Hallo,
Gika schrieb:
... Der Plagiatsvorwurf ist meiner Meinung nach erst dann gerechtfertigt, wenn "fremde Gedanken" als "eigene Gedanken" wiedergegeben werden. Wenn sich aber zB aus dem Zusammenhang ergibt, dass bestimmte Formulierungen, Gedanken nicht aus eigener Feder stammen, hier aber (vielleicht weil dies in der Gesamtschau nicht soo wichtig war) die "Formalien" nicht eingehalten wurden, dann ist der Plagiatsvorwurf meiner Meinung nach fehl am Platze ...
Zählt es dazu, die Formalien nicht eingehalten zu haben, wenn man Quellenangaben weglässt? Woher soll dann der Leser einer Doktorarbeit wissen, was eigene und was fremde Gedanken sind? Immerhin muss der Verfasser einer Doktorarbeit auch bestätigen, dass er diese Arbeit selbstständig/eigenständig (den genauen Wortlaut müsste ich nachsehen) verfasst hat.
Übrigens Jan: Mir ist so etwas nicht egal! Sollten sich die Behauptungen/Vorwürfe bestätigen, dann führt das, vor allem, wenn es die Aufdeckung weiterer Fälle nach sich zieht, dazu, dass man die Achtung vor dem Doktortitel, bzw. vor dem Wissen und der Leistung, die zum Doktortitel führten, verliert!
Wenn ich mich nicht täusche, ging vor einiger Zeit in Südbaden mal etwas durch die Presse, ich meine, dabei ging es um gefälschte Daten in einer Doktorarbeit. Wenn ich die Zeit finde, schaue ich mal nach, was aus diesem Fall wurde.
donquichote
Wisst Ihr nur, was mich so wundert? Jeder hat doch auch einen Doktorvater und die Doktorarbeit wird geprüft und bewertet. Welchen Vorwurf sollte dann demjenigen gemacht werden, der dafür verantwortlich war? So was hätte doch schon früher auffallen müssen, oder?!?!
Und lieber Jan, was Du schreibst, sind das Deine Vermutunten oder sind es Fakten? Ich finde, man sollte vorsichtig sein mit Mutmaßungen und Vorverurteilungen? Woher weißt Du, dass er die Arbeit von Ghostwritern hat schreiben lassen? Nur weil Du Dir vorstellst, dass so ein Werk nicht gelingen kann, wenn man in VZ tätig ist? Jeder Mensch hat sein eigenes Leistungsvermögen und wir sollten nicht von uns auf andere schließen. Genauso, wie wir nicht von anderen erwarten dürfen, das gleiche Pensum zu schaffen, wie wir es vielleicht schaffen.
Natürlich ist es verwerflich, wenn er abgekupftert hat. Das steht auch für mich außer Frage. Wenn es erwiesen ist, dann grinse ich mir nur noch einen über solche Menschen. Andererseits ist es doch auch bewundernswert, wie manche sich durchs Leben mogeln...ist doch auch eine Gabe, oder? Mit minimalem Aufwand das maximale erreichen...und wir lassen uns verscheißern und sind begeister von diesen Menschen, so lange wir nicht durchblicken...hat man doch in jedem Job. Da kommen die wahrsten Schnacker ganz nach oben, nur weil sie sich gut verkaufen können. Unsereiner würde sich das nie trauen, weil er nach dem Leistungsprinzip arbeitet und sich nur dann auf einen Posten bewerben würde, wenn er überzeugt ist, dass er es auch bringt....suum quique.... 
LG
Kerstin
Hallo Don,
Gika ist hier aus Zeitgründen wohl nicht auf dem letzten Stand. Es geht hier nicht mehr um Formulierungen oder um schlampiges Arbeiten, sondern das Plagiat ist inzwischen auf ca. 80 Seiten der 465 Seiten umfassenden Arbeit nachgewiesen! Er hat in jedem Fall 15 Texte, aus denen er zitiert, nicht als solche kenntlich gemacht. Er hat diese Texte nicht einmal erwähnt! Und was gerade schlimm ist und den Beweis des Plagiats erbringt: Er hat diese „Zitate“ nicht nur nicht als solche ausgewiesen, sondern er hat sie auch noch leicht abgeändert, so dass man ihm das Kopieren und unrechtliche Übernehmen schwerer nachweisen kann. Das ist ein beliebtes Verfahren bei Studierenden, die in betrügerischer Absicht sich Seminararbeiten erschleichen. Es ist lediglich erschreckend, wie oberflächlich und schlecht G. plagiiert. Da sollte man ihm doch ein bißchen mehr Verstand zutrauen können. Er hielt das wohl nicht für nötig.
