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Akkomodationsspasmus, Therapie? oder doch ein HWS-Syndrom?

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(@Mirii)
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bin froh, dass es das forum gibt ! Lächelt


 
Veröffentlicht : 23.06.2010 18:53
(@Mirii)
Beiträge: 99
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Liebe Forumsmitglieder,

heute hatte ich endlich den langersehnten Termin in der Augenklinik (Charité Berlin, Sehschule). Es hat sich leider meine Sorge bestätigt, dass ich wohl kein "Standard"-Schiel-Patient bin.

Es wurde zunächst die dekompensierte Esphorie bestätigt. Ein Akkommodationsspasmus sei unwahrscheinlich.
Der Schielwinkel sei recht klein, was mich sehr wundert, weil ich teilweise wirklich extreme Doppelbilder habe.

Beim Geraudeausblick wären es wohl 5 Prismen, beim seitlichen Blick aber 10 Prismen.
Aufgrund dieser Abweichnung sei laut Orthoptistin ein Lähmungsschielen nicht auszuschließen.
Außerdem sei meine Augenbeweglichkeit etwas eingeschränkt, was aber mit der recht hohen Myopie zusammenhängen könnte. Hinzu kommt die ungeklärte Ursache für meine nachts einschlafenden Arme und Hände.

Die Orthoptistin und der Oberarzt der Abteilung waren der Meinung, dass man zuerst nach den Ursachen forschen müsse, bevor man eine endgültige Lösung findet. Außerdem könne das Schielen ja evtl. wieder weggehen, denn es besteht  ja erst seit 4,5 Monaten und vorher konnte ich das latente Schielen doch auch kompensieren...
Die Frage der "Ursache" ist hier von mir ja bereits einmal gestellt worden, aber eher auf Verständnislosigkeit gestoßen. Ich würde natürlich alles darum geben, wenn es sich um eine bloße "Winkelfehlsichtigkeit" ohne schlimme Ursachen handeln würde! Aber nun soll ich eine Hirnwasseruntersuchung machen lassen. MS ist wohl trotz MRT und Hirn-SPECT noch nicht vom Tisch.

Witziger Weise wurde schon wieder eine neue Brillenstärke gemessen: LA -7,25 und RA -6,0 mit Visus 1,2!
In meiner letzten Fassung vom März wurden  LA -7,25 und RA -6,5 mit nur 70 % Sehleistung eingearbeitet.
Im letzten Herbst waren es LA -8,25 und RA -7,0 mit Visus 1.0 bzw. 0,9.
Aktuell trage ich allerdings eine Fassung, mit der ich im Herbst weniger als 50% Sehleistung hatte; nun wurde damit 80 % gemessen! Es hat sich offenbar auch bestätigt, dass sich meine Sehleistung verbessert hat.

Ich bekam für 45 min zum Testen ein Prismenglas (5) für das schielende Auge. Die Doppelbilder waren damit zwar im Geradeausblick besser (nicht weg), aber ich fühlte ein sehr unangenehmes Ziehen hiter den Augen, das mir quasi durch Mark und Bein ging. So als ob irgendwelche Wellen durch den Kopf fließen. Sehr unangenehm. Als ich nach 45 min die Brille wieder abnahm, fühlte es sich wie eine Erlösung an. Dabei sollte es doch eigentlich genau andersherum sein, oder?

Man hat mir gesagt, dass es evtl. Wochen dauern könnte, bis man sich an die Prismen gewöhnt. Nicht jeder reagiert wohl sofort positiv darauf. In 4 Wochen ist Nachkontrolle. Wenn der Schielwinklel stabil bleibt und ich die Sache vertrage, dann könne ich mir eine Prismenbrille anfertigen lassen.

Eigentlich wollte man mich zu einer Nachkontrolle wieder zu der bisherigen Orthoptistin schicken, aber ich bestand darauf, wieder in der Augenklinik einen Termin zu bekommen.

Jetzt bin ich etwas platt. Nicht nur, weil ich wieder auf Ursachenforschung gehen muss und MS wieder ins Spiel gekommen ist, sondern auch, weil ich die Prismenbrille als fürchterlich empfand und mit ihr nicht einmal doppelbildfrei war. So niederschmetternd hätte ich mir das Ergebnis nicht vorgestellt. Dabei sagte ein Arzt, dass diese Orthoptistin die Beste auf ihrem Gebiet sei und niemand anderes mich noch besser behandeln könnte.

