Habe in meiner Sammlung niemanden in der Gegend gefunden.
Schau doch mal unter www.inpp.de, da gibt es eine Therapeutenliste.
Am besten mehrere anrufen und Erfahrungen und persönliche Nase ausloten.
Oder vielleicht doch? Keine Ahnung, wo das ist, aber mit der habe ich mal telefoniert
Liane Schmied
Die Seh-Praxis
Overratherstraße 56
51429 Bensberg
02204-948689
Die ist Funktionaloptometristin und INPPlerin, also vielleicht die ideale Mischung für dich?
Grüße
Ute
Liebe KerstinEP
Du hast den KISS-Pabst wirklich um die Ecke!! Ich habe seinen Kompanion gleich bei mir in Eckernförde. Und über die beiden geht wirklich nichts! Warst Du schon da? Dann würde ich ja erst einmal dessen Behandlung in Anspruch nehmen, das Kind für 2 -3 Wochen in Ruhe lassen, dann kommt ja ein Kontrolltermin 6 Wochen nach der Erstbehandlung. Dann würde ich die Äuglein nach MKH messen lassen (auch da hast Du ja gute Adressen in der Nähe!) und dann nach nicht ingegrierten Reflexen suchen lassen. Bei meinem Sohn haben sich viele dieser Reflexe nach Manualtherapie und PB quasi von selbst integriert. Man muss den Stein erst mal auf eine Weise zum Rollen bringen, oftmals erübrigen sich dann andere Therapien oder müssen nur relativ kurz angeschubst werden. Dr. Biedermann sprach da von der therapeutischen Kugel, die bei Kindern quasi von alleine herabrollt, wenn man sie in Bewegung gesetzt hat, wohingegen sie bei Erwachsenen oder auch Schlaganfallpatienten oft mühsam nach oben gerollt werden muss.
LG
Kerstin
Hallo Kerstin (EP)
Frau Schmied ist Augenoptikermeisterin und Funktionaloptometristin. Sie steht nicht auf der Liste der INPP. Was hat auch die Augenoptik mit Neuropsychologie zu tun. Auch auf ihrer eigenen Homepage ist davon nichts zu lesen. Eher schließe ich mich Kerstin Harms Ausführungen an.
Was hat auch die Augenoptik mit Neuropsychologie zu tun.
http://www.praxis.chucholowski.de/downloads/bedeutung_persistierender_pr...
Unter Neuropsychologie verstehe ich einiges Mehr als frühkindliche Reflex und ihre Auswirkungen.
Frau Schmied hat auf ihrer Internetseite nichts über INPP stehen, oder habe ich es übersehen?
Weiß leider nicht mehr, wie ich damals auf sie kam. War im Rahmen einer Internet-Recherche. Im Telefonat wurde aber deutlich, dass sie von beidem etwas versteht. Eine INPP-Ausbildung muss sie haben, evtl die Schmalspurvariante.
Die Bereiche Motorik, Reflexe, Hirnentwicklung hängen sehr eng zusammen. Die Visuomotorik ist nur ein kleiner Bereich davon.
Auch andere Therapien nutzen den Einfluss von Bewegung auf die Hirnentwicklung.
INPP ist die englische Abkürzung für "Institut für Neurophysiologische Entwicklungsförderung".
UteR schrieb
INPP ist die englische Abkürzung für "Institut für Neurophysiologische Entwicklungsförderung".
INPP ist die Abkürzung von "The Institute for Neuro-Physiological Psychology
Zwischen Physiologie und Psychologie ist aber doch ein Unterschied, oder? wovon ist denn nun die Rede? Ich denke, von Physiologie, wenn es sich um INPP und Reflexintegration handelt....
LG
Kerstin
Bensberg ist mir zu weit. Ich bleib erst mal bei Jaschke und dann sehen wir weiter.
Nächster Termin ist im Oktober. In der Praxis haben sie gesagt, sie arbeiten mit KGs zusammen. Ich frage beim nächsten Termin nochmal Jaschke was er zu INPP meint.
Die Abkürzung INPP hatte ich in der Tat inkorrekt wiedergegeben, die Therapeuten nennen sich allerdings neurophysiologische Entwicklungsförderer.
Zwischen Physiologie und Psychologie ist aber doch ein Unterschied, oder?
