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Suchergebnisse für: Aus- und Weiterbildung
Hallo Leute
Vor acht Tagen war ich zum Untersuch beim funktionalen Optometristen und gestern hatte ich die erste Trainingsstunde. Ich tuckle zweieinhalb Stunden mit dem Zug durch die Gegend, bis ich dort bin, dann noch mit dem Bus und 10 Minuten zu Fuss.... nach 7 Stunden bin ich jeweils wieder zu Hause. Wenigstens kann man im Zug lesen.
Ich bin bis jetzt sehr zufrieden und habe vor allem ein sehr gutes Bauchgefühl. Der Optometrist ist "Fellow of the College of Optometrists in Vision Development".
Nach seinen Untersuchungen ist mein Problem sensorisch, d.h. durch einen Fehler im Hirn ausgelöst.
Er sagte mir, bei seiner letzten Weiterbildung habe ein Professor erklärt, viele Leute mit solchen Sehstörungen vom Hirn aus (ich schreibe hier bewusst keine Details und keine exakten Zahlen, weil ich sicher etwas falsch wiedergebe) hätten mal einen Unfall gehabt, der den Kopf involvierte und allenfalls eine Hirnerschütterung. Auf gut Schweizerdeutsch: Sie sind mal auf den Kopf gefallen. Ich kann mich an nichts solches erinnern, aber mein älterer Bruder reagierte sofort, als ich von ihm wissen wollte, ob ich mal auf den Kopf gefallen sei. Ja, im Alter von 5 Jahren, vielleicht auch früher. Ich sei auf der Schaukel hinten raus gefallen auf den Rücken und auch auf den Kopf und musste nachher liegen. Das könnt also eine Ursache sein. Eine Veränderung hat er bei mir aber damals nicht festgestellt, ist aber von einem 8jährigen Jungen wohl auch etwas viel verlangt.
Nach dem Untersuch war ich übrigen 2 Tage nudelfertig. Eine erste Übung nahm ich gleich mit nach Hause und machte sie fleissig und meine Augen rutschten die zwei Grad, die sie vor 2 Monaten auseinandergerutscht sind, wieder zurück. Die zusätzliche 2-Prismen-Folie habe ich also wieder abgenommen. Sachen gibt's...!
Der Optometrist ist zuversichtlich, dass wir die Blockade in meinem Hirn überwinden (muss er ja - sonst würde ich nicht hinfahren ) und was viel wichtiger ist: ich auch.
Ich habe gestern drei sehr strenge Übungen als Hausaufgabe bekommen. Zwei habe ich bereits gemacht, jetzt noch die letzte Übung machen. Ich bin sonst absolut kein Vorbild im "zu Hause die verordneten Übungen machen", aber in diesem Fall nehme ich es sehr ernst. Ziel: Beschwerdefrei Lesen, nicht mehr so stark ermüden.
Elisa
Hallo Helmut,
rsgza schrieb
Hallo Nicole,
damit man sich die passende Lösung aussuchen kann, muss man zunächst die Zusammenhänge verstehen können. und dann braucht man ausführliche, ideologiefreie Beratung. Wo kriegt man die her?
Viele Grüße, Helmut
In der Meisterausbildung ist seit kurzem Funktionaloptometrie mit drin.
Also sollten zumindest die neuen und folgenden Augenoptikmeister zumindest ansatzweise etwas darüber wissen.
Ich selbst bekam den Tipp von meinem Optiker, der aber selbst nichts in der Richtung anbietet. Die messen bei meinem Optiker aber auch Prismen. Von daher fand ich es gut, dass er mir für meine Tochter den Tipp gab.
Von Augenärzten kann man eine solche Beratung wohl noch lange nicht erwarten, da es nicht Inhalt des Studiums und der Weiterbildung ist, soweit ich weiß.
Ich habe gerade letztens gelesen, dass es in Deutschland rund 50 Funktionaloptometristen gibt, die Visualtraining anbieten. Das sind noch zu wenige, um es zu verbreiten.
Aus einem Vorwort zu "Funktionaloptometrie und Visualtraining"
"Erst in den letzten 10 Jahren gab die Gehirnforschung Hinweise zum Verständnis der Funktionaloptometrie. Heute befassen sich die Neurologie und die Neurophysiologie mit der Frage, warum die empirisch entwickelte Funktionaloptometrie funktioniert und wie sie wirkt."
( Thomas Nosch, ZVA-Präsident, im Januar 2006)
lg
Nicole
Guten Morgen
Seit einiger Zeit lese ich in diesem Forum.... sehr spannend! Nun bitte ich selber um einen Tipp, bzw. um eine Beurteilung.
Ich bin 42 Jahre alt - ich habe noch nie eine Brille oder andere Sehhilfe getragen. Vor ca. 1 Jahr war ich beim Augenarzt - da war alles im grünen Bereich. Seit einigen Monaten habe ich wieder einen Bürojob: d.h. ich arbeite oft am Computer und lese viel. Am Abend mache ich eine Weiterbildung und bin täglich fast 2 Stunden mit den Auto unterwegs. Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl dass sich meine Augen manchmal ziemlich stark anstrengen müssen... und dann rot werden und brennen. Es ist aber nicht so, dass ich sagen könnte ich sehe in die Nähe oder in die Weite unscharf... das irritiet mich etwas.... mir fällt aber auf, dass ich vor allem gegen Abend - nach einem Tag im Büro - angestrengter und konzentrierter schauen muss... und auch ab und zu leichte Kopfschmerzen habe. Wäre ich denn nun Weit- oder Kurzsichtigt, falls überhaupt?
Leider fahre ich morgen in ein 2-wöchiges Seminar und kann erst danach einen Sehtest machen... aber das Thema beschäftigt mich... ich habe am Abend schon versucht die Lesebrille meines Mannes aufzusetzen... war nicht schlecht, aber sie natürlich nicht auf meine Augen abgestimmt... ich habe auch schon die leichte Brille meiner Kollegin für die Weite aufgesetzt und hatte ein ziemlich gutes Gefühl.... ich bin ziemlich verwirrt.
Wie gesagt, ich werde definitiv in ca. 2 1/2 Wochen zum Sehtest gehen, wäre aber schon über einige Anhaltspunkte und Meinungen froh, damit ich mich irgendwie seelisch vorbereiten kann.
Herzlichen Dank
Saraya
Hallo Conny,
das ist Schwachsinn.Binokulare Vollkorrektion hat sehr wohl etwas mit Sehcomfort zu tun. Solche Aussagen von Deinem Optiker hört man aber leider immer wieder von verschiedenen Kollegen, die sich in der Materie überhaupt nicht auskennen, weil keine Weiterbildung gemacht wird, und dann mit Allgemeinplätzen daher kommen. Das ist wirklich traurig.
GrußEberhard
Hallo cReeD,
was ist mit dem letzten Prozent?Ich denke, Meisterausbildung mit regelmäßiger Weiterbildung, das ist die richtige Lösung. Dann sind 100% aller Linsen möglich.
GrußEberhard
Hallo Tao,da gebe ich Dir auch recht. Wir AO-Meister haben ersteinmal eine lange Ausbildung und schließlich auch regelmäßige Weiterbildung in der Augenglasbestimmung. Nur wer sich nicht weiterbildet, landet dann doch irgendwann im Hinterhof der Augenoptik.
GrußEberhard
Hallo Anna,
es ist bestimmt nicht möglich, alle Kollegen, die sich mit MKH beschäftigen, zu zwingen, sich bestimmten Regeln zu unterwerfen. Die MKH gehört zur Augenoptik wie die KL-Anpassung oder Low-Vision. Nicht jeder macht es, aber es gehört heute zur Meisterausbildung. Die KL - Anpassung zwingend seit 1977/78, die MKH nur nebenbei, Low-Vision unterschiedlich intensiv. Bei allem ist entscheidend, wie intensiv Weiterbildung betrieben wird.Bei den Selbsthilfegruppen gibt es die Möglichkeit, schwarze Schafe von den weißen zu trennen, aber nur, wenn die Erfahrungen weitergegeben werden. und nicht jedes schwarze Schaf bleibt schwarz. Was hilft da wirklich?
Viele GrüßeEberhard
Hallo Lara
Ich habe ca 45 Jahre lang so "scharf gesehen wie ein Adler"; ich war halt einfach nicht begabt im Zeichnen und im Nähen, im Hochsprung und im Hürdenlauf und meine Schrift war immer katastophal. Ich galt als hochintelligent aber stinkfaul. Natürlich hatte ich zu Hause Ärger ohne Ende. Im Alter von ca 45 Jahren bekam ich die ersten Probleme mit "unscharfen Schriften auf der Wandtafel", das fiel mir in einer Weiterbildung auf. Da gab es aber noch keine Brille, denn der Augenarzt stellte fest, ich sehe wie ein Adler. Ich kam damals nicht auf die Idee, es könnten Doppelbilder sein - und der Augenarzt offensichtlich auch nicht. 2 Jahre später gab es dann eine Brille, weil ich wirklich nicht mehr scharf sah.
Erst mit 57 Jahren (vor ca 10 Monaten) kam ich mit drei neuen Brillen, die ich alle gleichzeitig hatte herstellen lassen, nicht mehr klar (Gleitsicht-, Computer-, Leserbrille). Eine Freundin riet mir, einen anderen Optiker aufzusuchen. und siehe da: Der neue Optiker stellte fest dass ich schon mein ganzes Leben lang ein verstecktes Schielen habe. Es gab einen sorgfältigen Aufbau mit Prismenfolien: Zuerst 3 Grad, denn 5, dann 7, dann 9. Jetzt habe ich Prismenbrillen mit 8.75 Grad. Das Leben ist seither viel weniger anstrengend.
Als Nebeneffekt sehe ich seit der 5-Grad-Folie auch räumlich. Ich war Stereoblind. Das hatte weder ich noch ein Augenarzt und auch kein Optiker je gemerkt und die Lehrer anno dazumal gaben lieber miese Noten anstatt sich mal zu überlegen, ob mit dem Kind vieleicht was nicht stimmt. und die Eltern machten Terror. und ich war immer stolz, weil ich so scharf sah und als einzige in der Familie keine Brille trug. So kann Mensch sich täuschen.
Es sind sehr wenige Augenärzte und wenige Optiker, die sich in dieser Fragestellung wirklich auskennen. In diesem Forum triffst Du auf eine ganze Reihe dieser Spezialisten. Ich kann Dir daher nur raten, Dich an das zu halten, was sie Dir in diesem Forum raten, Dich gründlich einzulesen und die ganze Sache langsam anzugehen. Mit einer vorschnellen Operation kann für das ganze Leben ein Schaden entstehen. Mit dem richtigen Vorgehen (wie ich es leider erst mit 57 Jahren erlebt habe) kann das Leben deines Kindes eine völlig andere Wendung nehmen.
Elisa
@AgnesMaria
Oh je, jetzt geht das wieder los: launiges kommentieren von Kommentaren ohne jeglichen Nutzen für alle Beteiligten.
Der hat einige Fehler in seiner Interpretation.
Die da wären?
Das kommt davon wenn man nur Sekffington liest und glaubt was der so sagt.
Hier geht es nicht um Glauben, sondern um eine Arbeitshypothese.
Der Vorschlag mit der Weiterbildung ist interessant. Aber wenn ich mir die Angehörigen dieser zwei Berufsgruppen anschaue, dann sehe ich in der Mehrzahl zutiefst frustrierte Menschen, gefangen in einem steifen System, welches Denken jenseits des eigenen Tellerrandes nicht zulassen kann, darf und will. Alles in allem ein für mich absolut nicht erstrebenswerter Zustand.
Aber genug geplaudert.
Zurück zu den wichtigen Dingen im Leben. Wie zum Beispiel dem BEANTWORTEN von Fragen des Threadstellers.
GB
@ TheLaird
Ja, man gibt ein Zykloplegikum über einige Tage. Damit wird die Akkommodation unterbunden. Autofahren geht da gar nicht und arbeiten sicher auch nicht. Man wird dann AU geschrieben.Schwankende Werte von 7 cm/m Basis innen bis 10 cm/m Basis außen sind selten. Da muss man mal Ruhe reinbringen. Sicher ist die Weitsichtigkeit höher. Wenn die aktuellen Brillenwerte gefunden wurden erst einmal mit Prismenfolien weiterarbeiten. Immer auf den verträglichsten Wert gehen und das mit Fingerspitzengefühl.
