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Akkomodationsspasmus, Therapie? oder doch ein HWS-Syndrom?

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(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Liebe Mirii

Ich tippe immer noch auf 30 - und beim WM-Tippen liege ich ganz weit vorne Zwinkert

(Ich tauschen meine Hysterie gern gegen Zynismus aus, Hauptsache, ich bekomme noch einmal ein Feedback!)

Lacht

Sie bekommen immer eine Antwort, wenn auch nicht immer von denen von denen Sie es wollten. Nicht hysterisch sein und nicht sarkastisch. Wenn Sie möchten, kontaktieren Sie mich per PN.

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 20:24
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Liebe Mirii

Ich bin zwar keiner der Moderatoren dieses Forums und wurde nicht gefragt, aber ich antworte trotzdem mal.

Man kann höherbrechendes Kunststoff bei Prismengläser verwenden. Ich habe sogar mal eine Brille mit 20 Prismendioptrien pro Seite in der Hand gehabt. Wenn Ihre Augenoptikerin behauptet das ginge nicht auch bei einer hohen Myopie dann hat sie nicht viel Ahnung davon.

Ich hatte bis jetzt keinen Fall der nicht irgendwie gelöst werden konnte. Also...nicht verzagen. Warten wir den 03.08. ab. Die neurologischen Scans wie MRT trotzdem machen lassen.

Bei Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen ist das aber kein reines  HWS-Syndrom. Dann müssen Veränderungen im HWS- und LWS- bereich vorliegen.

Der Wert von 5 Prismendioptrien und die Untersuchungs- und Befundmitteilung von Ihnen  ließ mich ja schon an dem Wert zweifeln. Ich hatte recht. Das mag Ihnen im Augenblick nicht helfen zeigt mir aber das selbst auch aus der Ferne berechtigte Zweifel an der oder die  Orthptistin(en) korrekt waren.   

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 20:25
(@Mirii)
Beiträge: 99
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Themenersteller
 

Aber ich habe doch Doppelbilder immer und in allen Entfernungen! Nur beim Geradeausblick konnte ich die DB oftmals noch ausgleichen. Die Stärke der DB ist nach rechts größer als nach links, am geringsten jedoch beim Geradeausblick. Meine Augenbeweglichkeit sei etwas eingeschränkt, was aber auch mit der hohen Myopie (wg. Augapfelverformung) zusammenhängen könne. Aufgrund dessen konnte die Augenklinik ein Lähmungsschieln nicht ausschließen. Eine eindeutige Aussage gab es aber nicht.

Und die 5 Prismendioptrien betrachte ich nur als Einstieg, denn ich habe damit wie gesagt immer noch Doppelbilder, nach 3 Tagen des Tragens sogar schon wieder beim Geradeausblick.

Eine geringe beidseitige Abduzenzparese kann, wie ich las, mit einer dekompensierten Esophorie verwechselt werden.

Was ist denn der Unterschied zwischen einer dekomensierten Phorie und der WF? Ich dachte, das sind nur sprachliche Differenzen zwischen MKH-Anhänger und -Ablehner.

Ja, ich habe nachgeschaut. Meine Folien sind von B&S. Aber ich habe z.Z. eher andere Sorgen: Ich war heute auf der Arbeit, als wieder mal meine Beine einschliefen, kurz davor, mich ins Krankenhaus einweisen zu lassen. Ich habe so riesige Angst vor MS oder einer anderen Krankheit, durch die das Schielen ausgelöst sein könnte!!! Es gibt ja so viele Krankheiten, bei denen man chronische Lähmungen in Beinen und Armen entwickelt. Heute früh wollte ich eine Überweisung für eine Lumbalpuktion abholen, aber nun ist mein Neurologe krank und ich bekomme diesen Wisch nicht. Ich solle mich zum Rettungsdienst begeben, wenn ich akute Beschwerden habe...

Wenn ich nur endlich wüsste, was mit mir los ist! Ich kann es kaum mehr aushalten und werde noch völlig verrückt. Kann nicht mehr schlafen und nicht mehr richtig arbeiten vor Panik. Mein Chef sagte auch, ich soll mich am besten ins Krankenhaus begeben und durchchecken lassen. Als ob das so einfach zu bewerkstelligen wäre...


