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 Jack
(@Jack)
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Sei mal ganz ehrlich: Wenn Dir vor 2 Jahren - also ohne das "Wissen", was Du heute hast, irgendjemand gesagt hätte, der Kachelmann habe jemanden vergewaltigt, hättest Du dann (sinngemäß) auch gesagt "ein Blick in seine Visage sagt mir dass das stimmt?"[/quote

Hi Gika,

ich denke, das hätte damals niemand geglaubt...wie auch bei unseren Herrn von und zu, wie bei Strauss-Kahn...und wie sie alle heißen.

Die "wahre" Visage zeigt sich eben erst in "Extremsituationen".

Mal sehen, was der korrupte Herr Platter für ein Gesicht macht, wenn die ganze Bestechungsgeschichte aufgedeckt wird...das jedoch nur als kleiner Fußball-Einwurf am Rande.

Gika, Du mußt eines im Fall Kachelmann bedenken: Du als Juristin siehst die ganze Angelegenheit mit ganz anderen Augen und aus einem anderen Blickwinkel, wie vielleicht der Ottonormalverbraucher und Bildzeitungsleser...letzteres bin ich übrigens nicht.

LG Lächelt


 
Veröffentlicht : 01.06.2011 10:28
 sabi
(@sabi)
Beiträge: 3603
Famed Member
 

Hallo Ihr Beiden,

dazu kann ich nichts hinzufügen..ihr habt ja schon alles gesagt Lächelt

Aber die "wahre" Visage???, die kennen wir trotzdem nicht.

Die wird uns doch  immer nur von den Medien untergejubelt!

Da hat Jack schon Recht, wenn die Medien sich da drauf stürzen dürfen...dann darf ich mir auch eine persönliche Meinung, wenn auch so ganz  aus dem Bauch oder Instinkt  heraus, machen.

Das sind aber nur rein persönliche Meinungen, und da sollten sie auch bleiben oder wie gesagt am Stammtisch!

In allen anderen Punkte bin ich völlig konform mit Gika!

Klägerin und Angeklagter haben irgendwie beide verloren.

Aber hat das Urteil nicht so ein bitteren Beigeschmack...da gibt es doch noch viel auszuschlachten für die Medien?.

Die sind wohl die eigentlichen Gewinner in diesem Prozess...

Auch wenn es sich so anhören könnte, ich bin absolut nicht medienfeindlich Zwinkert

LG sabi


 
Veröffentlicht : 01.06.2011 15:36
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Hehe, Jack, Du solltest beruflich umsatteln. Sicher könntest Du mit Deiner Fähigkeit, durch die Visage die kriminelle Energie einer Person zu bestimmen, den Gerichten enorm viel Geld sparen. Keine langwierigen Verhandlungen und Prozesse mehr, Jack schaut der Person einmal in die Visage und schon ist es klar, ob schuldig oder nicht.   Grinst breit

Aber jetzt im Ernst. Ich nehme einmal an, Du hast es anders gemeint als es dasteht. Das klingt nämlich nicht gut. Man kann eben gerade nicht über das Ansehen einer Person deren Beweggründe bestimmen. Natürlich hast Du das Recht, für Dich ganz subjektiv zu bestimmen, ob eine Person schuldig ist oder nicht. Wenn Dir ein Typ unsympathisch ist, dann ist es so, daran ist nichts zu rütteln. Was Du hier schreibst, klingt aber anders, es klingt so, als ob Du mit einem Blick bestimmen könntest, was die Wahrheit ist. Und das klingt gefährlich.

Im Endeffekt, und ich bin mir nicht sicher, ob Gika mir da zustimmen wird, zeigen diese Art von Prozessen die Grenzen des juristischen Systems auf. Man möchte die "Wahrheit" ergründen, die aber doch offensichtlich für jeden anders aussieht. Gibt es eine objektive Wahrheit? Ich fürchte, daß nein. Die andere Frage ist die nach dem Sinn des juristischen Systems. Denn eines muß klar sein und es ist eine Beobachtung, die von vielen Holocaust-Opfern geäußert wird, die in Prozessen ausgesagt haben: Auch die Verurteilung kann erlittenes Leid nicht wieder gut machen. Die Opfer bleiben mit ihrer schrecklichen Erinnerung, egal, ob die Täter verurteilt, gefaßt, geköpft oder sonstwas werden. Dies kann die schreckliche Erfahrung nicht ungeschehen machen.

