 

So, edit

War heut ja wie gesagt bei einem "neutralen" Optometristen.
Dieser hat jetzt die erste Diagnose bestätigt. 15 Prismendioptrien auf beiden Seiten.

Habe ihm dann auch meine komplette Geschichte erzählt und gefragt, was er von der damaligen zweiten Messung beim Augenarzt hält. Er meint, die dort angewandte Methode mit dem Prismenvergleichsglas (dieser lange Glasstab) wurde vielleicht vor 50 Jahren angewandt und liefert keineswegs den kompletten Winkel.

Seiner Meinung nach wäre die beste Methode für ca 10 Wochen eine Prismenbrille zu tragen und danach mit einem Training für den Augenmuskel anzufangen. Dies soll dazu beitragen, dass mein linkes Auge wieder den richtigen "Fleck" auf der Netzhaut benutzt (irgendein lateinischer Name mit V, konnte den nicht genau verstehen). Dies soll dann sogar soweit führen, dass ich bei richtiger Anwendung dieses Trainings am Ende komplett ohne Prismenbrille leben könnte. Laut seiner Aussage hat genau diese Verfahren bei seinem Sohn gut funktioniert.

So, nun seit ihr wieder am aktuellen Stand der Dinge Zwinkert

PS An der Atlastherapie bin ich auch dran.

mfg gollimoppel


 
Veröffentlicht : 06.03.2008 15:40
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Soso, neutraler Optometrist......

...verkauft Dir erst teure Prismen um den Winkel groß werden zu lassen und anschließend verkauft er Dir teures Visualtraining, um den Winkel wieder wegkompensieren zu können. Viel Spaß!

Und schimpft auch noch pauschal auf die Augenärzte......

Und wenn Du wirklich Mikroschielen hast, läufst Du mit dem VT Gefahr, einen irreversiblen Horror fusionis zu bekommen. Auch hier viel Spaß und Erfolg.

Bild Dir Deine Meinung und mach Dich schlau und klug - mehr kann ich Dir nicht raten. Klingt jetzt bissig und hart, ist es auch, aber nicht gegen Dich. Du bist nur mal wieder ein Laie, der Hilfe sucht, und Opfer wird. Ging mir auch so, bis ich es besser wusste.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 06.03.2008 19:13
(@AkkoStrabo)
Beiträge: 171
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gollimoppel schrieb

Dies soll dazu beitragen, dass mein linkes Auge wieder den richtigen "Fleck" auf der Netzhaut benutzt

Das klingt sehr nach ANK, bin mir nur nicht klar, ob der Optometrist überhaupt weiss, was das bedeutet.


 
Veröffentlicht : 06.03.2008 19:24
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

AkkoStrabo schrieb

Das klingt sehr nach ANK, bin mir nur nicht klar, ob der Optometrist überhaupt weiss, was das bedeutet.

Denke ich nicht. Mit MKH kann man viel messen, was aber misst man da genau? FD? Bei Strabismus? Wenn's nicht so traurig wäre könnte man wenigstens darüber lachen. Aber das Lachen ist mir längst vergangen.

Wenn man einen Strabismus für eine FD hält, da kann man nur noch den Kopf schütteln. Wo sind wir bloß hingeraten? Wenn das Haase wüßte, der würde sich in seinem Grab umdrehen. Oh Gott!


 
Veröffentlicht : 06.03.2008 21:35
(@malan)
Beiträge: 99
Estimable Member
 

Kerstin Harms schrieb

Bild Dir Deine Meinung und mach Dich schlau und klug - mehr kann ich Dir nicht raten. Klingt jetzt bissig und hart, ist es auch, aber nicht gegen Dich. Du bist nur mal wieder ein Laie, der Hilfe sucht, und Opfer wird. Ging mir auch so, bis ich es besser wusste.

kerstin trifft den nagel auf den kopf. das wurde in der vergangenheit immer wieder geschrieben (auch von mir) und ich kann es immer noch zu 100% unterschreiben. wir alle hier können nur plädoiers abgeben und vor offensichtlich unsinnigem warnen. urteilen muss du selbst.

zum vorschlag des optikers sehe ich auch kritisch. fragen wir seinen sohn mal wieder wenn er mitte 30 ist. irgendwann wird ihm die kraft ausgehen, das beim visualtraining erlernte den ganzen tag umzusetzen und die choose geht von vorn los.

und was passiert, wenn du dich an die 30 prismen (das ist in der brille richtig viel !!!) schnell gewöhnst, das mit dem visualtraining aber nicht hinhaut? denk das bis zu ende durch ehe du entscheidest.

viele grüße,

michael


 
Veröffentlicht : 08.03.2008 15:29
(@malan)
Beiträge: 99
Estimable Member
 

AgnesMaria schrieb

An Malan....

