Hallo zusammen,
für den Fall, dass hier jemand mitgelesen hat, möchte ich noch mitteilen, wie meine Messung ausgegangen ist: Ich war gestern bei Eberhard Luckas (der übrigens auch in natura sehr nett ist!) in Velbert. Nach erfolgter MKH-Messung haben sich meine Befürchtungen in etwa bestätigt. Ich brauche 24 Prismen Basis außen und 1,5 in der Höhe.
Mit graut es schon ein wenig davor, wie die Brille aussehen wird - bzw. ich mit der Brille aussehen werde - aber gleichzeitig freue ich mich auch schon darauf, weil es so gerade auch kein Zustand mehr ist. Ich habe bei Müdigkeit wirklich arge Probleme, geradeaus zu gucken.
Dass ich mich in näherer Zukunft operieren lasse, glaube ich momentan noch nicht so richtig. Allerdings meinte Eberhard, dass bestimmt noch Prismen dazukommen werden. Wenn das der Fall ist, überlege ich mir vielleicht nochmal anders... Momentan ist der Leidensdruck noch nicht groß genug für eine Operation. Vielleicht wächst er aber auch beim Anblick der neuen Brille...
Ich hoffe jedenfalls sehr, dass sie vor Weihnachten fertig wird!
Hallo zusammen,
Ich war gestern bei Eberhard Luckas (der übrigens auch in natura sehr nett ist!) in Velbert.
Danke 
Supi Kathrin und Eberhard
Hallo Kathrin ,
ersteinmal ist der Erfolg das Wichtigste überhaupt!!!
Da ist auch das Aussehen sekundär .
Aber bei jetzt schon 12 Prismen außen für jedes Auge wirst du dich mit dem Op Gedanken sicher sehr bald anfreunden .
Und das Risiko bei so einer OP ist bei einem geübten Operateur überschaubar...!
Hallo Ihr Lieben,
nachdem ich schon vor einiger Zeit per pn gefragt wurde, ob ich mal über meine Erfahrungen mit den neuen Brillengläsern berichten möchte, komme ich nun endlich dazu, das zu tun.
Also, ich muss sagen, meine Erfahrungen sind ambivalent.
Einerseits entspannen sich meine Augen wirklich sehr gut mit den 24 Prismen. Das merke ich sehr deutlich.
Andererseits muss ich sagen, dass die Abbildungsqualität echt nicht gut ist - ich sehe mit Brille deutlich schlechter als ohne, was irgendwie schon ein bisschen verrückt ist. Das liegt halt einfach daran, dass ich nur minimal kurzsichtig bin und abgesehen von den Prismen auch gut ohne Brille klarkomme.
Jetzt komme ich aber zum Kern des Problems: Die Gläser sehen echt furchtbar aus und ich fühle mich mit der Brille sehr unwohl. Von der Seite sind die Gläser so dick, dass ich aussehe wie sehbehindert und von vorne schiele ich nach innen. Furchtbar.
Und auch wenn Ihr mich jetzt für kindisch haltet, muss ich leider zugeben, dass ich mit der Brille nicht überall hingehe, weil ich mich einfach schäme und die ganze Zeit über an nichts anderes denken kann. Ich stehe beruflich ein wenig in unserer lokalen Öffentlichkeit und spreche oft vor wechselnden größeren Gruppen - da habe ich ehrlich gesagt auch wenig Lust dazu, dass sich die Mehrzahl der Leute statt auf den Inhalt eher darauf konzentriert, warum ich plötzlich so eine dicke Brille trage und warum ich so komisch schiele, Und das tun die Leute, glaubt es mir - ich würde das selbst auch tun
. Nun kann man ja vernünftigerweise sagen, dass ich doch selbstbewusst genug sein sollte, um darüberzustehen. Tue ich aber nicht. Ist einfach so.
Darum trage ich die Brille jetzt eben einfach nur ca. 8 Stunden am Tag und in der restlichen Zeit die alte Brille mit den 13 Prismen. Bislang komme ich so ganz gut damit klar.
