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Visualtraining sinnvoll?

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(@Blinzel)
Beiträge: 21
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Themenersteller
 

Hallo Kerstin,
ich stimme Deiner Vermutung zu, deswegen schaffen wir es auch, noch Ruhe zu bewahren. Unser Sohn konnte jahrelang nicht richtig lesen. Da kann man jetzt nicht von ihm erwarten, dass es innerhalb weniger Wochen und Monate eine völlige Veränderung und "rasante Aufholjagd" gibt...
Wir machen viel mit positiver Verstärkung. Das wirkt bei ihm recht gut. Und wenn er von alleine herkommt und uns etwas vorlesen will, dann lassen wir eigentlich immer alles stehen und liegen. Auch wenn es schwer fällt, weil es ein z.T. sehr "stammelndes" Lesen ist. Aber wir wollen ihm damit den Mut machen, es selber anzufangen. Und nur so kann es besser werden.
Aufpassen müssen wir da nur bei der Schwester, die sich gerne einmal "vernachlässigt" vorkommt. Dann gibt es den schönsten Zickenalarm... Verdutzt

Das Dumme ist eben nur, dass die Lehrer nur begrenzt die Leidensfähigkeit und Geduld der Eltern haben - und wir haben echtes Glück mit der Klassenlehrerin sowie der Betreuungslehrerin! Diese beiden machen sich Gedanken FÜR unseren Sohn und nicht, wie sie ihn am schnellsten wieder los werden können. Aber sie stecken eben auch im Schulsystem fest und müssen regelmäßig berichten. Und dann kommen wieder diese unangenehm zu lesenden Sätze... Trotzdem, wenn wir die beiden nicht hätten wäre unser Sohn jetzt sicher schon wieder auf einer Sonderschule. Im Übrigen haben sie auch die Veränderungen seit der PB festgestellt (nein, es ist eben nicht immer alles nur Elterneinbildung!) und freuen sich über die Fortschritte (auch wenn sie sehr skeptisch sind...)
Wollen wir hoffen, dass der momentane Zustand noch nicht das Ende der Fahnenstange ist und dass es noch weiter aufwärts geht! Lächelt

Viele Grüße
Blinzel


 
Veröffentlicht : 15.02.2008 17:20
(@Blinzel)
Beiträge: 21
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo Urs,
ich habe Dir eine PN geschickt!

Grüße,
Blinzel


 
Veröffentlicht : 15.02.2008 17:21
(@SabiK)
Beiträge: 175
Estimable Member
 

Hallo Blinzel,
das mit den Textaufgaben ist bei meinem Sohn ( 3.Klasse) genau so. Gleiche Aufgabenstellung am Tag vor der Klassenarbeit schön bearbeitet und dann in der Arbeit das gleiche jedoch in grün nicht kapiert.
Das Lesen hat sich bei uns unheimlich verbessert, er wird jetzt sicherer und man muß ihn nicht mehr bei jedem Wort korrigieren. Die Endungen fehlen nur noch selten. Liest er kurze Texte z,B. im Kinderlexikon, kann er sie meistens verstehen, aber längere Geschichten aus Kinderbüchern zusammenhängend kapieren ist noch nicht drin. Es ist auch so, wenn man ihm Aufgabenstellungen vorliest kapiert er Textaufgaben besser, als wenn er die Frage selber liest. Genauso ist es bei Klassenarbeiten wie z.B Religion, liest man ihm die Frage vor, kann er sie genau beantworten. Liest er sie aber selber, ist sie oft ein "Bömisches Dorf".
Diese Tatsachen sind auch ganz typisch für LRS, das hat Tobi ja auch gottseidank bestätigt bekommen. Jetzt zählt nämlich die Rechtschreibung und das Lesen bei der Note nur noch gering, aber in Mathe bringt ihm das natürlich garnichts.

