Ich zitiere AgnesMaria
"ADHS ist eine Neurotransmitterstörung."
Hier wird doch wohl eine Wirkung zur Ursache umetikettiert.
"Wir haben nur eine bestimmte Menge an biochemischen Botenstoffen im Gehirn und gut 65% des Hirnstoffwechsels werden für die Verarbeitung von visuellen Informationen benutzt. Wenn hier mehr erforderlich ist z.B. für die Kompensation einer Fixationsdisparation, ist weniger für anderes da."
Ritalin soll - so habe ich AgnesMaria verstanden - vereinfacht gesagt den Botenstoffklau in anderen Gehirnteilen verhindern.
Dann sind es aber im Sehzentrum zu wenige Botenstoffe - ich weiss nicht, was besser sein soll.
"Werden Wahrnehmungsprobleme durch Prismengläser minimiert, sind nun genügend Botenstoffe für alle Hirnbereiche vorhanden."
Wenn immer noch nicht, dann fehlt es wohl an Omega-3-Fettsäuren wegen Fettstoffwechselstörung oder falscher Ernähnung.
AD(H)S ist für mich keine Diagnose, sondern der untaugliche Versuch, einer Gruppe von Symptomen einen Namen zu geben. Das geschieht meist mittels standardisierter Fragebögen, was Objektivität vortäuschen soll. Damit kann die Sache bzw. der dahinterstehende Mensch leichter in eine Schublade geschoben und bedenkenlos die Droge Ritalin zur Ruhigstellung verschrieben werden. Wenn dies nicht hilft oder noch weiter aufputscht, ist der schulische und soziale Abstieg, der sich oft "geräuschvoll" vollzieht, vorprogrammiert.
Lieber Dieter,
auch ich stand dem Ritalin genauso vehement opponent gegenüber. Mittlerweile sehe ich es etwas anders. Mein Sohn erhält eine Minimaldosis. Damit ist unser häuslicher Teufelskreis durchbrochen, er sagt selber, es feuert nicht mehr so in seinem Kopf. Er kann sich besser konzentrieren. Trotzdem ist er noch ein ganz normales lebhaftes Kind, das lieber spielt als lernt. Zudem kommt mein Einsatz, ihm einen strukturierten Tagesablauf zu bieten, Regeln 1000 mal wie eine Gebetsmühle zu wiederholen und auf Einhaltung zu bestehen. Das ist auch für mich manchmal oberste Reizgrenze, aber ohne Ritalin wäre ich schon längst zerbrochen, denn das Kind wäre Regeln gar nicht zugänglich geworden, weil es sie gar nicht aus dem Gehörten hätte filtern können. Aber wie kann ein Kind Regeln einhalten, die so doch gar nicht akkustisch bei ihm ankommen?!?! Es gibt gute Lektüre zu ADS, mir hat das Buch Das A.D.S. Buch - neue Konzentrationshilfen für Zappelphilippe und Träumer (Dr. med. Elisabeth Aust-Claus und Dr. Petra-Marina Hammer) sehr zugesagt. Mein Kinderarzt hat es auch im Regal, wie ich gesehen habe, also kann es so schlecht nicht sein.
Anmerkung Mein Sohn ist ein komplizierter Prismenfall (intermittierender Außenschieler mit V-Schielen) und noch nicht auskorrigiert. Seit den Prismen kann ich Ritalin außerhalb der Schule komplett absetzen und ich hoffe, wenn er einmal vollkorrigiert sein bzw. operiert sein sollte, dass wir mit dem Ritalin auch wieder aufhören können.
Das Thema mit den Omega-3-Fettsäuren ist mir neu, ich werde mich einmal schlau lesen. Ich merke aber, dass ihn phosphathaltige Lebensmittel hibbelig machen. Ob die auch etwas damit zu tun haben?
Viele Grüße
Kerstin
Liebe Kerstin
Phosphate bringen oft das Säure-Basen-Gleichgewicht durcheinander. Also schon wieder etwas das die BALANCE stört.
Buchempfehlungen
Die heimliche Droge Nahrunsphosphat (Ursachen für Verhaltensstörungen, Schulversagen und Jungendkriminalitt) von Herta Hafer, ISBN 3-7785-2577-8
Schulversagen durch falsche Ernährung (Selbsthilfe bei Phosphatempfindlichkeit und Allergie) von Sabine Bernau, ISBN 3-7785-2346-5
Auch ein sehr spanndenes Thema, die Ernährung.