Um zum konkreten Fall zurückzukommen: Gehen wir einmal davon aus, er hat sie tatsächlich vergewaltigt. Wer hat nun etwas davon, daß er verurteilt wird? Ok, die abschreckende Wirkung ist ein Fakt. Aber sonst? Für die Frau ist es vielleicht eine Art von Genugtuung, wenn er im Knast sitzt. Aber dennoch wird es ihr nicht helfen, die schreckliche Erfahrung zu vergessen. Die bleibt bestehen. Rache? Im Endeffekt sieht es wirklich so aus als würde neben der Abschreckung als einziger Sinn der juristischen Verurteilung die Rache bestehen. Aber hat sie nicht schon genug gerächt? Seine Existenz ist zerstört, sein Ruf dahin, er war im Knast und Geld hat er sicher auch jede Menge verloren. Was also ist der Sinn einer Verurteilung?

Ich denke, der Freispruch war nun die einzige Möglichkeit. Ich persönlich bin ziemlich überzeugt davon, daß hier eine Person, die sich über Jahre schlecht behandelt gefühlt hat, Rache genommen hat. Dabei ein ziemliches Risiko fährt, zum anderen aber zumindest einen Teilerfolg verbuchen kann. Das Gericht hat sich m.E. nicht korrekt verhalten und hätte sich evtl. anders verhalten, wenn der potentielle Täter kein Promi gewesen wäre. In der ganzen Angelegenheit scheint doch immer wieder durch, daß Ressentiments gegenüber dem Prominentenstatus von Kachelmann bestanden. Und die Rolle der Medien steht außer Frage. Das war ja zum Teil absurd.

Ich hoffe nur, daß die Staatsanwaltschaft von einer Revision absieht (was aber wohl kaum zu erwarten ist). Ich habe definitiv keine Lust mehr auf Kachelmann und sein Sexualleben in meiner morgendlichen Zeitung!

LG
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 02.06.2011 01:22
 Gika
(@Gika)
Beiträge: 0
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Themenersteller
 

Hallo Jan,

Du sprichst sicher noch einige grundsätzliche Fragen an, die sich in jedem Prozess stellen. Ich gehe jetzt mal nur auf diese Fragen ein:

Im Endeffekt, und ich bin mir nicht sicher, ob Gika mir da zustimmen wird, zeigen diese Art von Prozessen die Grenzen des juristischen Systems auf. Man möchte die "Wahrheit" ergründen, die aber doch offensichtlich für jeden anders aussieht. Gibt es eine objektive Wahrheit? Ich fürchte, daß nein.

Ich kann Dir da bedingt zustimmen. Die von Dir aufgeworfenen Frage, ist natürlich DAS Problem eines jeden Prozesse in jedem Rechtssystem. Da spielt es im Endeffekt keine Rolle, ob nur der Diebstahl eines 20-cent-Artikels oder eine Vergewaltigung oder ein Mord verhandelt wird. Ich bleibe jetzt (und in meinen weiteren Ausführungen) mal beim Strafrecht (im Prinzip gilt das aber auch für alle anderen Rechtsgebiete).

Denn natürlich kann kein Gericht dieser Welt die absolute Wahrheit finden. Unabhängig von der - dann ja schon in den philosophischen Bereich gehenden - Frage, ob es eine absolute Wahrheit denn überhaupt gibt, kann kein Richter/ kein Gericht sicher sein, dass - auch bei allergrößter Mühe und Sorgfalt - dem Urteil auch nur der  „objektiv“ richtige Sachverhalt  zugrunde gelegt wurde. Wie sollte das auch gehen? Dann müsste man wirklich „die Zeit zurückdrehen können, und als neutraler Beobachter daneben stehen können“. Und eigentlich müsste man dann auch (rückwirkend) Gedanken lesen können...

Nein, letztlich ist klar und muss klar sein, dass jedes Gericht den Sachverhalt, den es seinem Urteil zugrunde legt, nur durch Indizien (und seine Interpretation der Indizien) feststellen kann. Und letztlich ist alles ein Indiz, auch ein Geständnis (denn auch das könnte ja falsch sein).

Es ist somit die Problematik und Schwäche eines jeden Rechtssystems, dass der dem Urteil zugrunde liegende Sachverhalt nur rekonstruiert werden kann und von der "absoluten Wahrheit" (ich bleibe jetzt mal bei dem Begriff und gehe davon aus, dass Ihr wisst, wie er gemeint ist), durchaus abweichen kann.  Im Schlimmsten Fall zu Lasten des Angeklagten..

Welche Konsequenz ist daraus zu ziehen? Sollte angesichts des Wissens um diese Problematik das Rechtssystem abgeschafft werden und (um beim Strafrecht zu bleiben) die Bestrafung eines Täters, der auch „absolut“ schuldig ist, nicht mehr möglich sein?

Ich denke, wir sind uns im Klaren, dass das wohl auch keine Alternative ist.

Das Wissen um diese Problematik kann meines Erachtens nur zu einem führen: Strenge und genaue Regeln aufzustellen, wann und unter welchen Vorraussetzungen ein Gericht einen Sachverhalt so feststellen darf, dass es auf dessen Grundlage ein Urteil fällen (und einen Angeklagten bestrafen) kann.