Leider wird immer wieder versucht, diese Bereiche zu trennen. Ich denke das ist eines der ganz großen Hemmnisse in der Förderung. Jeder Fachleut sieht nur seinen Bereich.
Dabei haben die physiologischen Grundlagen ganz entscheidenden Einfluss auf die psychologische Entwicklung.
Wenn ein Kind aufgrund der persistierenden Reflexe nicht normgerecht funktioniert, merkt es das selbst als erstes. Teilweise merken sie schon im Kindergartenalter, dass sie anders sind als die Kameraden.
Um nur ein Beispiel herauszugreifen Das Kind kann nicht still sitzen. Ob das nur wegen eines Spinalen Galant Reflexes ist, so dass das Kind den Hosenbund als unangenehm empfindet und dem ausweichen möchte oder ob der Gleichgewichtssinn aufgrund des TLR gestört ist, so dass das Kind immer wieder durch Bewegung Reize erzeugen muss, ist dabei ganz egal. Es zappelt. Und darauf wird es ständig hingewiesen, erntet Vorwürfe, wird zum Buhmann, da es jeden Stuhlkreis stört. Dieses Kind wird sich nie an ruhigen Spielen am Tisch beteiligen, nie intensiv Malen und darin schlechtere Ergebnisse erzielen (eine wichtige Vorübung für das Schreiben), ...
So was muss sich negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken. Bei den meisten ist zusätzlich der Moro im Spiel, was das Gefühlsleben sowieso schwierig macht. Ich möchte nicht wissen, bei wievielen der diagnostizierten Depressiven auch die Reflexe im Hintergrund wirken.
Jeder weiß auch, wie man das eigenen Kind behandeln muss, damit es zu einem seelisch gesunden Erwachsenen heranreift. Dem oben beschriebenen Reflexkind wird diese Behandlung nur selten zu teil.
Das Kind mit gestörter Visuomotorik (meist STNR und ATNR) wird sich nie an Ballspielen beteiligen, weil es den bewegten Ball einfach nicht schnell genug sieht. Spätestens mit 6, wenn alle Fußball spielen, ist es ein Außenseiter.
Greift man rechtzeitig ein und integriert die Reflexe, kann sich das Kind hoffentlich noch normagerecht entwickeln und hat die Chance weniger psychische Probleme zu bekommen.
Grüße
Ute
Hallo UteR,
also mein Sohn 8 Jahre alt ist ja so ein richtiger Stinkstiefel. Es belastet mich persönlich sehr, das er immer so schlecht gelaunt ist. Man kann nicht normal mit ihm reden. Er ist pampig, schreit, flippt oft aus und ist sehr provokant. Sein Lieblingswort ist "nein" und die einfachsten Regeln wie Zähneputzen und usw geben ihm immer wieder Anlaß dazu stundenlang rumzunörgeln, sich zu verweigern und zu motzen. Wir diskutieren über die einfachsten Sachen bis zum erbrechen. Ich bin es so leid. In seinen Augen bin ich nur die blöde Mama die immer nur nervt und ihn doch in Ruhe lassen soll , damit er alles tun und lassen kann wie er es will.
Manchmal habe ich den Eindruck ich bin ein rotes Tuch für ihn und wenn er mich nur sieht, beginnt er allen Frust an mir auszulassen und ich soll mir alles gefallen lassen.
Aber dann ist er wieder so lieb. Warum ist er das nicht immer oder wenigstens überwiegend wie sein kleiner Bruder. Ich behandle beide gleich und mit meinem Kleinen funktioniert es um`s tausendfache besser, der ist einfach zufrieden mit sich. Kann den die WF an dem allem sooooooo schuld sein und wie lange dauert das bis es besser wird?
Also unser Verhältnis leidet furchtbar darunter, es tut mir dann so leid, weil er eigentlich so ein liebeswertes Kerlchen ist. Ich heule oft und sage dann, warum machst du dir dein Leben so schwer, tue doch einfach das was man dir sagt. Es sind ja Dinge die für alle selbstverständlich und normal sind. Ich verstehe ihn einfach nicht und habe auch absolut keine Nerven mehr sachlich mit ihm umzugehen.