Jetzt würde mich wirklich gaaaanz doll die meinung der Experten im Forum interessieren. langsam schwimmen mir die felle davon und ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll. Am 3.8. habe ich noch einen Termin bei einem empfohlenen Augenarzt... Kann man denn noch etwas anderes mit mir machen?

Bitte um Rat. Vielen Dank schon mal!

Miri


 
Veröffentlicht : 28.06.2010 15:10
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Miri,

hast Du früher schonmal von den einschlafenden Armen und Händen geschrieben? Habe ich vielleicht übersehen.

Schielen oder Winkelfehlsichtigkeiten oder irgendwelche Phorien können auch von Problemen mit der Halswirbelsäule herrühren, ebenso das Einschlafen der oberen Extremitäten. Vielleicht hilft Dir ein guter Chiropraktiker oder Orthopäde.

Das ist nach meiner Erfahrung das erste, das vor jeder anderen Maßnahme jetzt geprüft werden muss.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 28.06.2010 15:57
(@Mirii)
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Themenersteller
 

@Eberhard

Danke für die Antwort!

Ich glaube, ich habe es zuletzt kurz erwähnt, dass ich unter diesen "Begleitsymptomen" leide. Ich bin in orthopädischer Behandlung, da ich auf das HWS-Syndrom (im weitesten Sinne) als mögliche Ursache für Sehprobleme gestoßen bin. Der Orthopäde hatte daraufhin eine (private) Atlastherapie nach Arlen in petto. Ich habe bereits 5 von 10 Sitzungen hinter mir, aber ohne jede Wirkung. Es wurde auch kein MRT der HWS gemacht, da für "seine" Therapie ein Röntgenbild des Atlas aussreicht. Dies zeigte eine leichte Rotation, aber nichts unübliches. "Kann Probleme machen, muss aber nicht." Heute wurde mir in der Augenklinik gesagt, dass Doppelbilder auf keinen Fall aufgrund von HWS-Problemen auftreten können - allenfalls Schwindel o.ä.

Die Atlastherapie werde ich jetzt abbrechen. Für die einschlafenden Arme hat der Orthopäde auch eine Therapie angeboten: Trigger-Stoßwellentheraoie (Kosten 1.250,- EUR). Ich habe aber kein Vertrauen mehr in diesen Azrt, da er immer sehr schnell urteilt und teure Privatleistungen anbietet, ohne gründlich zu untersuchen und ganzheitlich zu überlegen (für meine laienhafte Auffassung).

Ich glaube, dass die einschlafenden Arme, Tinnitus, Ohrengeräusche, Knacken im Nacken usw. eine Folge meiner allgemeinen Anspannung und meines Bewegungsmangels aufgrund des Schielens / Winkelfehlsichtigkeit sein könnten, denn sie traten zeitlich ca. 3 -4 Wochen später auf. Dann könnten ja evtl. auch Massagen helfen, oder? Mein Orthopäde hat mich zwar schon ein paar mal "mobilisiert", aber das hat gar nichts bewirkt.

Was könnte denn ein Chiropraktiker noch ausprobieren?

Dummer Weise sind Doppelbilder und einschlafende Extremitäten auch die beiden typischen Frühsymptome bei MS Traurig
(Jetzt gerade schläft mir heute zum vierten Mal mein rechter Fuß ein - das hatte ich früher nie...)

Gruß

Miri


 
Veröffentlicht : 28.06.2010 16:32
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Miri,

bei meiner Frau hat erst ein Chiropraktiker durch Einrenken der Wirbel eine starke Erleichterung von einschlafenden Armen und Händen erreicht. Auch starke Rückenschmerzen wurden deutlich weniger nach jeder Sitzung. Orthopäden haben nichts bewirkt, auch Schmerztherapien sogar Stationäre waren erfolglos.