Da müssen die Regeln sicher so streng sein, dass es eher wahrscheinlich ist, einen Schuldigen laufen zu lassen, als einen Unschuldigen (leichtfertig) einzusperren. Dazu gehört zum Beispiel u.a.(aber nicht nur) sicher auch der Grundsatz „in dubio pro reo“. Wenn berechtigte/erhebliche Zweifel übrig bleiben, dann darf ein Gericht nicht verurteilen.  (diese Einschränkung „berechtigte“ muss ich machen, denn theoretische Zweifel bleiben nach dem oben Gesagten IMMER und dann würde sich die Katze in den Schwanz beißen).

Und trotzdem muss klar sein: Trotz aller Vorsicht und noch so strenger und restriktiver Regeln kann ein Unschuldiger "durch die Maschen fallen" und bei Anwendung aller noch so strengen und rechtsstaatlicher Regeln zu unrecht verurteilt werden (das ist i.Ü. einer der Gründe, warum ich strikt gegen die Todesstrafebin!).

Diese Schwäche besteht in jedem Rechtssystem und sei es auch noch so rechtsstaatlich, wovon ich im Prinzip in Deutschland ausgehe.

Fazit: Die Grenzen und Schwächen des Rechtssystems sehe ich durchaus., sie haben sich aber nicht im Kachelmann-Prozess „mehr als sonst“ verwirklicht.

Die andere Frage ist die nach dem Sinn des juristischen Systems. Denn eines muß klar sein und es ist eine Beobachtung, die von vielen Holocaust-Opfern geäußert wird, die in Prozessen ausgesagt haben: Auch die Verurteilung kann erlittenes Leid nicht wieder gut machen. Die Opfer bleiben mit ihrer schrecklichen Erinnerung, egal, ob die Täter verurteilt, gefaßt, geköpft oder sonstwas werden. Dies kann die schreckliche Erfahrung nicht ungeschehen machen.

Gehen wir einmal davon aus, er hat sie tatsächlich vergewaltigt. Wer hat nun etwas davon, daß er verurteilt wird? Ok, die abschreckende Wirkung ist ein Fakt. Aber sonst? Für die Frau ist es vielleicht eine Art von Genugtuung, wenn er im Knast sitzt. Aber dennoch wird es ihr nicht helfen, die schreckliche Erfahrung zu vergessen. Die bleibt bestehen. Rache? Im Endeffekt sieht es wirklich so aus als würde neben der Abschreckung als einziger Sinn der juristischen Verurteilung die Rache bestehen. Aber hat sie nicht schon genug gerächt? Seine Existenz ist zerstört, sein Ruf dahin, er war im Knast und Geld hat er sicher auch jede Menge verloren. Was also ist der Sinn einer Verurteilung?

Auch damit hast Du natürlich irgendwo recht. Die Bestrafung eines Täters – und sei sie noch so hart - macht die Tat und die Leiden, die das Opfer erlitten hat, nicht ungeschehen. Je nach Tat hat ein  Opfer da lebenslang schwerst drunter zu leiden – egal was mit dem Täter passiert!

Aber wiederum die Frage, die ich jetzt mal ganz bewusst überspitzt und polemisch formuliere: Kann das dazu führen, dass man, weil das Opfer „eh leidet und die Bestrafung das auch nichts ändert“, von jeglicher Verfolgung und Verurteilung eines Straftäters absehen?

Die Frage, die dahintersteckt, warum darf ein Rechtsstaat bestrafen:

1.  Da ist natürlich zum eine die Rache- und Sühnefunktion: Das Opfer hat gelitten (oder leidet sogar noch), da soll der Täter mal auch nicht ungeschoren davon kommen. Es widerspricht ja schon dem Gerechtigkeitsgefühl, dass sich für das Opfer das Leben verändert, der Täter aber „munter so weiter machen kann wie bisher“.   

Unabhängig von der Frage, inwieweit es dem Opfer durch die Bestrafung des Täters „besser geht“, die Bestrafung zeugt auch von einem Respekt des Staates für die Leiden des Opfers.

Das ist eine – auch rechtsstaatliche - Funktion der Strafe.

2. Dann enthält Strafe natürlich auch das Element der “Abschreckung“. Theoretisch ein sehr gutes Argument. Die praktische Relevanz ist allerdings nur schwer zu beurteilen, denn es ist natürlich kaum feststellbar, wer bzw wie viele wegen der Strafandrohung von einer Straftat abgelassen haben.

3. Und dann soll durch die Strafe auch auf den Täter eingewirkt werden, so dass er in Zukunft ein „straffreies Leben“ führt. Ich persönlich habe da meine Bedenken, ob das klappt. Bei jungen Straftätern kann das hinhauen, je älter sie sind desto geringer sehe ich die Erfolgsaussichten.