Wenn ihr behandelter Augenarzt sagt:" Die Sehprobleme gehen weg.", dann sollte er dringend eine entsprechende Weiterbildung zu diesem Thema besuchen. Von allein gibt sich so was nämlich nicht.
LG
A.M.
hallo zusammen...nachdem ich nun diese interessante website und die foren im allgemeinen schon seit monaten beobachte und lese, möchte ich gerne auch mal meinen scharfen senf dazugeben...
ich finde es sehr lobenswert, daß meine kollegen sich hier die finger wundschreiben um laien, die ihre brillen gerne beim billigheimer oder im www kaufen beratend zur seite stehen...egal ob sehprobleme, qualitätsmängel, mißtrauende kunden bezüglich qualität oder preis und so weiter...alles gut uns schön, aber...
jeder kunde sollte sich bewusst sein, daß man eine fundierte langjährige ausbildung, top fachpersonal mit Weiterbildung und regelmäßigen seminaren, einen geilen laden mit den besten designermarken im fassungsbereich, sowie deutsche glashersteller die ihre produkte permanent weiter entwickeln nicht für lau bekommt...all das von mir beschriebene, sowie freundlichkeit und einen geilen espresso zum verkaufsgespräch das hat eben seinen preis...
ich habe das große glück und darf in dem von mir beschrieben laden tag für tag super nette kunden beim brillenkauf beraten...anfallende sehprobleme oder qualitätsmängel, werden schnell, unbürokratisch und wenn nötig solange verfolgt, bis alles perfekt ist...
qualität hat seinen preis und geiz ist nicht geil...
in diesem sinne eine gute nacht zusammen...
Ich habe beim Stöbern im Internet einen sehr interessanten Artikel eines Schweizer Augenarztes gefunden, den ein Deutscher Augenoptiker/Optometrist und Facharzt für Augenheilkunde auf einer seiner Internet.Seiten verlinkt hat, den ich sehr aussagestark finde. Beide Fachärzte sind mir wohlbekannt. Ich fand den Artikel auf einer Internetseite von Dr. med. Wolfgang Raab (um Werbung auszuklammern, kopiere ich nur den Text nach hier:
Informationen zur MKH (Messung und Prismenausgleich einer Winkelfehlsichtigkeit nach H.J.Haase) aus persönlicher Sicht von Dr.Urs Schmied, Augenarzt, Wattwil
Ich werde häufig gefragt:
1. Wieso das (Prismenkorrektionen nach der MHK-Methode) so wenige Augenärzte und –ärztinnen *) machten ?
Kompetent Auskunft geben könnten eigentlich nur diejenigen, welche die Methode nicht anwenden. Ich kann deshalb nur Vermutungen anstellen. Es könnten eine Rolle spielen:
- Mangelnde Anerkennung der Methode durch die massgebenden wissenschaftlich orientierten Augenärzte (Professoren der Augenheilkunde mit Schwerpunkt Schielheilkunde).
- Mangelhafte Ausbildung der Augenärzte in Schielheilkunde, weil es für die Praxis einen
Hilfsberuf gibt: die Orthoptistin. Diese ist gut in der Schielheilkunde ausgebildet und nimmt
den praktisch tätigen Augenärzten den grössten Teil der Schielprobleme ab.
- Mangelhafte Bezahlung des notwendigen Zeitaufwandes in der Arztpraxis durch die
Krankenkassen. Schweizer Augenärzte, welche Prismenkorrektionen mittels des Polatest (in der Regel nach MKH) machen oder gemacht haben, sind die folgenden:
- Dr. Heinz Baumann (Luzern), pensioniert, , früherer Präsident der Schweizerischen
Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG); hat über die Methode publiziert. Er war einer der
ersten ärztlichen Anwender der Methode.
- Prof. Dr. Roland Brückner (Basel), verstorben, hat ebenfalls über die Methode publiziert.
- Dr. David Pestalozzi (Olten), verstorben, hat viel über die MKH publiziert, gründete die IVBV (Internationale Vereinigung für Binokulare Vollkorrektion), als es ungewiss war, ob die Firma ZEISS die Herstellung des Untersuchungsgerätes (des Polatest) einstellen würde oder nicht (heute hat die Firma ZEISS ihre Apparatepalette jedoch erweitert)
- Dr. Ernst Bürki (Thun), hat publiziert
- Dr. Christian Bosshard (Solothurn), Publikationen mir nicht bekannt.
- Außerdem wenden und wandten verschiedene andere Augenärzte, auch im universitären
Bereich, gelegentlich den Polatest für Messungen, z.B. für Methodenvergleiche, an; z.B. PD
Dr.med. D. Wieser (heute pensioniert, früher in Basel).
2. Wieso ich selber die Methode anwende?
Das kann ich genau sagen. Ich wende die MKH an, weil
• sie die genaueste Messmethode für Winkelfehlstellungen der Augenachsen ist, die ich kenne.
Dies gilt für Augenpaare, die beidäugig mehr oder weniger normal sehen und
zusammenarbeiten können, jedoch in der Regel nicht für solche, bei denen Schielen mit
Schielschwachsichtigkeit vorliegt. Ähnlich präzise, aber mit gewissen Fehlern behaftet, war der englische TIB (Turville’s Infinity Balance)-Test. Er ist eigentlich das Vorläufermodell des
Polatest, welch letzterer aus den Bemühungen von H.J. Haase entstanden ist, die Fehler des
TIB-Test auszumerzen. Die hohe Messgenauigkeit des Polatest-Sehprüfgerätes wird schul-mäßig von der Augenheilkunde nicht bestritten (siehe H. Kaufmann (Hrsg.), ‚Strabismus’, 2. Auflage, Enke Verlag, 1995 und später)
• weil ich selber fast vierzig Jahre lang unter den Folgen eines „versteckten Schielens“ gelitten habe, bis ich eine Prismenbrille erhielt, von einem Augenoptiker angemessen, wohl verstanden, mit der ich zum ersten Mal in meinem Leben normal sehen konnte. Meine Erlebnisse würden mehrere Seiten füllen. Besonders eindrücklich war meine auf das gut fünffache angestiegene Lesegeschwindigkeit und das auf ein normales Erwachsenenmass von 6-7 Stunden gesunkene Schlafbedürfnis. Nicht zu vernachlässigen ist die wesentlich grössere Sicherheit beim Autolenken, vor allem nachts. Bei Nacht und Regen fahre ich heute auf der Autobahn in der linken Spur, früher musste ich 80 km/h fahren oder mich gar auf den Pannenstreifen stellen.
• weil ich wissenschaftlich geschult bin (2 Nachdiplomkurse: 8. Postgraduate Kurs in
Experimenteller Medizin der Universität Zürich und Diploma in Community Eye Health der
Universität London) und durch die vertiefte Beschäftigung mit biostatistischen Methoden zu
erkennen meine, dass in jedem fairen Experiment die MKH anderen Methoden zur
Bekämpfung von Anstrengungsbeschwerden an den Augen überlegen wäre. Nach der
Erkenntnis des Nutzens der MKH wäre es ausserdem für mich unethisch, die Methode meinen
Patienten vorzuenthalten.
3. Wieso die Methode umstritten sei.
Auch da müsste man vor allem diejenigen fragen, welche „streiten“; die Methode ignorieren, oder sogar aktiv bekämpfen. Mir hat noch nie jemand im direkten Gespräch die Gründe umfassend dargelegt.
Einer der schärfsten Kritiker der MKH war Prof. Josef Lang aus Zürich. Als ich ihn einmal noch in seiner inzwischen aufgegebenen Praxis besucht hatte, hatte er mir ungefähr wörtlich folgendes gesagt: „Weißt du, es hat doch jeder (Augenarzt) seine unzufriedenen Refraktionskunden. Da wäre vielleicht der Polatest (MKH) ganz nützlich“ (Refraktionskunden = Kunden, die zur Brillenbestimmung gekommen sind, kurisv = mein Zusatz). Das habe ich ihm nur bestätigen können. Er selber besass damals einen Polatest, von dem er aber nur noch eine Tafel (einen der Stereoteste) benützte, jedoch nicht in der korrekten Distanz (nämlich in der halben Solldistanz). Vermuten kann ich (von unqualifizierten Bemerkungen von Kollegen und Kolleginnen wie „ ist doch ein Quatsch“ , „verbiegt die Augenmuskeln“ einmal abge-sehen), dass folgendes am meisten Widerspruch hervorruft:
a) Schieloperationen bei Personen, die nicht sichtbar oder nicht dauernd schielen („verstecktes
Schielen“ ist aber bei genauer Erhebung der Vorgeschichte oft eigentlich ein zeitweiliges, d.h.
intermittierendes Schielen).
b) Abändern von ärztlichen Brillenrezepten durch Augenoptiker
c) Die althergebrachte Meinung, Brillen im allgemeinen und Prismenbrillen zur
Augenstellungsveränderung im Besonderen würden die Augen „faul“ machen (im Stil von Bates „Besser sehen ohne Brille“ im Original und allen seinen vielen Nachahmer-Kopien)
d) Die Überzeugung, weil die Augen die Stellungskorrektur selber machen könnten, müssten sie das auch in jedem Fall selber tun. Sozusagen der Mutter Natur nicht dreinschwatzen.
e) Das Einbeziehen von Stereotesten in den Messvorgang am Polatest.
f) Mangelnde Kenntnis des in Punkt d erwähnten Ausgleichstonus. Wegen des kräftigen
Ausgleichstonus ist oft in einer ersten Messung nicht die volle vorhandene Abweichung der
Augenachsen messbar. In einer schnellen Messung nach konventionellen Methoden ist oft gar
keine Abweichung zu erkennen. Unerfahrene Augenmediziner könnten dann glauben, dass
tatsächlich keine Abweichung vorhanden wäre.
Außerdem könnte das sogenannte „Einfaltspinselsyndrom“ eine Rolle spielen. Darunter versteht man eine Überschätzung der eigenen Kompetenz im eigenen und in fremden Fachgebiet durch gut ausgebildete Personen. Man kann dann ohne böse Absicht Fehler machen, ohne diese zu bemerken, wenn gerade die eigene nicht bewusste Imkompetenz in der speziellen Sache dies verhindert. ( Journal of Personality and Social Psychology, Vol.77. S.1121 – 1134). Augenärzte sollten zwar gemäss bundesrätlicher Verordnung über den Lernzielkatalog für die Ausbildung in Augenheilkunde vom 01.01.1999 am Polatest ausgebildet werden, was aber noch nicht erfolgt. Sie sind deshalb in der Sache inkompetent gemäss der Definition im oben zitierten Zeitschriftenartikel. Kommentar zu diesen Punkten:
Zu 3a) :
Es gibt grosswinkliges verstecktes Schielen. Wenn es Beschwerden macht, so sind diese
meistens erheblich bis heftig und gleichzeitig sehr typisch, jedoch in der klinischen Medizin nicht generell bekannt und führt immer wieder zu diagnostischen Irrläufen (z.B. neurologische Durchuntersuchungen ohne das Resultat einer klaren Diagnose. Prof. R. Brückner hatte viele Fälle sinnloser eingreifender neurologischer Diagnostik, wie Karotisangiogramme, in seinen Akten gehabt).
Mit Erfahrung kann man die Diagnose „grosswinkliges verstecktes Schielen“, meist hohe Esophorie, seltener Exophorie in der Fachsprache, jedoch oft aus der Vorgeschichte, sozusagen am Telefon, schon stellen, und braucht keinen Polatest dazu. Letzterer erleichtert aber die Messung und macht sie genauer. Erfahrene Untersucher (wie mein früherer Lehrer PD Dr. D. Wieser in Basel) konnten hohe Esophorien auch ohne Polatest, durch eine präzise Erhebung der Vorgeschichte und mittels ‚Über-Nacht-Okklusion’ eines Auges erkennen.
Die Beschwerden sind sehleistungsabhängig. Wenn sie mit einer Teilkorrektur (Prismenbrille) nicht erträglich gemacht werden können, so ist eine Schieloperation die logische und zielführende Therapie.
Was sollte man denn sonst tun? Solche Operationen werden von erfahrenen Schieloperateuren seit Jahrzehnten, ob mit oder ohne Polatest, erfolgreich durchgeführt.