Grüßle SabiK


 
Veröffentlicht : 17.02.2008 15:48
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo SabiK,

wenn die LRS förmlich anerkannt wurde, bleibt als nächster logischer Schritt einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen. Das muss man schon noch machen, denn mit der förmlich festegestellten LRS bleibt ja nur die Rechtschreibleistung unberücksichtigt. Dass diese Kinder auch massive Probleme haben, Texte sinnentnehmend zu lesen, bleibt leider außen vor (vom Notenlesen oder Sport mal ganz zu schweigen).

Ein Nachteilsausgleich kann sehr individuell gestaltet sein und jedes Bundesland hat da so seine eigenen Erlasse. Bayern ist bisher am großzügigsten...

Zum Nachteilsausgleich kann z. B. gehören Längere Bearbeitungszeit, kürzere Aufgabenstellungen, Vorlesen der Aufgabenstellungen (Bio, Geschichte!!!!!!!!!!), Einzelzimmer bei Klassenarbeiten, mehr Gewichtung auf die mündlichen Beiträge, usw.....aber es muss beantragt werden! Anhaltspunkt ist hier die Ordnung für Sonderpädagogik (OSP) in Zusammenhang mit dem Bundessozialhilfegesetz, wenn es zusätzlich sein muss. Denn den Behinderten sind die von Behinderung bedrohten gleichgestellt. Als von Behinderung bedroht gilt auch ein Kind, das aufgrund seiner Beeinträchigungen seelisch derart leidet, dass eine seelische Behinderung droht. Teilleistungsgestörte Kinder sind prinzipiell von seelischer Behinderung bedroht, z. B. durch die gestörten sozialen Kontakte (Hänseleien aufgrund der Langsamkeit oder Ungeschickllichkeit).

Die Kinder dürfen aber nicht lernbehindert sein (mangelnder IQ), sondern lediglich aufgrund ihrer Teilleistungsstörung(en) beeinträchtigt. Ein lernbehindertes Kind muss an einer speziellen Schule unterrichtet werden.

Der Antrag ist schriftlich formlos an die Schulleitung zu stellen, möglichst ist dann eine Klassenkonferenz einzuberufen, damit ein für alle betroffenen Lehrer verbindlicher Beschluss gefasst wird. Reagiert die Schulleitung nicht, ist die nächste Instanz das Schulamt....spätestens dann müssten die in den Quark kommen, denn sonst können die Eltern vor Gericht ziehen.... jedes Kind hat nämlich ein Recht auf Bildung, und zwar seinen geistigen Fähigkeiten entsprechend. Dass es sehr viele schlaue Kinder gibt, denen aber aufgrund visueller oder auditiver Störungen der Lernerfolg in unserem gängigen Schulsystem verwehrt bleibt, dürfte uns hier in diesem Forum mittlerweile fast allen klar sein, oder?

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 17.02.2008 16:14
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Kerstin, du sprichst nicht von BW? In BW gibt es keinen Nachteilsausgleich. Bei uns ist es so, dass die Anerkennung im Prinzip nix bringt. Jeder Lehrer kann selber entscheiden ob er das berücksichtigt und inwieweit. Warum, glaubst du, gibt es in BW so gut wie keine LRS Kinder am Gymnasium?

