Hallo zusammen,
seit ca. 4 Monaten leide ich nun schon unter extremen Verspannungen im rechten Auge. Vielleicht kennt ihr das ja auch, das kann einen wirklich wahnsinnig machen mit der Zeit -(
Ich habe das Gefühl als würde jemand tief im Auge an einem Muskel zerren und ich habe einen unheimlichen Druck auf dem Auge. Teilweise denke ich schon mir würde das Auge bald rausspringen.
Dazu kommt noch eine starke Verspannung im Bereich Nacken/Schulter und ein ständiger Reiz im Auge. Das Auge ist sehr trocken und es fühlt sich an als hätte ich Sand im Getriebe 
Ich war bereits bei 4 Augenärzten + dem Chef der Augenklink in der Uniklink Düsseldorf. Zuerst wurde vermutet das ich eine Lederhautentzündung habe, worauf mir Antibiotika und Cortison verordnet wurde. Nachdem ich beides drei Wochen lang brav eingenommen hatte und sich keine Besserung einstellte, wurde ich weiter untersucht. Mit dem Ergebnis das ich an keiner Augenkrankheit leide und sehr gut sehen kann. Das ist zwar schön zu wissen, hilft mir aber bei meinen Beschwerden nicht weiter. Nach Anraten der Augenärzte bin ich dann zum Neurologen. Obwohl ich dem Augenarzt gleich deutlich gesagt habe, das ich mir die Schmerzen mit Sicherheit nicht einbilde. Es wurde dann beim Neurologen natürlich auch nichts gefunden.
Zum Glück habe ich einen Bericht über Winkelfehlsichtigkeit gefunden, ansonsten wäre ich nie darauf gekommen. Keiner der Augenärzte hat je etwas davon erwähnt. Nun war ich vor ca. 3 Wochen bei einem Optiker und habe den MKH Test durchführen lassen. Er ergab ein Prisma von +1,0 auf dem rechten Auge. Mir wurde auch eine prismatische Brille angefertigt, die ich nun seit ca. 1 Woche trage. Ich trage die Brille wirklich regelämäßig und den ganzen Tag über. Trotzdem haben sich die Beschwerden überhaupt nicht verbessert. Es ist genauso wie ohne Brille. Muß ich mich erst länger an die Brille gewöhnen? Die Optikerin sprach davon das sich meine Augen erst an die Brille gewöhnen müßte und ich nicht erwarten solle, das alle Beschwerden übermorgen weg seien würden. Wie lange es dauern würde sagte sie leider nicht. Ich hätte wohl fragen sollen, aber das habe ich wohl vergessen. Was meint ihr dazu? Sollte es nach einer Woche besser sein oder bin ich bloß zu ungeduldig?
Conny, könntest du die ganze Verordnung aufschreiben sph cyl cm/m(Prisma)
Wie alt bist du? Wie bist du auf deinen Optiker gekommen?Hast du schon vorher Brille getragen?
Ich bin 25 Jahre und habe vorher noch nie eine Brille getragen.
Die Optikerin stellte zusätzlich eine sehr schwache kurzsichtigkeit bei mir fest. Sie sagte das man normalerweise bei diesen Werten noch keine Brille benötigt, aber das es Sinn machen würde das auch gleich auszugleichen wenn ich sowieso eine Brille tragen müßte.
Das sind meine Werte
R Sph -0,25 Cyl -0,75 A 3 Pr +1,00 B 360
L Sph -0,50 Cyl -0,25 A 91 Pr +1,00 B 180
Danke Conny für die Werte ...
Alleine die Werte ohne Prisma bereiten schon manchem Probleme in der Gewöhnung. WF-Sichtigkeit sowieso.Ich würde schon noch 1-2 Wochen warten.Was mich wundert ist die Aussage, daß man "solche Werte nicht benötigt"...gerade wenn schon Probleme exsistieren, sollte man korigieren was man findet.
Solltest du dir über die Qualität der Messung Sorgen machen, so würde ich (nach weiteren 1-2 Wochen und´keiner Besserung) eine zweite Meinung einholen. bei www.ivbv.org kannst du eine Liste von MKH Anwendern finden,es gibt aber natürlich noch mehr als wie auf dieser Liste stehen...
Ich finde eine zweite Meinung immer hilfreich. Bitte warte aber damit noch , denn Sehen zu begreifen fällt unseren Gehirnen schwer und muß sich entwickeln...daher vorerst der Rat WARTEN!