Deswegen schrieb ich :guter Chiropraktiker und Orthopäde, dabei meinte ich natürlich auch guter Orthopäde. Beruflich arbeite ich mit einem Orthopäden zusammen, der die Zusammenhänge von Augenfehlstellungen und Wirbelfehlstellungen erkannt hat und sogar mit Kieferorthopäden zusammenarbeitet, also sind wir ein Dreiergestirn: Orthopäde-Kieferorthopäde-Augenopitker.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 28.06.2010 17:18
(@Mirii)
Beiträge: 99
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Themenersteller
 

Mein Orthopäde, auch Chirotherapeut, hat mir schon mehrmals alle möglichen Blockaden der WS gelöst. Ich habe aber keine Veränderung danach bemerkt. Außerdem hatte ich Cranio Sacral Therapie - ohne jeden Effekt. Auch mein Zahnarzt ist "im Boot", aber auch ohne Erkenntnisse.  Yantramatte, Nackenkissen, Magnesiumtabletten, homöopathisches Zeug, Gymnastik, Wärmekissen haben allesamt nichts gebracht. Die Arme schlafen nachts immer ein, es sei denn, ich lege sie geradegestreckt hin. Aber tagsüber habe ich immer Schmerzen untersdchiedlichen Ausmaßes in den Armen.

Mein größtes Problem ist irgendwie, dass sich niemand für eine Lösung zu interessieren scheint. Wenn man mir nicht standardmäßig helfen, werde ich entweder an Kollegen verwiesen oder (Orthopäde) nutzt die Chance, um teure Privatleistungen zu verkaufen. Meine Hausärztin empfiehlt mit Psychotherapie und Yoga. 

Selbst heute in der Charité war es so, dass die Orthoptistin sagte, es täte ihr leid, dass sie keine zufriedenstellende Lösung anbieten kann. Ich solle Abwarten, was andere Untersuchungen ergeben (welche auch immer) und ob die Prismen nach einiger Zeit Tragen akzeptiert werden (die aber auch nicht DB-frei machen) und alles "beobachten", da sich das Schielen ja vielleicht wieder spontan zurückbilden könne. (Wunder?) O.K. Sie ist die Fachfrau, dachte ich. Da war ich zunächst noch guter Dinge, dass ich in guten Händen sei...  Aber dann wollte sie aber nicht einmal einen Nachsorgetermin vereinbaren, weil ich die Prismen ja auch woanders kontrollieren lassen könne! Was soll das denn? Wieder woanders hin und bei Null anfangen? Das hatte ich schön zu Genüge! Gerade, wenn man den Verdacht hat, dass es ein Lähmungsschielen sein kann - dann sollte man mich doch nicht wieder zu dem Arzt zurückschicken, der nicht einmal den Unterschied erkennt und mir nur eine Lesebrille und Augentropfen verschreibt und dann sagt, er sei mit dem Latein am Ende, und mich hilflos an die Augenklinik verweist. Oder ist das normal??? Ich möchte nicht ungerecht sein, aber ich fühle mich einfach hin- und hergeschoben und im Endeffekt alleingelassen...


 
Veröffentlicht : 28.06.2010 20:15
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Liebe Miri,

 Wenn subjektives Empfinden der Doppelbilder und Ergebnis der Diagnostik nicht stimmen, muss man den Fehler immer beim Befunderhebenden suchen, nicht bei sich selbst.

Die beste Orthoptistin der gesamten Republik hat leider auch "geschlamt", wenn ich das mal frei aus dem Herzen betiteln darf.

Dass das kein Akommodationsspasmus ist, ist doch sogar mir aus der Ferne klar. Die Esophorie ist dekompensiert und wenn mal so nach dem Covertest ein Prisma an die Brille klebt oder steckt ist das eben auch verwerflich. Ein Prisma ist nur dann verträglich wenn es das richtige ist. Das war es hier aber nicht.

Eine Augenmuskellähmung kann es auch nicht sein. Wenn es eine wäre, dann hätten der Diplopie-Test mit Rotglas, das Hessgitter und der Synoptometerbefund ohne große Mühe das auch bewiesen. Oder wurde das gar nicht erst gemacht? Klingt mir fast danach.

Eine MS macht keine Parasthäsien in den Armen nach dem Schlafen.  Wenn MS, dann in allen Gliedmaßen während eines Schubes und nicht nur nachts. Und der liebe Oberarzt und die beste Orthoptistin sind nämlich mit ihrem Latein am Ende. Denn wer schickt seine Patienten weg zu jemand anderem und hilft ihnen nicht? Klingelts?  Die Doppelbilder verschwinden nur oder werden weniger, wenn die Ursache neurologisch ist. Das muss man natürlich immer erst abklären.   

Unterschiedliche Sehschärfenleistungen können vorkommen wenn die Vorassetzungen zur Sehschärfenmessung nicht nach DIN genormt sind und sind auch vom Tageszeitlichem (Stress, Müdigkeit, etc...) abhängig.   