LG
Marion


 
Veröffentlicht : 17.02.2008 22:17
 daja
(@daja)
Beiträge: 169
Estimable Member
 

Seht ihr
und genau das sind die Dinge die uns einen. Und was tun wir ? wir überlegen jeder für sich , woe er seinem Kind helfen kann. Und ob es in diesem System Lösungen für unsere Kinder gibt, wage ich anzuzweifeln. Dazu ist einfach viel zu viel an diesen Verordnungen Auslegungssache. In Hessen z.B. bekommst du zwar einen Nachteilsausgleich aber dann keinen Notenschutz mehr. LRS ist schon wieder was ganz anderes wie Legasthenie. Lehrer sollen diese Störungen erkennen und die Kinder fördern, weigern sich aber all diese Dinge, über die wir hier diskutieren als hilfreich anzuerkennen.(zu oft). Dann , wenn auch sie in diesem System keinen Weg mehr kennen, wird erklärt, die Kinder wollen ja schon nicht mehr lernen. Fernseher oder Eltern seien Schuld . Das Verhältniss wird immer angespanter, das Kind leidet. Diese Art deer Förderung müsste viel eher einsetzen. Was haben wir von dieser hochproffessionellen Medizin, wenn sie als alleingültiges Recht zählt.
Es gab hier mal einen Beitrag"Die Brille gegen Legasthenie" Legasthenie ist aer gar keine Krankheit und Lehrer sind keine Therapeuten, Was aber wenn all das stimmt an Verbesserungen die ihr und auch ich erleben durfte Entsteht dann Legasthenie durch einen körperlichen Fehler? und Wenn dem so ist, ist es eine Krankheit. Dann Müssten Ärzte helfen und Krankenkassen bezahlen. Tun sie abe nicht .
Lehrer schmeißßen je nach dem dwo sie ihre Fortbildung belegt haben mirt Fachausdrücken um sich, die ins Konzept passen, So ist im Momenbt der Trend Die unheilbare Wahrnehmungsstörung. Wer will schon am Hirn rumdoktern? Aber keiner fragt nach dem Input. . Genauso logisch, wie das testen frühkindlicher Reflexe im Auftrag des hessischen Kultusministeriums. Die Studie wurde mit großem Erfolg durchgeführt. Erfolg auch für die Kinder. Bei Einschulungstests werden jetzt Bestandteile daraus von Lehrern ausprobiert, die weder erkennen noch auswerten können,. Therapeuten dürfen, wenn man sie denn findet auf den verschlungenen Wegen diese Leistungen privat berechnen. Wo h´ört das Recht dieses Staates auf?
Entschuldigt, aber es macht mich so wütend wenn ich sehe mit welcher Ignoranz mit unseren Kindern umgegangen wird, und Mütter und Väter Etwa 16 Millionen in Deutschland als unfähig abgestempelt werden. Wie wir uns mühen unseren Kindern zu helfen kann ich täglich hier lesen.
Das musste einfach mal raus, tut mir leid
Viel Glück Euch allen.


 
Veröffentlicht : 18.02.2008 11:34
(@SabiK)
Beiträge: 175
Estimable Member
 

Ach ja ,
wie Wahr, wie Wahr.
ach ich habe meinen Kampf für eine Eingliederungshilfe ja auch verloren, obwohl es so gut klang. Grund Mein Kind hat zu gute Zensuren, ist zu gut in die Klasse integriert und der Kooplehrer hat sich kurzerhand einen Optometristen gesucht, der gesagt hat, Tobi braucht keine Prismen und ignoriert einfach die kompetente Meinung von Lorchi. Und die Hausaufgabenbetreuung sei jetzt plötzlich meine Sache, ich brauch ja nur eine Mutter eines Freundes fragen, ob sie Tobi mitbetreut.
Ha, Ha und das in einer Zeit, wo jeder mit sich selber zu tun hat und froh ist, wenn sein Kind einigermaßen durch die neuen Lehrpläne schlittert ohne an der nächsten Biegung hängenzubleiben. Der Kooplehrer ist wirklich nett, aber genauso nett hat er uns abserviert. Schade.
Jetzt kämpfen wir mit der Klassenlehrerin gemeinsam um eine finanzielle Unterstützung für die Kosten für LOS. Mal sehen ob wir das schaffen, ich glaube nicht. Heute hat er ein Abschreibediktat gemacht mit 77 Wörtern 30 davon waren falsch, beim zweiten Versuch 32 Wörter falsch.
Sie sagt aber auch, dass bei Tobi alles so komisch ist , dass er nicht einzuordnen wäre. Aber- Sie ist ziemlich zufrieden mit ihm und erkennt doch größere Erfolge.
Er würde gut lesen !!!!!!!!!!!!!!!!!! und könne doch mithalten und alles leisten.
Na toll, auch mal eine gute Nachricht von einem Lehrer.Juhu Albern Lacht laut
Aber nun genug von Tobi, dass ist ja Blinzels Thread.

Grüßle SabiK


 
Veröffentlicht : 18.02.2008 22:03
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Stimmt, auch hier haben die Lehrer ziemlichen Spielraum, wie sie die LRS deuten und werten. Unsere Englischlehrerin wertet die Fehler (leider) fast alle mit. Ein Kollege an der gleichen Schule nicht......