Wenn allerdings die Diagnose nicht gestellt wird, so sind Irrwege möglich, wie erwähnt. Nicht alle Neurologen kennen das an sich typische Beschwerdebild. Früher waren vergebliche Angiogramme im Kopfbereich, heute sind vergebliche MRI-Untersuchungen und vergebliche, da nicht zielführende Einweisungen in die neurologischen Kliniken üblich. In einer retrospektiven Pilotstudie fand ich vor einigen Jahren eine Verzögerung von 11.4 Jahren von den ersten typischen asthenischen Symptomen bis zur Diagnosestellung „verstecktes Schielen mit grossem Winkel“ und mittlere Medizinalkosten bis zur Diagnosestellung von etwa SFr. 8000.- (Extremwerte Fr. 500.- bis über Fr. 70,000.-). Der Polatest erlaubt die Diagnosen-stellung innert Minuten und die Kosten (für die Diagnosenstellung) betragen einen Bruchteil davon.
Wenn einmal jemand im Alter von 50 Jahren und darüber im Brustton der Überzeugung sagt:
„gemäß Professor X, der alles zweimal sorgfältig abgeklärt hat, habe ich ganz besondere
Kopfschmerzen, die nicht behandelbar sind“, dann ist allerdings ausser der Früh-Verrentung meist nichts mehr zu machen. Ähnlich verhält es sich, wenn ein solches verstecktes Schielen erst nach einem Unfall im Kopfbereich symptomatisch wird und die Beschwerden der Betroffenen als ‚Simulation’ bezeichnet worden sind.
Zu 3b):
Abändern von Brillenrezepten durch Augenoptiker. Nach OR Art. 365ff besteht zwischen Kunden, die ein ärztliches Brillenrezept zum Augenoptiker zur Ausführung bringen und dem ausführenden Augenoptiker ein Werkvertrag. Gemäss diesem muss der Augenoptiker für die korrekte Ausführung des Brillenrezeptes garantieren.
Wenn nun auf dem Rezept notwendige Angaben zur Ausführung dieses Rezeptes fehlen (dies ist bisweilen der Fall) und der Augenoptiker diese nicht in Erfahrung bringen kann, so ist er berechtigt, die Ausführung des Rezeptes zu verweigern. Der Kunde kann jemanden, z.B. den Aussteller des Brillenrezeptes oder den die Rezeptausführung verweigernden Augenoptiker selbst, bitten, eine erneute Brillenbestimmung mit Erhebung aller für die Fertigung einer gut erträglichen Brille notwendigen Daten zu machen.
Wenn dann der Augenoptiker bei seiner Messung erkennt, dass für eine gute Verträglichkeit der Brille ein Prisma notwendig ist (z.B. Höhenabweichung der Augenachsen bei geplanter Gleitsichtbrille oder Beschwerden, die ausschliesslich bei der Arbeit am Bildschirm vorkommen), muss er zur Vermeidung einer fast sicheren Reklamation das entsprechende Höhenprisma einbauen.
Das sollte dann dem Erstaussteller des Brillenrezeptes gemeldet werden und wird im „courant normal“ auch immer gemeldet. Dass dieser „courant normal“ nicht immer und überall besteht, ist mir schmerzlich bewusst, jedoch keinesfalls meine Schuld, bemühe ich mich doch seit Jahren, in dieser Sache zwischen Augenärzten und Augenoptiker ausgleichend zu wirken, wenn ich damit konfrontiert werde.
Was weiter vorkommt, ist der Fall, dass Kunden eine neu gefertigte Brille nicht gut ertragen und es aus gewissen Gründen scheuen, sich beim Rezeptaussteller erstmals oder wiederholt deswegen zu melden (wenn etwa gesagt wurde, die Brille sei schon in Ordnung und man müsse sich halt nur daran gewöhnen und richtig durch die Gläser hindurchschauen), und dann der Augenoptiker einspringt, und oft auf eigene Kosten die Brille nachbessert.
Eine dritte Möglichkeit, die auch vorkommt ist folgende: Der Kunde bittet den Augenoptiker, das augenärztliche Rezept doch bitte noch einmal zu überprüfen, „weil es so schnell gegangen sei und sie dem Rezept deshalb nicht ganz trauen“. In diesem Fall ist wohl nicht der Augenoptiker zu schelten.
Das sogenannte „eigenmächtige Abändern ärztlicher Brillenrezepte“ ist rechtlich gesehen meist ein Verweigern der Auftragsannahme durch den Augenoptiker, ein Nichtzustande-kommen des Werkvertrages, in anderen Fällen ein kulantes Nachbessern einer schlecht verträglichen Brille. Jeder Kunde kann verlangen, dass ein ärztliches Brillenrezept ganz genau nach Rezept ausgeführt wird und jeder Augenoptiker kann verweigern, einen Auftrag anzunehmen.
Zu 3c):
„Die Augen werden faul durch Prismen“. Das ist grober Unfug und zeugt von einer mangel-haften Kenntnis der Physiologie der Augenmuskeln. Was richtig ist: Die Augen werden „fleißiger“ im Sinne des normalen Augengebrauchs, denn es wird nur eine sinnlose Über-lastung entfernt und die Blickbewegungen (sogenannte Sakkaden) werden rascher und präziser. Die Augenmuskeln werden dank einer korrekt nach MKH bestimmten Prismen Brille, wiederum im Sinne des normalen Augengebrauchs, leistungsfähiger bei geringerer Ermüdung, weil bisher notwendige wiederholte Feinkorrekturen der Augenstellung am Ende jedes Blicksprunges wegfallen oder wesentlich verringert sind. Wie anders ist es möglich, dass mit Prismenbrille fast immer (bei Personen, die ziemlich gut Lesen können – bei Lese-/Rechtschreibstörungen muss zuerst der Schriftcode gelernt, d.h. automatisiert, worden sein, was aber durch eine nach MKH angemessene Prismen Brille fallweise auch verbessert wird) die Lesegeschwindigkeit wesentlich ansteigt? Bei Lese/Rechtschreibstörungen fällt aus den gleichen Gründen beim Tragen einer korrekt nach MKH bestimmten Prismen Brille das Erlernen des Schriftcodes leichter. Es würde doch etwa niemandem einfallen, bei einem gut motorisierten Auto die Handbremse im Stadtverkehr ständig etwas anzuziehen, damit der Motor entsprechend seiner Leistungsfähigkeit mehr arbeiten muss, oder die Schaufel eines Bauarbeiters mit 5 Kilo Blei zu beschweren, damit seine Arme nicht faul werden, oder, um bei der Sache zu bleiben, die Augen von winkelrechtsichtigen Personen mit Belastungs-prismen zu versehen, damit deren Augenmuskeln auch so viel arbeiten müssen wie diejen-igen einer winkelfehlsichtigen Person!
Die Faulheit oder Trägheit liegt meines Erachtens klar auf der Seite derjenigen Untersucher, welche sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit der MKH beschäftigen wollen.
Zu 3d):
Prismengläser seien überflüssig, da das Augenpaar eine notwendige Stellungskorrektur
selber bewerkstellige. Der zweite Teil dieses Satzes ist bis zu einem gewissen Grad korrekt. Man muss aber die Zeit, die verstreicht, bis die Ausrichtung der Augenachsen nach einem Blicksprung (Sakkade) hinreichend genau ist, berücksichtigen, was selten getan wird. Nicht nur der Kraftaufwand der Augenmuskeln, sondern auch der Zeitaufwand zur präzisen Ausrichtung der Augenachsen schlägt zu Buche! Da scheint sich ein erstaunlicher Mangel sowohl in der Theorie wie in der Forschung zu zeigen. Das Produkt aus Kraft und Zeit ist, physikalisch gesehen, Leistung. Dies ist nicht der Platz für philosophische Betrachtungen, aber genau hier sind die heutigen Menschen von denjenigen in früheren Jahrhunderten, ja Jahrzehnten, verschieden. Die Leistungen, die heute dem an und für sich hochleistungsfähigen Augenorgan abverlangt werden, sind durch die technische Entwicklung (Autolenken, Bild-schirme betrachten, vermehrter Umgang mit Schriftcode, für das Auge eintönige hochpräzise Beobachtungsaufgaben) wesentlich angestiegen. Dem muss meines Erachtens in Fällen von Asthenopie (Überlastungsbeschwerden der Augen) durch geeignete Maßnahmen Rechnung getragen werden. Wenn Winkelfehler der Augenachsen dafür verantwortlich sind, ist in vielen Fällen eine Prismen Brille, ev. als Zusatz zu Kontaktlinsen (bei reinen Höhen-abweichungen sind kleine Prismen Korrektionen auch mittels Kontaktlinsen möglich) und in seltenen Fällen eine Schieloperation angezeigt. Seit einigen Jahren nehmen die Fachleute der IVBV **) mit gutem Grund an, dass eine Asthenie mindestens zum Teil für Lese/Rechtschreibstörungen bei Schulkindern verantwortlich sein kann, und dass bei diesen Fällen korrekt nach MKH bestim-mte Prismengläser die beste „Dauersehschule im objektiven (richtigen) Winkel“ seien, da dieser Winkel dank MKH in einer bisher nicht gekannten Präzision bestimmt werden kann.
Zu 3e):
Winkelmessung an Stereotesten. Dies ist zugegebenermaßen nicht so leicht zu verstehen.
Hans-Joachim Haase hat drei Bücher über seine Messmethode verfasst, die selbst für Fachleute keine einfache Lektüre sind. Vereinfacht ausgedrückt ist die Stereosehschärfe (die Empfindlichkeit, hintereinander liegende Punkte als zwei getrennte Objekte wahrzunehmen, im Gegensatz zur „üblichen“ Sehschärfe, welche sich auf nebeneinander liegende Punkte be-zieht) dann maximal gross, wenn die beiden Augen ihre Fixationsachsen auf eine Genauigkeit von +/- 10 Bogenminuten horizontal und +/- 5 Bogenminuten vertikal ausgerichtet haben. Diese Präzision ist mittels MKH gelegentlich nicht so einfach, aber unter entsprechendem Zeitaufwand zuverlässig und reproduzierbar zu erreichen, wenn das Augenpaar überhaupt zu normalem Stereosehen fähig ist. Da unser Sehvermögen diesen weiteren Freiheitsgrad, das räumliche Sehen, hat, ist es nur rechtens, sich damit zu befassen, und, gegebenenfalls, es zu Messungen zu verwenden. Dies wird in der MKH gründlich getan und auf geeignete Weise nach gewissen Regeln in kleinsten Schritten (bis hinunter zu achtel Graden) diejenige Winkelstellung gesucht, bei welcher die Stereoseh-schärfe maximal wird. Niemals werden an den Stereotesten große Winkelfehlstellungen gefunden; ein weiterer Punkt, in welchem sich Kritiker wie Prof. J.Lang gründlich irren. Die Erkenntnis, dass im genauen Zentrum der Fixation auch die Stereosehschärfe (und nicht nur die Sehschärfe) maximal groß ist, ist übrigens wie letztere (WERTHEIM 1898) auch etwa hundert Jahre alt.
Die Präzision in der Winkelmessung, die mittels des Polatest-Verfahrens (MKH) erreichbar ist, wurde von BISHOP (1969) tierexperimentell in Einzelzell-Ableitungen von Binokular-neuronen in Katzenhirnen bestätigt. Die Verschiebung der Bilder vor den beiden Augen der Katzen um einen Achtel Grad vertikal konnte die Antwort einer einzelnen binokularen Nervenzelle im Sehhirn auslöschen oder stark vermindern.
