Hallo Urs,
ich glaube, Du hast mich FALSCH verstanden!?! Ich bat Dich nicht, wieder vermehrt zur Augenproblematik zurückzukehren - ganz im Gegenteil!!! Ich begrüße jede Ansicht, die auch über den eigenen Tellerrand hinausgeht. Deshalb freue ich mich auch, Dich hier im Forum begrüßen zu dürfen. Mich selbst interessiert die Problematik halt als betroffene Mutter besonders, dehalb würde ich mich auch freuen, wenn Du mich mal per eMail "anmorsen" würdest - ich hätte da noch ein paar Fragen und auch Denkanstöße, die, wie auch ich finde, dann letztendlich nicht mehr unbedingt hierher gehören, weil sie generell frühkindliche Störungen und deren Ursachenforschung betreffen.
Übrigens meine ich, die Kinder sind wohl nur bedingt auffälliger als früher. Erstens ist die Diagnostik vieeel besser geworden, außerdem leben wir mittlerweile in einer absoluten Leistungsgesellschaft und wenn ein Kindlein dann nicht gleich 100 pro nach den hochgesteckten Normen (wer hat sich die eigentlich einfallen lassen..?) funktioniert, muss gleich an ihm herumgedoktort werden.
Meine zweite These ist, dass die Kinder definitiv zu wenig Bewegung haben und zu "sicher" aufwachsen. Wer darf schon noch wild schaukeln oder in den höchsten Baum klettern, sich die Hosen zerreisen oder ohne Knieschützer Rollschuhe laufen?!? Wir packen die Kindlein in Watte! Als Baby in den Wipper, dann in den Laufstall, später kommen besagte Knie- und Kopfschützer. Frieren dürfen sie auch nicht mehr, sie werden ja immer im Auto kutschiert, sobald der erste Tropfen fällt und ein steifes Lüftchen weht... Als Ausgleich werden sie in Sportvereine gesteckt, ach ja, ein Musikinstrument sollen sie auch noch lernen, damit die Eltern ein gutes Gewissen ob ihrer optimalen Förderung haben dürfen, aber - welches Kind hat noch Zeit zum Träumen und zum Spielen?! Der Tag ist durchstrukturiert und Extremreize gibt es später nur noch am Ego-Shooter (oder wie heißen die Dinger?).
So, das ist nun ganz sarkastisch und bestimmt nich vollständig dahingeschrieben, aber viele Dinge liegen so nah auf der Hand, wenn ich unsere Kindheit (da musste auch mal ein Wäschekorb getragen und ein Küchenboden geschrubbt werden) mit heute vergleiche, dann graut es mir, wenn ich so manche Familien sehe....
Außerdem fehlt den Kindern das Behütetsein, am besten noch in der Großfamilie. Heute gehen beide Eltern oft arbeiten, oder man/frau ist alleinerziehend und das Kind wird sich selbst überlassen, zwangsweise. Da fehlt die Oma, die hingebungsvoll stundenlang vorliest, die Mama hat keinen Nerv mehr nach einem 8-Stunden-Tag...
Ach ja, seufz, hierüber gibt es bestimmt genug Forschungsarbeiten und Dissertationen, ich höre mal lieber auf...
Gruß
Kerstin
Hallo Urs,
ZitatIn diesem Forum sehen einige einen Augenstellungsfehler als etwas gegebenes an. Die Frage nach dem Warum oder Woher wird kaum genauer verfolgt oder gar hinterfragt.
Das möchte ich nicht auf mir sitzen lassen
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Ich habe mir bei dem Thema nur abgwöhnt, die Fachleute weiter zu löchern, nachdem die Antwort stets "angeboren" war.
Obwohl ich in dem einen oder anderen Artikel zum Thema Schielen auch schon mal Andeutungen las, das eine ungleiche Brechkraft der Augen zum Schielen führen könne. Zufall, dass ich 2,5 sphärische Dioptrien Unterschied mein eigen nenne und erst eine Brille bekam, als ich bereits bei -1 und -3dpt gelandet war?
Für mich ist die Antwort müßig, da der Zug abgefahren ist. Für Eltern hingegen wäre es doch wichtig zu erfahren, ob ihre fehlsichtigen Kinder mit der ungleichen Sehstärke z.B. ihre Brille ständig tragen sollten?
ZitatAber Es muss doch Gründe geben warum unsere jüngste Generation immer mehr Probleme hat, immer öfters auffällig wird und dabei auch Augenkoordinationsstörungen immer häufiger auffällig werden.
Manche Antworten liegen so nah, dass man sie vor lauter Bäumen nicht sieht. Wie Kerstin schon andeutete PCs oder gameboys oder Fernsehprogramme in Überdosis müssen selbst bei Nicht-Ge:wink:elten zu Augenfälligkeiten führen, und das nicht nur bei Kindern. Hat schon mal jemand gemessen, wieviele Augebewegungen pro Sekunde in den gängigen Computerspielen verlangt werden? Ganz abgesehen davon, dass man nicht gleichzeitig computerspielen und wild herumtoben und Bewegungskoordination üben kann.
Jetzt möchte ich nur nicht in Endzeitstimmung verfallen. Früher wird immer alles besser gewesen sein, und trotzdem möchte ich das Internet nicht mehr missen, und ich habe schon von Untersuchungn gelesen, nach denen Eltern sich noch nie soviel Zeit für ihre Kinder genommen haben wie heute. Vielleicht nur zum Herumkutschieren, vielleicht nur im Durchschnitt (meinem Eindruck nach polarisiert sich das Erziehungsverhalten ähnlich wie die sonstigen sozialen Probleme immer mehr, aber das führt tatsächlich zu weit).
Ja, und wer weiß, ob PC-Spiele nicht sogar die Augenkoordination und die Feinmotorik trainieren und alles nur daran liegt, das Ge:wink:elte, denen so manche Freizeitbetätigung zwangsläufig verschlossen bleibt, einfach mehr WFleins in die Welt setzen? Auch dafür könnte man im Forum garantiert eine statistische Bestätigung finden
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Grüße,
Anna