Herzliche Grüsse
Urs
Lieber Urs,
danke für den Tipp und damit die Bestätigung einer rein mütterlichen Beobachtung. Das Schlimmste für ihn sind Bockwürstchen (Cola darf er nicht, nur an Geburtstagen anderer Kinder, und danach habe ich meine liebe Mühe mit ihm). Was mich nur wurmt - das Kind schreit geradezu nach solchen Lebensmitteln....ich habe sie regulär gar nicht mehr im Haus. Es ist wie eine Sucht bei ihm.
Weißt Du, ich finde es sehr mühsam, dieses riesen Puzzle zusammenzusetzen und manchmal nehme ich mir fest vor, mir kein weiteres Wissen mehr anlesen zu wollen, denn das Puzzle scheint unendlich viele Teile zu haben und man muss bei solchen Kindern auf wahnsinnig viel achten. Als Alleinerziehende ohne Verwandtschaft in der Nähe ist das ein Rund-um-die-Uhr Job. Aber, wenn ich ausgepowert bin, nütze ich dem Kind auch nichts. Insofern halte ich auch immer mal wieder inne und lasse ihn einfach so "laufen". Es ist mein Kind, und die Liebe für ihn darf bei aller Wissenschaft nicht auf der Strecke bleiben. Gestern war ich mit ihm morgens joggen und anschließend sind wir ins 15 Grad kalte Wasser gesprungen. Alleine diese Zeit, die ich nur mit ihm verbracht habe, mit ganz normalen Dingen ohne "Gänglei" und Ermahnen hat ihn für den Rest des Tages zu einem ganz anderen Kind gemacht.....Zudem ist da ja auch noch eine Zwillingsschwester, die auch Aufmerksamkeit braucht, und so ein Sonntag ist immer sehr kurz.
Liebe Grüße
Kerstin
Liebe Kerstin
Das Puzzle wird immer grösser, je weiter aussen du an den „Zweigen“ suchst. Die Zweige sind die Auswirkungen. Die Ursache liegt an den „Wurzeln“.
Nochmals in aller Kürze zum optimalen Weg
Nachdem bisher periphere Störungen bestmöglich behoben wurden (KISS, WF) geht es so weiter
1. Frühkindliche Reflexe wirklich aufarbeiten.
2. Verpasste motorische und sensorische Stimulationen nacharbeiten (entsprechend dem normalen Verlauf der Entwicklung.
3. Senso-motorische und neurologische Empfindungen und deren Verarbeitung ausbalancieren.
4. Umweltfaktoren optimieren, sofern noch nicht geschehen (Ernährung, Elektrosmog, Entgiftung usw.)
5. Allfällig veränderte peripheren Störungen neu beurteilen und nachkorrigieren.
Ich weiss, es ist schwer zu glauben, dass es so einfach sein kann.
Hab Vertrauen.... insbesondere in die Fähigkeiten deines Sohnes
Urs
Liebe Kerstin,
ich kann den Ausführungen von Urs nur zustimmen.
Meine Tochter hatte im Februar 2006 eine Augenmuskel-OP, bei der ca.36 Prismen korrigiert wurden. Das war schon mal eine große Verbesserung in ihrer ganzen "Problematik". Nach der OP kam wieder das Thema Ergotherapie auf, um die neuen Seheindrücke auch gut zu integrieren. Nach einem Jahr Pause wollte meine Tochter aber absolut keine Ergotherapie mehr. Sie hat diese Therapieform mit Unterbrechungen bestimmt 4 Jahre tapfer durchgehalten. Also sah ich mich gezwungenl evtl. Alternativen ausfindig zu machen. Und wie so oft im Leben entdeckte ich zufällig im Internet eine Praxis für Mototherapie in unserer Nähe. Als ich die Indikationen für diese Therapieform gelesen hatte, war meine Entscheidung klar. Seitdem besucht meine Tochter diese Praxis mit ungetrübter Begeisterung. Dort werden die von Urs genannten Punkte 2. und 3. bearbeitet, und zwar mit viel Bewegung und Spaß, Punkt 1. ist dort sicherlich auch im Blick. Ich merke deutliche Veränderungen in vielen Bereichen und unser Alltag ist entspannter geworden. Ein interessantes Buch hierzu Bausteine der kindlichen Entwicklung von Jean Ayres. Dieses Buch hat mir endlich mal Zusammenhänge erklärt.