Für die Wissenschaft und vor allem für die Uni Bayreuth steht hier jetzt viel auf dem Spiel. Die Betreuer und Gutachter der Dissertation von G. haben ihm ja sogar noch die Höchstnote verliehen und offensichtlich oder angeblich nichts von der Seichtheit der Arbeit und der Schummelei gemerkt. Entweder es handelt sich hierbei um grottenschlechte Wissenschaftler, dann fragt man sich, warum sie Professoren sind, oder sie haben sich von dem adligen Promovenden kaufen oder beeindrucken lassen. Vielleicht Parteifreunde? In jedem Fall sind diese Herren gerade dabei, ihren Ruf zu verlieren. Ebenso wie die juristische Fakultät der Uni Bayreuth, die das ganze Verfahren mit getragen hat. Immerhin sind ja auch schon zwei Strafanzeigen gegen G. und das Verfahren eingegangen.
Kommt hier G. ungeschoren davon, dann wird das eine ganz schlechte Signalwirkung für das akademische Leben in Deutschland haben. Es ist für jeden Studierenden ein klares Zeichen, es G. nachzutun. Wir werden uns an den Unis vor ähnlichen Arbeiten nicht mehr retten können. Und wenn ein Bundesminister in höchster Funktion es vormacht, fehlen die Argumente. Sollte G. nicht geschädigt aus der Sache hervorgehen, ist dies ein rabenschwarzer Moment für den deutschen wissenschaftlichen Betrieb.
Von Jugendsünde kann wohl kaum die Rede sein. G. hat die Arbeit 2007 eingereicht, die schriftliche, von ihm autorisierte Version erschien im letzten Jahr. Der Mann ist 39. Ich denke eher, es ist die Hybris, die ihm zu schaffen macht. Er meint, er kann sich alles leisten, er weiß um starke und mächtige Kräfte im Hintergrund. Ich hoffe, daß er sich diesmal irrt. Als Minister hat er eine Vorbildwirkung, und hier geht es um ein extrem sensibles Thema, das geistige Eigentum und um ehrliches Arbeiten. Kann man so einem Menschen noch staatliche Verantwortung übertragen? Selbst wenn er sich mit Schlampigkeit und Dummheit herausreden kann, will man einer schludrigen und dummen Politiker und Minister?
Wer sich näher informieren will und mal einen Blick in die unglaublich schlecht geschriebene und eindeutig irgendwo zusammengeschusterte Dissertation von G. werfen will, kann das hier tun: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki
Und hier findet sich die seriöse Rezension des Buches von G. von Andreas Fischer-Lescano, der als Experte auf dem Gebiet bei einer ersten Lektüre sofort gemerkt hat, daß da was nicht stimmt:
http://docs.google.com/viewer?url=http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F4udxhuq
LG
Jan 
Ich denke, der Schaden ist schon da: Ein Doktortitel dürfte in Zukunft ein kleines bisschen weniger wert sein.
..und ich denke, da ist ein großer Stein ins Rollen gebracht, denn nun steht auch wirklich der Ruf der Bayreuther Uni und deren Professoren auf dem Spiel und der Stein wird auch durch andere Unis, ja, unsere ganze Bildungslandschaft rollen. Und wer weiß, vielleicht ist das auch ganz gut...so hat jedes Übel eben auch sein Gutes und ich denke, es wird sich in Zukunft etwas tun. Diesmal hat es Hr. Dr. strg. V Guttenberg getroffen, aber ich bin sicher, er ist nicht der Einzige in Amt und Würden, der sich so was erlaubt hat....mal sehen, welche Namen noch folgen werden....
LG
Kerstin
Und ich glaube, daß sich diese ganze Geschichte im Sand verlaufen wird...entweder weil ein Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet wird und/oder die Öffentlichkeit das Interesse daran verliert.
LG 
Hallo Kerstin,
wer jemals eine Doktorarbeit geschrieben hat, weiß, daß G. diese nicht selbst geschrieben haben kann. Es ist eine unglaublich zeitaufwendige Angelegenheit. Man schreibt einfach keine Doktorarbeit so nebenher und macht zeitgleich eine außergewöhnliche politische Karriere. Da kann man auch mit Genie und Überflieger usw. nicht kommen, auch ein Baron G. hat nur 24 Stunden pro Tag. Insofern ist es einfach klar, daß wahrscheinlich eine Reihe von Ghostwritern ihm das Material zusammengestellt hat. Das wurde auch immer wieder behauptet, und im Gegensatz zu anderen Politikern, die dann eher still sind und ihre Dissertationen sperren lassen, hat sich G. im letzten Jahr wiederholt offen dazu geäußert. Und er hat seine Arbeit publiziert. Er hat solche Vermutungen immer von sich gewiesen und darauf beharrt, alles allein gemacht zu haben.