 
Veröffentlicht : 05.07.2010 21:12
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Nur kurz...

selbstverständlich bin ich in der Lage eine Abducensparese von einer Phorie zu unterscheiden...

Eine beiseitige Abducdensparese ist so selten... nämlich unter 1 Millionen vieleicht 1...


 
Veröffentlicht : 06.07.2010 14:07
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Hallo Mirii,

habe Dich ja ganz schön im Stich gelassen, und hatte einige Mühe alle zwischenzeitlichen texte zu lesen. Nun gibt es ja wieder Hoffnung im letzten Thread. Und der August rückt näher!

Ich kann nur den Kopf schütteln über die Prismenfolie, die eindeutig zu schwach ist. Und dann zwar dreifach, aber in solch einer miesen Qualität verabreicht wurde, dass kann ja nichts bringen!

Übrigens müsste die fünfer Folie mit der Riffelung schon waagerecht liegen, um überhaupt echte DB in der Höhe zu kompensieren. In der Seite dürfte ein Wert von nur fünf Prisma vom körpereigenen Ausgleichssystem doppelbildfrei eleminiert werden können. D.h. es muss einfach mehr sein, damit es überhaupt erst zu seitlichen DB kommen kann.

Natürlich bist Du mit und ohne Prisma total überanstrengt und am Rand deiner Kräfte, da braucht es keine MS!

Alles Gute!


 
Veröffentlicht : 06.07.2010 21:56
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Liebe Mirii,

bei mir können Sie nicht vorbeikommen. Lächelt 

Alles was Sie hier schilden hat mit Lähmungsschielen nichts zu tun. Und 5 Prismendioptrien in der Seite bei Geradeausblick hilft ja auch nicht. Bei Rechts- bzw. Linksblick machen sich die Doppelbilder mehr bemerkbar, weil Sie hochgradig kurzsichtig sind. Das ist alles.

Falls Sie wirklich MS hätten, würden Sie Gesichtsfeldeinengungen bemerken und Blitze und Sie würden schlechter sehen.

(Neuritis nervi optici). Aber insgesamt das Abklären (MS oder nicht MS)  lassen ist gut.  Wenn Sie psychosomatisch reagieren kommen die Symptome noch dazu (Blitze etc...)

Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Bewahren Sie Ruhe. Und im August sehen wir weiter...


 
Veröffentlicht : 07.07.2010 12:10
(@Mirii)
Beiträge: 99
Estimable Member
Themenersteller
 

Dann muss ich wohl mal vorbeikommen bei Ihnen, was? Zwinkert

Ich habe mir heute eine Einweisung ins Krankenhaus geben lassen zum Ausschluss MS. Hatte die gesamte Nacht Sensibilitätsstörungen in Händen und Beinen.

Vielleicht kommt das ja nur aus Angst, dass es MS sein könnte. Ich bekomme irgendwie genau die Symptome, vor denen ich Angst habe. Genau 2 Tage, nachdem mein Neurologe mich wegen möglicher MS fragte, ob mir ab und zu die Arme einschlafen, schlief mir zum ersten Mal in meinem Leben der Unterarm ein! Als ich las, dass die Missempfindungen bei MS meist auch die Füße und Beine betreffen, schwupps, trat auch dies ein. Zur Zeit gibt es aber nicht mal mehr Regenerationsphasen, daher mein Wunsch, ins Krankenhaus zu gehen.

Wenn ich mit Sicherheit wüsste, dass es sich um kein Lähmungsschielen handelt, dann wäre ich vielleicht viel entspannter. Kann man denn aufgrund von Verspannungen solche Sensibilitätsstörungen in Armen und Beinem bekommen?


 
Veröffentlicht : 07.07.2010 18:43
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Mirii,

Du bist für mich keinesfalls ein hoffnungsloser Fall, sondern in -scheint so- hoffnungsloser Behandlung.