4. Und letztlich stellt Strafe auch eine Schutz für die Bevölkerung dar: Derjenige der eingesperrt ist, wird in dieser Zeit keine weiteren Straftaten begehen können..

Ich denke, das sind auch in einem Rechtsstaat gewichtige Gründe für eine Strafe.

Der Alternative „keine Strafe, weil sie „eh nichts nützt  und Unrecht nicht wieder gutmachen kann“ kann ich so nicht folgen..

 LG Gika Lächelt


 
Veröffentlicht : 03.06.2011 22:15
 sabi
(@sabi)
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Famed Member
 

Hallo Gika,

das hast du alles sehr schön erklärt und ich kann alles bestätigen und nachvollziehen.

Aber ich stelle jetzt mal eine andere Frage, die Jack letzt im chat mal so kurz eingeworfen hatte ( ich hoffe ich irre mich da jetzt nicht...war schon sooo spät  Zwinkert

Entmutigt dieser Prozess, das Urteil  und das ganze Theater darum, nicht die "wirklichen" Opfer einer Vergewaltigung?


 
Veröffentlicht : 03.06.2011 23:47
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Hallo Sabi, Gika,

ich glaube kaum, daß diese Art von Prozeß noch zusätzlich entmutigen kann. Denn ich glaube, daß jede Frau, die nicht hoffnungslos naiv ist, sich im Klaren darüber ist, worauf sie sich während eines solchen Prozesses einläßt. Deswegen sind ja so wenige Frauen bereit, gegen Vergewaltiger und Belästiger vorzugehen. Es ist nicht nur der Stammtisch, der das verächtlich kommentiert und die Frauen verdächtigt, alles zu erfinden oder sogar Spaß daran gehabt zu haben. Es sind oft genug die Staatsanwaltschaft selbst, die Richter und Verteidiger, die diese Art von Prozeß zu einer Art Spießrutenlauf für die Frauen machen.

Im Bekanntenkreis meiner Eltern findet sich eine Frau, die von ihrem Ex, als sie sich trennen wollte, eine ganze Nacht lang gegen ihren Willen festgehalten, vergewaltigt und mit mehreren Messerstichen verletzt wurde. Sie kam schwerverletzt ins Krankenhaus, mit Folgeschäden. Die Sache schien eindeutig. Da der Herr wohlhabend und angesehen war, die Frau nur Studentin, kam ein ziemlich übler Prozeß dabei heraus, mit einem Freispruch für den Vergewaltiger und Messerstecher und der Aussage der Frau, daß sie sich das nie wieder antun würde.

Und da komme ich dann wieder auf Gika zurück: Es ist nicht nur, daß das erlebte Leid nicht rückgängig gemacht werden kann. Es ist eben gerade so, daß der Prozeß neues Leid zufügt. Und da muß man sich ja schon fragen, ob man sich das wirklich antun muß.

Wobei der Umkehrschluß, den Du formulierst, natürlich absurd und nicht in meinem Sinne ist. Ich finde z.B., daß die Abschreckung schon sehr wichtig ist. Und auch der Gedanke, daß ein Täter im Gefängnis zumindest für die Zeit des Wegsperrens nicht tätig werden kann, hat doch auch etwas Beruhigendes. Wenn ich eine gängige Praxis der Rechtsprechung kritisiere bzw. einfach einige Fragen und Bedenken formuliere, dann bin ich doch noch lange nicht für die Abschaffung des ganzen Rechtwesens. Trotzdem finde ich, daß man zumindest doch über Alternativen und Lösungen nachdenken muß. Vergewaltigungsprozesse z.B. diskriminieren in der Regel die vergewaltigten Frauen und fügen den Geschädigten neues Leid zu. Deswegen sind nicht viele Frauen bereit, auszusagen und vor Gericht zu gehen. Hier müßte man über Lösungen nachdenken, z.B. radikaler Ausschluß der Öffentlichkeit, nicht notwendiges Erscheinen vor Gericht usw. Dazu kenne ich mich jedoch zu wenig mit der Gerichtspraxis aus, um viel vorschlagen zu können. Aber man sollte es doch wenigstens andenken.

Die andere Sache ist dann aber auch schon wieder Kachelmann. Was genau war der Fehler des Gerichts? Wäre man mit Kachelmann genauso verfahren, wenn er Hans Müller heißen würde? Was genau ist schiefgelaufen? Wie kann man den Medienrummel verhindern?

Und falls einer jetzt noch Lust zum Diskutieren hat: Wie seht Ihr die Angelegenheit um DSK in New York?

LG

Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 04.06.2011 14:07
 sabi
(@sabi)
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Famed Member
 

Hallo Jan,

sehr interessant dein Vorschlag ( radikaler Ausschluss der Öffentlichkeit und somit auch der Medien).