Frei nach hm, hm, hm...außer Spesen nichts gewesen. Ich kenne einen Kollegen, der zum Einholen einer 2.Meinung die Eltern kleiner Patienten an die Charitè verweist. Er ist sich so sicher das die alle wiederkommen. Ich persönlich frage mich nicht "Warum?" nach diesem Bericht. 

Den Termin am 3.8. würde ich wahrnehmen.

M.f.G. A.M.


 
Veröffentlicht : 29.06.2010 22:12
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

 (die aber auch nicht DB-frei machen) und alles "beobachten", da sich das Schielen ja vielleicht wieder spontan zurückbilden könne. (Wunder?) O.K. Sie ist die Fachfrau, dachte ich. Da war ich zunächst noch guter Dinge, dass ich in guten Händen sei...  Aber dann wollte sie aber nicht einmal einen Nachsorgetermin vereinbaren, weil ich die Prismen ja auch woanders kontrollieren lassen könne! Was soll das denn? Wieder woanders hin und bei Null anfangen?

Dazu bedarf es keines weiteren Kommentares. Das spricht für sich selbst.

A.M.


 
Veröffentlicht : 29.06.2010 22:17
(@Mirii)
Beiträge: 99
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Vielen Dank für die Infos, das macht mir Mut. Ich habe mal gegoogelt, um zu ermitteln,ob diese drei besagten Untersuchungen gemacht worden sind: Rotglastest: nein (nur ein Test mit Taschenlampe - ich sollte sagen, ab welchem Moment aus einem Leuchtpunkt zwei werden). Hess-Gitter: Wenn das der TEst mit dem Leuchtstab ist, wo ich Leuchtpunkte "einfangen" sollte, dann wurde er gemacht.  Synoptometer: Ich bin so gut wuie sicher, dass dieser Test nicht gemacht wurde. Aber dafür gab es einen Test mit der Tangententafel...

Jedenfalls kam die Aussage, dass ein Lähmungsschielen nicht ausgeschlossen ist, gleich am Anfang der Untersuchungen nach dem Prüfen der Augenbeweglichkeit zur Seite. Am Ende der Untersuchungen gab sie mir das Prismenrezept und meinte, dass man momentan nichts anderes tun könne. Leider weiß ich nicht, was die Untersuchungen im Detail erbracht haben, außer dass Sichtfeld und Sehnerv o.k. sind. Es ging alles viel zu schnell, um sorgfältig sortierte Fragen stellen zu können - auch wenn die Dame sehr freundlich und aufgeschlossen war. Ich werde in 2 - 3 Wochen einen Brief von ihr bekommen, sagte sie.

Auch wenn mein Schielwinkel seitlich die meiste Zeit deutlich größer ist als geradeaus - bei starker Müdigkeit oder direkt nach dem Aufstehen sehe ich beim Geradeausblick fast gleich starke Abstände zwischen den Bildern wie seitlich. Wie gesagt sehe ich meinen 68 cm Diagonale-Fernseher beim "Loslassen der Augen" in 3 m Abstand zwei Mal nebeneinader! Ich dachte ja, dass ich bestimmt 30 Prismen bräuchte, aber jetzt sollen es nur 5-10 sein mit dem Zusatz der Orthoptistin "Ich glaube Ihnen ja, dass Sie ab und zu etwas doppelt sehen" (als ob es nur ganz minimal sein könne...).

Den vereinbarten Augenarzt-Termin werde ich auf jeden Fall wahrnehmen!

Die fraglichen typischen MS-Symptome -  darüber darf ich mir einfach keine Gedanken mehr machen. Erst einmal die Lumbalpunktion machen und dann kann man vielleicht mehr sagen...

Miri


 
Veröffentlicht : 30.06.2010 00:21
(@Mirii)
Beiträge: 99
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Der Neurologe tippt weder auf Karpaltunnel- noch auf Ulnaris-Sndrom (Engpässe in Armnerven), weil ja auch die Füße betroffen sind. Ich soll ein MRT von der Halswirbelsäule machen lassen, um eine Hirnmarkseinengung auszuschließen. Ich weiß aber nicht, ob das mit den Doppelbildern zusammenhägen kann. Außerdem wird eine Lumbalpunktion gemacht. MS sei (nur) zu 99 % aufgrund Kopf  MRT und Hirn-SPECT ausgeschlossen.