Wenn Du die folie wirklich weiter tragen willst, nimm ganz wenig Spülmittel und viel handwarmes Wasser. Mache damit die Folie erstmal wieder geschmeidig (ich hoffe es ist eine von 3M, halt eine Bessere).  Anschließend in richtiger Drehung blasenfrei auflegen, mit fuselfreiem Tuch abtupfen und erstmal über dem Tragen Antrocknen lassen.

Soviel dazu!

Na dann hoffen wir mal auf die nachlassende Anspannung in den Augen, und die spürbare Wirkung (so ein Quatsch!)

Lass Dir doch einfach mal von der Optikerin, oder einem anderen Optiker vor Ort Prismen oder auch Folien vorhalten, die die Bilder zumindest halbwegs ideal voreinander oder viel besser zumindest kurzzeitig zusammen bringen. Dazu braucht es doch erstmal keinen Arzt der Augenheilkunde.

Nächster Schritt:

Ist der Kompensationswert in der Ferne und Nähe gleich? Testung am besten am Kreuztest in der Ferne und auch in der Nähe am Polatest Sehprüfgerät bzw. nur erstmal an diesem MKH-Testfeld.

Wie verhällt es sich weiter bei Augen- bzw. Kopfdrehungen? (Fernsicht am Kreuztest und am Zeiss Nahpolatest. (Wechsel den Optiker, wenn er dieses Augenprüfgerät nicht vorrätig hält bzw. in diesen Bereichen nicht eindeutig beherrscht.. Er wird Dir wohl auch nicht helfen können.

Es wäre erstmal interessant, welcher Wert hier überhaupt ermittelt wird.  Bevor man einen solchen Wert als Folie versuchsweise längerfristig hinter ein Brillenglas bringt, sollte per Cover-Test in der Ferne und Nähe die Reaktion der Augen auf einen solchen Ausgleichswert gegen geprüft werden. Ist der Kollege im Covern geübt? Das wäre dann schon kein ganz schlechtes Zeichen.

Nur wenn der Gesamttest positiv ausfällt, würde ich noch etwas vor dem 3. August unternehmen, ansonsten lieber noch die gut 14 Tage so abwarten.

Stelle gerade fest, dass mein hiesiger Beitrag auf die alte Anfrage vom 3.Juli reagiert. Ich lass ihn trotzdem stehen.


 
Veröffentlicht : 16.07.2010 00:27
(@Mirii)
Beiträge: 99
Estimable Member
Themenersteller
 

Hallo, Herr Mosch

das klingt nicht unkompliziert. Mittlerweile sind meine Doppelbilder wieder genauso stark wie vorher ohne Prismen, außerdem habe ich wieder Augenschmerzen. Ich warte auf jeden Fall den 3.8. ab und bin schon ganz gespannt!

Allerdings habe ich die Wartezeit nicht ungenutzt gelassen und mich aufgrund der Empfehlung der Augenklinik und meiner ulkigen Sensibilitätsstörungen in den vergangenen Tagen in einem Krankenhaus auf eine mögliche neurologische Erkrankung untersuchen lassen. Hier konnte man nichts, auch kein Lähmungsschielen feststellen (Endergebnisse am Montag abzuholen). Hinsichtlich meiner Doppelbilder (soweit man sie mir überhaupt "abkaufte") sollte ich mich weiter augenärztlich behandeln lassen.

So weit so gut.

Es wird mir immer deutlicher, wie viele Umwege ich eigentlich gerade gehe, nur weil die Augenärzte, die ich bisher aufsuchte, ziemlich ratlos waren und sich nicht so recht an das Problem ranwagten.

Jetzt hoffe ich beim nächsten Doc endlich auf eine bessere Messung (und auf die Inaussichtstellung einer Augenmuskel-OP)!

Miri

(die wohl keine nerologische Erkrankung hat! Jippieh!!!)


 
Veröffentlicht : 16.07.2010 14:35
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Hallo Mirii,

dass klingt ja wirklich Super! - Ich drücke Ihnen beide Daumen, dass sich auch an den DB was tun wird.

Bitte erwarten Sie aber in Ihrem Fall nicht automatisch eine Sofort-Hilfe, so schön das ganz sicher wäre! Aber auch ein sauberes Vorgehen in mehreren Schritten hat das Ziel der DB - Vermeidung im Auge; und das ist jedenfalls angesagt!