Im Übrigen finde ich Deine Bewunderung für diese Art von halbseidenen Gaunern doch recht merkwürdig. Es gibt in jedem Beruf und in jeder Sparte diese Sorte Mensch, zum Leidwesen derer, die ordentlich und redlich arbeiten und für die auch noch Werte gelten, die unser gesellschaftliches Zusammenleben regeln und möglich machen. Bewunderung für die Gauner, für die, die sich immer durchmogeln, die die Ehrlichen und hart Arbeitenden in den Schatten stellen, halte ich für fehl am Platz.
Wir werden sehen, was mit G. passiert und wie er davonkommt. Möglich ist alles. Dennoch kann man davon ausgehen, daß sein Image schwer beschädigt ist und man kann sicher sein, daß die akademische Welt hier sehr genau beobachtet. Ich kann es mir kaum vorstellen, daß die Angelegenheit in ein paar Wochen einfach vergessen ist.
LG
Jan 
Ich kann es mir kaum vorstellen, daß die Angelegenheit in ein paar Wochen einfach vergessen ist.
Hallo Jan,
Du vergißt eines dabei, der "Normalsterbliche" (wie auch ich es bin) weiß nicht um die Arbeit und Energie, die man in eine Dissertation stecken muß. Und wie hoch ist der Anteil der Akademiker mit "Gesellenstück" in der dt. Bevölkerung? Ich werfe einfach eine Zahl von 3% in den Raum, ohne zu wissen, ob das auch nur annähernd stimmen kann.
Ich kann mir gut vorstellen, daß der größte Anteil der Wähler - um die geht es in der Politik ja ausschließlich - dieser Vorfall in ein bis zwei Wochen so egal ist, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Vorausgesetzt natürlich, die Medien zerreißen Herrn von und zu nicht in der Luft...sie haben die Zügel in der Hand..
Das ist nicht meine Meinung zu der Thematik des Dissertationsbetruges, ich sehe den Umgang der nichtakademischen Öffentlichkeit eher realistisch. Ob das nun gut oder schlecht ist, das steht wiederum auf einem anderen Blatt Papier.
Abgesehen davon sind wir doch alle kleine Betrüger; wer gibt denn z.B. bei der Steuererklärung nicht einen Kilometer mehr bei der Entfernung zur Arbeitsstätte an? Welcher Selbstständige bezahlt aus eigener Tasche privat verwendete Verbrauchsgüter?
Die Liste läßt sich beliebig weiterführen.
Und so lange man Adelstitel kaufen kann, so lange wird es auch Ghostwriter geben...
LG 
PS. Daß Herr von und zu nun mehrere Kratzer im Lack hat, das läßt sich nicht abstreiten...vorbei mit dem Saubermann-Image.
PPS. Hehe, in seiner Dissertation sind sogar Rechtschreibfehler entdeckt worden.
Ich habe noch einmal darüber nachgedacht. Es wäre vielleicht besser, wenn Herr von und zu seinen Hut nehmen würde...ist ein Ex-Saubermann, der sich um Kopf und Kragen redet, überhaupt noch glaubwürdig? Ich glaube nein.
Hehe, man male sich mal aus, was passieren wird, wenn sich nach dem letzten Interview die Ghostwriter melden würden.
Hallo Kerstin,
Im Übrigen finde ich Deine Bewunderung für diese Art von halbseidenen Gaunern doch recht merkwürdig. Es gibt in jedem Beruf und in jeder Sparte diese Sorte Mensch, zum Leidwesen derer, die ordentlich und redlich arbeiten und für die auch noch Werte gelten, die unser gesellschaftliches Zusammenleben regeln und möglich machen. Bewunderung für die Gauner, für die, die sich immer durchmogeln, die die Ehrlichen und hart Arbeitenden in den Schatten stellen, halte ich für fehl am Platz.
LG
Jan
Nein, Jan, Du hast mich nicht richtig verstanden...aber macht nichts, ist schon in Ordnung so. Und vielleicht wird es auch Zeit für ein neues Thema. Vielleicht habt ihr ja schon etwas parat. Das Thema, welches mir gerne auf der Zunge brennt, könnte doch etwas zu brisant sein hier im Forum...
LG
Kerstin
Hallo an alle hier,
ich hatte noch keine Zeit alles akribisch durchzulesen ( ich schreibe gerade an meiner Dissertation:LOL:, das dauert gute 3 bis 4 J ahre )
Jan, Scherz beiseite, wer vier Jahre für eine Dissertation braucht, der hat in der Zwischenzeit was lukrativeres zu tun oder hofft auf einen Nobelpreis ..
Ich denke mal im Groben sind wir einverstanden oder wenigstens auf einen "halben" gemeinsamen Punkt gekommen :
Soll Herr von und zu sich doch mal dazu äüßern( oder hat er das schon gemacht und ich hab das verpasst ?? ) , wenn er ein guter Jurist und dazu noch Politiker ist, dann findet er auch einen glaubwürdigen Ausweg, Ausrede oder Entschuldigung ....
Sonst soll er gehen!