Was soll ich zu DSK sagen...

Ich weigere mich prinzipiell über Schuld und Unschiuld fremder Personen zu urteilen.

 Bei Dschingis Khan fehlt mir  sämtliche Hintergrundinformation,und der angebliche Tat-und Sachverhalt.

Ich verfolge ja auch solch einen Medienrummel, bei wichtigen Persönlichkeiten, wenig mit, da tut es mir eher  immer leid, für die Personen, die größeres Leid ertragen und keine Medienberichte  auf Ihrer Seite haben ...und die  weit mehr Aufmerkasmakiet verdient hätten!

Aber wären wir hier an einen Stammtisch, und ich müßte ein Drehbuch besetzten..... Lächelt

DSK ist dann schon ein anderes Kaliber und ein härterer Brocken als Herr Kachelmann und somit ,aus meiner persönlichen Sicht, besser geeignet für die Rolle des Vergewaltigers.


 
Veröffentlicht : 05.06.2011 01:30
(@donquichote)
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Hallo,

mal keine Frage, sondern nur ein Hinweis: Am 27.11.11 ist in Ba-Wü Volksabstimmung ... S 21 ... man darf gespannt sein, wie die Volksabstimmung ausgeht.

donquichote


 
Veröffentlicht : 24.11.2011 21:04
 Jack
(@Jack)
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Haben die hoch- und überbezahlten Burschen mal wieder richtig geschickt gemacht....häääääääääääää, wenn ich dafür oder dagegen stimmen möchte, was muß ich nun ankreuzen.

Scheinbar gehen diese Sesselpupser davon aus, daß jeder Bundesbürger Jura in Verbindung mit Beamtenkauderwelsch studiert hat. *kopfschüttel*


 
Veröffentlicht : 25.11.2011 12:26
(@donquichote)
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Hallo,

ob sich die Zahl der aufgrund des verwirrenden Abstimmungszettels falsch gesetzten Kreuze in beiden Lagern sich die Waage hält?

donquichote


 
Veröffentlicht : 25.11.2011 15:25
(@Jan22)
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Hallo Ihr beiden,

ich gehe auch mal davon aus, dass das kein Zufall ist, dass man hier so nebulös formuliert. Warum machen sie keinen Zettel "pro und contra S 21". Mal eine dumme Frage: Wie muss man jetzt stimmen, um sich gegen S 21 auszusprechen? Mit Ja für das Kündigungsrecht? Ist schon eine Frechheit, so ein Stimmzettel, wobei ich davon ausgehe, dass die Leute sich erkundigen und schon das richtige Kreuz machen, die zur Wahl gehen. Den anderen ist es doch eh egal.

LG

Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 25.11.2011 15:58
 Jack
(@Jack)
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Hallo Jan,

durch Dich lernt man immer wieder neue Wörter kennen... Lächelt

Jepp, unsere Landesregierung hat es wohl gerne, wenn das Volk durch ihre nebulöse Ausdrucksweise im Nebel umhertappt.

Ist man gegen S21 muß man mit "JA" stimmen...and vice versa.

LG Lächelt


 
Veröffentlicht : 25.11.2011 16:57
(@Jan22)
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Hehe, ich habe hier ein echtes Schätzchen gefunden:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,799899,00.html

Wahrscheinlich war das Spiel ja geschmiert. Immerhin heißt ihr Stadion nach Sepp Blatter, der wird schon dafür gesorgt haben, dass sie gewinnen   Grinst breit

LG

Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 25.11.2011 18:43
 Jack
(@Jack)
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Hehe, Jan, kennst Du schon dieses BVB-Filmchen?

http://www.youtube.com/watch?v=aUn-6fae5Y4


 
Veröffentlicht : 26.11.2011 21:02
(@Jan22)
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Grinst breit


 
Veröffentlicht : 27.11.2011 00:11
(@donquichote)
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Hallo,

der Versuch, sich mal eben schnell zumindest nach aussen hin von einem Geschäftspartner zu trennen - man greift zu weissem Lack:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-02/flugzeug-rom-alitalia

donquichote


 
Veröffentlicht : 04.02.2013 12:54
(@donquichote)
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Nachtrag: Einigen Kommentaren zu dieser Sache ist zu entnehmen, dass es wohl nicht ganz unüblich ist, einen Havaristen unkenntlich zu machen (wobei im o.g. Fall noch die Länderkennung zu erkennen ist). Wenn ja, warum wird das überhaupt gemacht? Dank weltweiter Vernetzung ist eh schon hinreichlich bekannt, um welche Fluggesellschaft(en) es hier geht. Bzw. warum wird dann genau dieser Fall aufgebauscht? Vielleicht, weil er so gut ins Klischeebild Italiens passt?