Zu 3g):
„Einfaltspinselsyndrom“. Als Akademiker sind Augenärzte/ärztinnen in der gleichen
Personengruppe wie die Studenten, an welchen es erstmals beschrieben worden ist. In den letzten Jahrzehnten ist die Ausbildung der Augenärzte in Strabologie (Schielheilkunde) im Vergleich zu früher schlechter geworden und wisssenschaftlich hat das Interesse an diesem Fach abgenommen. Man glaubt, eigentlich fast alles bereits zu wissen und weiss doch nicht alles; der Stoff, aus dem Vorurteile gemacht sind und genau der Punkt, den diese Psychologen in ihrem Artikel angesprochen haben . Die klinische Evidenz, dass Haase (der die MKH entwickelt hat) recht hat, ist für mich äussert hoch. Einige Kollegen von mir können das auch bestätigen. Dass die theoretischen Grundlagen noch nicht „wissenschaftsgültig“ von dritter Seite klinisch überprüft worden sind, ist unglücklich. Es würde die Möglichkeiten einer einzelnen Praxis wie der meinen weit übersteigen,
dies zu tun. Eine geplante gross angelegte multizentrische Studie über die MKH bei Kindern ist vor einigen Jahren in der Schweiz von der Augenärzteschaft aktiv hintertrieben und somit verhindert worden. Dies ist schriftlich belegt. Neuerdings (2008) wurde eine weitere, von dritter Seite verlangte neu geplante Studie ähnlicher Art wiederum, diesmal von unbekannter Seite hintertrieben, sodass die damit betrauten Forscher ihre Teilnahme aufgekündigt hatten.
Nachtrag zu Methylphenidat (Ritalin): Der deutsche Neuropädiater und Diplomphysiker PD Dr.med. E. Friederichs hat nachgewiesen, dass mit korrekt nach MKH bestimmten Prismen Brillen im Durchschnitt 4x weniger Ritalin benötigt wird als ohne Prismen Brille (Dosisreduktion von 42 +/-14 mg ohne auf 12 +/-10 mg Methylphenidat mit Prismenbrille). Dies wurde am Kongress der IVBV im Juni 2002 mündlich vorgetragen. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass bei den kindlichen Auffälligkeiten, welche unter verschiedenen Bezeichnungen wie POS, ADS, Teilleistungsstörung, Wahrnehmungsstörung bekannt sind, das Sehsystem eine wichtige Rolle spielt.
*) die weibliche Form gilt immer als eingeschlossen, wenn nur die männliche erwähnt ist.
**) IVBS: Internationale Vereinigung für Binokulares Sehen, im Internet unter www.ivbs.org vertreten.
(Früher IVBV: Internationale Vereinigung für Binokulares Vollkorrektion)
April 2002 / April 2003 / Aug.2004 / März 2005 / Jan 2006 / August 2008
(Abdruck mit Quellenangabe und Einreichen eines Belegexemplars an den Autor gestattet.)
peter83 schrieb
Im Folgenden und speziell für Zimtziesche mal ein Link, wo alles Wissenswerte zur Sehentwicklung von Kindern drinsteht. Vieles davon ist mir bekannt aus dem Unterrricht von Dr. Berke, der auch mehrmals zitiert wurde.
MFG Peter
www.optometrie-cagnolati.de/downloads/diplomarbeit_vranko.pdf
Zitat der Diplomarbeit von Vranko 2.1 Wachstum des Auges Das Auge entwickelt sich aus dem Neuralrohr, welches eine Vorstufe unseres Nervensystems beim Embryo darstellt. Der lichtempfindliche Teil des Auges ist ein Abkömmling des Zwischenhirns (Uebach, 1995, S.59). Zu Beginn der vierten Schwangerschaftswoche stülpen sich aus den basalen Anteilen des Zwischenhirns seitlich paarige Augenbläschen aus. Daraus bilden sich die einzelnen Abschnitte des Auges. Zum Ende der vierten Schwangerschaftswoche stülpt sich die Augenblase zum Augenbecher ein. Durch diesen Vorgang entsteht eine zweiblättrige Augenanlage mit dem inneren und äußeren Augenbecherblatt (Zypen, 1999, S.29). Aus dem äußeren Augenbecherblatt bilden sich das Pigmentepithel der Retina und des Ziliarkörpers sowie die beiden Irismuskeln. Aus dem inneren Augenbecherblatt differenzieren sich das Pigmentepithel der Iris, der unpigmentierte Teil des Ziliarkörpers und die lichtempfindliche Netzhaut (Zypen, 1999, S.31-34). --------------------------------------------------------------------------------------------------
Eine etwas lange Berichtigung und Intensivierung auf diesem Gebiet
Embryonale Phase Beginn der 4. SSW bis zum Ende der 8. SSW
- Ausbildung der Somiten - 25 Tage (14 Somiten) Auftreten der Augenfurchen
- 26 bis 28 Tage (19 - 25 Somiten)
- Auftreten zweier Augenbläschen am Vorderhirn.
- Einstülpung der Augenbläschen mit Linsenplakode.
- Kondensation von Mesoderm für die extraokularen Musklen.
- 5. Woche......
- komplette Entwicklung des primären Augenbläschens
- Frühestens Auftreten der primitiven marginalen Zonen der späteren Netzhaut
- Beginn der Invagination des Augenbläschens zur Ausbildung des Augenbechers
- Weitere Entwicklung der Netzhaut mit zellulärer Differenzierung
- Ausbildung des Linsenbechers
- Die A. ophthalmica entspringt der A. carotis interna
- Schnelle Entwicklung des Augenbechers (mit Stiel und Augenbecherspalte)
- Das Augenbläschen ist komplet invaginiert ( Augenbecher mit komplett offener Augenbecherspalte, die mit dem Zwischhirn verbunden ist)
- Das Linsenbläschen hat sich zu einem geschlossenen Bläschen entwickelt und steht mit dem Oberflächenektoderm in Kontakt.
- Die A. hyaloidea tritt in die hintere Augenbecherspalte ein und erreicht den hinteren Pol des Linsenbläschens
- 6. Woche....
- Kontinuierliche Differenzierung der Netzhaut in einer zellulären Zone und in Randzonen
- Das Linsenbläschen ist jetzt hohl und kugelförmig und vom Oberflächen- ektoderm gelöst.
- Die A. hyaloidea nimmt an der Ausbildung des hinteren Teils der Tunica vasculosa lentis teil
- Weitere Entwicklung der Netzhaut bis zu einer Dicke von 0,13 mm
- Elongation der hinteren Zellen des Linsenbläschens
- Ausbildung des lateralen Teils der Tunica vasculosis lentis
- Beginn des Verschlusses der Augenspalte in ihrem Mittelteil
- 2. Stadium der retinalen Differenzierung mit Ausbildung einer primitiven inneren Körnerschicht
- Die Zellen der Hinterwand des Linsenbläschens verlängern sich und werden zu Linsenfasern
- Mesodermale Zellen zur Bildung des Hornhautendothels beginnen als Einzellschicht unter dem Oberflächenepithel zu wachsen.
- Fast kompletter Verschluß der Augenspalte (außer vorderer und hinterer Teil).
- Die Optikusfasern wachsen nach proximal in den Sehnerv ein.
- Das Lumen des Linsenbläschen wird kleiner; die Linsenkapsel ist komplett ausgebildet.
- Beginn der Entwicklung des sekundären Glaskörper.
- Die Choriokapillaris ist vollständig.
- Eine doppelte Zellschicht am Oberflächenektoderm bildet das Hornhaut- epithel.
- Das orbitale Mesoderm beginnt sich in extraokulare Muskeln zu differenzieren
- 7. Woche....
- Das distale Ende der Augenspalte ist komplett verschlossen.
- Die Unterscheidung von innerer und äußerer neuroblastischer Schicht der Netzhaut wird durch das Auftreten einer (transienten) Faserschicht (nach Chievitz) am hinteren Pol bewirkt.
- Das Lumen des Linsenbläschens ist obliteriert.
- Lidrudimente haben sich zu eigentlichen Falten entwickelt. Die Fasern des Musculus orbicularis oculi beginnen das Auge zu umwachsen.
- Die Netzhaut beginnt sich zu verdicken, die Differenzierung nimmt zu. Es wird eine Dicke von 0,175 mm erreicht.
- Das Mesoderm, welches das zukünftige Irisstroma ausbildet, nimmt eine entsprechende Form an. Eine sklerale Kondensation ist festzustellen.
- Ausbildung des vorderen Teils der Tunica vasculosa lentis.
- Der proximale Anteil der Augenspalte ist verschlossen.
- Die Netzhautentwicklung schreitet weiter vor (Dicke 0,19 mm).
- Beginn der Nervenfaserkreuzung und der Ausbildung des Chiasma opticum.
- Trennung von Hornhautepithel und - endothel durch eine azelluläre Schicht.
- Die Zellkerne der primären Linsenfasern bilden sich zurück.
- Die Tunica vasculosa lentis ist vollständig. Die Vasa hyaloideae propriae treten auf.
- Die Lidfalten bedecken teilweise die Augen. Die Canaliculi sind vorhanden.
- 8. Woche.... -
Die Ausdifferenzierung der Netzhaut schreitet schnell fort.
- Das Chiasma opticum ist vollständig ausgebildet.
- Einwanderung von Mesoderm in die azelluläre Schicht der Hornhaut mit der Ausbildung des Hornahutstromas.
- Die Pupillenmembran ist vollständig ausgebildet .
- die Anfänge der Voderkammer sind erkennbar.
- Sekundäre Linsenfasern bilden sich aus.
- Die Kondensation des periokulären Mesoderms zur Ausbildung der Sklera hat den Äquator erreicht.
- Die Anlage der Tränendüse ist vorhanden.
- Weitere Differenzierung der mesodermalen Kondensation zur Ausbildung der extraokularen Muskeln. Es sind bereits Fibrillen vorhanden.
- Die motorischen Nerven haben die extraokularen Muskeln erreicht..
- Fetale Periode (Beginn des 3. Monats bis zur Geburt)
- 9. Woche..... -
Der Bulbus hat einen Durchmesser von 1 mm erreicht.
- Der Ziliarkörper ist nachweisbar.
- Höchstes Entwicklungsstadium des Systems der A. hyaloidea.
- Der sekundäre Glaskörper ist vollständig vorhanden.
- Im embryonalen Linsenkern sind die Y-Nähte erkennbar.
- Im Mesoderm zur Ausbildung der extraokularen Muskeln sind Fasern nachweisbar.
- 10. Woche....
- Die Ausbildung des Ziliarkörpers schreitet weiter fort.
- Die Ziliamuskulatur wird ausgebildet; erstes Auftreten der Zonulae.
- Die Bowman-Schicht wird ausgebildet.
- Im Bereich des Äquators beginnt die Ausbildung der Tenon-Kapsel.
- Die Muskelfasern des Musculus orbicularis oculi bilden sich aus.
- Membranöse Knochen bilden die Orbitawände.
- Am Ende dieser Entwicklungsperiode sind die Tractus optici ausgebildet.
- 11. Woche...
- Das Gebiet der späteren Makula beginnt sich zu differenzieren.
- Beginn der Ausbildung des okzipitalen Kortex
- Die geraden Augenmuskeln sind gut differenziert. Der Musculus levator palpebrae trennt sich vom Musculus rectus superior.
- 12. Woche....
- In der Netzhaut werden rudimentäre Stäbchen und Zapfen ausgebildet.
- Auftreten der Irisformation und des Musculus sphincter pupillae.
- Der Limbus ist gut abgegrenzt. Der Schlemm-Kanal bildet sich aus.
- Das hyaloidale System beginnt zu atrophieren.
- Die Gliahülle des Nervus opticus beginnt sich zu differenzieren.
- In den Lidern ist die Anlage des Tarsus erkennbar. Der Musculis orbicularis oculi ist gut entwickelt.
- 4. Monat....
- Der Bulbusdurchmesser nimmt von 3 auf 7 mm zu.
- Die Vaskularisation der inneren Schichten der Netzhaut hat begonnen.
- Die Ziliarfortsätze sind vollständig ausgebildet. Die mittlere Schicht der Chorioidea tritt auf.
- Die posterioren und lateralen Anteile der Tunica vasculosa lentis bilden sich zurück.
- Der sekundäre Glaskörper entwickelt sich.
- Die Wimpern und Liddrüsen treten auf. Die Plica ist gut ausgebildet.
- Die Tenon-Kapsel ist komplett ausgebildet.
- Die Orbitawände sind gut entwickelt.
- 5. Monat....
- Die Differenzierung der Netzhaut schreitet weiter fort. Die transiente Schicht ( nach Chievitz) ist mit Ausnahme der Makula obliteriert.
- Die Myelinisierung des Corpus geniculatum ist nachweisbar.
- Alle Schichten der Aderhaut sind vorhanden. Die Melanoblasten treten im äußeren Anteil der Aderhaut auf.