Alles Gute!


 
Veröffentlicht : 17.07.2010 10:41
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Hallo Mirii,

hast Du denn auch mal auf Kieferfehlstellungen untersuchen lassen? Schon eine Füllung, die in der Höhe nicht ganz stimmt, kann den ganzen Kiefer aus dem Lot bringen!!!! Nachfolgend dann die HWS mit den von Dir beschriebenen Symptomen bis zu Tinnitus und Kribbeln in Armen....es gibt mittlerweile einige wenige Spezialisten hierfür. Beißt Du nachts fest die Zähne aufeinander oder knirschst Du?

LG

Kerstin


 
Veröffentlicht : 22.07.2010 18:58
(@Mirii)
Beiträge: 99
Estimable Member
Themenersteller
 

Mhm, das klingt ja interessant und sehr komplex. Ich bin bis vor kurzem in kieferothopädischer Behandlung gewesen und habe ein Jahr lang fast rund um die Uhr Schienen getragen, durch die Zahnfestellungen korrigiert wurden. Jetzt trage ich nur noch nachts Schienen. Der letzte Abdruck war laut Zahnarzt ideal, d.h. sehr gleichmäßig.

Knirschen tu ich nachts nicht und beiße auch nicht die Zähne zusammen - weder mit noch ohne Schienen. Ich hatte in Absprache mit meinem Zahnarzt zur Probe die Schienen eine Weile ausgesetzt, da hat sich aber nichts verändert an meinen Problemen. Eine neue Zahnfüllung habe ich auch seit Ewigkeiten nicht bekommen. Weisheitszähne sind zwar alle nch da, haben mich aber noch nie gestört und bewegen sich auch nicht.

Das MRT von der HWS ist unauffällig. Zudem habe ich ja auch Missempfindungen in den Beinen, welche nicht von der HWS herrühren können (ich kann z.B. weder im Schneidersitz noch in der Hocke verweilen, ohne dass mir gleich die Füße und Unterschenkel kribbeln oder einschlafen und nachhaltig schmerzen und spannen. Das war früher ganz anders).

Ich kann mir insofern eigentlich kaum vorstellen, dass eine Kieferfehlstellung vorhanden und ursächlich ist. Welche Fachrichtung wäre denn für solche Fragen und Zusammenhänge zuständig?

(Habe jetzt etwas von "Fibromyalgie" gelesen - obwohl ich ja Google-Verbot von meiner Hausärztin bekommen habe Zwinkert

LG

Miri


 
Veröffentlicht : 23.07.2010 11:09
 Kris
(@Kris)
Beiträge: 1
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Hallo zusammen,

ich habe im Internet nach Doppelbildern rechaschiert weil mein Vater seit einer Woche Doppelbilder sieht und sehr starke Kopfschmerzen hat. Er hatte einen Fahrradunfall und ist auf den Hinterkopf gefallen (Helm hinten gebrochen). Danach lag er wahrscheinlich noch einige Zeit (ca. halbe Stunde) bewustloss da bis er wieder auffachte, mich mit dem Handy anrief und ich ihn abholte und ins Krankenhaus brachte. Da hat er noch keine Doppelbilder gesehen. Das ging erst am nächsten Tag im Krankenhaus los. Ich habe mich jetzt schon durch so einige Berichte durchgelesen und oft stehen die Doppelbilder im Zusammenhang mit einem Schlag bzw Unfall auf den Hinterkopf. Die Ärzte sagen das mein Vater einfach abwarten solle. Das brächte viel Zeit. Das Problem ist bis jetzt ist es nur schlimmer geworden (Vor allem die Kopfschmerzen). Auch wenn ich keine Ahnung habe könnte ich mir vorstellen das irgendwas auf den Sehnerv drückt, eine Anschwellung oder so, und dadurch die Doppelbilder entstehen. Bei der CT Auswertung war wohl auch auch eine Anschwellung zu sehen. Bei einem anderen Fall (Artickel aus dem Internet) ist einer rückwärts von der Leiter auf den Hinterkopf und Rücken gefallen. Nach dreieinhalb Monaten waren die Doppelbilder wieder weg. Er musste sich allerdings die Halswirbel richten lassen. Es kann doch auch sein das bei eienem Sturtz sich die Nackenwirbel oder auch der Atlasknochen verschieben und der Nerv diese berührt. Der Chef von einem Bekannte hat immer stärkere Sehstörungen bekommen wobei die Sehstärke immer weiter angenommen hat und Kopfschmerzen hatte er sehr starke. Daraufhin het er sich aus Empfehlung den Atlasknochen richten lassen (in Köln). Danach waren die Probleme weg. Wieder scharfes sehen und keine Kopfschmerzen. Ich habe mir den Atlas Knochen auch dort richten lassen und kann seitdem meinen Kopf weiter derehen und habe den Nacken nicht mehr verspannt. Dort wurde der Knochen einmalig gerichtet.