Deshalb Antrag auf Nachteilsausgleich gemäß der OSP (Ordnung für Sonderpädagogik) - gem. § 2 Abs. 3 - die gilt für alle Bundesländer, meine ich. Falls nicht, berichtigt mich bitte.

Eingliederungshilfe und Nachteilsausgleich sind zwei Paar Schuhe!

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 18.02.2008 22:12
 daja
(@daja)
Beiträge: 169
Estimable Member
 

Hallo Sabik,

Es ist merkwürdig. Es sei alles so komisch? Irgendwie passt das Kind nicht in die Schublade. Und er kann doch alles . Ich hab gelesen du bist Landwirtin. für meinen Sohn ist das sein Leben und seine Leuchte , daruaus zieht er seine Kraft. Ein Abschreibdiktat? 'Das hat seine realschuldeutschlehrerin und Beauftragte für LRS nie verstanden.
Es ist alles ein Kampf für das Kind undd Lehrer sagen "In dir steckt mehr"
Eigentlich genau das was ich immmer über mein Kind gedacht hab -die armen Kinder


 
Veröffentlicht : 19.02.2008 08:45
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Guck mal Landesbildungsserver http://www.schule-bw.de/unterricht/paedagogik/kooperation_integration/ko...

ABER wir haben das Problem ja mit unserem Mittleren. Das ist ein Frühchen, der mit 4 Jahren auf dem Stand von 36 Monaten war. Er ist mit 6 eingeschult worden und kämpft seither. Da ist nix mit Nachteilsausgleich.

Bei unserem Großen hieß es erst keine LRS. Jetzt plötzlich wo der Übergang aufs Gymansium lauert (und inzwischen auch genehmigt worden ist), werden Stimmen laut wie Wie kann man denn ein Kind mit LRS aufs Gymnasium schicken??? (und das wohlgemerkt aus der Lehrerschaft). Nachfragen ergaben dann klar können wir ihn auf LRS von offizeller Seite her testen lassen, es würde uns aber nichts bringen, in BW gäbe es das nicht, dass das Schriftliche nicht bewertete wird. NERV.

Allerdings wenn ich das auf dem Landesbildungsserver so lese, dann bin ich doch am Überlegen ob wir nicht versuchen das alles durchzuboxen. Bist du dabei, SabiK Zwinkert?


 
Veröffentlicht : 19.02.2008 11:41
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Nee, komm, ich lese weiter

Sonderregelungen zur Leistungsmessung (vgl. auch unten Abschnitt
3, Einzelkommentierung)
Den betroffenen Schülern soll aus pädagogischen Gründen ihre
Problem
Diagnose der Ursachen
VwV-LRS
Förderbedürftigkeit in
Klasse 3 - 6
Förderbedürftigkeit ab
Klasse 7
Sonderregelungen zur
Leistungsmessung
Schwäche nicht überall vorgehalten werden. Daher werden die
Rechtschreibleistungen nur bei Nachschriften einbezogen, also
nur in den Fächern Deutsch und Fremdsprache. Um die Schüler
nicht zu demotivieren, wird auf das pädagogische Instrument der
verbalen Leistungsbeschreibung zurückgegriffen.
Dem Deutschlehrer wird darüber hinaus aufgegeben, die Rechtschreibleistungen
zurückhaltend zu gewichten, was vor allem in
der Grundschule von Bedeutung ist.
Im übrigen wird den Fachlehrern ein pädagogisches Ermessen
eingeräumt.
- Zeugnisse
Zeugnisse sind Urkunden, die einen bestimmten Leistungsstand
nach dem lehrplanmäßigen, d. h. objektiv vorgegebenen Anforderungsprofil
wiedergeben. Bei Berücksichtigung der Leseund/
oder Rechtschreibschwäche wird aber von diesem Anforderungsprofil
abgewichen, so dass das Zeugnis an sich falsch ist.
Dies macht eine entsprechende Bemerkung notwendig ist.
- Versetzung, Grundschulempfehlung
Hier wird nur auf die bestehenden Regelungen hingewiesen,
nach denen der besonderen Problematik von lese- und/oder
rechtschreibschwachen Schülern Rechnung getragen werden
kann.