Er hat einen hohen Posten und den wollte er, und somit müßte er auch alle Tücken und Fallen , die so ein Posten mit sic h bringt, kennen !
Ich gehe mal davon aus, dass keiner von uns halbseidene Gauner möchte oder bewundert,... .aber die gibt es und die gab es schon immer !!!!
Kerstin...verbrenn dir die Zunge, lass es raus!!
..
Das Thema, welches mir gerne auf der Zunge brennt, könnte doch etwas zu brisant sein hier im Forum...
Hallo Kerstin,
trau Dich...wer gackert muß auch legen. 
LG 
Hallo,
... wer gackert muß auch legen ...
Klasse, Jack! Den Spruch muss ich mir merken - kannte ich noch nicht.
Ich denke, die Plagiat-Sache ist für uns noch nicht abgeschlossen, aber da diese Sache sich eh hinziehen wird, können wir ja immer wieder mal drauf zurück kommen, wenn es gerade Neuigkeiten dazu gibt, oder? Und derweil kann Kerstin loslegen? Vielleicht auch gut so, ein bisschen Ablenkung, denn die Plagiat-Sache kann einem schon sehr beschäftigen!
Ansonsten erst mal ein schönes WE Euch allen, ist ja prima Wetter, zumindest hier in der Süd-West-Ecke,
donquichote
Na denn: die ewige Debatte um den Regelsatz in Hartz IV und sämtliche Kapriolen dazu, wie auch Bildungsgutscheine...ich muss hier gestehen, ich habe 3 Jahre als Sachbearbeiterin in diesem Bereich gearbeitet und kenne alle Tücken dieses Gesetzes und die Berechnungen. Was uns im TV immer vorgerechnet wird, wenn der Tenor lautet, dass Hartz IV zu niedrig ist, ist übrigens bisher IMMER falsch gewesen! Da fehlte ganz ordentlich was in den Berechnungen...und ich weiß auch, wieviel man in der Summe bekommt, sobald Kinder im Spiel sind und mit jedem Kind sinkt die Attraktivität, sich noch Arbeit zu suchen. Eine alleinstehende junge Mutter, ohne Ausbildung, aber mit 2 Kindern zwischen 15 und 17 Jahren hat im Monat ca. 1500 Euro zur Verfügung, dazu kommt noch das Schulgeld im August und die Tatsache, dass jede Klassenfahrt gezahlt wird und Heizkosten nachgezahlt werden, auch wenn die Bude immer 25 Grad warm ist.... 1500 netto muss man erst mal verdienen ohne Ausbildung....und irgendwann kam mir nur noch der Gedanke: Ist Hartz IV zu hoch oder sind Gehälter und Löhne zu niedrig, dass so viele Menschen zudem ergänzend auf Hartz IV angewiesen sind. Wer z. B. lange Pendelzeiten zur Arbeit hat, dem wird jeder km als Belastung bei Hartz IV angerechnet - er macht diese km dann noch im Steuerbescheid geltend, bekommt da noch mal Geld zurück, was aber seltenst im Folgejahr in Hartz IV angerechnet wird....und das Traurige: die Erkenntnis, dass das Geld bei den Kindern oft nicht ankommt, weil es anderweitig ausgegeben wird....
Meine Idee: Das Kindergeld generell dem entsprechenden Regelsatz für Kinder in Hartz IV anzupassen, dann kann schon mal faktisch gar keine Kinderarmut mehr entstehen, weil Kinder aus Hartz IV rausfallen. Derzeit ist es nämlich so, dass Kinder von normalen mittelständischen Bürgern oftmals weniger zur Verfügung haben, aber diese Kinder tauchen in keiner Armutsstatistik auf. Die Bildungsgutscheine halte ich für eine sinnvolle Idee, aber dann sollten sie für alle zugänglich sein, die einkommensmäßig im entsprechenden Bereich liegen. Wie so ein Gutschein dann aussieht, das muss noch diskutiert und ausgearbeitet werden.
Für einen Erwachsenen ist der Regelsatz mit 359 Euro zuzüglich Miet- und Nebenkosten in der Tat sehr niedrig - er kommt hier in unserer Region auf etwa 750 Euro - aber dann würde eventuell doch ein größerer Anreiz bestehen, wieder in Lohn und Brot zu gehen. Was mir auch quer hochkommt, ist die Tatsache, dass Arbeiter über Zeitarbeitsfirmen, die im gleichen Handwerk tätig sind, wie die dort Festangestellten, deutlich weniger in der Lohntüte haben, obwohl sie sich auch den ganzen Tag abrackern...
Bin gespannt auf Eure Meinungen...
LG
Kerstin
Hallo Kerstin,
Verständnisfragen:.