LG Mäxus
Hallo Mäxus,
zahlt eine Krankenkasse die Mothotherapie? Für Ergo und SI-Therapie musste ich ja schon kämpfen, und das ist Jahre her. Mittlerweile soll es noch schwieriger sein, eine Verordnung zu bekommen. Aber danke Dir für den Tipp. Und danke auch Dir, lieber Urs.
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Kerstin,
die Verordnung lautet über "sensomotorisch perzeptive und psychisch-funktionelle Behandlung". Ist bei uns fast so wie bei der Ergo-Verordnung. Ich habe den Eindruck, daß das Problem aber eher der Arzt als die Krankenkasse ist. Aber dieses Thema ist wohl allen bekannt ( .
Viele Grüße
Mäxus
"ADHS ist eine Neurotransmitterstörung."
Hier wird doch wohl eine Wirkung zur Ursache umetikettiert..
Nein, das stimmt absolut nicht.
Im Pet läßt sich das ganz objektiv nachweisen.
Ritalin soll - so habe ich AgnesMaria verstanden - vereinfacht gesagt den Botenstoffklau in anderen Gehirnteilen verhindern.
Dann sind es aber im Sehzentrum zu wenige Botenstoffe - ich weiss nicht, was besser sein soll..
Da haben Sie mich absolut falsch verstanden.
Sollte wirklich eine Neurotransmitterstörung vorliegen, gekoppelt mit starken visuellen und/oder auditiven Wahrnehmungsstörungen kombiniert mit einer assoziierten Phorie, die zum größten Teil die visuelle Wahrnehmungsstörung ausmacht oder beeinflußt, so kann eine prismatische Korrektion diese Wahrnehmungsstörungen minimieren und beseitigen und damit werden weniger Neurotransmitter für Sehaufgaben benötigt. Das erfolgt nicht in irgendeinem Sehzentrum. Für die Augen sind immer mehr Neurotransmitter vorhanden als für Magen und Darm oder das Herz etc.pp. Denn über 80% unserer Sinneseindrücke erhalten wir über unsere Augen.
Es gab da eine nette Studie von n=48 Kindern mit AD(H)S die Methylphenidat einnahmen und nach prismatischer Korrektion keine medikamentöse oder nur noch eine geringe medikamentöse Therapie benötigten.
Ich selber kenne einen Buben der in der vierten Klasse, über Tische und Bänke gehend, mit einem IQ von um die 120 auf die Sonderschule sollte. Es war ein ADS diagnostiziert worden. Ich weiß jetzt nicht wieviel genau er an Stimulanzien einnahm. Eine prismatische Korrektion brachte innerhalb 4 Wochen einen Überflieger zum Vorschein. Die Diktate waren nun nur noch 1-2 statt 5-6 usw. Er ist nun auf dem Gymnasium der Klassenbester. Schieloperiert, trägt noch immer eine geringe Korrektion und nimmt wesentlich weniger Methyphenidat. Das ist natürlich ein krasses Beispiel. Aber sowas und so ähnlich erlebe ich häufig.
"Wenn immer noch nicht, dann fehlt es wohl an Omega-3-Fettsäuren wegen Fettstoffwechselstörung oder falscher Ernähnung..
Nein, daran liegt es nicht.
Arnold LE, Kleykamp D, Votolato NA, Kontras SB, Tobin K Gammalinoleic acid for Attention-Deficit Hyperativity Disorder placebo-controlled comparison to D - Amphetamine. Biol Psychiatry, 25, 222 - 228, 1989
AD(H)S ist für mich keine Diagnose, sondern der untaugliche Versuch, einer Gruppe von Symptomen einen Namen zu geben. Das geschieht meist mittels standardisierter Fragebögen, was Objektivität vortäuschen soll. Damit kann die Sache bzw. der dahinterstehende Mensch leichter in eine Schublade geschoben und bedenkenlos die Droge Ritalin zur Ruhigstellung verschrieben werden. Wenn dies nicht hilft oder noch weiter aufputscht, ist der schulische und soziale Abstieg, der sich oft "geräuschvoll" vollzieht, vorprogrammiert.