Was hast du Mirii denn bei der Atlas Therapie gemacht? Ist das was ähnliches?

Ich rufe dort am Montag mal an und frage ob das mit den Doppelbildern von meinem Vater zu tun haben kann und was der Arzt empfielt.

Was haltet ihr von dem richten lassen?

Vielleicht doch erstmal naoch ein paar Tage / Wochen abwarten und dann dorthin?


 
Veröffentlicht : 31.07.2010 14:30
(@Mirii)
Beiträge: 99
Estimable Member
Themenersteller
 

Liebe(r) Kris,

während meiner mehr oder weniger fruchtbaren, fast endlosen Internetrecherchen anlässlich meiner Doppelbilder habe ich vieles über den Zusammenhang zwischen Doppelbildern und HWS-/ Schädel-Hirn-Traumata bzw. einer Atlasfehlstellung gelesen, wovon ich ein paar Dinge beitragen möchte. In der Augenklinik sagte man mir zwar, dass Doppelbilder generell nicht von der Halswirbelsäule herrühren, aber der Zusammenhang mit dem Fahrradunfall deines Vaters spricht ja für sich und lässt vermuten, dass es sich tatsächlich um eine Blockade / einen eingeklemmten Nerven o.ä. mit Auswirkungen auf die Sensomotorik der Augen handelt, was wieder vorübergehen kann. Und ich habe auch von Einzelfällen gelesen, bei denen das sog. Einrenken der HWS bei Doppelbildern geholfen haben soll. 

Mein Orthopäde hat mir, da ich ja sehr ratlos war, ganz spontan die "Atlastherapie nach Arlen" verkauft. Dabei wird nicht etwa der rotierte Atlas "gerade gerückt" o.ä., sondern es soll durch einen manuellen Impuls auf den Atlasquerfortsatz die Steuerung des Nervensystems und des Gleichgewichtssinns reguliert werden. Reine Doppelbilder sind aber ein eher fraglicher Teil des Behandlungsspektrums dieser Therapie, die vielmehr bei Schwindel, Sehstörungen (teilw. werden auch Doppelbilder angegeben), Kopfschmerzen, Tinnitus u.a. angewandt wird und daher in meinem Fall (dekomensierte Esophorie) völlig wirkungslos war. (Interessant in diesem Zusammenhang wäre vielleicht auch die Diagnose "vertebrobasiläre Insuffizienz", wo es um Durchblutungsstörungen der Arteria Vertebralis aufgrund Veränderungen an der HWS geht. )

Im Falle deines Vaters würde ich denken, dass die Ärzte aufgrund der umfangreichen Erfahrungen mit Schädel-Hirn-Traumata schon gut wissen, was zu tun ist, auch wenn das Abwarten zunächst eine sehr unbefriedigende Maßnahme ist. Manche posttraumatische Symptome treten übrigens nicht sofort nach dem Unfall, sondern etwas verzögert auf bzw. verstärken sich verzögert, wozu auch die Kopfschmerzen zählen. Schau dazu doch mal hier rein: http://books.google.de/books?id=DVOEhWEslPsC&lpg=PA116&ots=_IJqJxc99b&dq... . In diesem Fachbeitrag steht auch, dass Sehstörungen (z.T. mit Fusionsstörungen) in bis zu 26 % der Schädel-Hirn-Trauma-Fälle auftreten.