 
Veröffentlicht : 19.02.2008 11:55
 daja
(@daja)
Beiträge: 169
Estimable Member
 

hallo
Wié erstellt man den die Diagnose zur Ursache? Und vor alllem Wer ? Bei uns in Hessen erklärt man in der Verordnung, das Lehrer diese Störung zwar fördern müssen, aber keine Diagnosefähigkeiten haben.Förderung fällt aber aus wenn nicht genügend ´Lehrer da sind. Mein jüngerer Sohn hat all das was ich bei euch und anderswo gelernt habe getestet. Er zeigte auch Probleme mit der Rechtschreibung, konnte aber super lesen. In Hessen lernt man zun schreiben was man spricht also 60% erst einmal falsch. Und dann fördert man das ja auch jeder mitkommt. Dabei ist eines der Merkmale für eine Legasthenie, dass man die Fehlerzahl nicht durch viel üben Ändern kann. Das mit dem Abschreidiktat find ich spannend. So habe ich zwar schreiben gelernt, aber bei dem großen trat das erst in der Gesammtschule auf. Doe Texte von der Tafel waren unleserlich über den Reihen zusammenhanglos, weil er irgendwas vergessen hatte. Was wenn all diese Erkenntnisse schon im Kindergarten genutzt würden wenn man schon da anfangen würde Probleme zu suchen. Denn eine zusätzkiche Stunde Deutsch entspricht kaum der Förderung die unsere Kinder brauchen.
Aber wie ernst es unserer Regierunng ist ein dummes Volk zu fabrizieren,hab ich begriffen als ich über dieses Forum Informationen über frühkindliche Reflexe laß. Ein Schulamtsbezirk hat ein Progeamm zur Hemmung getestet in staatlichem Auftrag.
Die Leiterin erklärte mir, das dieses Programm großen Erfolg gezeigt hätte, und die Kinder ,etwa 90% ,ihre Probleme h´jetzt wirklich in den Griff kriegen. Hessens Kultusministerium hat das ganze in die freie Wirtschaft geworfen und lässt uns die passenden Therapeuten suchen und bezahlen.
Ein bisschen Einlaß hat das aber sogar in die Einschulungsuntersuchungen an Grundschulen gefunden. Aber nicht etwa über das Gesundheitsamt, nein die Lehrer testen da etwas von deren Auswirkungen und Herkunft sie keinen Schimmer haben .
Ein trauriges Land.


 
Veröffentlicht : 20.02.2008 07:57
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
New Member
 

Ja, ein trauriges Land. Aber ein trauriges Deutschland. Was ich hier in NRW bei der Sprachstandserfassung erlebt habe, das steht in keinem noch so schlechtn Roman. Das war grausam. Ich will das jetzt hier nicht mehr breittreten, sonst reg ich mich nur wieder auf...

Aber wenn ich unsere Landesbildungsministerin - BARBARA SOMMER .- sehe, dann kriege ich Brechreiz. Die wäre besser in der Kaffeewerbung geblieben. Die geht gar nicht.Hat ein "Problem mit dem Elternrecht im Schulgesetz".
Seitdem habe ich ein Problem mit dieser Tuss.
Hier nachzulesen http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehung/brennpunkt_schule/...

In deren Augen sind Lehrer Götter. Die können alles. Die sind Sprachtherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Pädagogen, Freizeitgestalter....nur sieht das in der Praxis total anders aus. Die will alles mit Lehrern bestücken und auffangen, kann ja aber nicht mal das bezahlen was nötlg wäre mit Lehrern. Und Lehrer sind studierte Fachleute im studierten Fach. Die können auch nicht alles können.
An unserer schule machen jetzt unzetifizierte Lehrer die Hamburger Schreibprobe. Da wird wild rumgetestet "für den Hausgebrauch".

