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Unterschied Nähe und Ferne

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(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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KatjaR schrieb

Die Orthoptistin hat auch gesagt, dass wir 15 min täglich Konvergenzübungen machen sollen.
Die jetzige Brille setzt er mir in der Ferne jedenfalls nicht auf.
VT war bei uns noch nicht im Gespräch.

LG Katja

Kann er auch gar nicht, denn dann sieht er in der Ferne doppelt und verschwommen. So aber, mit reiner Prismenbrille in der Nähe ohne Nahzusatz, ohne Astigmatismuskorrektion, ohne Prismen in der Ferne wird er Umstellungsprobleme von Ferne auf Nähe und umgekehrt haben. Das Tafelabschreiben ist sicher sehr ulkig für ihn.

So wird das nichts. Entweder man geht das ordentlich an mit allem was augenärztlicherseits und optischerseits machbar ist, oder man läßt es ganz. Dieser Kompromiß scheint besser zu sein als keine Brille, aber auf Dauer ist das nichts. Es packt die Wurzel nicht am Übel.

Ja, und wenn ich mir dann noch den Befund dazu ansehe da wird mir noch "komischer". Nicht mal eine exakte Diagnose ist dort zu finden. Über das andere breiten wir mal den Schleier des Schweigens gnädigerweise drüber. Ich bin ja so einiges gewöhnt an solchen "Befunden". Aber dass sich das nicht abstellt? Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben. Seufz....

Sagen sie mal, liebe KatjaR, gibt es wirklich keinen guten Augenarzt bei Ihnen in der Nähe?

Aber schließlich und endlich ist es Ihre Entscheidung. Wenn das mein Sohn wäre, dann wüßte ich was ich tun würde.

LG

A.M.

P.s. mehr als 10 Minuten üben sind wirklich nicht drin. Das ist schon viel. Und wenn man die Akkommodation und Konvergenz nicht unterstützt dabei, dann kann man üben bis man schwarz wird.


 
Veröffentlicht : 07.10.2007 16:47
(@KatjaR)
Beiträge: 43
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Themenersteller
 

AgnesMaria schrieb

Sagen sie mal, liebe KatjaR, gibt es wirklich keinen guten Augenarzt bei Ihnen in der Nähe?

Aber schließlich und endlich ist es Ihre Entscheidung. Wenn das mein Sohn wäre, dann wüßte ich was ich tun würde.

Woher soll ich denn wissen, ob es einen guten Augenarzt hier in der Nähe gibt?! Leider steht das nicht im Telefonbuch, ob jemand kompetent ist oder nicht. Im Prinzip kann man als Patient doch nur hingehen und schauen was er macht...
Dazu kommt dann, das man als Laie oft nicht beurteilen kann was richtig oder falsch ist, schließlich habe ich nicht Medizin studiert. Und auch dann gibt es unter Medizinern ja verschiedene Ansichten.
Mir haben 3 Augenärzte gesagt, dass bei meinem Sohn Astigmatismus und Hyperopie nicht durch Brillengläser korrigiert werden müssen.
Da sich die 3 Augenärzte dahingehend einig waren hatte ich bisher keinen Grund diese Diagnose anzuzweifeln. Ehrlich gesagt war ich schon froh, dass wenigstens dahingehend Einigkeit besteht.

Ich glaube nicht, dass es hier in der Nähe einen Augenarzt mit MKH gibt, aber ich werde nochmal googeln, vielleicht finde ich ja doch einen.

LG Katja


 
Veröffentlicht : 07.10.2007 19:28
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Hallo Katja,

ich habe Dir schon zwei PN's geschrieben - drück doch mal auf den Verdutztenden Briefumschlag oben über dem Anmeldebutton.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 07.10.2007 20:43
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

KatjaR schrieb

Woher soll ich denn wissen, ob es einen guten Augenarzt hier in der Nähe gibt?!

Man müßte im Bekanntenkreis rumfragen oder bei Freunden, oder die Eltern von Kindern ansprechen, wo die denn zum Augenarzt gehen.

Und leider haben alle drei Augenärzte unrecht. Hyperopien und Astigmatismen bei Strabismus; auch bei Strabismus divergens intermittens, sollten korrigiert werden. Das ist aber nun wirklich nichts neues. Ich suche mal schnell eine Quelle raus

"Die optische Korrektur ist in den meisten Fällen, wo eine Myopie, eine Anisometropie oder ein Astigmatismus vorliegt, angezeigt.

Lang; Strabismus ;1995, S. 153 ISBN 3456825102; Verlag Hans Huber

Die von Landolt 1911 empfohlene Stimulation der akkommdativen Konvergenz mit Konkavgläsern ist in den USA populär In Europa wird diese Therapie eher als Hetzpeitsche verstanden und vielmehr empfohlen, durch Korrektion der Hypermetropie Ordnung in das Spiel von Akkommodation und Konvergenz zu bringen.

Kaufmann; Strabismus; 2004; S. 221; ISBN 3131297239; Thieme Verlag

Obwohl sehr häufig die Brille nicht die erste therapeutische Maßnahme ist, möchten wir doch zunächst auf die Wichtigkeit der Refraktionskorrektion bei allen Formen des Strabismus hinweisen. Schon ein intaktes Binokularsehen wird, wenn keine beidseitige Emmetropie vorliegt, durch geringe Abweichungen stark belastet, wenn nicht durch die entsprechende Brillenverordnung eine scharfe retinale Abbildung erzielt und die richtige Koordination zwischen Akkommodation und Konvergenz gewährleistet wird.