Zeitweise hatte ich sogar ein paar Tage, an denen ich gar keine Brille getragen haben und das ging auch gut. dann fühlte ich aber wieder so ein Ziehen im Kopf und habe die Brille(n) eben wieder getragen. Das war bei mir immer schon tagesformabhängig.
Tja, und nun steht offenbar wieder eine Prismenerhöhung an; letzte Woche habe ich nämlich beim Autofahren trotz 24 Prismen schon wieder ständig doppelt gesehen. Mich nervt das alles ziemlich. Mittlerweile denke ich tatsächlich über eine Operation nach. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, sechs Monate lang mit 30 (?) Prismen, womöglich noch mit Folie, rumzulaufen.
Gibt es Erfahrungen damit, ob es ausreicht, wenn man die endgültige prismatische Korrektur halbstags trägt?
Moin Kathrin,
Du willst doch mit einer einzigen OP alle Probleme beseitigt haben, oder? Dann musst Du auch die Vorbereitungszeit überstehen. Nur teilweise Tragen der Vollkorrektion reicht nicht.
Hallo Kathrin ,
ich würde an deiner Stelle , sehr konsequent die Korrektion vorantreiben, um möglichst bald zu einem Endergebnis zu kommen und operationsfähig zu werden .
Ich gebe nämlich noch Folgendes zu bedenken: DU kommst bald in ein Alter, indem du mit Einstärkenbrillen nicht mehr zurecht kommst , so wie das bei mir der Fall ist .
Mit Gleitsichgläsern wird erst richtig interessant . Und vor allem teuer . Mit so hohen Prismenwerten sind Gleitsichtgläser durch Abbildungsfehler auch viel schwieriger.
Ich gäbe was darum vorher auskorrigiert worden zu sein .
Hm, so ganz durch bin ich mit dem OP-Thema noch nicht.
Mal angenommen, ich würde das jetzt angehen: Wie lange sind denn dann die einzelnen Zeiträume zwischen zwei Prismensteigerungen jeweils so ungefähr? Ich habe irgendwie im Kopf, dass man, wenn man einen Prismenaufbau betreibt, zwischen zwei Steigerungen nicht länger als x Monate warten soll, weil sonst irgendein Gewöhnungseffekt oder sowas eintritt. Wie war das nochmal?
Und: Bekommt man die Gläser an den Seiten irgendwie dünner? Kann man die nicht schräg abschleifen oder so?
Oh , das mit dem dünner schleifen , habe ich mich auch gefragt,.aber das ist dann wohl ein Diamant-Schliff ,
ich möchte mir nicht vorstellen , wie sich das Licht darin bricht .
Ich hatte eine Prismenbrille , da hat der Optiker die Seiten poliert ... traumhafte Lichteffekte ..
Hallo,
zum Thema Gläser an den Seiten dünner schleifen, auf die Idee gekommen ist auf jeden Fall schonmal jemand, bin ich mal irgendwann drüber gestolpert: http://chadwickoptical.com/index_files/customoptics.htm links unten die Zeichnung "Shape #16". Allerdings dürften die Gläser von vorne dann noch merkwürdigere Verzeichnungen haben.
Gruß vom Bürotiger
Hallo Kathrin
ich wünsche dir viiiiiel Selbstbewusstsein für deinen visuellen Werdegang. Gerade auch, weil deinem Umfeld nicht bewusst ist, welche visuellen Probleme dich umtreiben. Da gehört schon Stärke dazu.
Ich hab das auch mal durchgemacht und erkannt: Es gibt keine bessere Lösung. Das ist die einfachste OP am Auge. Man stellt es sich dramatischer vor als es ist.
LG Burkhard
Hallo ,
Ich betreibe den Prismenaufbau , weil ich problemlos eine Gleitsichtbrille tragen möchte und ganz nebenbei meine extremen Verspannungen im Schulter -Nacken und Halsbereich losgeworden bin .