Bin gespannt auf die Prismenfolie, die ich bestellt habe!


 
Veröffentlicht : 30.06.2010 13:51
(@Mirii)
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1. Tag mit Prismenfolie

Beim Optiker wurde mir eine Prismenfolie mit 5 Pr. aufgeklebt. Das Primsenglas, das ich am Montag in der Augenklinik trug, hatte eine gewisse Wirkung gebracht - aber diese Rillenfolie bringt kaum etwas. Wenn ich die Verbesserung der Doppelbilder in Prozent beschreiben sollte, dann würde ich aus dem Bauch heraus sagen 5 % besser, 95 % "Rest-DB". Vielleicht habe ich den Wert "5" ja einfach nur ganz falsch verstanden, haha Lächelt Die Optikerin meinte, dass es eine Weile dauert, bis die Spannung in den Augen nachlässt und man eine Wirkung merkt...

Als ich eben die Brille putzen wollte, hielt ich plötzlich dieses mit Verlaub sehr zugeschnittene Gummiding in der Hand. Jetzt habe ich versucht, mit Spülmittel die Fingerabdrücke und Fussel von dem Teil zu beseitigen, aber es wird nur immer schmutziger. Nun sehe ich nur noch durch einen grauen Schleier und die Luftbläschen zwischen Gummi und Brillenglas bekomme ich auch nicht ganz weg. Doofer Schmutzfänger irgendwie.

Was mich nun zusätzlich bzu allem beängstigt: Die Optikerin sagte, dass man bei meiner hohen Kurzsichtigkeit die Prismen nicht in eine Brille einarbeiten lassen könne, da man bei Prismenbrillen nicht das hochbrechende Kunststoff verwenden kann und ich ansonsten einen mind. 3 cm dicken Brillenrand hätte! Sie hat es mir aufgemalt und ich war kurz vor dem Zusammenbruch.

Bitte, bitte, lieber Herr Mosch (der sich ja immer köstlich amüsiert über meine Theatralik - was ich auch verstehe Lächelt und liebe Kerstin - was sagt ihr denn zu dem Ergebnis in der Augenklinik und diesen Prismenwerten??? Hatte ich einfach nur Pech mit allen Ärzten und Orthoptistinnen oder gibt es wirklich hoffnungslose Fälle???

Meine allerletzte Hoffung ist der empfohlene Augenarzt (Termin am 3.8.). Kann ich mich vielleicht irgendwie vorbereiten, um Verständnis und v.a. eine Diagnose und vielleicht auch Hilfe zu bekommen? 

Ich bitte ein letztes Mal um Antwort auf mein Geschriebsel, dann verspreche ich auch, Ruhe zu geben...

Miri,

die fast keine Hoffnung mehr auf ein Leben ohne Doppelbilder hat...


 
Veröffentlicht : 03.07.2010 00:27
(@Mirii)
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Es ist mittlerweile längst eine zwar immer noch bestrittene, aber hinreichend bestätigte Tatsache, das Prismen nicht schaden können! Sollte ein Wert im Winkelfehler zwischen beiden Augen wirklich manifest werden, zeigt dies nur die wahnsinnig hohe Anspannung, die vorher geherrscht haben muss, nicht mehr und nicht weniger!

An diese Aussage habe ich mich gerade erinnert, als ich mal aus Spaß die Prismenfolie abgemacht habe, um den Unterschied zu testen. So starke Doppelbilder hatte ich noch nie!!! Ich wette, man kann mir direkt morgen früh mind. noch mal weitere 5 Prismen dazugeben und am Abend wären die DB wieder genauso wie vorher...

Ich tippe immer noch auf 30 - und beim WM-Tippen liege ich ganz weit vorne Zwinkert

(Ich tauschen meine Hysterie gern gegen Zynismus aus, Hauptsache, ich bekomme noch einmal ein Feedback!)

Lacht


 
Veröffentlicht : 03.07.2010 00:33
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo Miri,

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich nur um 5 Prismendioptrien handelt.Dieser Wert ist doch problemlos in Brillengläser einzubauen.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 11:57
(@Mirii)
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Vielen Dank für die Antworten! Ich bin natürlich für alle Ratschläge und Aufklärungen außerst dankbar und hatte Kerstin und Herrn Mosch nur deshalb direkt abngesprochen, weil sie sich bereits einmal meinem Fall annahmen.