 
Veröffentlicht : 04.02.2013 15:54
(@Jan22)
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Rücktritte

Momentan häufen sich die Rücktritte von Personen des öffentlichen Lebens. Jetzt sogar noch der Papst! Wobei es offensichtlich zwei sehr verschiedene Arten von Rücktritten gibt. Zum einen sind da die, die gar nicht zurücktreten wollen, über alle Maßen an ihrem Posten kleben, den sie dann erst unter massivem Druck und Zwang aufgeben. Aktuellstes Beispiel hierfür Annette Schavan. Aber wir hatten auch Wulff, der eher gierig nach Geld denn nach Titeln war, Guttenberg, und dann noch eine Reihe weniger bedeutender Politiker, die alle Titel, Ansehen und Posten verloren, weil sie nachweislich geschummelt hatten. Was ist hier eigentlich los? Sind plötzlich alle Politiker korrupt? Früher scheint so etwas nie vorgekommen zu sein, wobei man sicher auch da fündig hätte werden können. Ein Herr Kohl hat seine Doktorarbeit nicht umsonst unter Verschluss nehmen lassen, für niemanden mehr einsehbar. Das hätte Schavan vielleicht auch veranlassen sollen, aber damit hätte sie dann wohl erst recht schlafende Hunde geweckt. Warum nur Politiker von CDU, CSU und FDP? Was ist mit den Herren der SPD, schummeln die vielleicht weniger? Oder schreiben die erst gar keine Doktorarbeiten, weil sie zu blöd dazu sind? Oder weil sie nicht die richtigen Beziehungen wie ein Herr Guttenberg haben? Was ist mit den Piraten, da scheint auch keiner einen Doktortitel zu haben? Oder sind die meisten noch zu jung, werden ihre Doktorarbeiten erst in 10 Jahren schreiben? Viele ungeklärte Fragen! Wobei mir Schavan fast leid tut, denn es tut sicher sehr weh, wenn man für eine Gaunerei bestraft wird, die 30 Jahr alt ist. Zum anderen sieht man an ihr sehr gut, wie sie jetzt alles falsch gemacht hat und weiterhin falsch macht. Warum ist sie nicht sofort zurückgetreten, als die Kritik publik wurde? Eine Wissenschaftsministerin, die in Zeiten massiver Plagiatsprobleme an den Universitäten selbst unter Plagiatsverdacht steht, ist nun einmal nicht tragbar, sogar, wenn sich der Verdacht nicht erhärtet. Es ist peinlich, lächerlich, man wird sofort zum Gespött, vor allem im Ausland. Warum klebt sie an ihrem Posten und kapiert nichts? Die Klage könnte sie sich sparen, denn die kann sie nicht gewinnen. Art und Umfang des Schummelns sind vielfach bewiesen und offen dargelegt. Die Klage wird sie Geld und Nerven kosten, und am Ende ist sie dann auch noch juristisch erledigt. Es wäre sicher wesentlich vernünftiger gewesen, sofort bei Aufkommen des Verdachts zurückzutreten. Das hätte ihr wahrscheinlich ein politisches Überleben in einem unbedeutenderen Posten ermöglicht. Wenn erst einmal auch noch juristisch belegt wird, was sowieso jeder außer ihr weiß und erkennt, wird das nur noch schwer möglich sein.

Bleibt aber die Frage nach der Häufung dieser Vorfälle. Sind also die Politiker korrupter als früher? Wird nur noch gegiert und gerafft? Machen das alle, sind nur die meisten schlauer als Wulff, der es eindeutig übertrieben hat? Oder sind doch die Mechanismen einer öffentlichen Überwachung und Kontrolle inzwischen so verfeinert, dass nicht mehr jeder mit allem durchkommt? Ist das insgesamt zu begrüßen oder sollte man sich besser gruseln davor? Kann nicht auch einmal einer öffentlich auf diese Weise erledigt werden, der tatsächlich nichts angestellt hat? Ist es nicht doch tatsächlich eher Parteipolitik mit anderen Mitteln? Wem nutzt der Rücktritt Schavans? Sie war konservativ, hat aber für die Universitäten mehr getan als ihre Vorgängerin, die Kindergärtnerin. Mehr als eine Reihe von Ministern und Ministerinnen vor ihr. Sie hat zwar eine konservative Elitebildung angestrebt, hat den Universitäten damit aber in jedem Fall auch geholfen. Unter ihrer Vorgängerin war weitgehender Kahlschlag, gleichzeitig hat die versucht, das System à la USA grundlegend zu reformieren, was grundlegend misslang und die Universitäten in ziemliches Chaos stürzte. Da haben die Reformen von Schavan wesentlich besser gegriffen und wesentlich mehr bewirkt. Zum Guten. Da kommt man durchaus ins Grübeln. Der Wechsel jetzt ist wieder mit vielen Unsicherheiten verbunden, und wohin Frau Wanka letztlich strebt, das wissen wir erst in ein paar Jahren. Oder auch nicht, je nachdem.

