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Zu: ,,Schiel-Op bei meiner 16 monaten alten Tochter geplant"

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(@Steen-Aalberg)
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Liebe Agnes Maria,

ich hatte das kleine Textaussnit nur aus ein einzigen Grund hier vervendet, und das war einzig und allein um dich darauf aufmerksam zu machen das bei diese verschiedene Schielprobleme meistens kein Muskelfehler die Ursache ist, und dass mann sie viel nuancierter anschauen sollte. Deshalb finde ich es auch irrationel dass du sie haupsachlich durch Chirurgie angehen willst, stats möglische noninvasive Methoden zu erforchen. Analogie: Wenn die Handbremse ins Auto hängt schneidet man ja nicht  gleich an die Kabeln, sondern sucht die ursprungliche Problemursache.

Prifinium Bromide oder andere medikamente verwende ich übrigens nicht.

Fachliche Argumente habe ich jede Menge, du muss aber dazu fähig sein deine eigene medizinische Voraussetzungen momentan zu missachten oder sogar als teoretisch falsch annehmen um sie zu verstehen. Dass ist leider auch eine häuffige Voraussetzung für fachlische Entwichlung und Paradigmenwechsel. Da hilft kein Dr. Dr. oder Proffessortitel. Wenn du das nicht will oder das nicht schafft muss ich dich leider als Dialogepartner abschreiben.

LG

Steen Aalberg


 
Veröffentlicht : 27.09.2010 11:20
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

ich hatte das kleine Textaussnit nur aus ein einzigen Grund hier vervendet, und das war einzig und allein um dich darauf aufmerksam zu machen das bei diese verschiedene Schielprobleme meistens kein Muskelfehler die Ursache ist,

-----------------------------------------------------------------------

1. Prifinium Bromid ist auch nicht für Menschen zugelassen. 

2. Es wirkt auf die Acetylcholinrezeptoren und greift sehr wohl die muskulärneuronale Endplatte an und wirkt also direkt auf die Muskulatur. Immer hübsch die Anatomie, Histologie, Biochemie und Neurologie nicht aus den Augen lassen. Sie sagten ja Sie kennen sich damit aus. Allem Anschein aber nicht, sonst hätten Sie sich heute damit nicht blamiert.

Ihre Analogie zieht hier nicht. Besser, die Festplatte ist am PC kaputt, dann stecken Sie den Stecker ruhig in die Steckdose. Der PC bleibt weiterhin defekt.    

3. Kann ein Divergenzexzeß geparrt mit einem Konvergenzexzeß nur operativ behoben werden. Ebenfalls das V-Phänomen. 

4. Das Sie nur nichtinvasiv therapieren können bleibt Ihnen ja nichts weiter möglich als  auf Optometrie zu verweisen.

5. Darf ich chirurgisch vorgehen, wenn es notwendig ist. Das kann ich für Sie nicht ändern. Zwinkert

6. Bin ich gespannt was Sie sich jetzt  wieder für mich einfallen lassen. Hoffentlich nicht wieder ein klassisches Eigentor.  

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 00:43
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
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Hallo AgnesMaria,

du solltest hoffentlich mehr über medikamente wissen als ich, sonst ist ja in deine Ausbildung etwas schief gelaufen. Nur hat das medikament mit die Sache nichts zu tun, den das Thema ist augenmotorik und Schielen, und da haben wir beide was anzubieten. Um weitere Missverständnisse zu vermeiden habe ich jeztz den von mir eingegebenen Citattekst brutal abgekürtzt:

"...the authors concluded that proprioception is involved..." Und dann ist ja eben mehr ins Spiel als nur eine Muskelposition oder länge zu ändern. Dann war meine analogie doch wohl angebracht wenn mann nur ein Bisschen tiefer darüber denkt.

Alles worum ich bitte ist ein wenig Offenheit und Objektivität den Patienten zu Günste.

Du schreibst: "3. Kann ein Divergenzexzeß geparrt mit einem Konvergenzexzeß nur operativ behoben werden. Ebenfalls das V-Phänomen." Dass heisst nur (wenn du nicht die? liebe Gott selbst bistZwinkert) das du im Moment kein anderen Weg kennst, das heisst nicht das es kein anderen gibt.

Du schreibst: "4. Das Sie nur nichtinvasiv therapieren können bleibt Ihnen ja nichts weiter möglich als  auf Optometrie zu verweisen." - Selbstverständlichh, so wie auch du deine Empfehlungen gibt weil du nicht über visuelle Entwichlungsprogramme verfügst. Leider wäre viele Patienten sicher mit eine Kombinationsbehandlung beide unsere Fächer besser aufgehoben.

Du schreibst: "5. Darf ich chirurgisch vorgehen, wenn es notwendig ist. Das kann ich für Sie nicht ändern." - Darum bitte ich auch gar nicht, wenn immer es NOTWENDIG ist, finde Chirurgie ganz in ordnung und verweise die Patienten zu Ärztzliche hilfe.

Hier bei uns werden die Patienten stinksauer wenn die nach zwei oder mehrere OP's erfahren dass sie noch kein binokularsehen erreicht - oder noch schlimmer Diplopie - haben, und erst danach erleben das Visualtraining noch möglich ist, aber nur jeztz ein Bisschen schweriger wegen  Nebenwirkungen vom OP.

Die werden auch stinksauer wenn sie ein Kind das eine Auge über Jahren auf und ab zugeklebt haben und erst danach erfahren dass Amblyopie sich anders und mit bessere Endresultat beheben lässt.