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Gruß aus Mannheim
Matthias
Danke erst mal für deinen Rat.
Die Optikerin meinte das ich nicht sehr stark kurzsichtig bin und wenn ich z.b. zum Sehtest für den Führerschein gekommen wäre, hätte ich ihn ohne Brille bestanden. Das wollte sie damit sagen.
Ich habe auch überhaupt nicht das Gefühl schlecht sehen zu können. Damit hatte ich noch nie ein Problem. Vielmehr macht mir das Muskelzerren im Auge zu schaffen.
Findest du meine Werte hoch? Ich kenne mich da ja überhaupt nicht aus und kann mich nur auf die Aussagen der Optikerin verlassen. Sie sagte das meine Winkelfehlsichtigkeit nicht sehr stark ist. Besagte Optikerin steht übrigens auch auf deiner Liste und ich hatte eigentlich auch das Gefühl das sie weiß was sie tut und Ahnung davon hat.
Hallo, Conny
in Deiner Beschreibung sind mir einige Punkte unklar.
1) Beschwerden erst (!) seit 4 Monaten und sehr stark. Dies muss nicht unbedingt auf WF "alleine" hindeuten, auch wenn es in diesem Forum nahe liegt. Oder gibt es schon länger typische Beschwerden darüber hinaus? Wurde bei der Kollegin eine Anamnese durchgeführt ?
2) Die Kurzsichtigkeit ist zwar gering, aber sollte zu einer deutlich besseren Sehschärfe führen, ist dies der Fall? Wurde die Kurzsichtigkeit von keinem der früheren Untersucher festgehalten?
Gibt es neben dem weiter bestehenden massiven Druckgefühl um die Augen evtl. andere Begleitumstände, die sich spürbar geändert (verbessert) haben? Eine WF-Korrektion sollte gerade bei diesen Beschwerden zumindest kurzfristig sehr rasche positive Veränderung bewirken, wenn hier die Ursache ist, bzw. die Korrektion gut ausgeführt wurde.
Aber auch wenn sich keine spontane Besserung ergbt, ist es richtig mind. vier bis sechs Wochen abzuwarten und erst dann eine zweite Korrektionsmessung auszuführen. Sollte sich der Zustand langsam bessern, wartet man idealer Weise sogar besser drei Monate ab. Allerdings empfehle ich meinen Kunden immer eine erste Statuskontrolle nach sechs Wochen (ohne Neuvermessung), bei der man eine vergleichende Anamnese erhebt und die Brille anhand der Teste in Ferne und Nähe kurz einem reinen Kontroll-Scheck unterzieht. Hier zeichnen sich oft später aufgreifbare Tendenzen ab, gerade wenn die erste Messung unbefriedigend blieb.
Vordergründig wird in diesem Fall zwar das Beschwerdebild der Auslöser zur Messung gewesen sein, aber eine Korrektion von Bildlagefehlern hat in erster Linie immer eine visuelle Leistungsverbesserung zum Ziel und nicht die Beschwerdebeseitigung! Dies darf bei allen positiven Erfahrungen mit der MKH letztlich auch nicht vergessen werden.
erst seit 4 Monaten ist gut. Ich bin ganz schön stark eingeschränkt durch die Probleme mit den Augen. Ich bin selbstständig und bin finanziell drauf angewiesen arbeiten zu können. Das ist mir momentan aber nur sehr eingeschränkt möglich, da mich die Arbeit am Bildschirm unglaublich anstrengt.
Zu deinen Fragen Ich leide seit ich mich erinnern kann an einer sehr starken Lichtempfindlichkeit. Das ging sogar soweit ich das bei Schnee eine Sonnenbrille tragen muß, weil ich das grelle Reflektieren des Schnee´s sonst nicht aushalten kann und Kopfschmerzen bekam. Allerdings konnte ich damit immer umgehen und es belastete mich kaum.
