Also ich finde die Idee von Jennifer gar nicht so schlecht, eine Art Officebrille für die Arbeit zu tragen. Ich möchte nicht den ganzen Tag in einem Bereich um 60 cm arbeiten und dann für jede Bewegung den Kopf drehen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der obere Bereich der Gleitsichtbrille in voller Breite vorhanden, während der Gleitsichtbereich ein schmaler viereckiger Stab ist. Ich gebe zu, daß ich es noch nicht ausprobiert habe, aber ich kann mir so eine Gesichtsfeldbeschränkung schlecht vorstellen.
Aber das ist nur einen Meinung von mir.
Jörn
Hallo, Jörn
natürlich ist für PC-Arbeit oder alle Arbeiten, die in 50-90cm ablaufen, eine Office-Brille das Beste. Nur kannst Du mit dieser Brille nicht weitsehen, also ist noch eine zweite Brille erforderlich.
Zum anderen sind Deine Vorstellungen von GLeitsichtgläsern wohl sehr von nicht allzu qualifizierten Kollegen geprägt, oder sehe ich das zu eng? 
Gruß
Eberhard
Hallo Jörn,ich habe mir, nachdem es nicht mehr gereicht hat, meine Brille gegen Kurzsichtigkeit beim Lesen und bei der Bildschirmarbeit abzulegen, durch Infos aus dem www und nach Rücksprache mit meinem AO, eine Office-Brille anfertigen lassen. Grund war, daß ich in der Ferne ein Prisma benötige, nicht aber im Nahbereich. Ich bin damit sehr gut klargekommen, fand es aber lästig, zwischen zwei Brillen wechseln zu müssen (schon im Zug beim Lesen!). Nach Beratung mit einer Orthoptistin, daß ich doch gerne mal eine Gleitsichtbrille probieren möchte (sie hatte zunächst Bedenken, weil damit das Prisma auch im Nahbereich wirkt), habe ich den Versuch unternommen.
Ergebnis Optimal!!!
Was Eberhard Luckas schreibt, stimmt völlig.
Moderne Gleitsichtgläser (haben ihren Preis) besitzen sehr großzügige Schärfebereiche.
Ich hatte mich nach weniger als einer Woche völlig daran gewöhnt.
Ich kann mir nichts bequemeres vorstellen, und das, obwohl ich beruflich und privat sehr viel am PC sitze.
Die nötigen Kopfbewegungen sind minimal.
Also hefty Nur Mut!
Gruß Rainer
Hallo alle zusammen,vielen Dank für die vielen Ratschläge(Lösungsvorschläge).Nach anfänglich schleppenden Beginn wird das Thema ja jetzt stark und kontovers diskutiert.
Mir macht das hinsichtlich meiner Wahl auch nicht gerade einfacher.
Jedoch,mal von den Kosten abgesehen,mache ich wohl mit einer Gleitsichtbrille doch gar nichts falsch.
Interessant wäre noch,wenn mir Paul-Gerhard selbst oder sonst jemand seine Aussage noch erklären könnte
Die Erstbrille sollte eine Gleitsichtbrille sein,gerade in diesem Altersbereich.
Diese Aussage trifft sich evtl.mit der im Anfangsbericht geschilderten Aussage meines Optikers,man sollte sich eine Gleitsichtbrille zulegen,so lange die + und - Werte noch nicht so weit auseinanderlägen, auch wenn man in die Ferne noch gut/ausreichend sieht.
Ist also demnach altersbedingt auch für die Ferne eine Sehverschlechterung zu erwarten?
Eine schöne Wochehefty
Hallo Hefty,eine Gleitsichtbrille sollte deshalb so früh wie möglich und dann möglichst ständig getragen werden, weil die Gewöhnung an diese Gläser am einfachsten ist, wenn der Unterschied gering ist. Bei einem Gleitsichtglas ist es ja nicht wie bei einem "normalen" Glas, daß der Schärfebereich extrem groß ist, sondern konstruktionsbedingt gibt es eine Schärfezone, die je nach Hersteller und Art des Glases, unterschiedlich groß und geformt ist. Wenn der Unterschied zwischen Nah und Fern gering ist, kann man sich schneller daran gewöhnen.
Das Sehen in die Ferne muß nicht zwangsläufig im "Alter" schlechter werden, aber die Akkomodationsfähigkeit um in den Lesebereich zu kommen, niimmt zwangsläufig ab, da die Linse ihre Elastizität verliert, und somit normalerweise eine stärkere Korrektur für die Nähe notwendig wird. Daher kommt es bei gleichbleibender Fernkorrektur zu einem größeren Unterschied, der sich bei einer Gleitsichtbrille in den Additionswerten niederschlägt.
Gruß
Rainer
Die Augen verändern sich unabhängig vom Alter, manchmal wird die Stärke des Brillenglases höher, kann aber auch abnehmen.