Patienten werden eben enttäuscht wenn die Ärztze sich selbst entweder nicht genügend informieren oder es einfach nicht über die Lippen bringen das es auch Alternative Möglichkeiten gibt. Dann verlieren die Ärztze an Vertrauen.

Wenn du dich kategorisch gegen VT aussagt entnimmst du auch die Patienten die davon profitieren können die Möglichkeit, wenn ich dasselbe gegen OP tue, mache ich mich auch in dieselbe Fehler schuldig.

Keiner von uns haben die entgüldige Wahrheit, du hast die bessere Schulung auf Medizin und invasive Eingriffe, ich habe die bessere Ausbildung auf noninvasive und optische Alternative  - Unsere Fähigkeiten sollten am besten in Kombination oder parallel auftreten.

LG

Steen Aalberg


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 11:12
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
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Hallo!

Zwinkert

Agnes Maria kennt viele Wege, die ein Sehproblem "annehmbar" machen können. Ob Operation, oder auch anderen Wege. Heilen ist ja so eine Sache. Ich finde alle Antworten, die ich bisher von A.M. gelesen habe sehr offen und verständlich.

Danke dafür.

Liebe Grüße an alle,

Eisbärin


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 19:43
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Hallo Agnes,

du schreibst::

6. Bin ich gespannt was Sie (Steen) sich jetzt  wieder für mich einfallen lassen. Hoffentlich nicht wieder ein klassisches Eigentor.

bitte, es sind Fragesteller mit ernsten Hintergründen hier, die unseren Rat suchen.

Wir dürfen uns nicht auf dem Rücken der Fragenden gegenseitig bekriegen. So darf es nicht weitergehen.

Thema ist: Schiel-OP eines 16 Monate alten Kindes!

In Steens´ Weltbild ist es ein Verbrechen, dies ungeachtet seiner zur Anwendung gebrachten Kenntnisse zu tun. In meiner und Deiner Überzeugung ist es nach Abklärung wesentlicher Faktoren Unterlassung von Hilfeleistung, wenn nicht möglichst frühzeitig, noch vor Abschluss der Prägungsphase (Alter 1-2 (3) Jahre), ein 1. OP-Eingriff abläuft.

Tatsache ist:

Selbst überzeugte Funktional-Optometristen wenden sich vielfach gegen Anwender aus den eigenen Reihen. Denn das Lehrgebäude ist überaus schillernd und vielfältig. Unser Forumbetreiber will VT Freiräume einräumen. Ich war damals nicht dafür.

Letztlich muss sich aber der Fragesteller entscheiden, in welche Hände er sich begeben will. Keinesfalls machen wir Ihm die Entscheidung leichter, wenn wir uns gegenseitig beharken. Steen kann ich nicht folgen, aber ich äußere mich deshalb i.a.R. hier auch garnicht. Ich sehe nicht ein, fachliche Differenzen vor Laien zu erörtern.

Ich meine, es muss klar werden, was unser Weg ist. Wenn Andere andere Wege empfehlen, muss der, der Ihren Empfehlungen folgt, auch die Konsequenzen mit tragen.

In diesem Fall eben keine OP im Prägungsalter seines Kindes angegangen zu sein. Mit allen daraus sich ableitenden negativen Folgen.

Hallo Steen,

wenn Kleinkinder schielen oder zu schielen beginnen, ist das ein unübersehbarer Notschrei in der Entwicklung des beidäugigen Sehens. Wenn es hier einige kompetente Ärzte gibt, die sehr früh reagieren, ich meine im Alter von 1/2 Jahr (dies habe ich z.B. bei Dr. Wulff erlebt), dann ist in der Sehentwicklung noch sehr viel möglich, was bei 2- bis 6-jährigen und darüber schon sehr viel schwieriger wird. Wenn aber ein Kind in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen ist, dann gibt es viele Methoden und Anregungen, teils auch völlig gegensätzlicher Art. Tatsache ist, dass allermeist Mängel bestehen bleiben, die dann unterschiedlichen Einzelfaktoren zugeschoben werden. Meist ist man überzeugt, selbst daran unschuldig zu sein.

Wer Agnes oder mir erstmal mit Abwarten kommt, stößt bei uns auf große Skepsis, wenn nicht mehr!


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 20:19
(@AgnesMaria)
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Sehr geehrter Herr Aalberg,

ich operiere nicht nur nach kosmetischen Gründen sondern im Vordergrund steht immer die Funktionalität. Das als erstes an Sie.

Prifinium bromid war trotzdem ein Eigentor...;-)

Alles was Sie machen von Untersuchung bis bester Versorgung mache ich auch. Ich bin in der Kinderoptometrie bewandert, keine Angst.

Als viertes: Den lieben Herrgott brauchen Sie nicht bemühen, der ändert nichts an der Augenstellung eines sechzehnmonatigen Kindes. Ich könnte das.

Als fünftes:

...Nach Abschluss der pädriatischen Untersuchung kann es notwendig sein, mit den Eltern des KIndes über die Störung des Binokularsehens zu sprechen....

...Bei vielen Befunden ist es am besten, das Kind einem Spezialisten zu überweisen, damit sich die Eltern eine Fachmeinung zu einer Augenoperation einholen können.

Kinderoptometrie,W.Cagnolati, A. Berke  , DOZ Verlag 2010, Seite 329  

Als sechstes: VT ändert nichts an der Überreizung der Interni und Externi. Und damit ging es auch die ganze Zeit .Denken Sie mal ruhig an die Elektromyographie...;-) Ich kann das belegen, das wissen Sie.

Und damit: Ich habe leider recht. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Noch einen erholsamen Abend...