Es fing vor ca. 4 Monaten an sehr schlimm mit dieser Lichtempfindlichkeit zu werden. Das kam von einem auf den anderen Tag, begleitet mit diesem extrem starken Muskelzerren im rechten Auge. Teilweise hatte ich auch ein flimmern von den Augen. Es wurde zunehmend immer anstrender für mich am Bildschirm zu arbeiten. Ich hatte richtig das Gefühl das sich die Augen stark anstrengen zu müßen, um überhaupt arbeiten zu können. Dazu habe ich auch noch Kopfschmerzen, aber immer nur in der rechten Kopfhälfte oberhalb des rechten Auges. Das Auge scheint aber abgesehen von der Winkelfehlsichtigkeit gesund zu sein. Es wurde mehrmals mit Ultraschall untersucht und auch die Netzhaut wurde getestet und untersucht. Es war nichts auffälliges zu finden.
Eine Anamnese wurde gemacht. Die Optikerin fragte mich bei meinem Besuch sehr genau nach meinen Beschwerden. Ich mußte auch einen Fragenbogen ausfüllen in dem nach typischen Beschwerden bei Winkelfehlsichtigkeit gefragt wurde.
Die Kurzsichtigkeit wurde auch von den anderen Augenärzten festgestellt. Sie waren aber alle der Meinung, dass ich bei diesen geringen Werten keine Brille benötige. Ich habe wie gesagt auch wirklich nicht das Gefühl, dass ich schlecht sehen könnte. Ich kann auch ohne Brille wirklich alles problemlos lesen oder auch in der Ferne alles erkennen.
Was sich allerdings mit dem Tragen der Brille gebessert hat, ist die Lichtempfindlichkeit. Zuvor hat mich der Bildschirm geblendet, das ist nun vollkommen weg. Das ist mir auch erst heute augefallen, jetzt wo ich drüber nachdenke. Darüber bin ich nun natürlich schon mal sehr froh. Aber ansonsten ist leider alles beim Alten geblieben und ich leide immer noch unter den gleichen Beschwerden.
Hallo, Conny noch auf?
Ich verziehe mich jetzt schnellsten. Deine Antwort beruhigt mich übrigens sehr!
Evtl. brauchst Du wirklich erstmal noch etwas Zeit für die Eingewöhnung. In welchem Alter bist Du?
Nachtrag Eine gute Nacht hätte ich jedenfalls noch wünschen können - Alles Gute!
Deine Werte sind nicht hoch aber gerade bei Prismen sagt der Wert nichts über die Beschwerden aus. Manche leiden sehr und haben nur vermeindlich geringe Werte...andere können 10 Prismen ohne jegliche Probleme zumindestens mittelfristig ertragen. Es bleibt also abzuwarten ob sich dein Zustand verbessert,was , wenn er duch Winkelfehlsichtigkeit ausgelöst wurde,passieren sollte. Engmaschige Kontrollen sind aber sicherlich sinnvoll.
Hallo,
ihr habt euch so nett um mich gekümmert und mich ein bischen aufgebaut, deshalb möchte ich euch auch nun 3 Wochen später nochmals berrichten.
Nachdem ich meine Prismenbrille nun ca. 4 Wochen trage, geht es mir deutlich besser.
Das Brennen und Tränen des Auges ist komplett verschwunden. Der Druck auf dem Auge ist ebenfalls verschwunden. Die Verspannung im Nacken und im rechten Auge ist sehr viel besser geworden, aber leider ist beides noch nicht ganz weg. Momentan könnte ich es als sehr unangehnemes Gefühl bezeichnen, aber es ist nicht mehr unerträglich. Ich kann nun wieder mehrere Stunden problemlos am Bildschirm arbeiten, was vorher kaum noch möglich war. Lediglich am Abend nach 8 oder 9 Stunden intensiver Bildschirmarbeit treten die Beschwerden wieder vermehrt auf. Allerdings halte ich das noch für relativ normal, da so lange Bildschirmarbeit ja sowieso nicht grade gesundheitsfördernd ist
Und wenn ich dann damit aufhöre, wird es auch sehr schnell wieder besser.
Ich hoffe nun sehr das sich die restlichen Beschwerden auch noch verbessern bzw. das sie wieder komplett verschwinden.
Hallo, Conny
danke für Deine Rückmeldung.
Es mag sein, das diese Brille Dir nicht alle Befindlichkeiten nimmt, aber die Resonanz ist jetzt ja deutlich positiv, prima!
Ich würde Dir raten, nach ca. sechs Wochen Tragezeit Deine Erfahrungen mit Deiner Augenoptikerin durchzusprechen. Sicher gibt sie Dir einen weiteren guten Rat.
Hallo Conny!