- Die Zonulafasern verlaufen vom Ziliarepithel zur Linse.
- Die Iris ist voll entwickelt.
- Die Sehnenansätze der extraokularen Muskeln sind ausgebildet.
- Die Durascheide des Sehnerven ist abgrenzbar.
- 6. Monat....
- In der Makual ist die foveoläre Einsenkung zu erkennen.
- Das Gliagewebe an der Papille (Bergmeister- Papille) ist maximal entwickelt.
- Der Musculus dilatator pupillae beginnt sich auszubilden.
- Der Musculus sphincter pupillae ist voll entwickelt.
- Die Descement-Membran ist zu erkennen. Der Kammer:wink:el entwickelt sich peripher.
- 7. Monat.....
- Der Bulbusdurchmesser beträgt 10 - 14 mm.
- Die Stäbchen der Netzhaut haben sich differenziert.
- Die Fovea ist erkennbar.
- Die Myelinisierung der Sehnervenfasern erreicht das Chiasma.
- Die Bergmeister-Papille beginnt zu atrophieren.
- Die Pupillarmembran beginnt zu atrophieren.
- Die A. hyaloidea obliteriert.
- Eröffnung der Canaliculi der Tränenwege in die Lidränder. Der Tarsus des Oberlides ist gut ausgebildet.
- 8. Monat....
- Alle Netzhautschichten sind gut entwickelt.
- Die Netzhautgefäße haben die Ora erreicht.
- Der fetale Linsenkern ist vollständig entwickelt.
- Das hyaloidale System bildet sich nun schnell zurück.
- Die Zirkulation des Vorderabschnittes ist vollständig entwickelt.
- Die Lider trennen sich in gesamten Länge voneinander.
- 9. Monat....
- Der Durchmesser des Bulbus nimmt auf 17 mm zu.
- Mit Ausnahme des Zentrums ist die Struktur der Netzhaut vollständig ausgebildet.
- Auftreten der Fasern des infantilen Linsenkerns.
- Die Pupillarmembran und Hyaloidalgefäße sind zurückgebildet.
- Beginn der Ausbildung der physiologischen Papillenexkavation.
- Geburt.....
- Mit Ausnahme der Fovea ist die Netzhaut vollständig entwickelt.
- Die Myelinisierung der Sehnervenfasern hat die Lamina cribrosa erreicht.
- Der infantile Linsenkern ist von erkennbarer Dicke.
- Geschlängelte Reste der A. hyaloidea, die vorne an der hinteren Linsenkapsel anhaften, flottieren frei im Cloquet Kanal.
- Die Tränendrüse ist noch unterentwickelt. Es werden noch keine Tränen sezerniert.
- Das Passagesystem der Tränen hat die Nase erreicht. Es besteht jedoch häufig noch eine membranöse Trennung vom Meatus inferior.
J.F.Collins, A.J.Augustin (Herausgeber) Augenheilkunde, Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1997 ISBN 3 - 540 - 61172 - x Seite 870 - 872
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Ein einfaches Histologie-/Embryonal-Buch hätte es auch schon gemacht. Die zeitliche Entwicklung der kortikalen Strukturen wären sicher auch noch sehr aufschlußreich. Eine Diplomarbeit, die von Cagnolati mitbetreut wurde, bedeutet noch lange nicht eine exakte wissenschaftliche Puplikation. Das war hier nur der Anfang der Peinlichkeiten. Ich kann dieses Paper Stück für Stück auseinandernehmen. Das ist überhaupt nicht schwierig. Sich darauf zu beziehen heißt in meinen Augen nicht viel zu wissen. Wenn es mal die Zeit wieder zulässt, mache ich gern weiter im Reigen, Herr Augenoptikmeister Peter 83.
Hallo,
ich glaube, dass ich hier mittlerweile ziemlich missverstanden werde und damit auch in eine völlig falsche Ecke gedrängt werde.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt auf konkrete Löschungen in der Vergangenheit Bezug genommen, noch habe ich gesagt, dass ehrverletzende Äußerungen nur dann zu löschen sind, wenn sie absolut eindeutig sind!
I.
Es ging mir nicht um auf konkrete Löschungen in der Vergangenheit. Ich habe weder gesagt noch gemeint, dass schon einige Male „die Voraussetzungen für einen solchen Eingriff hier nicht gegeben gewesen [wären]“.
Es gab in der letzten Zeit ja einige Löschungen. Nicht eine davon habe ich in diesem Thread kritisiert oder verurteilt! Auch wenn ich dazu sicher eine Meinung habe; einige Löschungen fand ich persönlich absolut richtig und geboten, bei anderen war man meines Erachtens ein wenig zu leichtfertig mit der Löschung.
Aber – um das nochmals in aller Deutlichkeit zu sagen – das ist jetzt meine persönliche Meinung und soll in keinster Weise ein Vorwurf sein! Dies habe ich jetzt nur angesprochen, um klarzustellen, dass ich gerade nicht, so wie es mir jetzt offensichtlich teilweise unterstellt wird, irgendeine (vielleicht sogar ganz bestimmte) Löschung kritisiere!
Denn darum geht es hier jetzt gar nicht und es wäre im übrigen auch müßig, darüber jetzt noch zu diskutieren. Das ist eine Diskussion im „luftleeren Raum“. Die Beiträge sind nicht mehr da, so dass man heute schlecht sachlich und fundiert darüber diskutieren kann...
II. und, um auch das nochmals ganz deutlich klarzustellen Ich finde es richtig, dass Diskreditierungen, Beleidungen und Ehrverletzungen „ein Riegel vorgeschoben wird“! Dies dürfte sich eigentlich schon aus dem 2. Absatz meines ersten Postings ergeben in welchem ich wörtlich geschrieben habe
Zunächst einmal begrüße ich es – wie wahrscheinlich jedes seriöse Forumsmitglied –, dass beleidigende, diskreditierende Postings nicht erwünscht sind und ihr darauf achtet, dass das Forum insofern „sauber bleibt“.
Ich bin die letzte, die hier einen „Freibrief möchte“ jemanden „unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit“ persönlich beleidigen und diskreditieren zu können!
Dennoch halte ich es für wichtig, in einem Forum eine unter Umständen abweichende Meinung sachlich (!!!) äußern zu dürfen und gegebenenfalls auch zu versuchen, eine andere Ansicht sachlich(!!!) zu widerlegen! und genau da fängt das Problem und auch die „Grauzone“ an. Es gibt zahlreiche Postings, die durchaus (von einzelnen) als ehrverletzend empfunden werden können, ohne dies objektiv zu sein. Ich zeige jetzt beispielhaft nur einmal 2 Gründe auf
1.
Es gibt immer Leute, die auch mit sachlicher Kritik nicht umgehen können. Allein die Tatsache, dass jemand es wagt, eine andere Meinung zu haben und die eigene Meinung zu kritisieren (auch wenn die Kritik noch so sachlich sein sollte), stellt für solche Leute eine „Ehrverletzung“ dar, ohne dass da eine objektive Ehrverletzung vorliegt!
Eine solche Person wird immer versuchen, das Posting des „Kontrahenten“ gegebenenfalls sinnentstellend zu „zerpflücken“, um angebliche Ehrverletzungen „zu beweisen“.
Wenn ich jetzt sehr böswillig wäre könnte ich das bei den meisten Antworten auf meine beiden Postings in diesem Thread auch tun... Hier nur ein Beispiel
Wenn Eberhard beispielsweise schreibt
ich bin froh, daß doch einige von Euch genau so denken, wie wir Mods. Das erleichtert unsere freiwillige Arbeit ungemein. Danke dafür.
dann könnte man das (wie gesagt böswillig!) auch so interpretieren, dass man (absichtlich) die freiwillige Arbeit der Mods erschwert, wenn man nicht der Meinung der Mods ist. und das – so könnte man böswillig interpretieren – bedeutet folgerichtig, dass meine abweichende Meinung unqualifiziert und querulatorisch ist und nur das Ziel hat, den Mods das Leben schwer zu machen. und bei einer solchen Interpretation könnte man das Posting von Eberhard durchaus als ehrveletzend einstufen...
(Um hier Missverständnissen vorzubeugen Ich habe in Eberharts Posting keine Ehrverletzung gesehen und es handelt sich hier wirklich nur um eine bewusst böswillige Interpretation!
Das sollte nur ein Beispiel sein, dass man auf diese Weise jedes Posting „zerpflücken“ kann, sonst gar nichts!
Eberhard musste da jetzt gerade nur deshalb „herhalten“, weil er das (zeitlich) letzte Posting in diesem Thread eingestellt hat. Das hätte ich mit jedem anderen Posting auch tun können! Das ist in keiner Hinsicht persönlich gemeint! Ich war jetzt nur zu faul, mir ein „neutrales Beispiel“ auszudenken!)
2.
Es kann auch bei jedem Bemühen um noch so sachliche Kritik passieren, dass man eine Formulierung unglücklich wählt, die dann ganz anders wirkt.
Das kann viele Gründe haben, ohne dass da ein böswilliger Hintergrund unterstellt werden kann
Nicht jeder ist in der Lage, sich (gerade schriftlich) sprachlich gut auszudrücken. Oder es kann vorkommen, dass vielleicht Ironie verwendet wurde, die aber schriftlich (wenn man den Poster auch nicht persönlich kennt) nicht „so rüberkommt“. Oder man verwendet einfach mal ein Wort, was schriftlich (gerade wenn man den Beitrag mehrfach lesen kann), viel härter wirkt, als es dies in einer mündlichen Diskussion getan hätte (und gerade in einem Forum schreiben viele „wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“). Es gibt bestimmt noch zig andere harmlose Gründe... und in diesen Fällen kann man das Posting oft schon durch kleine Änderungen der Formulierung „entschärfen“ und dazu wären sicher auch viele „Autoren“ bereit, wenn sie es nur wüssten..... und gerade, wenn man sich in diesem „Grauzonenbereich“ - so will ich es jetzt einmal nennen - befindet, spricht doch nichts dagegen, den (angebliche) Beleidigenden (= “Täter“) erst einmal anzuhören und ihm gegebenenfalls Gelegenheit zu geben, sein Posting zu korrigieren...
Nur das und NUR DAS war doch meine Bitte bzw. Anregung!
Denn – und das muss doch auch jedem klar sein – auch die Löschung bzw. das Editieren eines Beitrags – kann eine Ehrverletzung beinhalten! Denn dadurch wird ja zum Ausdruck gebracht, dass der Autor (ich drücke es jetzt mal salopp aus) „böswillige Absichten hat“. und wenn dies nicht der Fall ist und das Posting eine solche Intensität nicht erreicht, dann ist es doch nur fair, ihm Gelegenheit zur Korrektur zu geben!
In diesen Fällen befinden wir uns gerade nicht im Bereich der offensichtlichen und eindeutigen Ehrverletzungen, die - so wie ich im übrigen immer und von Anfang an vertreten habe! – auch (ohne entsprechende Anhörung) sofort gelöscht werden sollen und müssen (hier würde ich halt nur vorschlagen, den Autor zu informieren und kurz den Grund zu skizzieren...). und DAS ist auch jederzeit mit dem BGH-Urteil zu vereinbaren! Denn (so lese ich es jedenfalls aus der Pressemitteilung, die Andreas zitiert hat - das vollständige Urteil ist meines Wissens auch noch nicht veröffentlicht; oder hast Du da andere Infos, Wölkchen?? - ) der BGH sieht den Forenbetreiber ja nur unter 2 Voraussetzungen „in der Pflicht“
1. Der (angeblich) Verletzte muss sich beschwerden.
2. Es muss sich um eine tatsächliche Ehrverletzung handeln (das schließe ich aus der Rückverweisung ans Instanzgericht, denn wenn allein die Beschwerde und die „Möglichkeit“ einer Ehrverletzung ausreichen würde, hätte der BGH direkt entscheiden können... Das auszuführen führt jetzt jedoch zu weit).
Also nochmal zusammenfassend Das einzige, was ich aus den von mir dargelegten Gründen angeregt habe, ist, dass dort (und nur dort), wo es möglich ist, der Autor zunächst einmal angehört wird und erst dann entschieden wird, ob und wie in seinen Beitrag „eingriffen“ wird.
Ich hoffe, damit sind einige Missverständnisse aus dem Weg geräumt!