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 20:30
(@AgnesMaria)
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Sehr geehrter Herr Mosch,

wie sollte man reagieren wenn Herr Aalberg und Tobi Topstar so provokanteTheorien äußern die mich ob der Irrealität dieser Ansichten schon ein wenig in Wut versetzen. Der kleine Abschlag zwischen uns finde ich nicht verwerflich. Verwerflich finde ich, wenn den Eltern des Kindes die notwendige Therapie ausgeredet werden soll. Deswegen sollen alle ruhig sich das anlesen und bemerken wer wohl hier mehr an das Kindeswohl denkt.  

Für diese Sache sollte ein neuer Pfad aufgemacht werden. Ich hatte das Herrn Aalberg schon angetragen.

LG

A.M. 


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 21:07
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Liebe Agnes,

wenn mit Herrgott der gemeint ist, der Mose am brennenden Dornbusch begegnete, als "Ich bin, der Ich bin", dann sind wir wissend oder auch nicht, nur Werkzeuge in seiner Hand, wenn unser Leben Gutes bewirkt. Der Ewige bewahre es!


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 21:49
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Lieber Herr Mosch,

auch wenn alles in einer Hand liegt bedeutet das nicht das wir unnütz sind.

Wir sollten unsere Fähigkeiten und unser Können miteinbringen.

Und zu guter Letzt schreiben wir hier um zu helfen, wenn es auch nicht immer erfolgreich ist.  

Und mein Wissen und Können sagt mir das bei der kleinen Tochter nur eine OP helfen kann und das ist auf keinen Fall engstirnig zu sehen.

Sie wissen was ich meine.

Liebe Grüße

A.M.


 
Veröffentlicht : 28.09.2010 22:27
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
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Hallo AgnesMaria

der Ton hat sich etwas verbessert jeztz können wir auch ein Bisschen Spass bei das Gefecht haben.

Sie sagen: "Alles was Sie machen von Untersuchung bis bester Versorgung mache ich auch. Ich bin in der Kinderoptometrie bewandert, keine Angst."

Dass ist beruhigend, denn z.B. Stresspunkskiaskopie ist ja fast ein muss um gute Informationen über das Visualfunktion bei Kinder zu erwerben, die Methode ist aber leider die meisten Augenoptiker und Ophhalmologen unbekannt. Dann will ich Sie auch versichern das bei mir kein Kleinkind ohne vorausgehende Ärztzliche Untersuchung in Training aufgenommen wird. Dass heisst Bescheit vom Arztz: "Das Kind schielt, es liegt aber keinen patologischen Ursachen zu Grund!"

Abwarten machen wir mit Behandlung nicht, nur vermeiden wir so weit möglich OP wenn es nicht eine klare voraussetsung für die nötige Bewegungsfähigkeit  (im Rahmen das entwickeln von Binokularität) des Auges ist.

Unsere Götter lassen wir dann lieber ab jeztz aus der Spiel Zwinkert

Citat: "...Bei vielen Befunden ist es am besten, das Kind einem Spezialisten zu überweisen, damit sich die Eltern eine Fachmeinung zu einer Augenoperation einholen können. Kinderoptometrie,W.Cagnolati, A. Berke  , DOZ Verlag 2010, Seite 329"

Tja, der Kerl kennt ja leider auch keinen anderen Weg, Ich wollte einfach die drei Wörter "zu einer Augenoperation" herauslassen und das auch als eine mögliche Option offen stehen lassen.

"Als sechstes: VT ändert nichts an der Überreizung der Interni und Externi. Und damit ging es auch die ganze Zeit .Denken Sie mal ruhig an die Elektromyographie...Zwinkert Ich kann das belegen, das wissen Sie."

Na gut, dan gibt's bei euch untersuchungen wo VT (so wie ich es mache) gemacht wurde, und die Überreizung danach electromyografich gemessen wurde ...Ich bin für ein Hinweis dazu dankbar und werde sie auch lesen. Wenn nach VT das schielen nicht mehr da ist muss entweder die Überreizung auch weg sein oder man hat eine antagonistische Gleichwert erreicht.

Und damit: Hier im Norden wo die Erde sich über die leztzen 50 Jahren möglicherweise ein bisschen gekrümmt haben, Ich habe leider recht. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Zwinkert

Wer Recht hat hängt immer von die Voraussetzungen ab und genau darüber sind wir uns ja nicht einig. Faktum ist das wir haben hier Erwachsene die seit frühen Kindheit Schieler oder Amblyopen waren die jeztz nur durch visuelle Entwichlungshilfe und Training gute Sehscharfe und Stereosehen haben. Einige davon sind mit weit über 32 jahren erst mit VT angefangen! Dass heisst ob Sie es glauben oder nicht, wir machen das so wie so.

Um ein Bisschen mehr Holz auf das Feuer zu werfen: Ich sehe Amblyopie als ein binokuläres Problem.

LG

Steen


 
Veröffentlicht : 29.09.2010 11:52
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Sehr geehrter Herr Aalberg,

ich bin weiterhin der Meinung das Sie von Strabologie nicht viel wissen. Sie haben mich nicht vom Gegenteil überzeugen können.

Ich kenne viele Arten der Skiaskopie, ob nun dynamisch  oder statisch, in Zykloplegie oder nach Mohindra, ob Nott-Skiaskopie oder Monocular Estimad Method. Da ich in Zykloplegie messen kann, sehe ich mich im Vorteil. Natürlich wird der AC/A -Quotient ermittelt und die relative und absolute Akkommodationsbreite etc pp.