AD(H)S ist eine Diagnose. Es gibt Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene die sehr darunter leiden mit den vielfältigsten Problemen. Wer das nicht selber erlebt hat, im Verwandten- ,Bekannten- , Freundeskreis oder in der Sprechstunde, der kann das ganz schlecht nachvollziehen.
Zur Erhebung der Diagnose gehören nicht allein irgendwelche Fragebögen. Da gehört viel, viel mehr dazu. Alle Organische Ursachen die Aufmerksamkeitsstörungen verursachen können müssen abgeklärt werden. Blutbild also, ein großer Gesundheitscheck, Herz-Kreislaufsystem muss untersucht werden. Epilepsien ausgeschlossen werden, Schlafprobleme (Schlafapnoen) HNO (Hörprobleme), Neurologe, Psychologe der auch eine IQ-Test machen sollte, denn Kinder die nicht so intelligent sind oder cerebrale Schädigungen haben können ja auch ein ADS mit Hyperaktivität oder Hypoaktivität vortäuschen, die Augen selbstverständlich auch, Ergotherapeuten die Wahrnehmungsstörungen erkennen können, die auch wegen der Einschränkungen ein ADS impliziern, wo in Wirklichkeit keines ist. usw. usf. Das kann wirklich 1 Jahr und länger dauern bis die Diagnose AD(H)S steht. Und die medikamentöse Therapie ist ja nur eine Möglichkeit. Ritalin ist keine Droge. Wer das meint hat sich mit der Wirkungsweise nicht richtig auseinandergesetzt. Hyperaktive Menschen können sich besser sammeln, angepaßter reagieren, hypoaktive Menschen dagegen erwachen aus ihrer Tagträumerei und können besser kommunizieren, sie bekommen ihr Leben besser in den Griff. Nur wer wirklich unter einer Neurotransmitterstörung leidet die AD(H)S macht, der profitiert von Stimulanzien. Die Therapieansätze sind immer multimodal. Es gehört auf jeden Fall eine begleitende Psychotherapie dazu. Eine Ergotherapie. Kinder mit Schulproblemen müssen individuelle Förderungen erhalten. Die gesamte Familie muss sich darauf einstellen und teilweise umstellen. Angefangen von einem streng reglementierten Alltag. Ein Rädchen grift in das nächste. Und man muss die familiäre Situation der Kinder sehr genau kennen. Eine Mutter die ihr Kindergartenkind den ganzen Tag jahrelang nur in der Wohnung hält und sich mit dem eigenen Kind nicht beschäftigt, dieses Kind wirkt sicher in der Kindereinrichtung hyperaktiv und aufmerksamkeitsgestört. Kann es doch nichts weil es vom Elternhaus überhaupt nicht gefördert wird.
ADS nicht gleich ADS und wer weiß wie schwer diese psychische Störung das Leben negativ prägen kann, der darf auch mitreden ob nun zeitweise oder auf Dauer eine Medikation sinnvoll ist. Ein schwer von seiner Neurotransmitterstörung Betroffener sollte genauso ohne Hintergedanken sein Ritalin erhalten können, welches sein Leben erst lebenswert macht. Oder sollte ein Diabetiker der Insulin benötigt dieses nicht erhalten, weil er auch hier einen Mangel hat?
Und noch was zur Methylphenidathysterie die von manchen Kreisen gerne praktiziert wird 2% bis 6% aller Menschen haben ein ADS. Ob nun mit Hyperaktivität, oder ohne, oder als Mischform... Das weltweit. Es gibt da wirklich sehr gute Studien dazu. AD(H)S kann sich nicht verwachsen. Gut 50% der Erwachsenen die das als Kinder hatten haben auch später Schwierigkeiten und benötigen auch weiterhin Therapien. Die anderen 50% haben Strategien entwickelt irgenwie gut durch das Leben zu kommen.
Die Uni Homburg hat viele Studien, sehr neu, publiziert und sie sind zu dem erschreckenden Ergebnis gekommen das z.B. 70% der Depressivkranken eigentlich nichtbehandelte ADS-ler sind und 17 % der Borderliner ebenfalls usw.usf. Wären die in der Kindheit richtig behandelt worden, würden Sie heute mit großer Wahrscheinlichkeit nicht daran leiden. Die Uni Homburg hat auch zwei neuen Gene für die Serotonin-Speicherung und Abbau gefunden die für die AD(H)S Problematik verantwortlich sind.