P.S.
Das ist jetzt ein bisschen off-topic, aber eines möchte ich doch noch anmerken
Ich weiß, dass Ihr Euch hier wirklich Mühe gebt und dass dieses Forum mit Sicherheit auch mit sehr viel Arbeit verbunden ist! und ich weiß auch, dass Ihr gerade in solchen Fragen einen „schwierigen Job habt“ (das habe ich ja auch schon in meinem ersten Posting gesagt!).
Ich habe jetzt zweimal recht deutlich meine Meinung gesagt (Negativreps und dieser Thread). und wenn ich Anlass dazu sehe, werde ich das wahrscheinlich auch noch öfter tun..
Aber das soll bestimmt nicht heißen, dass dieses Forum „schlecht ist“. Im Gegenteil, ich schätze Eure Arbeit! Ich habe halt nur den Fehler vieler Leute, dass ich Gutes selbstverständlich hinnehme, aber (ich hoffe sachliche!!!!;) Kritik schnell äußere! und dass ich hier Kritik äußere, zeigt auch, dass mir dieses Forum nicht egal ist! Ich bin zwar nicht aus dem „optischen Bereich“ und kann dazu nur selten etwas beitragen. Aber ich habe da schon „einiges gelernt“, was ich sehr interessant finde und mir auch nützlich ist.. und gerade die Mischung aus „off-topic“ und Fachlichem, macht dieses Forum besonders! Das wollte ich jetzt einfach mal loswerden....
LG Gika
Hallo donquichote,
>auch wenn zwei verschiedene Messergebnisse vorliegen, ich denke, das muss dann nicht gleich so wie bei Mistral laufen, oder?>
Natürlich kann man so lange zu so vielen Optikern laufen, wie zum Beispiel CaptainMu.
Ich bin aber eher um eine Ziel-Orientierte Lösung bemüht und weniger an einem herumprobieren. Auch nicht mit billigen Testbrillen.
Aller Wahrscheinlichkeit nach kommst du mit EINER EINZIGEN Testbrille aus !!
Denn die tatsächliche Differenz zwischen den beiden Augen, für das harmonische Sehen, beträgt nur 0,50 Dioptrin. Die allein es gilt zu bestimmen.
>Aber vielleicht wäre es ein Versuch wert, erst mal mit einer "billigen" Brille auszuprobieren, bzw. mit "billigen" Gläsern, oder spricht da was dagegen aus augenoptischer Sicht (vorausgesetzt, der Geldbeutel macht mit).>
Mit den Erfahrungen, die ich selber nun gewonnen habe, und gerne von der Optikerhochschule in Berlin als Beitrag der Optikerseite zur Anpassung einer Sehhilfe an ein gesundes Auge, und nicht immer nur durch die Ärzte, wissenschaftlich dokumentiert hätte, meine ich, ein Systematik gefunden zu haben.
Eine Systematik für den Fall, in dem eine Refraktion nicht möglich ist. Wie zum Beispiel bei mir.
Wenn es dem Optiker möglich wäre, die Richtung der Entwicklung zu bestimmen, wie ich es ganz am Ende darlege, würde eine einzige Testbrille reichen. Bei einer ungünstigen Variate wäre eine einzige Änderung der Testbrille erforderlich.
Zu deiner Frage LK,
Das harmonische Sehen beider Augen ergibt sich in der Regel, wenn beide Augen für sich optimal unterstützt werden. Darum begegne ich immer wieder Optikern und Optikerinnen, die keine Tests für das beidseitige Sehen machen.
Zum Beispiel die Refraktion bei mir vom 4. Dezember 05. Eine Absolventin der Berliner Hochschule.
Wenn du aber darum bittest ,das ein Test auf beidseitiges Sehen ( Binokularer Sehtest hesst es glaube ich, es gibt auch noch weitere, für die Dreidimensionaklität bei prismen und für dei Frage, ob deine Augen sich gleichmässig von der Ferne in die Nähe anpassen) gemacht wird, ist es völlig selbstverständlich das er gemacht wird. Nur halt von alleine. Das ist so eine Sache.
Wenn deine Brille schief ist, wird sie so gerade gebogen, das sie im Gesicht gerade sitzt. Dann die Frage an dich, ob es nun besser ist. Ich habe noch keinen Optiker kennengelernt, der ohne Aufforderung auf die Gläser Markierungen für das Glaszentrum setzt und prüft, ob sich das Zentrum der Gläser mit den Augen deckt.Das erste mal hatte ich die Idee und meinen Optiker in Wismar darum gebeten. und hier in Hamburg hat es in 40 Jahren Brilletragen ein Meister aus dem Gespräch heraus von sich aus versucht, sogar mit einem Raster. Dieser Meister hatte aber auch schon einmal mit einem Kreuz die Zentrierung des Video-apparates geprüft.
Hintergrund war hier meine Bitte ein brauchbares Glas aus einer Brille zu nehmen und zusammen mit einem neuen Glas in ein neues Gestell mit der Video-Einmessung zu setzen. Weil seine Kollegen von der anderen Filale bei diesem Gestell den Augenpunkt nicht hinbekommen hätten.Und hier ging es ihm um die Reputation seiner Kollegen und die Reputation der konventionellen Brillenanpassung. Bei der seine Kollegin von der Berliner Hochschule nur die Höhe eines Auges in Bezug auf das Brillenestell gemessen hatte. Das meine Augen unterschiedlich hoch sind, habe ich ihr dann gesagt.
Bei der Prüfung auf beidseitiges sehen kann es sein, das ein Auge deutlich weniger unterstützt wird als das andere Auge. Bei mir ist es zur Zeit so, das mein rechtes Auge deutlich weniger weit sieht,als das linke Auge. Das Sehen aber so ohne Anstrengung klar und deutlich ist. Oder bei meiner Mutter, die auf einem Auge wegen Star nur 40 % sieht. Wie soll Sie nun exakt sagen, wann diese Auge optimal für die ferne ausgelotet ist ? Sie sieht ja nichts.Aber auch wenn ein Auge nur schemenhaft sieht, sieht es doch ein Bild, das dem Bild entsprechen soll, das das andere Auge sieht.Nur dann arbeiten beide Augen ohne Anstregung zusammen. Gibt es das deckungsgleiche dreidimensionale Gesamtbild. und darum sind die Tests auf das Zusammenspiel beider Augen wichtig.
Die Refraktion geht von der optimalen Einstellung für die Ferne aus. und prüft dann das beidäugige sehen. Wenn eine Refraktion nicht möglich ist, bleibt als Ziel NUR das harmonische sehen !!!
Das harmonische sehen, ohne beschwerden alles gut erkennen zu können, ist das Ziel jeder Brille. Über die Refraktion kann das Ergebnis sehr schnell und kostengünstig abgeleitet werden. Aber wenn dieser Weg verbaut ist, muss das Ziel direkt angesteuert werden. Anhand von Testbrillen die Verträglichkeit geprüft werden.
>> "Bei den Abweichungen bei deiner Frau dürfte es damit nicht sehr gut bestellt sein."
Verstehe ich nicht. Wie meinst Du das, Mistral?>
Der eine hat das gemessenR sph -0,75 cyl -0,50 A 173L sph +0,25 cyl -1,25 A 14 und der andere dasR sph -0,25 cyl -0,50 A 170L sph +0,50 cyl -1,00 A 17
Die Werte vom linken Auge. Für die Entfernung eine Differnez von 0,25 Dioptrin die aber im Zylinder wieder ausgeglichen wird.
Einmal kommt die benötigte Schärfe über die von mir jetzt mal als Enfernungs-Dioptrin bezeichneten 0,50 Dioptrin, und einmal über den höheren Zylinder, für ein verschobenes Bild.
Das Auge unterscheidet aber im Zusammenspiel sehr, sehr genau die von mir als Entfernungsdioptrin bezeichnete Stärke von der Stärke des Zylindesrs, der eine andere Funktion hat.Du kannst nicht sagen es sei mehr oder weniger egal, nur weil die Gesamtstärke links in beiden Fällen 1,50 Dioptrin beträgt. Beides Schärfe bringt.
Bei mir ist meine Entfernungsdioptrin seit 4 Wochen unverrückbar. Trotz aller Versuche. Es ist mir nicht möglich, die Schwächung eines Zylinders, durch die Entfernungsdioptrin auszugleichen. Obwohl ich auch mal versuchsweise auf dem rechten Auge den Zylinder von 1,0 bis auf null reduziert habe. Ich konnte die Differenz der Dioptrinzahl zwischen den beiden Augen nicht verändern. Innerhalb einer Stunde vollkommen unerträglich.
Wenn deine Frau komfortabel mit beiden Augen sehen will, kann das schon mit diesem geringen Unterschied nicht möglich sein.
Bei der Refraktion wird zuerst diese Entfernungsdioptrin gegeben, bis deine Frau sagt, es würde o.k. sein. Einmal hat deine Frau das bei 0,25 Dioptrin gesagt, und das andere mal 0,50 Dioptrin. Danach kommt der Zylinder, bis deine Frau sagt, jetzt ist es o.k.
Wenn du nun noch den rechten Wert ansiehst, der um 0,5 Diotrin schwankt, wie soll das je bei einer Refraktion ausgemessen werden ?Es mag sein, das der nächste Test dem Ziel näher kommt. Aber Sicherheit ?
Wenn du jetz nur von den beiden Messungen aus gehst ist der rechte Zylinder mit 0,50 Dioptrin immer Stabil. Die Achse auch beinahe.Das würde ich als Fixpunkt für die Suche nach dem Gleichgewicht zwischen den beiden Augen nehmen. und dann über das Gleichgewicht die Entfernungsdioptrin suchen.
Bezogen auf Null bleibt bei der einen Messung -0,50 und bei der anderen Messung links + 0,25
Bei mir war es einfacher weil ich nur im Minusbreich war.Und somit keinerlei Kenntnis mit Kurzsichtigkeit auf dem einen und Weitsichtigkeit auf dem anderen Auge habe. Mit -0,75 kannst du deine Test nicht anfangen, weil der Wert schon überkorrigiert sein könnte. Ich würde
R -0,25 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad Glas 1
L +0,25 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad Glas 2
so das du in beiden Richtungen nachgeben kannst, wenn deine Frau nicht zufrieden ist. Den Zylinder vorerst mit - 1,0 weil der auch in der alten Brille deiner Frau ist. Also zwei mal gemessen zu einmal gemessen.
Wenn deine Frau damit nicht zufrieden ist, rechts um 0,25 erhöhen. Rechts, weil nach der rechnerischen Wahrscheinlichkeit bei dem ersten Messergebnis um 0,50 Dioptrin nachgebessert werden kann und bei dem zweiten Messergebnsi links nur um 0,25 Dioptrin. Insoweit ist zu vermuten das bei einer Unzufriedenheit rechts eher Erfolg zu finden ist.
R -0,50 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad Glas 3
L +0,25 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad Glas 2
Entweder wird es besser oder schlechter.Wenn es besser wird, könnte eine weitere Verbesserung
R -0,50 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad Glas 3
L +0,00 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad Glas 4
Links auf null gehen um die Differenz zu erreichen, weil die Erhöhung rechts auf -0,75 schon überkorrigiert sein könnte. Das währe das Ergebnis der ersten Messung. Für das Gleichgewicht zwischen den Augen. Nicht für die Ferne.
Wenn es schlechter wird gibt es bei den beiden vorliegenden Messergebnissen nur noch eine Möglichkeit. von
R -0,25 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad Glas 1
L +0,25 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad Glas 2
zu
R -0,00 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad Glas 5
L +0,25 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad Glas 2
Hier ebenfalls rechts auf null weil eine Erhöhung links auf + 0,5 überkorrigiert sein könnte. Das währe das Ergebnis der zweiten Messung. Für das Gleichgewicht zwischen den Augen. Nicht für die Ferne.
Anhand der beiden jetzigen Messungen glaube ich nicht,das es eine Entwicklung in Richtung der jetzigen Brille deiner Frau, +1,50,geben wird. Aber wegen dieser grossen Veränderungen scheint es mir vorteilhaft, neue Werte als Brille über längere Zeit auf ihre Verträglichkeit zu testen. und du wirst dann auch konkret sehen ob die Werte deiner Frau schwanken, also hin und her, oder eine bestimmte Richtung haben.