Ich kann mir sein Verhalten nicht erklären. Er überdreht auch oft und kaspert zur Zeit ständig herum , wie wenn er nicht wüßte, dass er 8 Jahre alt ist.
Aus diesen Gründen bin ich eigentlich auch auf das Kiss Kidd aufmerksam geworden. Wird dieses Verhalten mit Brille irgendwann besser oder benötigen wir dringend anderweitig Unterstützung
Eure
SabiK
Ach, das kommt mir doch so bekannt vor. Ich habe meinen Sohn manchmal fast gehaßt und war die einzige Mutter weit und breit, die froh war, wenn er ihr Kind nicht da war.
Heute ist er zwar auch noch nicht perfekt, aber das ist ja wohl keiner, aber deutlich ausgeglichener. Ich schiebe dass darauf, dass er sich einfach nicht mehr selbst im Weg steht und er dadurch auch Erfolgserlebnisse hat, oder wenigstens mitschwimmt und sich nicht mehr ständig als Versager erlebt.
Heute ist er zwar noch eher Einzelgänger als Teamplayer, aber nun kann er auch seine guten Seiten ausspielen und positive Erfahrungen sammeln.
Die WF ist nicht an allem schuld, sondern selbst nur ein Symptom.
Es führt aus meiner heutigen Sicht kein Weg an KISS, Osteopathie und Reflextest vorbei.
Grüße
Ute
UteR schrieb
Weiß leider nicht mehr, wie ich damals auf sie kam. War im Rahmen einer Internet-Recherche. Im Telefonat wurde aber deutlich, dass sie von beidem etwas versteht. Eine INPP-Ausbildung muss sie haben, evtl die Schmalspurvariante.
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Ich warne vor Schmalspurwissen und Können. Genauso sehen wir das auch in der Optometrie.
Augenprüfung lernt ein angehender Meister in 2-3 Jahren. Es gibt aber auch Refraktionskurse, die nicht länger als 3 Wochen dauern. D
Stimmt.
Ich habe aber in den letzten 3 Jahren Leute zu schätzen gelernt, die nicht nur ihre Ausbildung haben, sondern auch über den Tellerrand hinaussehen und um Zusammenhänge wissen. Gerade die geben einem meist hilfreiche Tips, versuchen nicht alle sim Alleingang zu regeln, sondern verweisen auch weiter. Das muss natürlich nicht bei jedem so sein.
Also,
Wf ist KEIN Symptom!!!! Symptome der Wf sind aber bekannt (hier im Forum unter Häufige Fragen nachzulesen). Die Symptome der Wf sind in vielen deckungsgleich mit AD(H)S, Legastshienie, KISS. Wf kann man aber als URSACHE für vieles festmachen, auch für Teilleistungsstörungen.
Gerade ich schätze Leute, die über ihren Tellerrand schauen, aber in der Regel hat man sein Spezialgebiet und was man kann, sollte man zur Perfektion betreiben. Also hat dann ein wirklich Guter sein Spezialgebiet (manche haben auch 2 davon), aber er ist obendrein noch über vieles andere so gut informiert, dass er Symptome erkennt, Zusammenhänge sieht und mit dem dafür spezialisierten Behandler im besten Falle gut kooperiert und zusammenarbeitet. Nur dann wird den Betroffenen am besten geholfen, weil sie in wirklich gute Hände geraten und diese "Hände" sich auch noch miteinander austauschen.
Ich halte nichts von jemanden, der meint, alles zu können. Je mehr man mit seinem Wissen in die Breite geht, desto weniger kann man in die Tiefe gehen. Aber einer mit breitem Halbwissen sollte denn auch so gut sein, dass er für jeden Aspekt mindestens Einen kennt, der genau dafür dann das Tiefenwissen hat. Und dahin hat er zu überweisen, bzw. zu empfehlen. Das nenne ich dann Größe und Seriösität.
Viele Grüße
Kerstin
UteR schrieb
Liane Schmied
Die Seh-Praxis
Overratherstraße 56
51429 Bensberg
02204-948689Die ist Funktionaloptometristin und INPPlerin, also vielleicht die ideale Mischung für dich?