Was du alles beschreibst klingt für mich sehr verdächtig nach einer typischen Exophorie (dh. einem Außenschielen) mit einer Pseudomyopie (dh. einer Kurzsichtigkeit, die eigentlich gar nicht da ist) und du solltest dich schleunigst bei einer Orthoptistin untersuchen lassen!
Haben die augenärzte, die dich untersucht haben, dich auch eingetropft zur Bestimmung der Brillengläser. Wenn nicht, dann ist das ein großer Fehler, denn dies ist unumgänglich und sollte immer gemacht werden. Daher ist in solchen Fällen eine Besorgung einer Brille nur bei einem Optiker nicht zu raten, da diese nicht tropfen dürfen!
Eine Prismenbrille von +1 Ppdt bds. hat dir geholfen? Es gibt kaum Esophorien (dh. latentes innenschielen), die Beschwerden machen, nochdazu solche, wie du sie beschrieben hast.
Ich habe viel mit Patienten zu tun, die ähnliche Probleme haben wie du und ich würde dir wirklich ganz ganz dringend raten, dich von einer Orthoptistin untersuchen zu lassen!
Lg, Ulrike (Dipl. Orthoptistin)
Liebe Diplom-Ulrike,
Warum versuchst Du madig zu machen, was den Leuten geholfen hat?
Wenn die AHK so klasse ist, warum arbeiten AAs dann offenbar auch nicht wirklcih eng mit Orthoptistinnen zusammen? Welcher Normalsterbliche kennt denn den Beruf der Orthoptistin?
Und warum soll Conny jetzt wieder an dem rütteln, was ihr nach einer Odyssee von Gelaufe endlich geholfen hat?
Dies hier ist keine Sekte, aus der man die Leute rausbekehren muß!
Und hier schreiben auch Orthoptistinnen mit, die kooperativ sind und nicht alle vor den bösen "Wolff-Jüngern" warnen müssen.
Vielleicht findest Du ja doch noch nen kooperativen Weg, der für alle was bringt, als wieder Verunsicherung!
Nachtrag
ZitatEs gibt kaum Esophorien (dh. latentes innenschielen), die Beschwerden machen, nochdazu solche, wie du sie beschrieben hast.
Ich habe viel mit Patienten zu tun, die ähnliche Probleme haben wie du und ich würde dir wirklich ganz ganz dringend raten, dich von einer Orthoptistin untersuchen zu lassen!
Mag sein, dass es diese Esos KAUM gibt, aber es gibt sie, ich bin ebenfalls eine davon. Und zwar genau solche Beschwerden, wie Conny sie beschreibt.
Zeig mir die Orthoptistin, zu der man dringend einfach mal so hingehen kann...ich kenne keine Praxis für Orthoptistik...
Der Rat, sich also schleunigst mal zu einer Orthoptistin zu begeben ist von daher schon ziemlich dämlich...
Und wenn Ihr Orthoptistinnen doch so tolle Helfer seid, WO bitte bleibt dann eigentlich Eure Öffentlichkeit/Aufklärung?
Ihr habt doch viel mehr Lobby, da müßte doch was gehen!?
*aufreg*
Hallo, Ulrike (Arwen24)
Zitat
Haben die augenärzte, die dich untersucht haben, dich auch eingetropft zur Bestimmung der Brillengläser. Wenn nicht, dann ist das ein großer Fehler, denn dies ist unumgänglich und sollte immer gemacht werden. Daher ist in solchen Fällen eine Besorgung einer Brille nur bei einem Optiker nicht zu raten, da diese nicht tropfen dürfen.-----
Meinst Du das im Ernst?
Seit wann ist eine exakte Augenglasbestimmung nur unter Zycloplegie möglich?. Seit undenklichen Zeiten prüfen Augenoptiker ohne Mydriatika und kommen auf sehr gute Ergebnisse, vor allem verträgliche Brillen. Wenn ich schon von den Kunden/Patienten höre, die sagen, ja, der Arzt hat +5,0 gemessen, aber da ich getropft war, hat er nur 4,0 verordnet. Diese Schätzwerte führen nur dazu, daß wir AO immer wieder solche Verordnungen verbessern müssen, weil die Leute nicht zurechtkamen mit der entsprechenden Brille.
Um Myopie zu messen ist erst recht kein Tropfen nötig. Erfahrene Refraktionisten fallen nicht auf Überkorrektur rein.