Bezogen auf die beiden neuen Messungen bist also mit 5 Gläsern für etwa 20 Euro das Stück dabei.
Ganz zum Schluss kannst du dann noch den Zylinder links erhöhen, wenn es deiner Frau noch nicht optimal erscheint.
Durch das Tragen der richtigen Werte werden sich auch die Achsen stabiler bestimmen lassen.
Die erste Stufe kann der Optiker versuchen, mit der Refraktion herauszufinden, so das du dann mit einer einzigen Testbrille auskommen könntest.
Also die Frage ob du von
R -0,25 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad Glas 1
L +0,25 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad Glas 2
den linken Wert erhöhen musst oder den rechten. Wenn er in die Prüfbrille
R -0,00 Zylinder -0,50 Achse 170 Grad
L +0,00 Zylinder -1,00 Achse 17 Grad
einsetzt einmal rechts um 0,50 Dioptrin erhöht und dann einmal links. Von null ausgehen, weil dann die Differenz in beiden Richtungen gross ist. Die Tendenz deutlicher zu merken ist. Das ist alles. Bei welcher der beiden Varianten deine Frau meint besser zu sehen ?
Damit könnte es bei EINER EINZIGEN Testbrille sein Bewenden haben.
Die Gläser 1+2 wenn keine Tendenz vorhanden ist. Also so ok.
Oder die Testbrille mit den Gläsern 1+5, Das zweite Messergebnis.
Oder eine Testbrille mit eventuell einer Änderung. Die Gläser 2,3+4 Das erste Messergebnis.
Im Grunde ist es das, was Eberhard zu der Objektiven Messung durch den Computer und der endgültigen Bestimmung der Werte durch den Optiker anhand der Subjektiven Feststellungen sagte. Nur das hier das Subjektive nicht nur 5 Minuten Zeit hat um die Verträglichkeit zu empfinden, sondern zwei oder drei oder vier Tage.Das hier das Mass der Verträglichkeit die Zusammmenarbeit beider Augen ist, weil eine Refraktion auf die Entfernung nicht möglich ist.
An Stelle deiner Frau würde ich hier bei einem einzigen Metallgestell bleiben und immer nur ein Glas wechseln. Bei dem Metallgestell könntest du zur Not auch mal selber ein vorhandenes Glas mit einem kleinen Schraubenzieher wechseln.
Wenn deine Frau Kontaktlinsen trägt, rechts auf jeden Fall ja torisch, währe es mit den Kontaktlinsen kostengünstiger zu machen.
Viele Grüsse
Mistral
Hallo Herr Mosch,
vielen Dank für Ihre ausführliche und sehr informative Antwort. Ich versuche die Sache aus meinem Blickwinkel noch etwas weiter zu beleuchten, noch einige weitere Infos zu geben und freue mich auf Ihre Rückmeldung:
Deine Ausgangssituatuion ist beim Strabismus (Schielen) durchaus sehr häufig anzutreffen. Deshalb stehst Du da keinesfalls alleine dar. Auch Depressionen finden sich in diesen Fällen gar nicht so selten. Gut das Du darüber so offen sprechen kannst.
Ich bin froh, dass ich mittlerweile so offen über die meisten Dinge sprechen kann, dass war nicht immer der Fall. Durch die Depression habe ich mich lange Zeit sehr zurückgezogen und mir ist es auch nie leicht gefallen auf Personen zu zugehen. Das Schielen stört mich dabei solange ich mich zurückerinnern kann und ist so wie ich das heute sehen würde mit ein Grund, warum es zu dem Rückzug kam. Ich habe mir zwar oft gesagt, es ist nicht so tragisch, aber ich merke auch heute noch, dass ich in vielen Situationen nicht auf Leute zugehe, weil mir das Schielen immer wieder bewusst wird. Darüber konnte ich in einer Gruppentherapie bisher auch nicht gut sprechen. Mein Weg zu einer Weiterbehandlung des Schielens wäre deshalb zunächst nochmal über einen Therapeuten. Zusätzlich habe ich Ende August ein Beratungsgespräch bei meinem Augenarzt vereinbart. Um die Möglichkeiten weiter abzuklären.
Wahrscheinlich hast Du bislang im Leben nie sichtbare Doppelbilder gehabt. Denn diese wurden als Kind generell physiologisch, und in Deiner Sehschulbehandlung durch das Abkleben eines Auges unterdrückt. Das einäugige Fixieren wurde zu einem, in Deinem Fall, alternierendem (wechselseitigem) monokularen (einäugigen) Einfachsehen geführt bzw. erzogen. Dies gilt auch heute noch als ein erstrebenswertes Ziel in der Augenheilkunde. Durch die "alternierende" Sehfunktion werden beide Augen weiterhin beim Sehen genutzt und es kommt nicht zu dem krassen Leistungsabfall eines sogenannten Schielauges. Da beide Augen "wechselseitig" am Sehen teilnehmen. Im Vorschul- oder häufig im Grundschulalter wird dann der Schielwinkel reduziert durch einen ersten OP-Eingriff. Dabei wird der Schielwinkel gerade nicht komplett ausgeglichen, um der Möglichkeit bleibender Doppelbildeindrücke zu entgehen. Üblicherweise bleibt man in einer Unterkorrektion und berücksichtigt dabei allermeist nur selten bestehende Höhenabweichungen.
Soweit ich mich erinnern kann hatte ich nie Doppelbilder, ich weiß auch nicht, wie ich als Kleinkind / Säugling gesehen habe. Die Sehschulbehandlung mit abkleben der Augen fängt ja meist sehr früh an. Die Prozedur war in etwa so wie von Ihnen beschrieben, wie weit der Schielwinkel damals ausgeglichen wurde, kann ich aber nicht sagen. Ich weiß nur, es war zu dieser Zeit Innen-Schielen, jetzt ist es Außen-Schielen, eine Höhenkorrektur gab es soweit ich weiß nicht. Ich bin mir nicht sicher, was in diesem Fall ein krasser Leistungsabfall des schwächeren Auges wäre, aber für mich sind 0,5 Dioptrien viel?
Da beide Augen in frühester Kindheit so gut wie nie zu einem funktionalem beidäugigen Einfachsehen herangeführt wurden (durch prismatisch wirksame Prismenkomponenten per Brillenkorrektion, konnte auch kein Zusammenspiel in den Sehbahnen im Gehirn per Synapsen verschaltet werden, stattdessen prägten sich einäugige Sehbahnen und Strukturen im Gehirn aus. Heute geht man mit Respekt in diesem Zusammenhang an weitere Schielkorrektionen heran, denn durch unsere visuell sehr stark geprägte Leistungswelt besteht eine nicht ausschließbare Gefahr, auf dieser Grundlage zu Doppelbildern zu kommen. Die Grenzen zwischen Restschielwinkel und Doppelbildern sind fließend. Die Kosmethik ist vor diesem Aspekt medizinisch gesehen zweit- oder drittrangig angesiedelt. Soweit der ganz allgemeine Hintergrund zur Sache.
Ich verstehe, dass es durch weitere Schielkorrekturen zu eventuellen Doppelbildern kommen kann. Das ist mit ein Grund, warum ich trotz meiner Depression viel Respekt vor einer OP habe, die Frage ist für mich immer, wie hoch das Risiko ist und wie gut eventuelle Nachbehandlungen dem entgegenwirken können. Auf der einen Seite schäme ich mich ehrlich gesagt oft, wenn ich Leuten nicht gerade in die Augen sehen kann, nicht mal mir selbst, was mich in vielen Situationen zurückhält, auf der anderen Seite mache ich mir sorgen um eine weitere Verschlechterung nach der OP.
Sie sprachen davon, dass der Schielwinkel oft nicht komplett kompensiert wird, ich kann Ihre Argumentation nachvollziehen. In meinem Fall kann ich noch dazu sagen, dass es sich teils nicht um einen geringen Schielwinkel handelt. Es ist praktisch so, dass ich, wenn ich mit einem Auge sehe, dass andere teils wirklich komplett nach Außen abdriftet und dort "hängen bleibt", bis auf die eventuellen Korrekturversuche die nicht funktionieren. Außerdem bilde ich mir ein dieses abdriften auch im Alltag zu bemerken durch Muskelspannung in besagtem Auge. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll, und ob das überhaupt möglich ist oder ob es sich um die von Ihnen beschriebenen Phantomschmerzen handelt. Es würde mir ja schon eine kleine Korrektur genügen, damit die Augen nicht immer komplett abdriften. Haben Sie dazu eine Idee?
In Deinem Fall kommt die Depression mit zum Tragen. Diese wird medizinisch ganz sicher eher als erschwerender Faktor eingestuft. Da Deine physische Belastbarkeit eingeschränkter ist. Aus diesem Grunde wird ein Operateur hier sicher zunächst vor einem solchen Eingriff zurück schrecken. Zumal es in der Spätfolge auch beim Ausbleiben von Doppelbildern immer wieder zu Schielabweichungen kommen dürfte, da keine beidäugige Verrastung im Sehen vom Gehirn her angelegt ist.
Aus oben beschriebenen Gründen ist die Depression sicher ein erschwerender Faktor. Um ehrlich zu sein habe ich die Sache über die letzten Jahre oft abgewägt. Momentan bin ich jedenfalls an einem Punkt, an dem ich bei einigen Erfolgsaussichten eine Operation in Kauf nehmen würde, weil ich mich damit ziemlich entstellt und teils Minderwertig fühle. Die Frage ist was in einer Nachbehandlung machbar ist, falls Komplikationen auftreten.
Je höher Ihr individuelles Beschwerdemangesment ist, desto sinnvoller könnte der Versuch sein, einen Weg über eine optimale Brillenversorgung nach MKH zu gehen. Dabei braucht es einen sehr erfahrenen Anpassberater, ideal wäre ein Augenarzt, da Strabismusbehandlung als eine medizinische Massnahme gilt. Leider sind Ophtalmologen, die hierin sehr gut geschult sind äußerst selten. Manchmal finden sich auch Kooperationen zwischen Augenärzten und Augenoptikern/Optometristen auf diesem Gebiet.
Wie sähe denn Ihrer Meinung nach eine optimale Brillenversorgung in meinem Fall aus? Meinen Sie eine Prismenbrille? Ich kann mir darunter gerade noch nichts vorstellen.
Je höher das Beschwerdemangesment, desto eher könnte die Entlastung positiv durchschlagen. Auf diesem Wege kann jedenfalls auch jede operative Massnahme vorbereitet werden und falls Doppelbilder auftreten sollten, kann die Vorversorgung (sollte als Brillenreserve greifbar bleiben) im Grenzfall reaktiviert werden. Natürlich wird der Berater in solch einem Fall zunächst versuchen, ob nicht nur eine verbesserte geänderte Korrektion die Doppelbilder wieder beseitigt. Jedenfalls müsste das als Erstmaßnahme umgehend geprüft werden. Übrigens ist dies der Königsweg, um zu Checken, ob die Gefahr von Doppelbildern real auftritt bei einer OP. Ein solcher Weg ist jedenfalls nicht kurzfristig zu sehen, sondern ein langfristig anvisiertes Ziel für funktionaleres binokulares Sehen. Bei dem auch die Zwischenziele aber schon Optimierungen herbeiführen sollten. Hier heißt es zunächst ehrlich, dass der Weg selbst schonmal ein Ziel von Sehverbesserung darstellt. Dies sollte nicht in Monaten, sondern in Jahren gesehen werden. Denn die möglichen visuellen Verbesserungen betreffen immer auch die vorgegebene Sehstruktur und die individuelle Sehverarbeitung des Gehirns in den Grenzen der Machbarkeit.
Ich fühle mich derzeit jedenfalls so gestärkt, dass ich gerne an einer Verbesserung arbeiten würde, wie der Weg auch sein wird und wie lange es auch dauern könnte. Verstehe ich Sie da richtig, dass es sinnvoll wäre, vor der Operation zu prüfen, wie gegebenenfalls eine Korrektur durch die Brille sich auch das Sehen auswirkt, auch auf eventuelle Doppelbilder, oder wie sähe der Weg aus?