Alles schön und gut INPP´ler und Funktionaloptometrist - aber ich denke doch eher, dass es da um bissi VT geht oder? So ist das zumindest bei der Annegret Chucholowski? oder nicht? Ute, wir hatten dieses Thema schon mal hier - du schriebst, dass sich nur beidäuges Sehen entwickeln muss etc und Op bei Sean, du weißt nicht so recht etc. - kann jeder Lesen ung. in der Mitte vom Thread http://www.chucholowski.homepage.t-online.de/praxis/downloads/bedeutung_... .
Bei einer kleinen WF mit Sicherheit ganz wirksam und ich bin mir auch sicher, dass bei einem Prisma Probleme auftauchen - INPP wirklich wirksam ist und diese "kleine Wf" nach Abschluss der Therapie vielleicht gar keine Probleme mehr macht! Aber bei 8 oder 9 Prismen wird´s bei mir schwierig dran zu glauben!!! Und dann wenn wir meinen kleinen als Beispiel nehmen der wirklich König im Kompensieren war (ich meine Hallo, vor der HWS Manipulation hat der nicht geschielt - klar er hatte visuelle Probleme aber keiner - zumindest ich nicht - und ich denke ich bin nicht die einzige - hat an so ein Ausmaß am Anfang gedacht!)
Sean war gestern wieder in Metzingen bei Dr. L und er hat eine Folie dazubekommen die wir 3 Tage rechts aufkleben und 3 Tage links! Sean trägt seit einem Monat 20 Prismen auf der Nase zusätzlich jetzt noch 15! Wenn ich mir dann am Anfang meine ersten Beiträge ansehe über den Funktionaloptometristen bzw Optiker der mir wirklich sagte VT würde bei Sean helfen :
: könnt ich kotzen! Das könnt ihr mir echt glauben ich sagte ja vor nem Monat ich seh durch die 20 Prismen nix mehr - das nehme ich zurück da konnt ich ja zumindest "ein Bild" provozieren - das geht jetzt defenetiv nicht mehr
Und für alle die sich interessieren Dr L war sehr sehr zufrieden es ist ihm sofort aufgefallen das Sean ruhiger ist - dennoch ist klar der Winkel ist gewachsen das war ja aber zu erwarten! Ob Sean nach der Op etc. räumlich sehen wird - kann er noch nicht sagen! ( Trotzdem war er mit dem kleinen schon sehr zufrieden )
INPP ist und bleibt eine super Sache hat uns sehr geholfen - und tuts bis jetzt immer noch! Ein Beispiel Sean war immer ein TLR und ein Moro Kind ok ATNR und STNR etc waren auch da! Der Moro ist fast weg!
Habe ich letzte Woche erfahren! Der TLR ist bissi aktiv wird aber anscheinend durch die "Reste vom Moro" blockiert! Daher jetzt eine Moro Übung!
Ich habe über ein halbes Jahr den "Astronauten" trainiert es gab fast keine Veränderung - einen Monat 20 Prismen haben mich wirklich weitergebracht! Das ist nun mal Fakt!
LG Ewa
Hallo Ewa,
super, dass der Augenarzt die Folie abwechselnd aufkleben lässt - damit ist sichergestellt, dass die Sehqualität einseitig nicht zu lange leidet (sie leidet nunmal durch Folie) und das Auge eventuell Sehkraft verliert. Musst halt aufpassen beim Draufkleben, dass sie exakt sitzt. Aber ich denke, bei den hohen Prismen ist das nicht mehr der alles ausschalggebende Punkt. Du wirst das schon hinkriegen (ich war da allerdings nicht so begabt drin...).
Und Sean scheint das beste Beispiel zu sein, dass sich die Reflexintegration erst durch die Prismenbrille so richtig erfolgreich gestaltet. Ein ungestörtes beidäugiges Sehen (ich bin sicher, er hat es mit Prismen, sonst würde man den Zirkus nicht machen!) ermöglichst es, die Welt im Gleichgewicht zu sehen und wahrzunehmen. Und die richtige Sehwahrnehmung führt zu richtiger Körperwahrnehmung und zu erfolgreicher Reflexintegration, die dann oft nur ein wenig unterstützend angeschubst werden muss. Meine Reihenfolge ist immer Zuerst die Augen, dann der Rest, und das Ganze dann Hand in Hand mit den richtigen Spezialisten. Sean und auch mein Sohn sind erfolgreiche Beispiele hierfür.