Es ist aufgrund fehlender Diagnose momentan sehr schwierig für mich, gelassen und zielorientiert mit meinem Problem umzugehen. Ich höre von so vielen Seiten, dass das Schielen bestimmt psychosomatisch ist. Meine hausärztin spricht von Konversionsstörung und Psychotherapie.  Solle es tatsächlich ein Lähmungsschielen sein, so könnte es in Verbindung mit den Sensibilitätsstörungen (wenn diese nicht sogar dissoziative oder "Angststörung" wegen möglicher MS sind) aber auch auf neurologische Defizite hinweisen. Ein reines HWS-Syndrom im herkömmlichen Sinne hat mein Neuloge auch ausgeschlossen. Aber die Symptome in Beinen und Armen könnten auch von einer Hirnmarkseinengung herrühren, die man im MRT der HWS erkennt. Funikulräe Myelose, MS, Ployneuropathie, Vitamin B12-Mangel  - alles im Bereich des Möglichen...

Andererseits hatte ich schon seit 2004 zunehmend immer mal wieder Doppelbilder, was wieder auf Winkelfehlsichtigjeit hindeutet.

Jedenfalls geht es mir - was das Sehen angeht - mit den 5 Prismen schon deutlich besser als ohne Prismen. Nur, wenn ich die Brille mal abnehme, dann gerät die Welt ganz schön aus den Fugen...

@Eberhard

Ich trage momentan nur 5 Prismendiptrien als Folie, nicht mehr. Ich habe sogar eine Ersatzfolie mitbekommen. Auf der packung steht dieser Wert drauf.  Ich bin mir aber ganz sicher, dass der Wert noch ansteigt.


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 14:33
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo Miri,

dann frage Deinen Augenoptiker mal, ob er die bessere Folie, (Typ 3M) des Marktes genommen hat, oder die billige und deutlich trübere Folie.

Die bessere ist nur trotz ärztlicher Verordnung mit Zuzahlung zu erhalten, die billige kostet ungefähr das, was die GKV leistet.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 16:41
(@Mirii)
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da werde ich mal zu hause auf die packung schauen. die optikerin hat mir drei folien ohne zuzahlung gegeben (2 für 2 brillen und eine als ersatz) , obwohl ich nur für eine eine verordnung hatte


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 16:54
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo Miri,

dann ist es schon klar, warum Du Probleme hast mit der Folie. Ich gebe nur 3M Folien ab, allerdings mit Zuzahlung.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 18:35
(@Mirii)
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mhm, das war wohl ein Missverstädnnis. Ich habe eigentlich gar keine großen Probleme mit der Folie. Sie hilft mir dabei, weniger starke Doppelbilder zu shen, aber ich denke halt, dass der Prismenwert von der Orthoptistin zu schwach gewählt worden ist.

Die einzigen Nachteile sind, dass ich bei Dunkelheit durch Lichter im Straßenverkehr geblendet werde, die sich in den Rillen spiegeln und so lange "Fäden" ziehen. Außerdem spiegelt das hinterklebte Brillenglas, so dass man das Auge manchmal gar nicht sehen kann. Dass man die Rillen sieht, sit sicherlich normal und auch, dass ich immer das Bedürfnis habe, die Brille zu putzen, weil ich diese Rillen direkt vor dem Auge habe.


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 19:04
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo Miri,

Du hast doch geschrieben, dass die Folie trotz Reinigen trübe ist, das ist genau der Effekt der billigen Folie.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 19:18
(@AgnesMaria)
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Liebe Mirii,

es ist kein Lähmungsschielen. Wenn dem so wäre würden immer Doppelbilder auftreten in allen Entfernungen in unterschiedlicher Stärke. Bei nur 5 Prismendioptrien ist eine Lähmung total ausgeschlossen. Wenn es schon früher Doppelbilder gab spricht das für eine dekompensierte Phorie, nicht unbedingt für "WF". Was mich dabei ärgert, wenn ich so was lese, ist die in meinen Augen bestehende Inkompetenz der Diagnostiker und Therapeuten. Schade, das Sie noch immer nicht von jemanden betreut werden, der sich damit auskennt.

3M-Folien sind besser, als die von Breitfeld und Schlickert. Da stimme ich Herrn Luckas vollkommen zu.

A.M.


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 20:23
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