Schielen ist pathologisch und eine diagnostisch und therapeutische Erkrankung in der Ophthalmologie. Wenn der Augenarzt meint Schielen wäre nicht pathologisch sollte er noch einmal Assistenz werden um zu lernen.

Binokularsehen entwickelt sich ab dem 6. Lebensmonat. Das sollten Sie eigentlich wissen. Wenn das schon von Anfang an nicht richtig funktioniert durch das Schielen, dann müssen operative Maßnahmen ergri8ffen werden, denn konservative Visualtrainingsgeschichten  werden da nichts ändern wenn die Bahnung schon verkehrt angelegt ist.

Ein sechzehnmonate altes Mädchen welches nach außen schielt und einen Konvergenzexzeß in der Nähe zeigt, kann man nicht beüben. Hier hilft, damit in Zukunft alles besser wird, nur ein operatives Einschreiten. Wenn Sie davon nichts halten und auf Abwarten tippen ist das rechtlich mit unterlassene Hilfestellung strafbar zu vergleichen.  

Bei Strabismus divergens ist elektromyographisch eine Übereregung der lateralen Muskeln gemessen worden. Das bekommen Sie mit VT auch nicht weg. Bei der OP bemerkt kann man einen sehr dicken lateralis erkennen.  

Das Buch "Kinderoptometrie" ist sehr neu. Erschienen im April diesen Jahres und Cagnolati würde ich nicht als Kerl bezeichnen. Der ist Professor im College of Optometry Pennssylvania.

Ich bleibe dabei. Ich habe nun einmal recht, und Sie nicht.

Erzählen könnte ich Ihnen das Erwachsene zu mir kommen, die trotz so tollem Visaultraining Sehbeschwerden haben und denen z.B.  Prismenordination durch MKH sehr hilfreich wurden. Kinder weren optimal selber versorgt. Wer mit 32 Jahren als Schieler erstmalig optometrisch versorgt wurde entwickeln trotzdem kein normales Binokularsehen.

Bei Amblyopie müssen wir uns auf eine Definition einigen: Amblyopie ist das Ergebnis einer gestörten Entwicklung des Sehvermögens.

Unterhalten wir uns über Depressionsambyiopie, Supressionsamblyopie oder Mischformen?  Amblyopie kann binocular oder monocular sein. Hoffentlich schießen Sie sich noch einmal so viele Eigentore wie bisher. Also gut überlgen was man so schreibt.

A.M. 


 
Veröffentlicht : 29.09.2010 23:27
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
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- Liebe AM,

ich bin weiterhin der Meinung das Sie von Strabologie nicht viel wissen. Sie haben mich nicht vom Gegenteil überzeugen können.

    - Das hätte ich auch nicht erwartet, ich hätte nur die Hoffnung dass Sie mit der Zeit ein Paar Fragezeichen an OP als erstes Wahl setzen.

Ich kenne viele Arten der Skiaskopie, ob nun dynamisch  oder statisch, in Zykloplegie oder nach Mohindra, ob Nott-Skiaskopie oder Monocular Estimad Method. Da ich in Zykloplegie messen kann, sehe ich mich im Vorteil. Natürlich wird der AC/A -Quotient ermittelt und die relative und absolute Akkommodationsbreite etc pp.

    - Bei Zyzloplegie vermissen Sie eben die Möglichkeit der Dynamik, die Symmetrie und die Reaktionen bei verschiedene sehaufgaben zu beobachten und krigen nur ein Refraktionswert von das Auge an sich. Und Sie müssen das kind  Medikamente geben.

Schielen ist pathologisch und eine diagnostisch und therapeutische Erkrankung in der Ophthalmologie. Wenn der Augenarzt meint Schielen wäre nicht pathologisch sollte er noch einmal Assistenz werden um zu lernen.

    - Oder Sie sollten alle die unterliegendene Patologien deutlich nachweisen - Es scheint fast als die Definition meistens aus Economie/politische Ursachen erfunden ist

Binokularsehen entwickelt sich ab dem 6. Lebensmonat. Das sollten Sie eigentlich wissen.

     - Ne, schon bei vierten lebensmonat kann man stereosehen nachweisen. Die Entwichlung des binokularsehens fängt noch früher an und ist übrigens auch sehr abhängig von ausseren Stimulation und interaktion mit die Umgebungen.

Wenn das schon von Anfang an nicht richtig funktioniert durch das Schielen, dann müssen operative Maßnahmen ergri8ffen werden, denn konservative Visualtrainingsgeschichten  werden da nichts ändern wenn die Bahnung schon verkehrt angelegt ist.

   - Oder man hilft die Bahnung auf den richtigen Weg durch umgebungskontrolle und stimulation und kann dann sehr oft konservative OP vermeiden

Ein sechzehnmonate altes Mädchen welches nach außen schielt und einen Konvergenzexzeß in der Nähe zeigt, kann man nicht beüben. Hier hilft, damit in Zukunft alles besser wird, nur ein operatives Einschreiten. Wenn Sie davon nichts halten und auf Abwarten tippen ist das rechtlich mit unterlassene Hilfestellung strafbar zu vergleichen.  

    - Kann sein dass Sie ein sechsmonate altes nicht beüben kann, Sie wissen ja auch nicht wie. Abwarten habe ich mit kein einziges Wort empfohlen.

Bei Strabismus divergens ist elektromyographisch eine Übereregung der lateralen Muskeln gemessen worden. Das bekommen Sie mit VT auch nicht weg.