Und wenn Frau Liane Schmied Funktionaloptometristin ist, erwarte ich von ihr, dass sie auch Augennoptikermeisterin ist, ich weiß aber nicht, was sie ist. Aber einen anderen ließe ich nicht an meine Augen, weder mit Prismen, noch mit VT.
Für Sean ist VT nichts, er hat schon genug Therapien mit sich machen lassen, der ist doch gar nicht offen für noch mehr Übungen, vor allem, wenn er eh zappelig ist (war). Da ist die Aufmerksamkeitsspanne doch gar nicht da, und das Ganze artet in Frust und Stress zwischen Mutter und Kind aus. Und was das bewirkt, das wissen wir ja, denn dann brauchen wir wirlich auch noch den Psychologen auf dem Plan. Muss ja nicht, sein, oder?
Über genau dieses Thema (VT beim kleinen Kind, das auch andere Auffälligkeiten hat) habe ich mich unlängst mit einem Fachmann unterhalten, der sowohl die MKH beherrscht aber auch von VT eine Ahnung hat. Er sieht es genauso wie ich, was die Kinder anbelangt.
Ewa, Du machst das schon richtig, Dein Gespür fürs Kind war bisher immer das Richtige, höre weiter auf Deine innere Mutterstimme, die ist voll in Ordnung bei Dir!
Mit dem beidäugigen Sehen nach der OP meint der AA bestimmt, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nochmal ein Prismenaufbau folgen wird mit eventuell nochmaliger OP (also, heb die Folie auf!). Hätte Sean überhaupt kein beidäugiges Sehen, hätte der AA nicht mit den Prismen begonnen! Ich hoffe, das beruhigt Dich nun ein wenig. Mit Brille hat Sean Binokularsehen, basta. Und das räumliche Sehen kann sich tatsächlich verbessern im Laufe der Zeit. Ich bin das beste Beispiel dafür....ich habe es aber auch nur mit der Prismenbrille, damit aber immer besser! Und nach der OP klappt es dann hoffentlich auch bei mir, ich habe ja nicht so viel wie Sean....
LG
Kerstin
Hallo,
als ich den Namen einer Person hier einstellte, von der ich einen guten Eindruck hatte, um dies als mögliche Kontaktadresse einem Hilfesuchenden zu empfehlen ging ich nicht davon aus, dass nun Leute, die diese Person vermutlich nicht kennen, offen an ihrer Qualität zweifeln. So ist jedenfalls mein Empfinden bei einigen Beiträgen.
Es tut mir leid, dass ich diese Empfehlung gegeben habe, es wird nicht wieder vorkommen, denn derartige Kritik hat Frau Schmied nicht verdient, zumal sie sich nicht einmal dazu äußern kann, weil sie das Forum vielleicht gar nicht kennt.
Ob sich jeder eine Vielzahl an Spezialisten selbst zusammensucht, die u.U. nicht miteinander reden und einen großen Graben um ihr Fachgebiet gezogen haben, oder ob sich jemand einer Person anvertraut, von der er sich Einblick in möglichst viele Fachbereiche erhofft und die nun alles koordinieren soll, oder ob jemand irgendeinem Pfad dazwischen beschreitet, bleibt jedem selbst überlassen und ist Ansichtssache und wird seine Gründe haben.
Und dass jeder EInzelfälle aufgrund seiner persönlichen Erfahrung und seinem Wissen beurteilt ist nun mal einfach so.
Wie sich Neurophysiologie allerdings aufgrund von Augenfunktion entwickeln kann, kann mir vielleicht bei Gelegenheit jemand erklären.
Grüße
Ute
Liebe Ute,
ich mache mal einen ganz kurzen Versuch, denn es geht ja nicht nur um die motorische Variante der Augenfunktion.
Nimm ein Kind mit gestörter Auge-Hand-Koordination. Was liegt nun als Ursache zugrunde? Das wissen wir zunächst nicht. Aber ohne richtiges Binokularsehen, wird das Kind niemals eine ungestörte Auge-Hand-Koordination hinbekommen.