Jetzt aber doch zu der anderen Art von Rücktritt, den ich ja wesentlich spektakulärer finde. Man hat keine Lust mehr, man will nicht mehr, und dann schmeißt man einfach alles hin. Ganz plötzlich, ohne groß zu überlegen, zumindest ohne große öffentliche Überlegung. Sicher erinnert Ihr Euch noch an Null-Bock-Horst Köhler, der dann eigentlich den Wulff erst ermöglicht hat. Er war schon eine Weile dabei als Bundespräsident, da hat ihm irgendetwas nicht gepasst, er fühlte sich übergangen, wenn ich mich richtig erinnere, oder missverstanden, und da fällt ihm dann plötzlich ein, dass ihm der Job eigentlich gar nicht mehr gefällt. Und tritt zurück, von einem Tag zum anderen, wohlgemerkt nicht nach ein paar Wochen im Amt, was man ja noch verstanden hätte, warum soll der BuPrä nicht auch eine Probezeit haben. Nein, Horst Köhler befand sich damals sogar schon in der zweiten Amtsperiode. Er hätte somit eigentlich wissen müssen, worum es bei dem Job geht. Aber nein, Horst fühlte sich missverstanden und da wurde er zum trotzigen Kind und schmiss das Handtuch. Geht’s eigentlich noch dämlicher? Schämt er sich denn gar nicht? Erst drängt er ins Amt und dann mag er nicht mehr, weil ihn irgendjemand ärgert. Viele von uns müssten permanent eine Menge Handtücher hinschmeißen, wenn sie so auf Ärger im Job reagierten. Und wieder ein Herr der CDU, was ist mit denen eigentlich los? Vielleicht ist das aber auch die falsche Frage, bei der SPD gibt es nun mal momentan keine guten Posten, die sie hinschmeißen könnten. Wobei mir doch noch so ein früher Kandidat einfällt, der ebenfalls ähnlich hingeschmissen hat, Oskar Lafontaine. Das kam damals auch sehr plötzlich und sehr exzentrisch. Was denken sich diese Leute eigentlich? Übernehmen sie nicht auch Verantwortung mit ihren Posten? Bringen einiges durcheinander und ins Wanken mit ihrer Haltung, ist ihnen das gar nicht klar? Sind sie dumm, arrogant oder einfach nur extrem ichbezogen? Gut kommt so etwas in jedem Fall nicht daher, Verständnis kann man für diese Art von Haltung kaum aufbringen.

Und jetzt auch noch der Papst, der zugegebenermaßen einer anderen Art von Partei angehört. Was die Sache aber dann noch zusätzlich kompliziert. Dafür hat er auch eine andere Art von Begründung, wobei das natürlich auch wieder die abgeschmackteste ist, die einem einfallen kann. Wenn ich keine Lust auf Arbeit habe, melde ich mich krank. Ich mache das sehr selten, weil ich meine Arbeit gern mag und eigentlich auch gar nicht dran denke, hinzuschmeißen. Aber vielen Arbeitnehmern geht es da anders und der Krankenstand ist ja auch dementsprechend hoch. Nun ist der Papst aber tatsächlich ein sehr alter Mann, also könnte man natürlich sagen, der macht jetzt nicht wirklich auf Frührente. Und trotzdem kommt es einem doch komisch vor und mutet einen befremdlich an, dass ihm nun plötzlich von einem Tag zum anderen einfällt, dass er schwächer ist als davor. Schwächer als der vorherige Papst war ja wohl kaum einer, und auch der hat durchgestanden. Gegenüber dem Polen kommt einem der Ratzinger doch wirklich wie ein fitter Jungspund vor. Was soll das also? Geht es hier nicht doch um anderes? Ein verschleierter Skandal vielleicht, Korruption, vielleicht wird er gar erpresst? Dass es im Vatikan nicht ganz so heilig zugeht, wissen wir ja spätestens seit diesem ungeklärten Mordfall vor ein paar Jahren und dem Skandal um den Camerlengo. Das hätte sich Dan Brown gar nicht auszudenken brauchen.