    - Dass ist eben nie nach VT gemessen worden so dass können Sie nur spekulieren, und sollte damit keine kategorische Aussage machen

Bei der OP bemerkt kann man einen sehr dicken lateralis erkennen.  

    - Wenn dass auch eine Weile überstimuliert geworden ist ist das wohl zu erwarten. Ob es so im voraus war können wir nicht wissen.

Das Buch "Kinderoptometrie" ist sehr neu. Erschienen im April diesen Jahres und Cagnolati würde ich nicht als Kerl bezeichnen. Der ist Professor im College of Optometry Pennssylvania.

    - ja, weiss ich, und in die Artikeln das er über Skiaskopie geschrieben hat fehlt auch Stresspunktskiiaskopie.

Ich bleibe dabei. Ich habe nun einmal recht, und Sie nicht.

   - Tja, von Ihre Blikwinkel -  ich behaupte selbstverständlich das Gegenteil.

Erzählen könnte ich Ihnen das Erwachsene zu mir kommen, die trotz so tollem Visaultraining Sehbeschwerden haben und denen z.B.  Prismenordination durch MKH sehr hilfreich wurden.

Kinder weren optimal selber versorgt. Wer mit 32 Jahren als Schieler erstmalig optometrisch versorgt wurde entwickeln trotzdem kein normales Binokularsehen.

    - Dan sin wir wieder bei Hübel und Wiesel und die falch benutzten Forschungsresultaten. Die beiden haben nie behauptet das man nicht später das Binokularsehen trainieren kann, nur dass die Katzen bei deprivationsamblyopie an Nervencellen verlieren. Über Amblyopie ohne deprivationsursache haben sie sich nicht geaussert.

Bei Amblyopie müssen wir uns auf eine Definition einigen: Amblyopie ist das Ergebnis einer gestörten Entwicklung des Sehvermögens.

Unterhalten wir uns über Depressionsambyiopie, Supressionsamblyopie oder Mischformen?  Amblyopie kann binocular oder monocular sein.

    - Für das Ausdruck "Depressionsambyiopie" kann ich leider kein Übersetzung finden. Ob Sie das beidaugige verlust an sehschärfe und Blickfeld bei überfördeter Teenager meinen ist mir unklar. Deprivationsamblyopie ist der form wo ich nur wenige Erwartungen habe für die sehschärfe, trotzdem kann eine besserung von perifere Stereo von Vorteil sein. Die anderen zeigen bessere prognosen - falls man sie binokular angreifft und nicht langfristig und unnötig abklebt.

Hoffentlich schießen Sie sich noch einmal so viele Eigentore wie bisher. Also gut überlgen was man so schreibt.

    - Ob es Eigentore oder gute Punkte sind ist wieder von die Voraussetzungen abhängig - Wir spielen nicht nur nach Ihren Regeln, sowohl Voraussetzungen als Regeln ändern sich laufend. Sagen wir bloss dass ich für die Zukunft disponiere...

LG

Steen


 
Veröffentlicht : 30.09.2010 13:34
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

dSehr geehrter Herr Aalberg,

bevor eine Schielop angeraten wird erfolgt eine aureichende Differentialdiagnostik. und Therapie. Man operiert nicht mal so einfach drauf los.  In diesem Fall ist eine Früh-OP sogar  sehr sinnvoll. Wer sich dessem nicht adäquat  verhält macht sich in meinem strafbar.  

Ich gehe alles an Skiaskopien an, was es gibt und die Zykloplegie ist ua. die beste Alternative. Von Kindern die mit 3-4 dpt. Kurzsichtigkeit kammen und später auf 8 dpt.hatten Weitsichtigkeit. Kinder sind Akkommodationskünstler.   Wer das irgerndwie negiert, weil es nicht in seine Weltsicht passt, der muss damit leben.  

Zykloplegie bei Säuglingen oder Kleinkindern bleibt immer die bessere Alternative.

Das Schielen pathologisch ist , ist seit über 150 Jahren bekannt. Ich sollte Ihnen noch mal alle Publikatioene dazu auflisten? Das ist doch absonderlich...

Mal was wichtiges zur Präneuralen Sehentwicklung nach der Geburt:

... Die eigentliche Lichtperzeption findet findet dabei in der äußeren statt , die dem Pigmenthel am nächsten liegt. Dies Bedeut, dass das Licht aller Schichten der Retina passieren muss, damit es in die Nähe des Pigmenthepithels an den Außengliederung  der Rezeptoren erzeugen kann. Wenn das Licht erst zahlreiche Schichten der Netzhaut durchdringen muss, wird es gestreut mit der Folge, dass der größte Teil der Netzhaut ein unscharfes Netzhaut  Bild entwirft. ...

So das erst mit dem 6 Lembensmonat ein Stereogrenzwinkel von 80'' annehmen kann.

Kinderopthalmologie1999 Kaisser/Flammer... Kinderophthalmologie, Sei. 31-34   

Sie haben mich erwischt: Supression und hausintern Depression.. Wirklich natürlich Suppression und Depriavation.  

 LG

A.M.

Ps. ich spiele nicht dafür ist das hier zu konkret.....


 
Veröffentlicht : 02.10.2010 19:40
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Hallo wieder,

bevor eine Schielop angeraten wird erfolgt eine aureichende Differentialdiagnostik. und Therapie. Man operiert nicht mal so einfach drauf los.  

- Das freut mich zu höhren!

In diesem Fall ist eine Früh-OP sogar  sehr sinnvoll.

- Mag sein, Ich habe das Kind nicht gesehen und kann dafür nicht beurteilen ob ein Stimulationsprogramm alleine das Schielen in disem Fall beseitigen kann.