Es sammelt sich bei mir. Deswegen mahne ich eher zur Vorsicht und dreimal draufschauen lassen oder viermal oder mehr... Lieber einmal zuviel als zuwenig. Eine OP ist eine OP und manchmal eine zuviel. Ich denke an das Narkoserisiko, die möglichen Entzündungen, die Vernarbungen, die Verklebungen die Augenbeweglichkeitseinschränkungen usw.usf.

vielleicht haben sie einen blick in meinen erfahrungsbericht geworfen. mit diesen dingen habe auch ich im vorfeld natürlich gründlichst gehadert.

aber das problem beginnt ja nicht bei der op (sachgemäße ausführung vorausgesetzt). diese baut die prismen doch platt gesagt sozusagen nur fest ein. das risiko der irreversibilität in gang gesetzter prozesse besteht doch offenbar schon früher, wenn die prismen noch in der brille sind.

wenn ich sie richtig verstehe kommen sie in vielen fällen erst zum zug wenn man schon weiß, dass der falsche weg eingeschlagen und mit einer früheren op womöglich noch zementiert wurde.

aber welchen rat würden sie jemandem geben der sich an der schwelle zu einem prismenwert befindet, den der durchschnittmensch nicht mehr dauerhaft in form von glasbausteinen mit sich herumschleppen möchte? er merkt, dass ihm die prismen temporär gut tun, steht aber nach 2-4 wochen wieder ratlos da. in meinem fall war das nicht anders, zum glück hat es tatsächlich irgendwo aufgehört. aber bis dahin war es auch für mich eine entscheidung nach dem motto "no risk, no fun".

ich fürchte, ich kenne die antwort schon (?) zu jemandem gehen, der sich mit so was auskennt. aber wie erkennen? und außerdem haben wir offenbar viel zu wenige davon.

irgendwie komme ich immer wieder zu o.g. rat "mach dich schlau und werde selbst zum manager deines problems". aber damit können viele irgendwie nicht so recht was anfangen. nur - den "wasch mich aber mach mich nicht nass" weg sehe ich irgendwie auch nicht.

viele grüße,

michael

@gollimoppel das bezieht sich jetzt nicht direkt auf dich. ich habe den eindruck, dass du genau das machst meinungen zusammentragen und feedback dazu abholen.


 
Veröffentlicht : 08.03.2008 16:13
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Oder ganz sein lassen. Also ich habe es jetzt einfach ganz sein gelassen. Ich denke ich sehe jetzt wieder nur einäugig. Kann mir aber meine Doppelbilder nach wie vor herzaubern. Räumlich habe ich schon nach ein paar Tagen mit Prismenbrille nciht mehr gesehen (ohne ja sowieso nicht). Ich lebe damit. Klar habe ich Probleme. Bekomme vielleicht schneller Kopfschmerzen, kann im Nahbereich echt nichts erkennen (bräuchte dann vielleicht mal wieder eine ungeliebte Bifokalbrille, was weiß ich), alles Dinge die MIT Prismen besser waren. Ich war aber schon bei 8, mir wurde vorhergesagt, dass die Prismen weiter und weitersteigen würden. Die OP wurde mir auch vorhergesagt. Und dann? Wie bei Kerstin? Für mich war die Notbremse das beste was ich tun konnte um mich nicht in irgendeine Mühle zu begeben aus der es dann keinen Ausweg mehr gibt.


 
Veröffentlicht : 09.03.2008 17:27
(@gollimoppel)
Beiträge: 10
Active Member
Themenersteller
 

Richtig, malan, genau das mache ich hier.
Meinungen sammeln, um für mich besser entscheiden zu können.
Deshalb danke ich bis jetzt schon mal allen die sicht an diesem Thema beteiligen!!! Applaus

Wies allerdgins weitergeht kann ich nicht genau sagen.
Habe mir jetzt folgenden Plan zurecht gelegt

Zuerst mal einen erfahrenen Atlastherapeuten suchen und diese Therapie mal ausprobieren.

Sollte dies nichts helfen werde ich mich auf die Suche nach einem Strabologen, der sich bestenfalls auch mit der MKH Methode auskennt (so wie Kerstin es vorgeschlagen hat), um genau abklären zu lassen ob es sich um einen Strabismuns handelt oder doch um eine WF.

Sollte es sich tatsächlich um eine WF handeln muss ich mir noch genau überlegen, was und vor allem wann ich etwas machen lasse. Bin momentan mitten in meinem Biochemiestudium. Da gibts sehr viel zu mikroskopieren, was ich mir mit einern Prismenbrille nicht gerade leicht vorstelle.

So, das ist hoffentlich der "Masterplan" Zwinkert

Ihr dürft aber gerne noch weitere Anregungen und Meinung einbringen.

Schönen Tag an alle

mfg gollimoppel


 
Veröffentlicht : 10.03.2008 11:55
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