Schwickerath und Ullerich; Bücherei des Augenarztes Theorie und Praxis der modernen Schielbehandlung; 1984; S. 248/249; ISBN 3432939817; Enke Verlag

Das heißt alle Fehlsichtigkeiten, auch Weitsichtigkeiten (Hypermetropien) sollen bei einem Strabismus divergens intermittens ausgeglichen werden.

Ich könnte noch mehr Beispiele bringen, aber ich denke, die drei machen es auch schon.

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 07.10.2007 21:12
(@KatjaR)
Beiträge: 43
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Themenersteller
 

Dann frage ich doch einmal hier. Kennen Sie oder auch andere Forumsteilnehmer einen guten Augenarzt in München?

Und danke für die 3 Beispiele.

LG Katja


 
Veröffentlicht : 07.10.2007 21:47
(@Chica)
Beiträge: 156
Estimable Member
 

Hallo Katja

vielleicht tröstet es dich ein wenig. Ich dachte auch das bei meinem Sohn die Brille gut sitzt! Fakt ist jedoch das der Astigmatismus bei meinem Sohn auch nicht behandlungswürdig war auch wurden ihm auf dem rechten Auge 1 Diop und auf dem linken 1,5 Diop (so weit ich mich erinnere) unterschlagen!!!

Aufgefallen ist mir das nur weil ich mich einfach nicht gut behandelt fühlte also ich meine meinen Sohn! Das ständige Abkleben (obwohl das nicht nötig war), das hinfallen, das nicht richtig sehen und wahrnehmen können hat mir gezeigt da stimmt was nicht. Dann die anstehende Schielop die irgenwie zu schnell ging und dann einfach nicht zu meinen Beobachtungen passte denn laut Orthoptistin war das linke Auge das Führungsauge etc.

Heute trägt Sean eine Brille die für ihn und sein sehen richtig angepasst ist - Dank Dr L. Sean liebt seine Brille und will diese auch nicht gegen die alte eintauschen.;)


 
Veröffentlicht : 08.10.2007 13:17
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
New Member
 

KatjaR schrieb

Dann frage ich doch einmal hier. Kennen Sie oder auch andere Forumsteilnehmer einen guten Augenarzt in München?

Und danke für die 3 Beispiele.

LG Katja

Hallo Katja, ich habe Dir eine PN geschickt.


 
Veröffentlicht : 08.10.2007 13:43
(@KatjaR)
Beiträge: 43
Eminent Member
Themenersteller
 

In meinem Bekanntenkreis gibt es kein Kind mit Prismenbrille.
Ich denke, da habe ich keine guten Chancen bei anderen Eltern. Wenn ich richtig informiert bin, sind die meisten Augenärzte doch gegen die Prismen. Da nützt es mir wenig, wenn andere einen Augenarzt empfehlen, der aber keine Prismen verschreibt.
Ich war ja bisher auch zufrieden mit dem Augenarzt (mein Mann, meine Tochter und ich sind alle kurzsichtig).

Im Prinzip kann ich jetzt auch zu einem Optiker gehen, der nach MKH mißt, oder?
Oder muss es in dem Fall von meinem Sohn ein Augenarzt sein?

Ich habe in dem Zusammenhang noch eine Frage. Wenn ich richtig informiert bin, sind die Hyperopie und der Astigmatismus nach dem Tropfen der Augen gemessen worden. Nimmt man dann normalerweise die gemessenen Werte auch für die Brillenverschreibung oder nimmt man da weniger?
Und wie würde ein Optiker messen (der doch nicht tropft, oder?)
Entschuldigung für die vielen Fragen, aber bisher kannte ich immer nur, dass man zur Brillenverschreibung zum Augenarzt geht und der Optiker daraufhin die Brille anfertigt. Ich wußte gar nicht, dass man nur zu einem Optiker gehen kann (zumal die Krankenkasse auch nur bei ärztlicher Verschreibung etwas zahlt).

LG Katja


 
Veröffentlicht : 09.10.2007 18:03
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Liebe KatjaR,

wenn Augenärzte in Ihrer Umgebung nichts mit Prismenversorgungen anfangen können (Was einfach in Irrwitz ist, wo leben wir?) dann gibt es noch MKH-Anwender, seriöse und auch sehr unseriöse. Ich denke Sie haben per PN schon Nachricht erhalten.

So was sollte aber nach Möglichkeit interdisziplinär betreut werden. Bitte Strabismen niemals nur vom Augenoptiker versorgen lassen. Der Augenarzt sollte immer noch mit hinzu gezogen werden.

Für die Brille muss man unbedingt noch mal auf subjektive Angaben und Verträglichkeit prüfen. Die Werte können dann anders sein, aber ein weitsichtiges Kind kann nicht in einer Kurzsichtigkeit landen. Das ist unmöglich. Aber ich habe das bei Augenoptikern auch schon anders erleben dürfen.

Die Kasse zahlt nur auf Augenarztrezept was zu, wenn der Augenoptiker prüft und "verordnet" dann kann er dafür finanziell nehmen was er will und was Ihr Geldbeutel hergibt.

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 15.10.2007 21:01
Seite 3 / 3
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