Vielen Dank für Ihre Antworten
Viele Grüße
nixor
Agnes Maria,
wissenschaftliche Abhandlungen über die Entwicklung beidäugigen Sehen sind sich darüber einig, das Schielen nach dem 6. Lebensmonat pathologisch ist. Ein entwicklungsbedingtes Schielen wie Sie es bei einem sechzehn Monate alten Kind sehen gibt es nicht.
- Tja, kann sein das Ihr Deutschen andere Definitionen benutze. Beschreiben Sie mal worin die Patologie besteht. Jeztz bin ich eben mehr zufrieden, wenn auch Erwachene schieler hier durch VT 3D Sehen erwerbe, dann muss ich ja eine Patologie ohne medizinische Eingriffe beseitigt habe.
Ich habe mit auch Ihr Anschreiben an Herrn Luckas genau durchgelesen und bin persönlich der Meinung das Sie über Schielen , Ursachen, Behandlung, ich möchte das mal über die Blume sagen, in meinen Augen nicht allzuviel Ahnung haben.
- Oh je, das konnte ich wenn es anderswo gesagt wäre als eine Beledigung auffassen, - nur, Ihre Aussage betrifft Sie genau so weil wir das Schielen eben verschieden betrachten, und Sie ganz unwillig sind ihre Auffassung zu erweitern.
Schon die Ansicht das durch Optometrie OP's hinfällig werden und das subjektive Refraktion, vor allem bei sechzehn Monate alten Kindern genauer sind als objektive Skiaskopie unter Zykloplegie. Ich habe mir mal die Arbeit gemacht 1 Jahr lang die Ergebnisse meiner Patienten durch die Skiaskopie nach Mohindra und objektive Zykloplegie zu v ergleichen und möchte nicht mit den Optometristen tauschen.
- und ich mit die Ärzte auch nicht wen es um Rx bestimmung geht.
Ich gebe Ihnen gern etwas zurück: Mir ist es möglich auf Fragen Antworten zu geben, das macht mich nicht kopflos. Total kopflos finde ich dann im Umkehrschluß Ihr Auftreten hier. Optometrie macht OP's überflüssig. Auch Ihre Behaupuing die Augenbeweglichkeit würde duch OP's von mir leiden, ist wieder so ein Schauermärchen was nicht stimmt. Dazu noch keine Ahnung von Schiel-OP's zu haben macht das ganze nicht besser.
- Nur eins, wenn Sie zum Beispiel eine muskel abkürze, bleibt dan dasselbe Bewegungsspielraum wie vor OP?
Ihre Weiterbildung kann ich nicht als optimal bezeichnen.
- Das können Sie ohne kenntschaft darüber gar nicht beurteilen.
Geben Sie ein und den Suchbegriff Rudolf Sachsenweger, dann können Sie 91 Abhandlungen erkenen. Über www. subito doc. können Sie die Arbeiten anfordern.
- Da gibts von diversen andere Sachsenweger 91 Referenzen von ein Rudolf aber 0
Sachsenweger ist der Vorreiter der heutigen amerikanischen Optometrie. Aber so was zu erwähnen würde doch die Optometristen als nicht allwissend hinstellen. Ich denke, deswegen wird er nicht benannt. Kommt doch die Binokularschulung fast vollständig von ihm:
Ob Cheiroskop, Trennverfahren, Fusion- und Fusionsbreitenbeübung und Stereotraining mit stereoskopischen Bildern für Schwellenwertübungen, Pseudoskopische Bilderserien, Stereoskopische Bilder mit stereskopischen Glanz u.s.u.s.f. alles kommt von ihm. Er ist ein Teil der Grundlage ihrer Berufsausbildung.
- Das ist durchaus möglich, nur habe ich dasselbe Auswahl von anderswo. Dazu kommt eine erhebliche Menge über Visualentwichlung um überhaupt die genannte Instrumentatium zielgerecht ausnutzen zu können.
Sie sind nicht auf meine Frage was Sie mit dem Kleinen Kind machen wollen beantwortet. Ich denke, das läßt tief blicken.
- Ich würde das Kind erst mal sehen, sonst kann ich die visuelle Fähigkeiten nicht beurteilen und auch kein Vorschlag geben. Sie will das so wie so nicht verstehen.
Ich denke wir beenden das, Sie können mir sowieso nicht folgen.
- Ich sehe das andersrum Sie können mir nicht folgen obwohl Sie behaubtet die Ausbildung dafür zu bezitsen.
Ihr Blick ist mir zu schablonenhaft euphorisch und falsch gerichtet. Das ist nicht mein Fall.
(Editiert) Jedes Kind und Eltern haben das Recht über zugängliche Behandlungsalternative erleuchtert zu werden um ihre Wahl auf Basis ein vernünftiges Rational zu treffen. (Editiert) Es gibt auch unter unsere Berufe mehr Wege zu Rom wissen Sie.
LG
Steen Aalberg
Sehr geehrter Herr Aalberg,
wissenschaftliche Abhandlungen über die Entwicklung beidäugigen Sehen sind sich darüber einig, das Schielen nach dem 6. Lebensmonat pathologisch ist. Ein entwicklungsbedingtes Schielen wie Sie es bei einem sechzehn Monate alten Kind sehen gibt es nicht.
Ich habe mit auch Ihr Anschreiben an Herrn Luckas genau durchgelesen und bin persönlich der Meinung das Sie über Schielen , Ursachen, Behandlung, ich möchte das mal über die Blume sagen, in meinen Augen nicht allzuviel Ahnung haben.
Schon die Ansicht das durch Optometrie OP's hinfällig werden und das subjektive Refraktion, vor allem bei sechzehn Monate alten Kindern genauer sind als objektive Skiaskopie unter Zykloplegie. Ich habe mir mal die Arbeit gemacht 1 Jahr lang die Ergebnisse meiner Patienten durch die Skiaskopie nach Mohindra und objektive Zykloplegie zu v ergleichen und möchte nicht mit den Optometristen tauschen.
Ich gebe Ihnen gern etwas zurück: Mir ist es möglich auf Fragen Antworten zu geben, das macht mich nicht kopflos. Total kopflos finde ich dann im Umkehrschluß Ihr Auftreten hier. Optometrie macht OP's überflüssig. Auch Ihre Behaupuing die Augenbeweglichkeit würde duch OP's von mir leiden, ist wieder so ein Schauermärchen was nicht stimmt. Dazu noch keine Ahnung von Schiel-OP's zu haben macht das ganze nicht besser.
Ihre Weiterbildung kann ich nicht als optimal bezeichnen.
Geben Sie ein und den Suchbegriff Rudolf Sachsenweger, dann können Sie 91 Abhandlungen erkenen. Über www. subito doc. können Sie die Arbeiten anfordern.
Sachsenweger ist der Vorreiter der heutigen amerikanischen Optometrie. Aber so was zu erwähnen würde doch die Optometristen als nicht allwissend hinstellen. Ich denke, deswegen wird er nicht benannt. Kommt doch die Binokularschulung fast vollständig von ihm:
Ob Cheiroskop, Trennverfahren, Fusion- und Fusionsbreitenbeübung und Stereotraining mit stereoskopischen Bildern für Schwellenwertübungen, Pseudoskopische Bilderserien, Stereoskopische Bilder mit stereskopischen Glanz u.s.u.s.f. alles kommt von ihm. Er ist ein Teil der Grundlage ihrer Berufsausbildung.
Sie sind nicht auf meine Frage was Sie mit dem Kleinen Kind machen wollen beantwortet. Ich denke, das läßt tief blicken.
Ich denke wir beenden das, Sie können mir sowieso nicht folgen. Ihr Blick ist mir zu schablonenhaft euphorisch und falsch gerichtet. Das ist nicht mein Fall.
A.M.
P.s. Die Zusammenarbeit vor Ort mit interessierten und sehr wissenden Optometristen und Augenoptiker läuft sehr harmonisch und gut.
Hallo Marie,
das räumliche Sehen war mir ziemlich wurscht. Das war für mich nie ein Grund nach mehr Prismen zu "schreien"!
Ich ging wieder los, weil das Stechen hinterm rechten Auge unerträglich war und bekam nach 5 Jahren stabiler Prismen erstmals 10, die gut verträglich waren. Mir ging es gut damit! und dann machte ich den Fehler mir wurde von einer Koriphäe angeboten, mir gerne noch mal eine Meinung bei ihr zu holen. Primär ging es aber um meine Tochter, der immer die Buchstaben verschwanden. Ich ließ meine Augen noch mal mit messen und mir wurde gesagt, ich bräuchte 15 und solle in 6 - 8 Wochen zur Nachmessung kommen. Mit den 15er habe ich eh nicht gut gesehen (höher brechendes Material und minus statt plus drin, weil mir versichert wurde, ich sei kurzsichtig - klar, dann kann man auch mehr Prismen reinschieben bei eso - aber das weiß ich alles erst heute) Brav ging ich hin. und mir wurde gesagt, ich bräuchte 20 Prismen. Ich ging dann zurück auf normalbrechende Gläser, aber das Sehen blieb miserabel (heute weiß ich warum schlechte Prismenqualität, falsche sonstige Refrawerte.....mir wurde aber gesagt, das läge an den hohen Prismen und der schlechten Abbildungsqualität). und da ich damals nicht wusste, dass ich Mikrostrabismus habe, trug ich die 20 Prismen tapfer weiter - und der Winkel entgleiste. Bei meiner Tochter war es noch schlimmer.....ich wies explizit auf Schielen und Okklusionstherapie in der Kleinkindphase hin! Da wurde mir glatt erklärt, es gibt kein Schielen. Es ist alles nur Wf! Würde sie Schieler sein, stünde das Auge immer schief......na ja, nach seinen 30 Prismen stand es immer schief, auch ohne Brille. Er hat einen manifesten Strabismus bei ihr "gezaubert"....aber irren ist ja menschlich... und ich sage es nochmal und immer wieder ich bin kein normaler Wf'ler - aber ich kann das eine mittlerweile vom anderen trennen und stehe nach wie vor hinter prismatischer Vollkorrektion, wenn eine reine Wf vorliegt! Dann bringt auch eine OP dauerhaft gute Ergebnisse. und wenn ihr Schieler seit, ist Dein Zögern bestimmt nicht verkehrt. Aber wenn es Dir ohne gute Brillenkorrektion derzeit auch nicht optimal geht, dann musst Du halt noch den richtigen Weg finden. und der lautet auch bei Schielern mit phorischer Komponente Prismen - aber richtig dosiert. Vom Fachmann, der Ahnung vom Schielen hat. Ich verteufle Prismen nicht, im Gegenteil! Aber ich fordere richtige Dosierung und Weiterbildung für alle, die damit arbeiten. Fanatisch und einseitig hinter irgendeiner Sache - egal welcher- zu stehen, hat noch nie jemandem genutzt. Insofern wäge ich nach wie vor immer ab und behalte meine Augen und Ohren offen, um weiter lernen zu können. und das erwarte ich auch von Ärzten und Augenoptikern.
LG
Kerstin
Nichts ist für mich schwieriger, als Arzt zu sein.
Man entscheidet über Gesundheit, oder Krankheit, verschreibt Medikamente, und muss sich Absichern über Wirkungen und Nebenwirkungen und die Kasse steht schon hinter einem und verlangt dann Regreß.
Man ist Unternehmer und das finde ich am schlimmsten. Wenn man nicht aufpasst, muss die Praxis aufgelöst werden.
Der Druck ist so imens man ist Mediziner und Handwerker, Psychologe und Psychtherapeut, Lebensberater und Beichtvater, Pharmakologe und dabei immer nur Mensch.
Menschen machen Fehler. Nicht absichtlich. Manche Fehlentscheidungen hätten verhindert werden können, wenn man es gewußt hätte. Weiterbildung ist eine grundsätzliche Pflicht, aber das Arbeitspensum ist so umfangreich. Wann soll man sich weiterbilden? Schwierig.
Manchmal wünsche ich mir ehrlich weniger zu tun zu haben. Dann sieht man das Personal und denkt, du kannst nicht so egoistisch sein. Die wollen für Ihre Arbeit auch ihr Geld. und dabei zahlen die Kassen extrem wenig.
Eine gute Medizin anzubieten unter diesen Bedingungen ist ein Spagat der nicht immer gelingt. Ich würde gern noch besser arbeiten.
Deswegen ist man doch persönlich betroffen über die Kritik an einem Berufstand den man angehört.