1500 Euro netto mit 2 Kindern? Habe ich richtig gelesen? (Wo ist meine Brille :D?).
... Für einen Erwachsenen ist der Regelsatz mit 359 Euro zuzüglich Miet- und Nebenkosten in der Tat sehr niedrig - er kommt hier in unserer Region auf etwa 750 Euro ...
Noch viel weniger bekommt man, dachte ich.
... Das Kindergeld generell dem entsprechenden Regelsatz für Kinder in Hartz IV anzupassen, dann kann schon mal faktisch gar keine Kinderarmut mehr entstehen, weil Kinder aus Hartz IV rausfallen. Derzeit ist es nämlich so, dass Kinder von normalen mittelständischen Bürgern oftmals weniger zur Verfügung haben, aber diese Kinder tauchen in keiner Armutsstatistik auf ...
Du meinst auch für Kinder von Eltern, die kein Hartz IV bekommen, sondern eine Arbeit ohne ergänzend Hartz IV haben? (Ab welchem Lohn bekommt man denn Hartz IV ergänzend?)
... jede Klassenfahrt gezahlt wird ...
Da hört man immer anderes. Oder verwechsle ich das mit Leuten, die ohne Hartz IV jeden Cent dreimal rumdrehen müssen, bevor sie ihn eventuell ausgeben?
... die Erkenntnis, dass das Geld bei den Kindern oft nicht ankommt, weil es anderweitig ausgegeben wird ...
Dann müsste man dafür Sorge tragen, dass das Geld bei den Kindern ankommt. Vielleicht ein Extra-Konto, auf welches die Eltern nur dann zugreifen können, wenn sie einen entsprechenden Nachweis haben, z.B. x Euro für die Sache y fürs Kind (mit Stichproben, ob es wirklich dafür ausgegeben wurde)? Aber der Aufwand wäre gross, oder?
... Derzeit ist es nämlich so, dass Kinder von normalen mittelständischen Bürgern oftmals weniger zur Verfügung haben, aber diese Kinder tauchen in keiner Armutsstatistik auf ...
Mag sein, allerdings gibt es da noch einen anderen Aspekt: Manchmal ist es aber auch einfach der Hammer, was Eltern heute zahlen müssen, damit ihre Kinder dabei sein können? Früher war es ein Landschulaufenthalt irgendwo in Deutschland, billige Jugendherberge, Wanderungen, Unterricht zu speziellen Themen. Heute ist es an manchen Schulen so, dass da eine irrsinnig teure Fahrt gemacht wird, z.B. eine Woche Ski sonstwo. Und da braucht es natürlich auch entsprechend Ausrüstung. Hat mir mal ein Familienvater vorgerechnet, was ihn die Tochter in dieser einen Woche kostet, nur damit sie nicht die "Dumme" ist, die zuhause bleiben muss. Kommt davon, wenn in der Klasse x % Kinder von besser verdienenden Eltern sind. Wer hat da schon den Mut, am Elternabend zu fragen, ob die Klassenfahrt nicht auch einen Tick billiger geht?
Ich denke, auch hier könnte man ansetzen, um es den Familien, die wirklich wenig Geld haben, es etwas leichter zu machen. (Läuft auf Schuluniform raus, damit die Kinder in der Schule nicht mehr mit ihren Klamotten protzen können.)
donquichote
Hallo Don,
nein, Du hast richtig gelesen:
359 Regelsatz Mutter
287 Kind ab 14 Jahre
287 Kind ab 14 Jahre
126 Alleinerziehendenbetrag
Summe: 1059 Euro. Dazu kommt der Bedarf für angemessene Miete, Heizung, Wasser, Nebenkosten (außer Strom), der bei drei Personen in unserem Raum locker bei 450 Euro liegt. Macht also 1500 Euro Existenzminimumbedarf für diese drei Personen. Natürlich wird das Kindergeld davon abgezogen, und auch eventueller Unterhalt. Auch wenn diese Mutter dann nur 1000 Euro Hartz IV überwiesen bekommt, so hat sie das Kindergeld und den Unterhalt ja auch noch, und kommt so auf die Summe von 1500 Euro Geld, das sie im Monat zur Verfügung hat. Dazu darf sie 100 Euro anrechnungsfrei dazuverdienen, danach wird es gestaffelt. Von 200 Euro Hinzuverdienst kommen nur 80 Euro zum Abzug....wird normales Erwerbseinkommen erzielt, so werden auch hier erst mal Pauschalen für Versicherungen abgezogen, die KFZ-Versicherung und die Pendelkosten zur Arbeit. Das Nettoeinkommen wird also NIE voll in Anrechnung gebracht.
Und das Erstaunliche: Wie oft hatte ich Betroffene vor mir sitzen, die endlich wieder Arbeit hatten und sehr erstaunt (so nenne ich es mal ...) feststellten, dass sie nun den ganzen Tag arbeiten und nur noch ergänzend 400 Euro Hartz IV bekommen und in der Summe auch nicht mehr als vorher haben. KORREKT!! Aber viele wollten dann gar nicht mehr arbeiten, weil sie ohne Arbeit genauso viel Geld zur Verfügung haben...KORREKT!!! Und das was der Punkt, an dem ich unser System in Frage stellte.