Wirklich da kriege ich das kotzen. Und ob und was an Förderung und Therapie durch die Eltern längst geschehen ist, das erfragt nicht mal einer. Können wir alles selber! Und wenn es dann nicht mehr geht heißt es, die Eltern kümmern sich nicht genügend.
Da steigt mir so die Wut hoch...

Und die Bildungshippe wirbt jetzt für gestaffeltes Kindergeld und mehr Kindergeld für Großfamilien. Klar, sie hat ja auch selber 7 Kinder. Bis über den Tellerrand hinausschauen kann die gar nicht. Die sind von der Basis so weit entfernt...

Ich habe mal meinen Senf zum Thema "Stress und Ganztagskinder" abgegeben.
Wer mag kann das hier unter "Putsch-Politik" lesen.
http://www.solingen-web.de/

Wenn jemand für eine bessere Bildungspolitik, egal ob im Land oder bundesweit, auf die Straße geht, lasst es mich wissen. Ich bin sofort dabei!


 
Veröffentlicht : 20.02.2008 08:24
(@AkkoStrabo)
Beiträge: 171
Estimable Member
 

Schaut Euch die Biographie der jetzigen Bundesbildungsministerin Annette Schavan ledig, keine Kinder an
Studium der Erziehungswissenschaft, der Philosophie und der Katholischen Theologie
Referentin bei der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk
Abteilungsleiterin für außerschulische Bildung beim Generalvikariat in Aachen
Bundesgeschäftsführerin der Frauen-Union
Geschäftsführerin und später Leiterin im Cusanuswerk
Kommunalpolitikerin in Neuss
Landespolitikerin in Baden-Württemberg
Bildungsministerin von Baden-Württemberg
Kandidatin zur Bundespräsidentenwahl 2004
Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken

Wie ihr seht alles beste Voraussetzungen, um zu wissen was Kinder und Eltern brauchen. Vermutlich kann man das nur richtig beurteilen, wenn man die nötige Distanz mitbringt.


 
Veröffentlicht : 20.02.2008 09:12
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Vergess die! Die war ja Kultusministerin in BW und meine Schwiegermutter (Gymnasiallehrerin) schiebt den vollen Hals auf die!