Wer sich dessem nicht adäquat  verhält macht sich in meinem strafbar.  

- Wie verhält man sich dann wenn eine nicht invasive Behandlung möglich ist? Ist dann die meist risikobetonte Behandlung Strafbar ode nur weniger sinnvoll?

Ich gehe alles an Skiaskopien an, was es gibt und die Zykloplegie ist ua. die beste Alternative. Von Kindern die mit 3-4 dpt. Kurzsichtigkeit kammen und später auf 8 dpt.hatten Weitsichtigkeit. Kinder sind Akkommodationskünstler.   Wer das irgerndwie negiert, weil es nicht in seine Weltsicht passt, der muss damit leben.  

Zykloplegie bei Säuglingen oder Kleinkindern bleibt immer die bessere Alternative.

- Kinder sind nicht Akkommodationskünstler, sie haben sehr grosse Akkommodationsvermögen aber sehr wenig kontrolle. Grosse fluktationen auch in Cylinderwerte sieht man oft innerhalb wenige minuten. Wenn man auf basis Cycl. Refraktion zu höheren pluswerten oder momentan schiefen Cylinderwerten kommen besteht auch die Gefahr die Emmetropizerung ungünstig zu beinfliessen.

Das Schielen pathologisch ist , ist seit über 150 Jahren bekannt. Ich sollte Ihnen noch mal alle Publikatioene dazu auflisten? Das ist doch absonderlich...

- Sollten Sie auch lieber nicht, bloss bestätigen dass die unterliegenden physiologischen Ursachen überwiegend in die einzelne Fälle unbekannt sind.

Mal was wichtiges zur Präneuralen Sehentwicklung nach der Geburt:

... Die eigentliche Lichtperzeption findet findet dabei in der äußeren statt , die dem Pigmenthel am nächsten liegt. Dies Bedeut, dass das Licht aller Schichten der Retina passieren muss, damit es in die Nähe des Pigmenthepithels an den Außengliederung  der Rezeptoren erzeugen kann. Wenn das Licht erst zahlreiche Schichten der Netzhaut durchdringen muss, wird es gestreut mit der Folge, dass der größte Teil der Netzhaut ein unscharfes Netzhaut  Bild entwirft. ...

 - Und die Schichten bleiben in der Reihenfolge liegend. Maculäre Entwichlung ist aber mehr und auch ein wichtiger teil zu beobachten, und globale oder periphere Stereosehen ist näher im bereich 1200 Bogensekunden. Das periphere sehen entwichelt sich früher als das Centralsehen und trägt damit auch etwas Verantwortung für die Entwichlung des binokularsehens.

So das erst mit dem 6 Lembensmonat ein Stereogrenzwinkel von 80'' annehmen kann.

- So das mit dem 4 Lembensmonat ein Stereogrenzwinkel im Bereich etwas weniger als im 6 Lebensmonat annehmen kann.

LG

Steen


 
Veröffentlicht : 05.10.2010 15:19
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Guten Abend, Herr Aalberg,

denken Sie tatsächlich ich gebe meine Prognosen ohne Wissen ab? Sie kennen meine Vita und dürfen versichert sein, das ich nicht blanko auf OP stehe, aber in diesem Fall bin ich Befürworter einer Früh-OP. Je länger man wartet um so mehr wird sich eine falsche Korrespondenz ausbilden.  Da hilft auch kein Visualtraining bei einem sechzehn Monate altem Kind.  

Wenn man die optimale Korrektur-Möglichkeit nicht ausschöpft macht man sich strafbar. Man muss aber immer auf Alternativen hinweisen, die nicht wissenschaftlich signifikant sind. Entscheiden tun immer die Eltern und ich lasse die Belehrung darüber immer unterschreiben. Wenn was in Zukunft trotz meiner Hinweise nicht erreicht wird, bin ich straffrei. Wenn also die Mutter entscheidet ich will ein Sehtraining obwohl man solche Kleinkinder nicht adäquat beüben kann, bin ich aus dem Schneider, obwohl mir das Kind wegen vertaner Chancen sehr wohl leid tut. Hier jedenfalls steht mir der Staatsanwalt nicht im Rücken, rein rechtlich gesehen.

Gut, das Zykloplegie bei Säuglingen und Kleinkinder was bringt, darin sind wir unstriitig gleicher Meinung. Dass das bei Kindern höheren Alters immer noch genau so ist, das ist ebenfalls unstrittig. Ich liebe Zykloplegie. Als Beispiel: ein Junge 6 Jahre zurückgestuft auf Kindergarten statt Schule hat beim Optometristen in subjektiver Refraktion R/L +0,50 Dioptrien. Skiaskopisch 2,75 dpt. bei erster Messung und eine Akkommodatationsbreite von 1,50 dpt. Die erste Bifokalbrille mit Addition 3,00 dpt,  brachte die Wende. Zum ersten Mal in seinem Leben erkannte der Junge Rechenkästen in seinem Mathematikheft. Nächste Skia waren es um 5,00 dpt, beim nächsten Mal 8,00 dpt. Kinder sollen keine Akkommodationskünstler sein? Ohhh... glauben Sie mir, die sind das. Jeden Tag erlebe ich diesbezügliche meine Überraschung.

So sind wir einer Meinung, das Stereosehen erst mit dem 6. Lbm. sich kortikal entwickelt.