Ich habe mir letzte Woche mal den Spaß gegönnt und für mich und meine zwei Kinder gerechnet....ich war sprachlos....
Die Kindergeldhöhe sollte für ALLE gelten. Wir hatten früher schon mal den Fall, dass Kindergeld einkommensabhängig gewährt wurde - vielleicht sollten wir auch wieder dahin zurückkehren. Kindergeld ist keine Schande, Hartz IV zu beantragen trauen sich viele nicht aus Scham oder weil sie anders erzogen wurden, oder warum auch immer, obwohl sie es bitter nötig hätten für sich und die Kinder´. Unsere Geburtenstatistik geht zurück, das Bildungsniveau nach unten, ich bin Schulelternbeiratsvorsitzende seit 10 Jahren, ich sehe, was da los ist....
Übrigens: Unsere Stadt hat ein Museum, wo es Tickets für 50 Cent für sozial Bedürftige gibt. Die Wogen schlugen hoch, als dieser Tarif eingestampft werden sollte. Der Museumsleiter kommentierte dazu: Der Tarif soll deshalb gestrichen werden, weil dieses Ticket noch NIE gelöst wurde....
Klassenfahrten: an den hiesigen Schulen, auch Gymnasien, ist man dazu übergegangen, die Klassenfahrten je nach Klassenstufe nach oben im Preis zu begrenzen, damit sich auch jede Familie die Klassenfahrt leisten kann. Übrigens gibt es auch in Hartz IV Obergrenzen für die Gewährung von Zuschüssen hierfür - die sind gestaffelt nach Klassenstufe. Die Schulen kennen die Sätze und versuchen sich, daran zu halten. Hier ist Initiative der Eltern gefragt, falls das Ganze eskaliert und zu Luxusfahrten für über 1000 Euro ausartet - meine Meinung jedenfalls.
Ab welchem Lohn man ergänzend Hartz IV bekommt, hängt von der Familiengröße ab - wie gesagt, es gibt Regelsätze und jeder kann sich im internet selbst ausrechnen, ob er eventuell ergänzenden Anspruch hätte. Hartz IV gilt als Existenzminimum... Andere Lösung: Wohngeld plus Kinderzuschlag - ist sogar vorrangig in Anspruch zu nehmen und manche haben damit sogar mehr in der Tasche, als mit Hartz IV.
Deine Idee mit dem Extrakonto für Kinder entspricht ja in etwa den Bildungsgutscheinen, die unsere Politiker schon in verschiedenen Facetten vorgestellt haben. Aber dagegen wehren sich wieder viele, weil sie der Ansicht sind, ihr Kind würde gleich stigmatisiert werden, wenn es mit so einem Bildungsgutscheinheft ankommt und könnte Kind zweiter Klasse werden. Ich halte diese Bedenken für durchaus begründet...daher meine Idee, Bildungsgutscheine für alle zugänglich zu machen, deren Einkommen in einem gewissen Bereich liegt. Hartz IV hat leider so einen schlechten Ruf und Beigeschmack bekommen, m. E. aber auch teilweise durch die Empfänger selbst hervorgerufen. Jammern auf hohem Niveau...das können viele gut. Wird als deutsche Eigenschaft beschrieben...
und noch was zum Extra-Konto und stichprobenartigen Prüfungen: leider gibt es viel zu wenig Beschäftigte hierfür. Wir waren nach Buchstabenbereichen eingeteilt - so 1500 Bedarfsgemeinschaften hatte da ein jedes Kleinteam aus 3 Personen. Wenn in jeder BG drei Personen leben, dann hast Du über 4500 Kunden...später waren wir nach Schwerpunktteams eingeteilt - was das Gleiche in Grün. Pro Tag flattern Dir 40 Akten und mehr auf den Tisch, und in jeder muss konzentriert gerechnet und berechnet werden. Manches will man da gar nicht mehr sehen, sonst wird man nicht fertig mit der Arbeit....