 
Veröffentlicht : 20.02.2008 13:58
(@Blinzel)
Beiträge: 21
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo zusammen!
Au weia, was ist denn da passiert? Ein paar Sätze zu Schule und den Lehrern, ein paar Tage nicht online, und der Thread füllt sich... Oh je
Ich habe mir die ganzen Kommentare angesehen, einiges kenne ich aus eigener Erfahrung, anderes ist mir (zum Glück) noch nicht vorgekommen.
Ja, ich denke auch, dass einiges im Argen liegt mit dem Schulsystem und seiner "Aussiebe- und Einsortier-Mentalität". Das zu ändern ist aber zugegebenermaßen auch wieder eine Sysiphusarbeit, die (von meinem heutigen Standpunkt aus) kaum zu bewältigen ist. Und schon gar nicht mit Beifall von allen Seiten. Wollen wir hoffen, das irgendjemand sie trotzdem mal angeht... Zwinkert
Ich möchte nochmal auf die "Sonderbehandlung" der Schüler mit Problemen zu sprechen kommen. Meiner Meinung nach muss "die Schule" hier aufpassen, dass nicht durch genau diese Sonderbehandlung, die ja eigentlich gut gemeint ist für den Schüler, weitere Probleme auftreten. Wie ich darauf komme? Nun, wieder eine eigene, subjektive und statistisch nicht abgesicherte Erfahrung (also bitte nicht gleich draufschlagen... Zwinkert ) unsererseits
Wir wohnen in NRW. Unser Sohn hat noch von seinem Schulstart in der Förderschule für Sprache - mittlerweile ist er seit der dritten Klasse auf der "normalen" Grundschule - einen "Förderschwerpunkt" in seiner Akte. Und Kinder mit Förderschwerpunkt werden in NRW bei den Kopfnoten nicht benotet (ich kenne die Regelung der anderen Länder nicht). Was passierte? Sohnemann kam völlig enttäuscht und frustriert mit dem Zeugnis nach Hause und jammerte, dass die anderen viel mehr Noten bekommen hätten und ihm würden welche fehlen und die Lehrerin hätte gesagt, er bekäme keine Kopfnoten. Er wolle aber auch welche haben, wie alle anderen auch! S
Ich glaube nicht, dass diese Art der Sonderbehandlung ihm viel "erspart" hat, so schlecht ist sein Arbeits- und Sozialverhalten nun auch wieder nicht, dass dies nötig gewesen wäre (sagte auch die Klassenlehrerin am Elternsprechtag).
Da Sohnemann aufgrund seiner "Geschichte" aber immer ein Außenseiter war und heute noch ist, war diese "Nichtbenotung" ungefähr so hilfreich wie ein Klotz am Bein Wieder ein feiner Grund für die Mitschüler, ihn damit zu ärgern (ja, wir haben die Sache durch, wie man einem verzweifelten Kind versucht klarzumachen, warum es von niemand zu Geburtstag eingeladen wird und warum sich niemals niemand mit ihm zum Spielen verabreden will).
Da ist man als Eltern nur gefrustet. Und die Lehrerin (die trotz dieser Aktion noch zu den "Guten" gehört - auch das muss man mal sagen) versteht es nicht... Traurig
Also, ich persönlich muss sagen, dass ein ganz normaler Umgang mit den Kindern oft sehr hilfreich sein kann. Nichtsdestotrotz mag in anderen Fällen eine "Sonderbehandlung" ebenfalls angebracht sein. Was könn(t)en wir daraus lernen? Neben schwarz und weiß gibt es auch viele Grautöne... P
Wir haben jedenfalls angefangen, immer wenn es ohne Probleme möglich ist, im Bekannten- und Kollegenkreis von den Dingen zu sprechen, die die Schulmedizin nicht anspricht. Wenn über diese Art von "Propaganda" auch nur eine Familie früher als wir von den Möglichkeiten erfährt und sich so z.B. mit WF beschäftigt und diese ganzen Probleme nicht oder nicht so extrem hat, dann hat es sich doch gelohnt, oder?
In diesem Sinne Weiter drüber reden und Bewusstsein schaffen. Und auch, wenn man sich immer mal wieder ärgern muss, nicht entmutigen lassen! Lächelt

So, nun habe ich viel zu viel geschrieben und keine Lust mehr zur Fehlersuche. Ich hoffe, es ist lesbar undwar nicht zu viel.
Viele Grüße und eine gute Nacht!
Blinzel


 
Veröffentlicht : 21.02.2008 23:01
 daja
(@daja)
Beiträge: 169
Estimable Member
 

Siehst du Arbeits und Soziaverhalten,
Da meine ich immer hat mich das Verständniss die ganze Sache auf ein körperliches Problem zurückzuführen zu können weitergebracht. Es bleibt natürlich der Ärger, das notwendige Therapien nicht bezahlt werden. Aber mit so einer popligen Wahrnehmungs-oder Entwicklungsstörung erreichst du natürlich jede Menge . Nämlich, dass sie nicht behandelbar oder heilbar sind. Und somit beuzahlt man wenn auch widerwillig Therapien wenn es das Budget der Ärzte zulässt. Später mehr ich muss erst mal Kerstins Links lesen.


 
Veröffentlicht : 22.02.2008 08:31
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
 

Ich meinte auch eher die Tatsache, dass man in BW mit LRS oder Legasthenie keine Chance hat auf eine weiterführende Schule. Unser Nachbarskind hat leider LRS. Es ist in Mathe und Naturwissenschaften echt klasse. Leider muss er aber auf die Hauptschule gehen, obwohl er eventuell das Zeug zu mehr hätte. In anderen Bundesländern ist dies durchaus möglich. Da gibt es sogar Professoren die LRS haben. Nicht so bei uns. Und der Clou was dem ganzen noch den Boden ausschlägt sowohl am Gymnasium als auch an der Realschule bei uns gibt es LRS Unterricht, nicht so an der Hauptschule. Soviel dazu...