Aber wenn ich beim Autofahren plötzlich Doppelbilder bekäme ... Das würde mir wirklich Angst machen . !!!
Hm, so ganz durch bin ich mit dem OP-Thema noch nicht.
Mal angenommen, ich würde das jetzt angehen: Wie lange sind denn dann die einzelnen Zeiträume zwischen zwei Prismensteigerungen jeweils so ungefähr? Ich habe irgendwie im Kopf, dass man, wenn man einen Prismenaufbau betreibt, zwischen zwei Steigerungen nicht länger als x Monate warten soll, weil sonst irgendein Gewöhnungseffekt oder sowas eintritt. Wie war das nochmal?
Hallo Kathrin
das ist allgemein nicht zu bestimmen, sondern nur individuell.
Je konsequenter du die Korrektion als Brille trägst, desto eher kommst du zur Korrektur unters Messer.
6-12 Monate sollte die Korrektion stabil bleiben und möglichst keine Veränderung zeigen bei den Messungen.
LG Burkhard
Nur ganz kurz als Antwort auf Burkhard: 6-12 Monate? Sonst hieß es hier immer 3-6, dachte ich...?
Und es ist ja immer die Rede davon, dass sich als OP-Vorbereitung eine Prismenfolie eignet. Aber es trägt doch bestimmt keiner ein ganzes Jahr lang freiwillig eine Folie, oder?
Zum Rest schreibe ich später oder morgen was. Ich hab da noch einige Gedanken...
Tja,
3-6 0 der 6-12, das ist nie genau zu sagen. Es kommt einfach auf die Augen an, bzw. den Menschen.
@Buerotiger: Das sieht interessant aus! Gut zu wissen, dass es das gibt. Ich würde so eine Brille gerne mal von vorne sehen - als echte Brille, nicht nur als Zeichnung. Von der Seite sieht es bestimmt gut aus, aber von vorne könnte es ggf. komisch wirken, wenn zu weit in die Mitte hineingeschliffen wird.
Eberhard bzw. Burkhard: Was wäre denn, wenn ich es langsamer angehen wollte? Schadet es, wenn man eine Korrektion jeweils länger trägt, wenn man keine neuen Beschwerden hat? Ich meine, so etwas mal hier gelesen zu haben, vielleicht von Paul-Gerhard Mosch? Ich finde es nur leider nicht wieder. Vielleicht vertue ich mich aber auch.
Im Übrigen habe ich bzgl. meiner Überlegungen zu den Auswirkungen von Prismenaufbau und OP mal einen neuen Thread eröffnet, weil ich mir vorstellen könnte, dass das auch noch weitere Personen interessiert, die "meinen" Thread hier vielleicht nicht lesen.
Moin Kathrin,
es schadet auf keinen Fall, es langsamer angehen zu wollen. Und richtig: bei Beschwerdefreiheit keine Prismenerhöhung.
Aber: Du willst von den Prismen weg, also entweder............
Entschuldigt bitte; mit wurde eben angezeigt, dass die Seite nicht verfügbar sei, und als ich "Wollen Sie dieses Formular noch einmal senden" bestätigt habe, wurde wohl offenbar viermal ein leerer Kommentar gepostet.
Was ich eigentlich schreiben wollte: Wenn ich für immer mit 13 Prismen durch's Leben gehen könnte, wäre das vollkommen okay. Nur 24 plus x sind ein Problem für mich. Ich bin irgendwie aber immer noch unschlüssig, wie und in welchem Tempo es weitergehen soll. Mal sehen.
Unabhängig davon habe ich aber mal eine Frage: Wenn ich meine 24-Prismen-Brille mehrere Stunden getragen habe, fängt mein rechtes Auge häufig an zu brennen. Das hatte ich früher nicht. Was kann das bedeuten? Zu viele Prismen? Zu wenig? Noch Gewöhnung an die starken Gläser?