Und warum es bei jeder Schwangerschaft Geld für neue Umstandskleidung und Babyklamotten und Babyeinrichtung gibt, das habe ich bis heute nicht verstanden....ich hab alles 2nd Hand gekauft, und mich dabei überhaupt nicht schlecht gefühlt, im Gegenteil, es hat mir Spaß gemacht! Die schwangeren Mütter bekommen Geld, und ob sie nun Gebrauchtes oder Neues dafür kaufen, kann gar nicht nachgeprüft werden, wie auch....auch das so eine Sache, wo ich mir nie sicher war, ob das Geld auch beim Kind ankommt.....ach ja, und Schwangere bekommen einen Mehrbedarf für Ernährung - finde ich gut, aber ob sich auch alle gesund davon ernähren....es ist halt auch richtiger Umgang mit dem Geld gefragt und ich denke, auch da sollte einmal angesetzt werden und den Betroffenen entprechende Betreuung und Schulung an die Seite gestellt werden. Es gab mal ein Programm, das hieß: Familie in Bewegung - aber irgendwann gab es dafür keine Mittel mehr....Hilfe zur Selbsthilfe, so sollte es sein, auch hier in bei uns und nicht nur in den Entwicklungsländern. Auch meine Meinung. Aber mir haben schon viele Kunden gedankt, weil ich ihnen Tipps gegeben habe, wie sie sparen können und welche Versicherungen überflüssig sind. Aber die Zeit wurde mir eigentlich gar nicht eingeräumt in meiner täglichen Arbeit. Ich sollte Akten "wegkloppen". Ich habe lieber die Menschen dahinter gesehen und legte Anspruch auf Wertschätzung und Qualität. Ich wollte etwas bewegen und nicht Geld verteilen oder es "bösartigerweise" sanktionieren. Nach drei Jahren war ich fix und auf.....viel Leid gesehen und viele Schicksale aber mir auch viel gefallen lassen müssen, bis zum Übergriff.
LG
Kerstin
Hallo Kerstin,
... Hier ist Initiative der Eltern gefragt, falls das Ganze eskaliert und zu Luxusfahrten für über 1000 Euro ausartet - meine Meinung jedenfalls ...
Und 1000 Euro sind schon eine Menge Geld. Was verdient denn z.B. ein "einfacher" Facharbeiter (Geselle), zuzüglich Kindergeld und vielleicht noch den Putzjob seiner Frau? Und Hut ab vor den Eltern, die es wagen, sich hier zu wehren.
... Aber dagegen wehren sich wieder viele, weil sie der Ansicht sind, ihr Kind würde gleich stigmatisiert werden, wenn es mit so einem Bildungsgutscheinheft ankommt und könnte Kind zweiter Klasse werden ...
Bildung. Geht es dann auch um die Berufsausbildung? Gerade dann wird u.U. viel Geld fürs Kind gebraucht. Schön, wenn die Eltern vorher die Möglichkeit hatten, etwas auf die Seite zu legen. Und wie ist das mit Bafög? Ist man damit stigmatisiert?
... Und warum es bei jeder Schwangerschaft Geld für neue Umstandskleidung und Babyklamotten und Babyeinrichtung gibt ...
Keine Ahnung mehr, wer mir da mal was erzählte. Muss wohl ein Hausmeister einer Wohnanlage gewesen sein, der sich fragte, wie es sein kann, dass fast neue Kinderwagen bei den Mülltonnen stehen, dass die Leute noch wirklich gut erhaltene Dinge wegwerfen ... Nun, das kurbelt die Wirtschaft an, oder? 
... Nach drei Jahren war ich fix und auf.....viel Leid gesehen und viele Schicksale aber mir auch viel gefallen lassen müssen, bis zum Übergriff ...
Das ist aber heftig! Und es gibt wohl einige Jobs, die härter und schlimmer sind, als man es meinen mag. Wie mögen sich z.B. Finanzbeamte fühlen, die eigentlich davon ausgehen müssen, dass sie ständig angelogen werden? Und eben sonstige "Leute vom Amt"?
donquichote
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Hallo Kerstin,
tolles Thema und auch ein wichtiges Thema. Und das wolltest Du uns vorenthalten? Interessant ja vor allem auch durch Dein Insider-Wissen, denn das hat man ja normalerweise nicht. Man ist auf die Presse angewiesen.
Die Tendenz ist klar und der Prozess ist unfair. Mich erinnert das sehr an Großbritannien, wo ich ja bis vor wenigen Jahren noch lebte. Dort wurde und wird der Mittelstand unglaublich geschröpft, wesentlich mehr als bei uns, und es ging das Wort, daß Du in GB bestens leben kannst, wenn Du entweder Millionär bist oder vom social welfare lebst, wenn Du alle Tricks und Kniffe kennst. Ich nehme an, bei uns in D ist es noch nicht ganz so schlimm, aber die Tendenz geht dahin.
Offensichtlich sind unsere Löhne zu niedrig. Es muß doch sehr frustrierend sein, den ganzen Tag zu arbeiten und mit dem Geld kaum hinzukommen oder sogar noch Hartz IV zusätzlich beziehen zu müssen, und Dein Nachbar ist voll auf Hartz IV und liegt den ganzen Tag im Bett. Das ist unfair. Und da muß etwas geschehen. Deshalb finde ich auch den Mindestlohn unverzichtbar, der übrigens in GB längst besteht. Daß man hier, wenn man einen Dummen findet, diesen auch für 1 Euro pro Stunde schuften lassen kann, ist ein Unding.