Lasse die Augenprüfung bitte ein reines optisches Verfahren sein, es hat nichts, aber auch gar nichts mit Medizin zu tun.
Zum Weiteren gibt es viele Menschen, die diese Medikamente nicht vertragen.
Gruß
Eberhard Luckas
Hallo Ulrike,
zunächst einmal herzlich willkommen im Forum.
Ich finde es dringend notwendig, dass die unterschiedlichen Berufsgruppen am Austausch teilnehmen. Dass dabei die Meinungen aufeinanderprallen, ist nur gut, wenn man etwas lernen will. Hauptsache, die Diskussion läuft trotzdem sachlich und in gegenseitigem Respekt ab.
ZitatOriginal erstellt von Arwen24
Eine Prismenbrille von +1 Ppdt bds. hat dir geholfen? Es gibt kaum Esophorien (dh. latentes innenschielen), die Beschwerden machen, nochdazu solche, wie du sie beschrieben hast.
Trotz bester Korrektur glaube und hoffe ich, mich verlesen zu haben. Meinst du vielleicht, dass es kaum *kleine* Esophorien gibt, die Beschwerden bereiten? Oder dass es kaum kleine Esophorien gibt (weil die meisten Esos größer sind)?
Wie auch immer sind sowohl die Sehschule meiner ehemaligen Augenärztin als auch die der Göttinger Uniklinik anderer Meinung.
Die erstere war bereit, mir 5 gemessene Prismen zu verordnen, zweitere hätte mir die 12 gegeben, die einige Zeit später gemessen wurden. Die AA, die ich zwischendurch aufsuchte, verschrieb ebenfalls 10.
Bekommt man diese Verordnungen, weil die AAs und Sehschulen so gerne Zettel ausfüllen oder machen sie das vielleicht aus der Erfahrung heraus, dass Prismen auch bei kleinen bis mittleren Esophorien helfen können?
Übrigens ist nach dem Prismentragen genau das eingetreten, was alle inklusive meiner selbst befürchtet hatten die Werte stiegen an, und das, obwohl ich zuerst nur Prismen-Teilkorrektionen getragen hatte. Inzwischen glänze ich mit 22 Keilen.
Zugegebenermaßen nicht ohne Nebenwirkungen Die eine ist, dass nun auch meine Umgebung etwas schief guckt, und zwar auf meinen Optiker, der sich doch wohl verrechnet haben muss bei der Randdickenbemessung. Die andere Nebenwirkung ist, dass der Prismenaufbau mich eine Stange nicht vorhandenen Geldes, viele Stunden an Arbeitsausfällen und somit auch einige Geduld kostet.
Trotzdem möchte ich lieber noch ein paar cm drauflegen (am allerliebsten abschneiden) als in den Urzustand zurückzukehren.
Gruß,
Annadie niemals gedacht hätte, dass sie sich einmal freiwillig von den geliebten KL trennen würde
alos wenn ich den letzten Beitrag von Conny richtig gelesen habe, dann steht da nicht, dass ihre Beschwerden weg sind.
Ich weiß, dass viele Augenärzte schlechte Refraktionierer sind und ich weiß auch, dass die Optiker da sehr oft wesentlich besser sind. Ich will auch nicht über die anderen Berufsgruppen schimpfen, mit denen ich zusammenarbeite, nichtsdestotrotz gibt es das Krankheitsbild der Exophorie mit asthenopischen Beschwerden und Pseudomyopie. Es handelt sich hierbei um einen (beginnenden) Akkommodationsspasmus, da die Exophorie durch die akkommodative Konvergenz kompensiert wird. Die Folge Die Patienten zeigen eine Esophorie (! obgleich sie Exophorie sind), eine Hypoakkommodation und eine Pseudomyopie (durch den ständigen Akkommodationsaufwand). Um diesen ständigen Akkommodationskrampf zu lösen MUSS eine Tropfenuntersuchung gemacht werden!
NAtürlich heißt es nicht, dass alle, die eine Esophorie haben und eine Myopie eine überkompensierte Exophorie haben, jedoch sollte dies bei so massiven BEschwerden (die aufgrund einer Esophorie nie in solchem Ausmaß auftreten) wie bei Conny in Betracht gezogen werden. Und wenn es ihr noch immer nicht vollkommen gut geht, wieso nicht dies in Betracht ziehen und überprüfen lassen?