Unabhängig davon nimmt die Sehleistung, also das Vermögen, kleine Details zu erkennen ab, aber das ist unabhängig von der Stärke der Brille und von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Man gewöhnt sich in der Regel schneller an Gleitsichtgläser, wenn die Addition noch nicht so hoch ist, weil die Übergänge von Ferne zu Nähe im Glas weniger zu spüren sind. Aber bei den modernen Gläsern kann man sich auch noch relativ schnell daran gewöhnen, wenn man schon einen stärkeren Nahzusatz braucht. Kommt darauf an, wie "empfindlich" man ist.
Gruß
Jenny
Vielen Dank auch nochmals für die letzten 2 Beiträge.Jetzt ist mir als Laien noch mehr klar geworden.Trotzdem kann mir niemand eine Entscheidung abnehemen, weil auch niemand eine Entwicklung des Auges vorhersehen kann.Es ist wie ein bißchen Lotto.Verschlechtert sich mein Auge später auch für die Ferne wäre jetzt der optimale Einstiegszeitpunkt für eine Gleitsichtbrille.Bleibt die Sehschärfe für die Ferne jedoch so erhalten wäre ich evtl. mit einer Gleitsichtbrille "überversorgt" . So hab ich es jedenfalls verstanden.
Allen nochmals vielen herzlichen Dank.
hefty
Tja, das scheint auch eine Generationensache zu sein. Meine Eltern und Schwiegereltern sind um die 70, die haben alle normale Lesebrillen, bzw Computerbrillen. Die suchen auch ab und zu nach ihrer Brille, aber das haben die irgendwie im Griff. Vielleicht sind Gleitsichtgläser für diese Generation neumodischer Kram.
Für jeden über 40 ist abzuwägen, ob er lieber mit einer Brille leben kann, die nur in der Mitte einen Schärfebereich hat, oder ob er das ganze Glas nutzen möchte und eben die Brille wechselt. Das hängt auch vom Beruf ab, jemand, der den ganzen Tag im Büro ist, kommt mit einer Office Brille vielleicht gut zurecht und setzt eben beim Nachhausegehen die andere auf.
Ein Vertreter, der dauernd unterwegs ist, wird sich vielleicht für eine Gleitsichtbrille entscheiden.
Letztendlich ist es auch eine Frage des Geschmacks und der Eitelkeit, nicht jede Brillenform eignet sich als Gleitsichtbrille. Aber da sind wir dann in dem Bereich Perücken, Toupets, Silikonimplantate jeder, wie er möchte.
Viele Grüße
Jörn
Sag mal, Jörn, trägst du Gleitsichtgläser?
Trag zwar auch (noch)keine und die Gleitsichtbrillenträger mögen mich berichtigen, aber mit der Aussage, diese Gläser könnten nur in der Mitte genutzt werden, bin ich nicht einverstanden. Das würd ja heißen, das man eine Art Röhrengesichtsfeld damit hat.
1. würd ich dann meinen Kunden ständig was falsches erzählen, und 2. würden nicht so viele Menschen damit zurecht kommen. Wenn man diese Gläser für die Ferne nur in der Mitte nutzen könnte, würde das bedeuten, das man für jede kleine Blickbewegung den Kopf drehen müßte, und ist dir schon mal aufgefallen, daß die Leute ständig mit dem Kopf wackeln?
Gruß
Jenny
Hallo Jenny,wenn Du meinen Beitrag vom 22.03.2004 liest, merkst Du, daß bei Gleitsichtgläsern der Schärfebereich für die einzelnen Entfernungen unterschiedlich groß ist, aber einen Tunnelblick habe ich bei mir noch nicht festgestellt. Wenn Du einmal eine solche Zonenverteilung sehen möchtest, sieh einmal auf der Seite von Zeiss nach; dort gibt es gute Beispiele. Gewisse Kopfbewegungen sind normal, aber wie Du schon sagst, es gibt keine Horden von "Wackeldackeln" unter den Gleitsichtträgern.
Gruß Rainer
Hallo,
ab und an habe ich das Gefühl, Jörn hat zuviele Augenärzte befragt - die Schilderungen klingen für mich zum Teil nach uralten Gleitsichttypen...
Für Jenny und alle anderen noch nicht Gleitsichträger
Wir haben einen Kasten von Essilor, "Demonstration Presbyopie" (oder so), in dem Einstärken-, Bifokal- und Gleitsichtgläser sind (die Kästen sind nicht gerade neu, ich denke mal, es sind keine Varilux Panamic
) auch für Nicht-Gleitsichtträger ist es sehr interessant und lehrreich, mal sich die Bifos und Gleiter einzustecken und damit über den Flur/einige Treppenstufen zu laufen. Ich für meinen Teil kam mit den Gleitern besser klar als mit den Bifos und von Röhre kann keine Rede sein. Ich habe jedenfalls wenig Einschränkungen gemerkt.
Gruß Lucccy,die die Grafiken eines jeden Glasherstellers zu Gleitern Jörn nur wärmstens empfehlen kann