Wir sind bei den Amblyopien stehen geblieben: Die termilogische Abgrenzung ist wichtig:

1. Amblyopie ist ein Ergebnis einer gestörten Entwicklung

2. Reizdeprivation führt zu einer Stimllusdeprivationsamblyopie.

3.  Bei Reizdeprivation durch retinale Bilddisparitäten infolge manifestens Schielens, Aniseikonie oder anderer Bilddisparitäten kommt es zur Suppresionsamblyopie.   

M.f.G.

A.M.


 
Veröffentlicht : 06.10.2010 12:13
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Guten Tag,

- Wie gewöhnlich antworte ich zwischen Ihre Zeilen.

denken Sie tatsächlich ich gebe meine Prognosen ohne Wissen ab? Sie kennen meine Vita und dürfen versichert sein, das ich nicht blanko auf OP stehe, aber in diesem Fall bin ich Befürworter einer Früh-OP.

   - Obwohl ich über das Früh-OP nicht einig bin kann ich Ihre Aussage gut verstehen und akzeptieren.

Je länger man wartet um so mehr wird sich eine falsche Korrespondenz ausbilden.  

   - Dass ist gar nicht sicher, es gibt auch andere Anpassungsmöglichkeiten (ich denke bei Exodeviation ist häuffiger Suppression der Fall)

Da hilft auch kein Visualtraining bei einem sechzehn Monate altem Kind.  

   - Doch, und auch vor und nach OP kann VT sinnvoll sein um gute binokuläre Fähigkeiten zu vorbereiten und zu bauen.

Wenn man die optimale Korrektur-Möglichkeit nicht ausschöpft macht man sich strafbar. Man muss aber immer auf Alternativen hinweisen, die nicht wissenschaftlich signifikant sind. Entscheiden tun immer die Eltern und ich lasse die Belehrung darüber immer unterschreiben. Wenn was in Zukunft trotz meiner Hinweise nicht erreicht wird, bin ich straffrei. Wenn also die Mutter entscheidet ich will ein Sehtraining obwohl man solche Kleinkinder nicht adäquat beüben kann, bin ich aus dem Schneider, obwohl mir das Kind wegen vertaner Chancen sehr wohl leid tut. Hier jedenfalls steht mir der Staatsanwalt nicht im Rücken, rein rechtlich gesehen.

    - Das sieht jetzt auch schon viel nuancierter aus als womit wir angefangen sind. Wegen vertaner Chancen dürften Sie sich mal dasselbe von meiner Stelle anschauen, wenn VT als Alternative gar nicht angeboten wird.

Gut, das Zykloplegie bei Säuglingen und Kleinkinder was bringt, darin sind wir unstriitig gleicher Meinung. Dass das bei Kindern höheren Alters immer noch genau so ist, das ist ebenfalls unstrittig. Ich liebe Zykloplegie. Als Beispiel: ein Junge 6 Jahre zurückgestuft auf Kindergarten statt Schule hat beim Optometristen in subjektiver Refraktion R/L +0,50 Dioptrien. Skiaskopisch 2,75 dpt. bei erster Messung und eine Akkommodatationsbreite von 1,50 dpt. Die erste Bifokalbrille mit Addition 3,00 dpt,  brachte die Wende. Zum ersten Mal in seinem Leben erkannte der Junge Rechenkästen in seinem Mathematikheft.

     - Zum wundern: Warum hat er dann die Rechenkästen in seinem Mathematikheft nicht mit Hilfe seinen eigenen Akkommodation auch früher erkannt? (Mit Akkommodation vorhanden ist ja kein Reizdeprivationsrisiko wenn er nicht schielt.)

Nächste Skia waren es um 5,00 dpt, beim nächsten Mal 8,00 dpt. Kinder sollen keine Akkommodationskünstler sein? Ohhh... glauben Sie mir, die sind das. Jeden Tag erlebe ich diesbezügliche meine Überraschung.

So sind wir einer Meinung, das Stereosehen erst mit dem 6. Lbm. sich kortikal entwickelt.

     - Ne, das kommt gradweise und früher - es ist mit preferential looking Stereotests nachgewiesen, nur das Niveau wird selbstverständlich höher mit steigendem Alter und Entwichlung. Deshalb werde ich persönlich bei Observation von gelegendliche Schielen auch bei 4 Monate alte Kinder wachsam.

Wir sind bei den Amblyopien stehen geblieben: Die termilogische Abgrenzung ist wichtig:

1. Amblyopie ist ein Ergebnis einer gestörten Entwicklung

     - OK, jedoch ohne nachgewiesene patologische Ursache

2. Reizdeprivation führt zu einer Stimllusdeprivationsamblyopie.

     - OK, nur ist Reizdeprivation selten vorkommend wenn kein Cataract oder hängenden Lieder

3.  Bei Reizderivation durch retinale Bilddisparitäten infolge manifestens Schielens, Aniseikonie oder anderer Bilddisparitäten kommt es zur Suppresionsamblyopie.   

     - Hier werden wir an einige Meinungsdisparitäten über potentielle Ursache und verläufe laufen. Das ist ein Huhn/Ei problematik wo z.B. Schielen, Amblyopie oder Aniseikonie auch als eine Verteidigungsrektion gegen Diplopie sein kann wenn das binokuläre Sehen zu schwer fällt, und dann erlössen sie sich durch entwichlung von Binokulärsehen (mittels VT).

Grüss

Steen


 
Veröffentlicht : 06.10.2010 12:24
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Guten Abend, Herr Aalberg,

es ist leider wieder spät geworden.

Was Herr Aalberg macht eine Suppression so gut? Auf jeden Fall wird eine falsche Korrespondenz manifestiert, deren Ausdruck eine alternierende Suppression oder eine monokulare Supression ist.