AD(H)S ist eine real exisitierende Krankheit, keine Modediagnose. Der soziale Abstieg erfogt dann wenn diese Krankheit nicht erkannt und nicht therapiert wird. Dann ist es tatsächlich vorprgrammiert.
Liebe AgnesMaria,
Sie widersprechen mir, vielleicht weil ich zu laienhaft formuliert hatte und geben mir in den Erklärungen doch wieder recht
Sollte wirklich eine Neurotransmitterstörung vorliegen, gekoppelt mit starken visuellen und/oder auditiven Wahrnehmungsstörungen kombiniert mit einer assoziierten Phorie, die zum größten Teil die visuelle Wahrnehmungsstörung ausmacht oder beeinflußt, so kann eine prismatische Korrektion diese Wahrnehmungsstörungen minimieren und beseitigen und damit werden weniger Neurotransmitter für Sehaufgaben benötigt.
Es gab da eine nette Studie von n=48 Kindern mit AD(H)S die Methylphenidat einnahmen und nach prismatischer Korrektion keine medikamentöse oder nur noch eine geringe medikamentöse Therapie benötigten.
Ich selber kenne einen Buben der in der vierten Klasse, über Tische und Bänke gehend, mit einem IQ von um die 120 auf die Sonderschule sollte. Es war ein ADS diagnostiziert worden. Ich weiß jetzt nicht wieviel genau er an Stimulanzien einnahm. Eine prismatische Korrektion brachte innerhalb 4 Wochen einen Überflieger zum Vorschein. Die Diktate waren nun nur noch 1-2 statt 5-6 usw. Er ist nun auf dem Gymnasium der Klassenbester.
Nach einer darauf folgenden langen Erklärung zu AD(H)S steht
... wer weiß wie schwer diese psychische Störung das Leben negativ prägen kann, der darf auch mitreden ...
Nun, ich weiß, wie schlecht es meinem Sohn und anderen Kindern ging, bei denen vom Arzt AD(H)S diagnostiziert und Ritalin verschrieben worden war aber eine vorhandene WF nicht erkannt oder ignoriert wurde. D. h. ich darf mitreden!
Mit Prismenbrille und Omega-3-Fettsäurekapseln geht es unserem Sohn nach nicht mal einem Monat und ohne Ritalin deutlich besser. Sogar eine positive - fast ungläubig klingende - Email seiner Klassenlehrerin bekamen wir schon.
Auf einer US Website stieß ich auf den Brief des Leiters einer Grundschule in Berlin-Steglitz
http://www.children-special-needs.org/vision_therapy/success_stories/pri...
, der an hundert auffälligen Kindern seiner Schule WF nach der MKH-Methode überprüfen ließ und bei zwei Drittel der Kinder von einer drastischen Verbesserung des Verhaltens nach Korrektur mit Prismenbrillen berichtet. Bei lediglich 3% der auffälligen Kinder wurde keine Verbesserung festgestellt!
Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob es AD(H)S wirklich gibt, wenn es in 97% tatsächlich WF ist und nur in 3% vielleicht AD(H)S.
Jedenfalls haben mir viele Eltern, mit denen ich sprach oder deren Bericht ich gelesen habe, von einer negativen Wesensveränderung nach Einnahme von Ritalin berichtet und sie waren nach wie vor verzweifelt auf der Suche nach Hilfe. Z. B. im AD(H)S-Forum von http://www.dr-gumpert.de/
Dort lese ich zur „AD(H)S-Diagnose“ - leider in der Reihenfolge weit hinter sonstigen monatelangen Beobachtungen „ ... Auch eine körperlichen Untersuchung zum Ausschluss von Augen- und Ohrenerkrankungen, ...“.
Wenn aber genau diese körperlichen Untersuchungen eine WF und/oder einen Omega-3-Fettsäuremangel aus Unwissenheit oder Ignoranz verneinen, dann bestreite ich lieber, dass es AD(H)S gibt und verschaffe den 97% eine Hilfe mit Brille. Oder anders ausgedrückt, lieber 3% Fehldiagnosen als 97% Fehldiagnosen!
Ich bin wütend, weil den Ärzten seit Jahren die Diagnose akkommodativer konvergenter Strabismus - wie wir heute wissen – bei unserem Sohn bekannt war und wir nicht informiert wurden. Erst ein völliger Laie gab uns den richtigen Tipp zu WF.