Ich bin sowieso für das Grundgehalt für alle, egal, ob sie arbeiten oder nicht, ob sie Rentner sind oder sonstwas. Du wirst jetzt sagen, das würde massiv mißbraucht werden und dann würde keiner mehr arbeiten. Ich glaube das gar nicht. Es müßte natürlich so knapp bemessen sein, daß nur die Grundsicherung garantiert ist, nicht mehr. Und wer arbeitet, müßte wesentlich mehr zur Verfügung haben. So kann man sich entscheiden, Arbeit und Geld oder faul sein, es sich gemütlich machen und dafür knapp bei Kasse. Verhungern müßte dabei keiner, die unwürdige Stigmatisierung durch Hartz IV wäre weg. Jeder könnte frei entscheiden. Ich glaube nicht, daß keiner mehr arbeiten würde. Arbeit ist ja auch mehr als nur die volle Lohntüte. Ich habe schon für sehr wenig Geld gearbeitet, einfach weil mir das Projekt gefallen hat oder weil ich die Anbindung an eine Arbeitsstelle gesucht habe.
Das mit den Bildungsgutscheinen klingt ja erstmal ganz gut, aber wie ich gelesen habe, ist es kaum praktikabel. 30 Euro pro Monat, und eine Musikstunde kostet an der Musikschule um die 30-40 Euro. Und es stimmt tatsächlich, daß diese Bildungsgutscheine mehr als nur Hartz IV-Bezieher bräuchten.
Insgesamt geht bei uns auch die Tendenz zum geschröpften Mittelstand, mit fatalen Folgen, wenn man dem nicht entgegenwirkt.
LG
Jan 
Tut mir leid, aber ich bekomme die komischen Zeichen in meinem vorherigen Post nicht weg. Falls jemand eine Idee hat, bitte melden.
LG
Jan 
Hallo Jan,
tolle Zeichen, wie geht das
?
Übrigens finde ich, dass unsere Frauen und Herren aus der Familien- und Bildungspolitik viel zu weit weg sind von der Praxis. Von denen weiß doch gar keiner, was täglich in der ARGE abgeht und wie man Alg2-Bescheide korrekt berechnet. Deren Gesetze haben mittlerweile solche Kapriolen geschlagen, dass es faktisch überhaupt nicht mehr korrekt zu berechnen geht, und wenn, dann bräuchte man für eine Akte einen Tag und länger.....vorausgesetzt, der Kunde bringt auch brav alle Belege bei....vielleicht sollte ich mal Familienministerin werden, hihi....ich komme von der Basis
und ich kann kochen (was Frau v.d.L. ja zugibt, dass sie das nicht kann...). Also weiß ich auch, mit wieviel Geld man im Monat für Lebensmittel auskommen kann...
Und ich gebe Dir Recht - mit unseren Löhnen stimmt was nicht!
Noch ein Beispiel aus der Praxis (Kundin von mir): Schuhverkäuferin in Vollzeit, alleinerziehend, zwei Kinder. Schuftet den ganzen Tag, braucht KiGa und Tagesmutter (dafür ist bei Hartz IV KEIN Zuschuss vorgesehen, leider) und bringt stolze 900 Euro netto nachhause..das langt hinten und vorne nicht und sie bekommt natürlich ergänzend Alg2. Eine bescheidene junge Mutter, aber total übermüdet und ausgebrannt..immer bescheiden auftretend, jeden Monat den Gehaltsnachweis unaufgefordert bei mir einreichend und auch kurz mit mir plaudernd. Eines Tages brach sie in Tränen aus, erschöpft wie sie war und dann blubberte es aus ihr raus: ihre Nachbarin, in gleicher Konstellation mit zwei Kindern und alleinerziehend, geht nicht arbeiten und hat genauso viel wie sie, und sogar noch mehr, weil sie nebenbei putzt und das nicht angibt. Tja, was soll ich dieser jungen Mutter raten?!?! Mir hat sie unendlich leid getan...
Und unsereiner zahlt brav GEZ (Alg2-Bezieher sind davon befreit) - ich jedenfalls bin abends so müde, dass ich bei den 20:00 Uhr Nachrichten einschlafe. Ich schaue praktisch NIE TV und zahle GEZ. Andere haben dafür den ganzen Tag und die ganze Nacht Zeit, und sie schauen bestimmt nicht Arte oder 3sat....denen würde Bildung über TV nicht mal was kosten! Auch den PC (der ist in jedem Haushalt - ich war letztens in zwei 8. Klassen Hauptschule, viele Migranten und sozial Schwache - die Kinder haben ALLE Internet!!!) könnte man für sinnvolle Dinge in Sachen Allgemeinwissen und Bildung nutzen....es liegt an jedem selbst, was er aus seinem Leben macht. Aber: wer soll dafür aufkommen?
LG
Kerstin