VT bei einem 16 Monate alten Kindes funktioniert nicht, da nach Collier  nur dann wenn man die Wahrnehmung auch artikulieren kann Lernfortschritte mit entsprechenden Übungseinheiten machbar sind.

"Zum Training der Sehfunktionen gehört außerdem die Einbeziehung der Wahrnehmung: Ich sehe etwas und gebe dem Gesehenen (innerlich) einen Begriff."

Volkhard Schroth " Grundlagen des optometischen Visualtraining", DOZ 1-2005, Seite 52-54

Warum der Junge nicht in der Nähe lesen und schreiben konnte habe ich ausführlich geschrieben. Lesen Sie sich das doch bitte noch einmal durch.   Zu Amblyopien und Steresehen morgen mehr.

A.M.


 
Veröffentlicht : 08.10.2010 00:54
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Guten Morgen

Was Herr Aalberg macht eine Suppression so gut?

     - Ich finde die Suppression nich direkt gut, es kann aber als Verteidigungsmekanismus gegen Diplopie dienen, weil das fürs Organismus ein schwereres Problem bietet. Ich denke das dies eine Entwichlungsmöglichkeit ist wenn keine Hilfe geleistet wirt.

Auf jeden Fall wird eine falsche Korrespondenz manifestiert, deren Ausdruck eine alternierende Suppression oder eine monokulare Supression ist.

    - "Auf jeden Fall" wollte ich ab sofort mit möglicherweise auswechseln, denn es gibt immer mehr Möglichkeiten.

VT bei einem 16 Monate alten Kindes funktioniert nicht, da nach Collier  nur dann wenn man die Wahrnehmung auch artikulieren kann Lernfortschritte mit entsprechenden Übungseinheiten machbar sind.

    - Dass kommt mir vor als selbstwiedersprechend, Man muss die Sprache erst haben um das Sprechen lernen zu können?? Visualtraining ist selbstverständlich die verschiedenen Entwichlungsstufen genau angepasst.

"Zum Training der Sehfunktionen gehört außerdem die Einbeziehung der Wahrnehmung:

    - So weit bin ich einig, aber...

Ich sehe etwas und gebe dem Gesehenen (innerlich) einen Begriff."

    - Kann man nur wenn man schon ein passendes Begriff im Schubladen hat. Das ist in dem bereich nicht unbedingt der Fall.

Volkhard Schroth " Grundlagen des optometischen Visualtraining", DOZ 1-2005, Seite 52-54

Warum der Junge nicht in der Nähe lesen und schreiben konnte habe ich ausführlich geschrieben. Lesen Sie sich das doch bitte noch einmal durch.  

   - Dass fallt vielleicht an mein Deutschlesen, das dürfen Sie gerne für mich klar ausschneiden, denn ich denke unsere Teorien darüber sicherlich verschieden sind.

LG

Steen Aalberg


 
Veröffentlicht : 12.10.2010 07:46
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Noch eine kleine relevante Beifügung die ich Gestern von ein Professor in Optometrie in Tennesee USA erhalten habe:

My son came out of the birth canal with the cord wrapped around his neck, APGAR score of 4, and 30 - 50 prism diopter esotrope.  Spent every evening during the first year of life working on bilateral activities.  Crawling, creeping, pushing a basketball and soccer ball back & forth, etc.  Esotropia went from constant to intermittent and was only strabismic 20% of the time on his 1st birthday.  Never was strabismic after 18 months and has had 15 sec of arc stereopsis since he was 6 years old....he is now 28 years old and very binocular since 18 months.  Surgery was never considered

Meine Übersetzung lautet (wie immer ohne Gewehr die roten Streichen können sie beliebig einfügen;-)):

Mein Sohn wurde mit die Nabelschnur um Hals geboren. APGAR punkte krigte er nur 4, und dazu 30 bis 50 prismen Esotropie. Wir haben jeden Aben seines ersten Lebensjahr mit bilaterale Aktivitäten verbracht. Kriechen, krabbeln, schieben hin und zurück mit grossen Bällen usw. Die Esotropie ist von konstant bis intermittierend gegangen, und an seiner ersten Geburtstag hat er nur 20% der Zeit geschielt. Nach 18 Monate hat er gar nicht mehr geschielt, und mit 6 Jahre hat er 15 bogensekunden Stereo gehabt. Er ist jeztz 28 und sehr binokulär seit er 18 Monate alt war. OP kam nie in Frage.
 


 
Veröffentlicht : 12.10.2010 10:55
(@mishou10)
Beiträge: 9
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Themenersteller
 

Hallo,

wollte mich noch einmal nach langer zeit wieder melden.

Wir haben uns jetzt erst einmal gegen eine jetzige OP entschieden und warten ab, was so passiert.

Natürlich beobachten wir das schielen unserer Tochter jeden Tag sehr genau, um veränderungen sofort zu bemerken.

Mir - und auch anderen-  ist aufgefallen, das sie in den  letzten 1-2 wochen nicht mehr ganz so oft nach aussen schielt, wie es zuvor noch der Fall war... woran es liegt ---- keine Ahnung???? Sie hatte eine Impfung ( 6-fach), aber ob es damit zusammenhängen kann ? wohl eher nicht.

Wir nehmen es jetzt ersteinmal positiv hin und warten mal ab, was noch so kommt. Haben natürlich regelmässig (alle 3monate) kontrolle bei der Augenärztin und holen uns jetzt zusätzlich in der Augenklinik in Oldenburg noch einmal eine Meinung ein.

Lg Melanie


 
Veröffentlicht : 23.10.2010 21:26
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