Was mich nun aber tatsächlich bei der ganzen Angelegenheit schwer beschäftigt, ist, dass es meines Erachtens nach dem katholischen Dogma überhaupt nicht möglich ist, als Papst zurückzutreten. Nun muss ich gestehen, dass ich weder katholischen Glaubens bin, noch in diesem Sinne erzogen wurde. Ich habe mich aber durchaus zu Zeiten mit dieser Religion beschäftigt, bilde mir also ein, ein bisschen drüber zu wissen. Vielleicht kann mich aber auch einer aufklären, sollte ich mich irren. Im katholischen Glauben steht Gott über allem. Der Papst ist sein Stellvertreter auf Erden. Die Kardinäle in Rom wählen diesen Stellvertreter und agieren hier ebenfalls als Stellvertreter Gottes. So ist der Papst ja eigentlich von Gott selbst gewählt. Kann er so einen Posten, den er ja quasi von Gott selbst erhalten hat, einfach so hinschmeißen? Egal, ob nun noch Kraft da ist oder nicht? Ist das nicht ketzerisch, eine Auflehnung gegenüber einem Wunsch Gottes? Unterstellt mir hier bitte keinen Sarkasmus, ich meine das wirklich ernst. Nun kann man natürlich sagen, dass das Quatsch ist mit dieser mystischen Stellvertreterei und der Papst eben doch sehr menschlich gewählt wird. Dennoch: Der Papst erhält ein Amt übertragen, ein sehr wichtiges Amt, und er hat dies zu bekleiden und bestmöglichst auszufüllen. Ob er dazu manchmal oder auch oft zu müde ist, das interessiert eigentlich keinen. Hat auch keinen zu interessieren. Es interessiert auch keinen, wenn ich manchmal zu müde für meine Arbeit bin. Glaube, zu wenig Kraft zu haben. Wenn ich meine Chefs diesbezüglich ansprechen würde, hieße es doch nur, ich müsse eben besser mit meiner Kraft haushalten. Sollte das nicht auch für den Papst gelten? Es zwingt ihn doch eigentlich keiner, permanent irgendwohin zu reisen.

Um es etwas eleganter auszudrücken: Der Papst stellt mit dieser Entscheidung seine eigene Person über die katholische Kirche, und das erscheint mir tatsächlich revolutionär. Mutig. Ketzerisch. Denn wenn ich eines von der katholischen Kirche erfahren habe, ist es genau das: die Kirche steht über dem einzelnen Individuum, das in jedem Fall zu gehorchen hat. Zu glauben hat. Seine Pflicht und Aufgabe zu erfüllen hat. Und Benedikt scheint sich hier zu widersetzen.

Ich weiß nicht, ob die katholische Welt dies auch so sieht, es fehlt mir an der richtigen Lust, in katholischen Foren zu stöbern. Sollte ich den Katholizismus doch falsch verstanden haben, lasse ich mich hier gern belehren. Trotzdem beschäftigt mich das. Ich habe den jetzigen oder baldigen Ex-Papst immer als großen Konservativen gesehen, der die wirklichen Probleme der Welt gern und sehr konsequent übersehen hat. Und plötzlich wagt gerade er einen Schritt, der die Katholiken in die Nähe einer weltoffenen Kirche bringen könnte. Er ist plötzlich mehr Mensch als Stellvertreter Gottes. Bekennt seine Schwäche, wenn es denn eine ist. Zieht sich als Ex-Papst dann ins Kloster zurück, und lässt es sich dort gut gehen. Ich sehe hier wirklich eine große Ambivalenz. Zum einen ist es ein mutiger und moderner Schritt, den er da geht, denn er handelt offensichtlich gegen das Dogma, das an manchen Stellen direkt aus dem Mittelalter zu kommen scheint. Zum anderen ist diese Null-Bock-Mentalität, dieses Ich-mag-jetzt-plötzlich-nicht-mehr doch auch immer sehr fragwürdig. Warum jetzt gerade? Was ist der wirkliche Grund? Was soll man nun mit so einem Ex-Papst überhaupt anfangen? Warum bleibt er nicht auf seinem Posten und drückt sich jetzt vor der Verantwortung?

Sorry, ist jetzt ein bißchen lang geraten. Vielleicht hat aber doch der eine oder andere von Euch Lust, sich mit mir über meine samstagvormittäglichen Überlegungen auszutauschen.

LG

Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 16.02.2013 14:44
(@donquichote)
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Hallo Jan,

... Bleibt aber die Frage nach der Häufung dieser Vorfälle. Sind also die Politiker korrupter als früher? Wird nur noch gegiert und gerafft? ...

Vielleicht ist es heute dank der weltweiten Vernetzung viel einfacher, Schummeleien aufzudecken? Man stellt eine Doktorarbeit ins Netz und lässt suchen.

donquichote


 
Veröffentlicht : 17.02.2013 13:40
(@Jan22)
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Hallo Don,

ja, das ist wohl die gängige Erklärung, warum sich das verändert hat. Ich bin mir aber nicht so sicher. Diese Doktorarbeiten z.B. befinden sich in jeder Universitätsbibliothek, zumeist frei zugänglich. Also da kann ja auch jeder hingehen und sich die anschauen. Hat aber früher offensichtlich keinen so wirklich interessiert.

LG

Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 19.02.2013 00:04
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