Lg, Ulrike
Zitat Trotz bester Korrektur glaube und hoffe ich, mich verlesen zu haben. Meinst du vielleicht, dass es kaum *kleine* Esophorien gibt, die Beschwerden bereiten? Oder dass es kaum kleine Esophorien gibt (weil die meisten Esos größer sind)?
- nein, meine ich nicht. Ich habe selbst schon Patienten Prismen verordnet bei Esophorie - selbst bei kleinen. Aber nicht gleich eine Prismenbrille, sondern zuerst Prismenfolien, um zu sehen, ob der Winkel zunimmt (um auch auf die Geldbörse des patienten zu schauen, da Prismenbrillen sehr teuer sind)
Zitat Wie auch immer sind sowohl die Sehschule meiner ehemaligen Augenärztin als auch die der Göttinger Uniklinik anderer Meinung.
Die erstere war bereit, mir 5 Prismen zu verordnen, zweitere hätte mir die 12 gegeben, die einige Zeit später gemessen wurden. Die AA, die ich zwischendurch aufsuchte, verschrieb ebenfalls 10.
Bekommt man diese Verordnungen, weil die AAs und Sehschulen so gerne Zettel ausfüllen oder machen sie das vielleicht aus der Erfahrung heraus, dass Prismen auch bei kleinen bis mittleren Esophorien helfen können?
Übrigens ist nach dem Prismentragen genau das eingetreten, was alle inklusive meiner selbst befürchtet hatten die Werte stiegen an, und das, obwohl ich zuerst nur Prismen-Teilkorrektionen getragen hatte. Inzwischen glänze ich mit 22 Keilen.
- es ist nicht ungewöhnlich, dass der :wink:el zunimmt. Es ist oft so, dass ein viel größerer Winkel 'dahinter' steckt, der dann erst hervorkommt, wenn die Patienten entspannter schauen können. Bei 22 Pdpt frage ich mich, warum du dich nicht operieren lässt? Ist doch ein Op-würdiger Winkel?
>sinnerstellend editiert, Anm. d. M.
Hallo Ulrike,
bitte nutze der Übersichtlichkeit zuliebe die Zitierfunktion des Forums, d.h. nimm den Beitrag, auf den du antworten möchtest, drücke auf das Bild mit dem Pfeil und lass den Text, den du zitieren möchtest,zwischen [*QUOTE][*B] und [*/B] [*/QUOTE]stehen. (QUOTE und B in Klammern ohne Sternchen, das muss ich hier nur einfügen, damit ich kein Zitat auslöse).
Also so
ZitatEs ist nicht ungewöhnlich, dass der :wink:el zunimmt. Es ist oft so, dass ein viel größerer Winkel 'dahinter' steckt, der dann erst hervorkommt, wenn die Patienten entspannter schauen können.
Gut, dass du das berücksichtigst. Die erste AA, die ich aufsuchte, wollte mir gar keine Prismen verschreiben. Sie hatte "nur" einen Winkel von ca. 2° gemessen und meinte, das sei nicht schlimm, denn - so die logische Beweisführung - "das hätten doch viele".
ZitatBei 22 Pdpt frage ich mich, warum du dich nicht operieren lässt? Ist doch ein Op-würdiger Winkel?
Lieber heute als morgen, aber der Winkel beliebt noch zu wachsen und ich möchte nicht, dass nach der OP noch etwas nachkommt, weil ich vorher nicht alles auskorrigiert habe.
Apropos was sind deine Empfehlungen dazu wie lange sollte der Winkel stabil sein, bevor man operiert?
Gruß,
Anna
Hallo Anna!
Der Winkel sollte, meiner Meinung nach, mindestens ein halbes Jahr bis ein Jahr stabil sein und der patientin/dem Patienten sollte es mit den Prismen subjektiv gut gehen. Wenn immer noch BEschwerden bestehen, ist ein Steigern der Prismen angesagt, wenn es dem Patient damit gut geht, dann würde ich eine Operation empfehlen und ansetzen.
EIne Frage noch Du bist betroffene Patientin - weißt du daher schon soviel darüber? Ich hab mich gefreut, dass du auf meine (wohl zugegeben manchmal etwas harten Einträge, aber man muss das, was man gelernt hat und als für richtig empfindet und anwendet auch verteidigen...) Kommentare in so positiver Art und Weise - nämlich als Kritik um über manches einfach mal nachzudenken - reagiert hast.
Lg, Ulrike