Welche konkrete Ursache hat man euch denn im Krankenhaus für die Doppelbilder genannt und welche Art des Schielens? Aus einer mechanischen Einwirkung auf bestimmte hirnversorgenden Nerven kann eine Augenmuskellähmung (also Lähmungsschielen) resultieren, die laut versch. Internetquellen wirklich spontan wieder weggehen kann. Wenn eine Schwellung im CT sichtbar ist, dann könnte diese doch Verursacher einer Durchblutungsstörung sein, und dann wären die DB nach dem Abschwellen auch weider weg. Hat man euch diese Möglichkeit genannt?

Ich würde aus persönlicher Erfahrung jedenfalls davon abraten, vorschnell teure Wundertherapien heranzuziehen. Insbesondere über die "Atlaxprofilax" tümmeln sich in div. Internetforen unglaubwürdige Erfolgsberichte à la "...und nach nur einer Sitzung war alles weg!" Es gibt leider Leute, die dafür bezahlt werden, solche Berichte und Bewertungen im Internet zu verbreiten.

Hilfreich für deine Recherchen und einen weiteren Austausch (ich weiß, man kann nicht einfach nur abwarten, ohne selbst tätig zu sein) ist vielleicht auch die Seite www.kopfgelenke.de.

Im übrigen würdest du vielleicht auch mehr Resonanz bekommen, wenn du hier ein eigene Thema aufmachst?

Alles Gute,
berichte doch mal über den Werdegang

Miri


 
Veröffentlicht : 01.08.2010 16:15
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Hallo Kris,

das mit dem eigenen Thema möchte ich Dir auch sehr empfehlen.

Hier nur erst einmal so viel. Die Doppelbilder sind allermeist behebbar, teils verschwinden sie wirklich im weiteren Heilungsverlauf schon ohne Korrektion. Ansonsten dürfte dem Vater aber geholfen werden können.

Sollte Dein Vater in wenigen Wochen wieder mobiler sein, ist es Zeit sich um eine Korrektion kümmern. Aus eigener Erfahrung hilft Dir hierbei eher ein sehr gut arbeitender Augenoptiker, als ein Augenarzt, der im ersten Jahr oft nur zu Augenklappe oder Occlusion am Auge rät (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dies betrachte ich persönlich unter dem Aspekt der unterlassenen Hilfeleistung.

Dabei sollte immer die neurologische Abklärung jetzt zuerst einmal im Vordergrund stehen. Und auch eine nachfolgende Abklärung beim Facharzt für Augenheilkunde ist immer an zu raten, bevor man sich um die Beseitigung der Doppelbilder bemüht. Kurzfristige medizinische Abklärungen ergeben sich aus den Befunden von selbst.

Alles Gute vorerst für Deinen Vater und gute Genesung! - Gerne später mehr unter Deinem neuen Thema.


 
Veröffentlicht : 01.08.2010 20:47
 Kico
(@Kico)
Beiträge: 14
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 Aus eigener Erfahrung hilft Dir hierbei eher ein sehr gut arbeitender Augenoptiker, als ein Augenarzt, der im ersten Jahr oft nur zu Augenklappe oder Occlusion am Auge rät (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dies betrachte ich persönlich unter dem Aspekt der unterlassenen Hilfeleistung.

Wie wahr, wie wahr!

Ich habe meinen alten Thread mal hochgeholt und auf den aktuellen Stand gebracht für Kris,

LG Kico


 
Veröffentlicht : 01.08.2010 22:44
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Hallo Kico,

zu der Zeit war ich wohl auf Tauchstation - Werd ihn mir mal durchlesen.


 
Veröffentlicht : 02.08.2010 23:29
(@Mirii)
Beiträge: 99
Estimable Member
Themenersteller
 

Heute war mein Augenarzt-Termin bei dem MKH-Spezialisten und ich bin so glücklich!!!
Er hat 25 pdpt gemessen und mir schon einen OP-Termin für den 21.10. gegeben! Da war ich mit meinem subjektiv empfundenen Wert von 30 ja schon nah dran; laut Dr. könnte dieser Wert auch noch erreicht werden.