 
Veröffentlicht : 22.02.2008 09:42
 daja
(@daja)
Beiträge: 169
Estimable Member
 

Hallo Marie , Bravo Kerstin,

Genau das meine ich auch. Ich kenne zwei Jungs, bei denen selbst ernannte Legasthenieexprten den Weg aufs Gyymnasium versperrten. Jetzt sitzen sie im Hauptschulzweig einer Gesammtschule n eben meinem Sohn dem Realschüler. In ihrem letzten Schuljahr wird jetzt selektiert. Angst hatte man vor der Trennung als die Kinder 12 waren. Heute lädt man sich 14- 16 Jährige auf und viele werden dabei untergehen. Und WARUM. Weil man das mal eingeführt hat, weil man mal gucken wollte wie das läuft, weil man gar keinen Plan hatte, Als ich die Diagnose meines Sohnes erfuhr, Visuelle Wahrnehmungsstörung" sagte mir die Schulärztin Ich solle froh sein, das ich wisse was er habe. Heute bin ich das auch, so bin ich nie in die Schublade Legasthenie gefallen, mit ihren sinnlosen Förderstunden. Auf einer Ganztagsschule hätte er nie sein Soll erfüllen können,weil ich auf seinen Styl und seinen Rytmus eingegangen bin. Die beiden anderensind genauso wenig dumm wie mein Kind, aber die Eltern haben den Versprechungen der Lehrer von irgendwelchen Knoten die Platzen geglaubt. Ein Jahr hätten sie noch dazu, aber jetzt reißt man sie noch aus ihrem Gefüge. Es interessiert gar keinen, was aus den Kindern wird. Die Entscheidung war demokratisch. Es gab die Möglichkeit ja oder nein zu sagen. Niemand hat sich Gedanken darum gemacht Wenn ja Wie.
Und wir haben keine Möglichkeit mehr uns zu wehren. Mir sagt man dann auch noch ich solle mich doch nicht aufregen mein Sohn sei ja ein REALER. Die Frage die aber immer unbeantwortet bleiben wird "Was hätte aus ihm werden können" wenn Lehrer verstanden hätten, was mir so einleuchtend klang.
Ich weiß auch ihr seit keine Freunde Von Visualtraining und auch wenn ihr die Wirkung anzweifelt, aber deren Darstellung von den Problemen der Kinder hat mir geholfen die Qual meines Kindes zu verstehn. Nicht die holen Erklärungen von Psychiatern oder Therapeuten.

Und Kerstin ich glaube nur mit einem Jahr Kuscheln wäre es nicht getan gewesen, aber man hätte, wenn man das was hier im Forum aufarbeitet bei einem Kinderarzt hätte finden können alle Probleme über Bord schmeißen können.
Du hast aber völlig recht. Uns nimmt keiner ernst.
Allerdings wüsste ich gerne ein bisschen mehr über das Recht in der Schule.

Verstet mich nicht falsch ich bin froh das es Euch gibt. Das heißt wir sind nicht alleine. Aber es wäre mir noch viel lieber wir würden so viel, dass man uns nicht mehr übersehen kann. Auf dem besten Wege dahin sind wir schon
Unser ganzes Land


 
Veröffentlicht : 23.02.2008 15:57
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Tja, heißgeliebte Daja...

wie wie war das mit Gott und dem Sinai und Äthopien?....

Ich glaube, und ich bin kein Katholik obwohl mein Großpapa mein Seelenheil damit sichern wollte und wir uns am jüngsten Tag des Gerichtes sehen sollten im Himmelreich, was nie geschehen wird...wir verstehen uns hier und jetzt richtig. Dazu brauchen Sie und ich keinen himmlischen Richter noch himmlische Herrscharren. Nur unseren Verstand und unsere Integrität. Da steht Ihre gegen meine. Welche wiegt wohl mehr? Und...können Sie im Zweifelsfall diagnostizieren und richtig therapieren?

Ich brauche eigentlich nicht fragen...ich weiß es ohnehin...


 
Veröffentlicht : 04.03.2008 23:02
Seite 5 / 5
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