Es gibt bei der Sehverarbeitung Motorik UND Sensorik. Die Sensorik ist die Verschaltung und Verarbeitung der Seheindrücke im Gehirn. Mein Sohn hat Ergotherapie und sensorische Integrationstherapie gemacht, eben weil er auch noch frühkindliche Reflexe hatte. Damals wusste ich noch nichts von Wf, davon erfuhr ich dann im Laufe der Therapie, aber von anderer Seite. Die Therapeutin wusste nichts von den neuen Brillen, aber sie war total perplex, als alles innerhalb von nur einer Woche klappte, was 7 Jahre lang nur halb klappte. Ach ja, und obendrein ließ ich noch das KISS Syndrom "behandeln". So wie KISS und Wf oftmals verbandelt zu sein scheinen, so frage ich mich mittlerweile, ob es nicht auch möglich ist, dass ein Kind nur deshalb seine Reflexe nicht integrieren kann, weil es eben in der Sehsensorik ein Problem hat. Ohne richtige Bildlage hat es eine gestörte Raum-Lage-Wahrnehmung. Im Bereich des Sehens gibt es ja auch die Neuroophtalmologie....Was wissen wir von all den möglichen Verschaltungen im Gehirn und Botenstoffübertragungen (ADHS!). Wenn da eine Störung vorliegt zeigt sich das beim Betroffenen in den Bewegungsabläufen usw.
Und ich kann abschließend nur noch einmal erwähnen, wir haben jahrelang "geturnt" und geübt, der Durchbruch kam mit der Prismenbrille. Hätte mein Sohn zuerst die PB bekommen, wäre bestimmt auch Ergo und Co. noch fällig gewesen, aber bestimmt nicht über einen soooo langen Zeitraum. Es gehört eben alles zusammen, das hast Du ja auch schon erkannt, und du hast ja auch die tolle Homepage, wenn ich mich recht erinnere, oder? Das ist schon klasse. Aber über die Prioritäten der Behandlungsschritte lässt sich nunmal streiten, vielleicht liegt sie ja auch von Fall zu Fall anders. Aber ich habe von Betroffenen immer wieder zu hören bekommen, dass mit den Prismen erst der richtige Durchbruch kam, wo vorher zähes Üben stand, zudem von mäßigem Erfolg gekrönt. Es gibt ja auch Kinder ohne Wf, die aber auch frühkindliche Reflexe zeigen (es ist eben eine Gehirnreifungsstörung), bei denen greifen die Therapien dann ganz normal und im zu erwartenden Zeitraum. Aber wenn sich nichts tut oder nur mäßig, dann sollte man an die Äuglein denken. Oder aber, man macht gleich eingangs eine Messung hinsichtlich Wf, dann hat man zumindest da Klarheit.
Selbst mein Kinderpsychologe im Krankenhaus weist auf Wf hin, sobald im Frostig-Test gewisse Auffälligkeiten sind. Dann wird erst mal Wf abgeklärt, ehe man weitere Schritte einleitet. Ebenso wie KISS abgeklärt wird, wenn es gewisse Hinweise darauf gibt. Auch bei blockiertem Nacken ist vieles andere zum Scheitern verurteilt.
Störungsfreies Sehen und Hören sind unverzichtbare Bestandteile, um ein ungestörtes Lernen in allen Bereichen zu ermöglichen. Da wird mir bestimmt jeder zustimmen. Und vor jeder Therapie gehört eine vernünftige Austestung auf mögliche "Störfaktoren", die es erst einmal zu beheben gilt, ehe die Therapie beginnt. Nur dann wird's gut.
Und wenn Frau Schmied Augenoptikermeisterin ist, die nebenbei noch INPP anbietet, ist das auch wunderbar. Nur hast Du selber geschrieben, es könnte sich vielleicht um die Schmalspurvariante handeln. Das kommt nicht von den anderen hier Schreibenden. Ich wäre die letzte, die sich ein Urteil über jemanden erlaubt, den sie nicht persönlich kennt, oder von dem sie nicht genau weiß, was er macht und wie er es macht. Aber ich weiß zumindest in Sachen Augen und HWS, wen ich da dran lassen würde und wen nicht. Von INPP hat man mir vor 13 Jahren noch nichts sagen können....schade eigentlich. Aber vielleicht war die SI-Therapie ja ähnlich aufgebaut. Sie hat zumindest den Erfolg gebracht, als endlich die Prismen auf der Nase saßen.
Viele Grüße
Kerstin