Nicht, dass ich so doll winkelfehlichtig bin, macht mich froh, sondern dass ich endlich weiß, dass ich mir die starken asthenopischen Beschwerden nicht nur einbilde. Alle Augenärzte bisher behaupteten mehr oder weniger, dass Prismen schaden würden und meine dekompensierte Esophorie nicht behandlungsfähig?/-würdig?/-plichtig? sei. Und heute, nach einem guten halben Jahr medizinischer Irrwege bekomme ich endlich eine Diagnose, die meinen nervösen Zustand erklärt, und außerdem auch noch Hilfe!

Ich soll jetzt eine Brille mit auf jeder Seite 11 pdpt anfertigen lassen und im September zur Nachkontrolle kommen. Eine Prismenfolie auf einem Auge sei zu sehr optisch auffällig (weil das Auge dann deutlich nach innen abweicht) und eine Verteilung der Folie auf beiden Augen würde die Sehqualität zu sehr beeinträchtigen (ich muss ja Auto fahren können für meinen Job).

Aber zum Glück zahlt die KK ja etwas zu der Brille dazu. Ich muss nur noch überlegen, ob ich mir die Prismen in eine Brille zusammen mit meinen Minuswerten einarbeiten lasse oder ob ich lieber wieder KL und eine plane Prismenbrille trage, wie es Herr Mosch ja einmal vorschlug. Ich habe nur Angst davor, dass ich dann aus irgendwelchen Gründen mal die KL nicht vertrage und dann auch die Brille nicht tragen kann. Dann  hätte ich keine Alternative. Das werde ich mit der Optikerin auskapern müssen...

Wie dick muss ich mir denn eine Brille mit rund -7 dpt zuzüglich 11 pdpt auf jeder Seite vorstellen???

Ich bin allen hier so dankbar für die Unterstützung!
Habe zwar ein wenig Bammel vor der OP, aber bin guter Dinge. Endlich ein Licht am Ende des Tunnels Zwinkert

Die wieder lebensfrohe
Miri

PS: Wie kann man denn andere Menschen mit ähnlichen Problemen davor bewahren, dieselben Irrwege zu gehen wie ich? Wenn ich  nicht auf dieses Forum gestoßen wäre, würde ich vielleicht noch lange von einem ratlosen Augenarzt zum anderen hüpfen (ganz zu schweigen von den neurologischen und othopädischen Stationen und meiner bevorstehenden Psychotherapie)
 


 
Veröffentlicht : 03.08.2010 22:23
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Miri,

die Dicke ist stark abhängig von Zentrierung und Fassungsform-und -Größe. Deine Optikerin hat sicher ein Dickenberechnungsprogramm.

Gruß

Eberhard


 
Veröffentlicht : 04.08.2010 13:16
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Hallo Mirii,

du solltest bis zur OP, wenn möglich, nur die Prismenbrille tragen und zwar jeden Tag! Dick wird die Brille, ist aber auch abhängig davon, ob Du höherbrechende Kunststoff-Gläser nimmst - die sind sehr teuer und ich habe sie nicht vertragen und vielen anderen geht es auch so....

Meine letzten 20 Prismen in Brille resultierten in einer Glasdicke von ca. 1 cm außen - allerdings Kunststoffgläser in rahmenloser Fassung. Hängt auch von der Glasgröße ab.

Um andere von Irrwegen abzuhalten, dafür gibt es ja dieses Forum und auch die Selbsthilfegruppe WF und wir machen Publicity. Aber es ist halt oft so, dass die Menschen erst hier im Forum oder bei der SHG landen, wenn es ihnen schon sehr schlecht geht bzw. sie nicht mit den bisherigen Behandlungsmethoden weiterkommen. Wir alle meinen ja immer, in kompetenten Händen zu sein, egal wo wir sind. Auch ich habe meine Odyssee hinter mir...

Ich drück Dir die Daumen für die OP!

LG

Kerstin


 
Veröffentlicht : 04.08.2010 14:14
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